Pam Muñoz Ryan

 4.8 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Der Träumer.

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Der Träumer

Der Träumer

 (15)
Erschienen am 31.01.2018

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Rezension zu "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan

Der Träumer
Gelindevor einem Jahr

Der Träumer, von Pam Munoz Ryan (mit Zeichnungen von Peter Sis)

Cover:
Ein bisschen geheimnisvoll.

Inhalt:
Die Geschichte eines kleinen Jungen, Neftali.
Er lebt im Süden von Chile, ist ein Außenseiter und auch seinem Vater kann er nie etwas recht machen und muss deshalb viel böse Worte und Schikane einstecken.
Derweil ist er nur mit den Gedanken immer schon weiter, einen Schritt voraus und zu allem und jedem macht er sich Gedanken.
Aber Neftali gibt nicht auf und aus dem schüchternen Jungen wird ein berühmter Dichter.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, es ist interessant, aber ich glaube ich hätte es mir nicht gekauft.
Es ist sehr poetisch aufgebaut und es gibt reichlich Zeichnungen und schöne Illustrationen im Buch.
Die Geschichte um den kleinen Jungen ist sehr anrührend aufgebaut, aber wie gesagt, die poetische Schreibweise ist nicht so mein Ding.

Der „Tenor“ des Ganzen ist (meiner Meinung nach), man sollte zu seiner Meinung stehen und auch alles andere (und andersartige) auf der Welt achten.

Das Schriftbild (Druck) ist sehr groß, deshalb kann man das Buch auch locker in einem oder zwei Tagen lesen.

Autorin:
Pam Munoz Ryan hat mehr als 30 Bücher für junge Leser geschrieben und sich nicht nur durch ihre Bücher um den interkulturellen Dialog verdient gemacht. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von San Diego.

Mein Fazit:
Für Liebhaber von poetischen Geschichten mit zahlreichen Zeichnungen bestimmt ein tolles Buch.
Meinen Geschmack hat es nicht so getroffen.
Für die Geschichte selber 3 Sterne.


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MuenisBookWorlds avatar

Rezension zu "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan

Ein Kinderbuch für Klein und Groß
MuenisBookWorldvor 3 Jahren

Neftalís Geschichte gefällt mir sehr. All die Dinge, die er gesagt oder nur gedacht hat, regten mich jedes Mal zum Denken an. Warum er dies und jenes macht, kann sein Vater nicht verstehen. Denn er will, dass sein Junge etwas vernünftiges im Leben lernt.
Neftalí hat große Angst vor seinem Vater. Er ist nicht nur sehr autoritär, sondern auch sehr temperamentvoll. Und jedes Mal, wenn Neftalí zu reden beginnt, stottert er. Er verschluckt seine Worte. Doch eigentlich sind es seine Ängste, die nach seinen Worten greifen und so das Stottern verursachen. Nicht mal sein älterer Bruder Rodolfo traut sich gegen seinen Vater eine Ansprache zu halten. Obwohl Rodolfo das Singen liebt, kann er seinen Mund in der Nähe seines Vaters nicht öffnen. 

Neftalí ist ein guter Junge und sehr begabt für sein Alter. Er schafft sich eine eigene Welt, indem er einfach träumt. Er träumt von Vögeln in Wälder und hält alles, was er träumt geheim, denn niemand möchte hören, was er zu sagen hat, da die meisten ihn für verrückt halten. Neftalí ist nicht nur ein Träumer, sondern auch ein Sammler. Er ist wissberierig und denkt, dass alle Gegenstände, die er findet eine Geschichte erzählen. Und diese Geschichte möchte Neftalí besitzen; ein Stoffschaf, ein Stein, einen Tannenzapfen und vieles mehr verbirgt er auf seinem Regal.

Es scheint so, als hätte Neftalí und auch der Rest der Familie Reyes noch nie Mutterliebe empfunden, da immer eine negative Grundstimmung daheim herrscht.
Ob der Vater deshalb so ist, wie er ist? Weil seine Frau nicht mehr da ist? Es gibt zwar eine Art Ersatzmutter, die von Laurita und Neftalí "Mamadre" genannt wird, jedoch weiß jeder, dass keine Frau den Platz seiner Mutter ersetzen kann, egal wie gut und sorgsam diese Person ist.
Neftalís Vater ist streng und das kann keiner ändern. Neftalí aber hofft immer mal wieder, dass sich sein Vater ändert. Er glaubt daran, dass sich tief im Inneren seines Vaters Gefühle verbergen, die immer noch nicht entdeckt wurden. Leider wird Neftalí jedes Mal aufs neue enttäuscht.

Neftalí will kein Arzt oder Anwalt werden. Er möchte schreiben; Geschichten über die Welt, Ungerechtigkeit, Liebe und Leidenschaft. Er möchte für die Zeitung arbeiten sowie Onkel Orlando. Er ist ein großes Vorbild für Neftalí und der verständnisvolle Vater, den er nie hatte.

"Der Träumer" soll in erster Linie, das Leben von Pablo Neruda darstellen, einen berühmten chilenischen Dichter, der im Jahr 1971 sogar mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Der Kinderroman handelt sich um eine fiktive Biografie dieses Autors. Die Autorin Pam Muñoz Ryan hat sich dabei von ihm und seiner Literatur inspirieren lassen. Neftalí ändert gegen Ende des Buches sein Name und somit auch ein Teil seiner Identität, da sein richtiger Name in der Zeitung bei seinem Vater nur auf Aufruhr stößt. Durch diese Änderung will er endlich frei und losgelöst von seinem Vater sein. Damit dieser sich in Zukunft nicht mehr für ihn schämen muss. So heißt er nicht mehr "Neftalí Reyes", sondern "Pablo Neruda".

Die Illustrationen von Peter Sís in dem Kinderbuch sind sehr tiefgründig und verbergen zusätzliche kurze Geschichten, die meiner Meinung nach für Kinder schwer verständlich sind.
Generell denke ich, dass das Kinderbuch teilweise mit Wörtern bestückt ist, dessen Bedeutung für Kinder auf den ersten Blick nicht ganz deutlich werden. Es kommen Fremdwörter wie "Percheron-Pferde" (S. 65), "Schotter" und "Tröge" (S. 93) vor und bilden den Kindern eine Barriere beim Lesen. Auch die spanischen Wörter wie zum Beispiel "La Traviata" (S. 57) und "Arrayán" (S. 70) sind schwer auszusprechen.

Dennoch ist das Kinderbuch sehr schön geschrieben und hinterlässt viele Interpretationsmöglichkeiten beim Leser. Es regt zum Nachdenken an und liefert eine schöne Botschaft. "Der Träumer" ist kein herkömmliches Kinderbuch und wird bereits ab zehn Jahren empfohlen. Ich denke aber, dass Erwachsene, die Interesse an diesem kleinen Meisterwerk haben auch ein Teil der Geschichte werden können. Denn Erwachsene und Kinder legen unterschiedliche Schwerpunkte und nehmen die Details anders auf.

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loveisfriendships avatar

Rezension zu "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan

Ein Gesamtkunstwerk
loveisfriendshipvor 4 Jahren

Ein Gesamtkunstwerk

„Der Träumer“ ist ein wundervolles Buch, das drei große Künstler vereint: Pablo Neruda, von dessen Kindheit und Jugend es handelt; Pam Muños Ryan, die diese Episoden in poetische Worte gekleidet hat, und Peter Sís, der diese Worte mit symbolreichen Zeichnungen unterstützt.

Handlungsort ist Temuco, ein Ort im Süden Chiles. Der kleine Neftalí hat ein Faible für klingende Worte. Er betrachtet und entdeckt Dinge, die sich dann in seiner Fantasie verselbstständigen. Sein Vater nennt ihn abwertend „Träumer“. Im Laufe der Geschichte wandelt Neftalí dieses Wort zur gegenteiligen Konnotation.

„Der Träumer“ erzählt die Geschichte eines sensiblen, aufmerksamen Jungen, dem einige Hindernisse in den Weg gestellt werden, seinen Traum zu leben und sich selbst zu verwirklichen. Die inspirierende Botschaft, zu sich selbst und seinen Träumen zu stehen, wirkt nicht aufgesetzt, sondern ergibt sich aus der Lebensgeschichte Nerudas. Das Buch beinhaltet aber noch viel mehr, das es zu entdecken gilt.

Wie schon zu Anfang gesagt, ist das Gesamtpaket durchweg überzeugend: Die Kombination von Text, Zeichnung, Hintergrund und insgesamt der Gestaltung und Aufmachung des Buches. Ich werde nun genauer auf die einzelnen Elemente eingehen.

Zuallererst werde ich die Zeichnungen von Peter Sís hervorheben. Er ist ein großer Meister, der das geschriebene Geschehen nicht bloß abbildet, sondern selbst interpretiert, sodass sehr fantasievolle Illustrationen entstehen. Die Zeichnungen laden zum längeren Betrachten und darüber-Nachdenken ein und vervollkommnen das Wort.

Auch Pam Muños Ryan macht dieses Buch mit ihren Worten zu einem besonderen Erlebnis. Sie hat sich zuvor fundiert mit Nerudas Leben und Werk auseinandergesetzt und ihre intensive Begeisterung für diesen großen Dichter schwappt mit jeder Zeile auf den Leser über. Sie nimmt Motive aus Nerudas Gedichten und seiner Biografie auf, spinnt sie weiter, verdichtet sie an bestimmten Stellen, geht eigenen Gedanken nach. „Der Träumer“ ist keine trockene Widergabe von Sachinformationen, sondern eine Interpretation der Autorin des Dichters. Leben, Beweggründe und was Pablo Neruda tiefergehend ausmacht, kommen einem näher, als eine reine Darstellung der Wirklichkeit es je bewirken könnte.

Und was dieses Buch noch zusätzlich so kostbar macht, ist der reale Hintergrund. Oftmals hatte ich Gänsehaut in dem Wissen, dass Pablo Neruda tatsächlich gelebt hat. Die in „Der Träumer“ eingestreuten Zeilen aus Nerudas Gedichten geben dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre und regen dazu an, sich dem Werk Nerudas zu widmen.

Dieses Buch ist leidenschaftlich und schön und durch die hochwertige Aufmachung mit einer angenehm großen Schrift nicht nur für Herz, Kopf und Seele, sondern auch für die Augen ein Genuss.

Fazit: „Der Träumer“ vereint poetische Worte und symbolreiche Illustrationen. Es ist ein wertvolles Buch über die Jugend Pablo Nerudas. Kraftvoll, inspirierend, magisch - ich wünsche mir mehr solcher Bücher!

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