Pamela Fuchs Todesdomina

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Inhaltsangabe zu „Todesdomina“ von Pamela Fuchs

Zuvor war sie eine unter vielen. Dann geriet Sexarbeiterin Pamela F. im Jahr 2015 in die Schlagzeilen, als einer ihrer Kunden – der Luststeigerung durch Atemreduktion hervorrufen wollte – während des Spiels verstarb. Mit einem Schlag war für „Herrin Emily“ alles anders: Nun ging es nicht mehr darum, sich in der Sex-Szene Wiens und Österreichs zu positionieren, sondern nach Möglichkeit dem Knast zu entgehen. Aufgrund außerordentlich mildernder Umstände und dank eines hervorragenden Anwalts, Dr. Martin Mahrer, fiel das Urteil, gesprochen im September 2016, mehr als annehmbar aus: zwei Jahre bedingte Haft. Pamela F. fiel ein Stein vom Herzen. Nun, gut ein halbes Jahr nach dem Gerichtsverfahren, das eine Zäsur im Leben der jungen, lebenslustigen Wienerin darstellt, legt die 29-Jährige ihre Biographie vor. Entstanden ist ein Buch, das den Leidensweg von Pamela F. beschreibt – als Kind missbraucht vom Stief-Großvater, als Jugendliche vom ersten Freund regelmäßig verprügelt und krankenhausreif geschlagen, von der zweiten großen Liebe emotional versklavt, in das Rotlichtmilieu entführt und ausgebeutet worden. Auf eigenen Füßen, schafft Pamela F. nur mehr für sich selbst an und kommt mit den verschiedensten Fetischen im Sado-Masochismus in Berührung. Doch das Werk ist auch die Erzählung einer Frau, die sich mit Körper und Köpfchen durch das Leben kämpft und ein großes Ziel vor Augen hat: den Mann ihrer Träume zu finden, zu heiraten, mit ihm eine glückliche Familie zu gründen und all dies zu erleben, was ihr in ihrer Kindheit und Jugend verwehrt geblieben ist.

Widersprüchliche Aussagen ~ stockender Lesefluss ~ viele erotische Modelbilder ~ kaum Einblicke in das gerichtliche Verfahren

— Katis-Buecherwelt

Hier wurde ein tragisches Ereignis geschildert, ohne es nach allen Mitteln der Kunst auszuschlachten und nach Schuld und Unschuld zu suchen.

— HappySteffi

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  • Konnte mich nicht überzeugen ...

    Todesdomina

    Katis-Buecherwelt

    07. October 2017 um 13:33

    Zum Buch:Auf dem Cover entdeckte ich die Autorin selbst in einer zum Titel und Inhalt passenden Stellung. Im Buchinneren fand ich einige ansprechend gemalte Karikaturen von Alina Salzmann, Abdrucke des Schriftverkehrs vom Gericht, WhattsApp Screenshots und viele hochwertige Fotos von Pamela Fuchs. Schade fand ich, dass die Fotografien nicht beschrieben sind. Wegen der Masse an Bildern bekam ich einen faden Beigeschmack der Schleichwerbung für ihre Modelkarriere. Erster Satz:"Über mich und mein Leben zu erzählen, fällt mir nicht immer leicht."Meine Meinung:"Todesdomina" wurde mir vom Verlag ans Herz gelegt und ich war sofort daran interessiert. Wahre Geschichten lese ich gerne und ich war gespannt zu erfahren, was damals passierte und wie der Werdegang des gerichtlichen Verfahrens ablief. Pamela F. geriet in die Schlagzeilen, als einer ihrer Kunden darauf bestand, seine Lust mit Atemreduktion hervorrufen zu wollen und anschließend dabei verstarb. Die Autorin berichtet darüber, wie sie in das Milieu gerutscht ist und beschreibt genau, die Vorlieben ihrer Kunden. Ich schüttelte in vielen Fällen den Kopf, weil es für mich unbegreiflich war, was für Fantasien manche Männer haben und auf was für Ideen diese kommen, um ihre Lust zu befriedigen. Manche Handlungen fand ich extrem ekelhaft und kaum vorstellbar. Trotz alledem war es interessant zu lesen, was hinter den Köpfen der Männer vorgeht. Geärgert habe ich mich einige Male über Pamela Fuchs, wie sie erzählte, dass sie keine Menschen mag die Lügen. Und nur wenige Seiten später berichtet sie von einem Erlebnis, wie sie ihre Kundschaft selbst belügt und das nicht nur einmal. Das widerspricht sich! Ich kann doch nicht sagen, dass ich Lügner nicht leiden kann, wenn ich selbst Lügengeschichten erfinde! Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig und umgangssprachlich geschrieben, was den Lesefluss an vielen Stellen stockte. Viele wirre Sätze verleiteten mich immer wieder, diese mehrfach zu lesen, um den Sinn darin zu verstehen. Gleichwohl zog das Buch meine Aufmerksamkeit an und ich habe es fast in einem durchgelesen. Ich wollte unbedingt wissen, ob nicht doch mehr Informationen preisgegeben werden. Das Verfahren, um den Unfalltod des Freiers, wurde nur vage angeschnitten und kaum der Rede wert, was ich schade fand. Denn genau diese Thematik fand ich an der ganzen Story interessant und hatte erwartet, dass mehr als nur Kopien der Staatsanwaltschaft zu lesen sind. Von dem Opfer gibt es sogar ein abgebildetes Foto aus der Rückenansicht mit dem Strick um den Hals. Das fand ich grenzwertig und weiß nicht, ob es nicht gegen die Würde des Toten spricht und Respektlos gegenüber seiner Familie ist. Ich fand es geschmacklos!Am Ende des Buches sind viele Bilder von Pamela Fuchs auf hochwertigen Papier bedruckt, wo mir die Beschreibungen gefehlt haben. Zwar gibt es Unterteilungen von "Das Kind", "Das Mädchen", "Die Lässige", "Die Lady", "Die Domina", "Die Freizügige" und "Die Venus", aber in welchem Zusammenhang die Fotos entstanden, oder wer die anderen Personen sind, wurde nicht angegeben. Ich fand die vielen Bilder nicht schlecht, doch fand ich die Verbindung zum Buch überhaupt nicht. Ich hatte das Empfinden, dass die Modelbilder zur reinen Werbemaßnahme gedacht waren. Fazit:In "Todesdomina" von Pamela Fuchs erzählt die Autorin über ihr eigenes Schicksal, in dem ein Kunde bei einer Atemreduktion zur Steigerung seiner Lust verstarb. Widersprüchliche Aussagen ~ stockender Lesefluss ~ viele erotische Modelbilder ~ kaum Einblicke in das gerichtliche Verfahren 

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  • unreflektiertes Geplapper

    Todesdomina

    Gwhynwhyfar

    04. July 2017 um 13:22

    Das Buch ist der totale Flop. Eineinhalb Stunden Lesezeit, viele Fotos, teils zu selbstdarstellerischem Zweck, doppelseitige Zeichnungen zwischen den Kapiteln, große Schrift, halbe Seiten, so kommt man auf 168 Seiten, bzw. mit weiterem bunten Fotomaterial der Familiengeschichte, auf 226 Seiten.Ich hatte viel erwartet, so etwas in der Art wie vor Jahren das Buch von Domenika. Was soll mir diese Erzählung sagen? Für mich ist es leider ein unreflektiertes Geplapper, das meiner Meinung nach zur Selbstverteidigung dienen soll. Weder hatte ich hohe Literatur erwartet, noch lupenreine Grammatik, Ausdruck, Stilistik, darüber war ich von Anfang an bereit, hinwegzusehen. Aber Inhalt hatte ich mir gewünscht!Das Buch beginnt mit einer Anklage. Pamela Fuchs steht in Wien vor Gericht, um sich für den Tod eines Menschen verantworten zu müssen. Pamela ist eine Hure, eine Domina und sie hat es auf Wunsch eines Klienten zu weit getrieben, was der mit dem Tod bezahlte.Nun folgt ein kurzer Bericht über Pamelas Leben: Ich hatte eine schlechte Kindheit, mein Vater war Alkoholiker und schlug meine Mutter, bis sie ihn vor die Tür setzte. Danach hatte sie komische Lebenspartner, einen Ägypter, einen Türken (was im Text auch mal hin und hergedreht wird, ist auch egal) und ich wurde schräg, schwänzte Schule, zog nachts durch die Straßen, wurde mit 14 besoffen und voll Drogen freiwillig entjungfert, ha, war doch gar nicht so schlimm. Mit 16 zog ich mit einem Typen zusammen, der seine Ex krankenhausreif schlug, dachte, mir tut er schon nix. »In unserer Wohnung war er dann wohl wieder der Meinung, dass man möblieren müsse – schlug einmal mehr alles kurz und klein. Es waren, sage wir: miserable und lausig durchdachte Taten eines Mannes der beruflich nur als Schwarzarbeiter an Baustellen tätig war ...«Pamela berichtet, sie meine, Sylvia habe zu lange mit einem brutalen Mann zusammengewohnt, weil sie sich nicht lösen konnte, wohnt aber selbst zwei Jahre mit einem zusammen, der die Wohnung zerlegt, sie ständig schlägt, bis sie halbtotgeschlagen im Krankenhaus die Kurve bekommt, zur Mutter zurückgeht. Dann kommt der nächste Mann, ein hübscher, netter Typ, der sie irgendwann auf den Strich schicken will. Sie ist empört. Doch der Mann droht sie zu verlassen. Bevor er mich verlässt, geht es Pamela durch den Kopf, gehe ich lieber in die Peep-Show. Nun haben wir alle Schuldigen beisammen: Schule abgebrochen, Ausbildung abgebrochen, auf dem Strich gelandet, schaut euch mein Leben an, die anderen haben es vermurkst. Die anderen sind auch im weiteren Verlauf Schuld. Immer im lockeren Tonfall: Ist mein Job, pfff, ich bin wenigstens nicht arbeitslos. Ganz kurz wird über das Domina-Dasein gesprochen. Kerle rutschen nackt auf dem Boden, lecken ihre Stiefel, massieren ihre Beine, während sie TV schaut, simst. Und als Nutte muss man auch nicht immer ran. Viele Typen buchen sie fünf Stunden, um ihr Leid zu klagen, sich streicheln zu lassen, klar, man muss auch mal bumsen. Und diese Männer, was geht in deren Köpfen nur vor?»Wie kann ein Mann, der vielleicht eine Frau oder Freundin und Kinder hat, eine Hure auf den Mund küssen, nachdem diese ihm ohne Schutz ›einen geblasen hat‹? Wie kann er mit einer Prostituierten ungeschützten Sex haben und dann als potenzieller Überträger vieler Krankheiten mit seiner Frau oder Freundin schlafen, seine Kinder küssen oder mit diesen kuscheln?«Ohne Gummi geht bei ihr nichts. Manchmal denkt Pamela nach. Das endet dann beim Fragen stellen, leider. In diesem Buch wird sich nicht ansatzweise mit dem Beruf auseinandergesetzt und schon gar nicht mit dem Bild der Frau. Diverse europäische Länder vertreten verschiedene Meinungen, Rechtspositionen, nichts. Der Schutz der Frauen, die Legalität, bzw. Illegalität des Jobs, kein Thema. Es geht nur um Pamela, die wir bemitleiden sollen. Es folgt die amüsante Beschreibung von merkwürdigen Kunden über zwei Seiten, eine Aufzählung. Am Ende landen wir wieder beim Prozess. Pamela hat einen guten Anwalt.»Doch er unterschied zwischen Recht, Sitte und Moral. Recht, so steht es bei Koiol und Welser im ›Grundriss des bürgerlichen Rechts‹, ist für eine Rechtsgemeinschaft verbindliche Ordnung des menschlichen Zusammenlebens, die unter Anforderung der Gerechtigkeit steht und allenfalls mit Zwang durchgesetzt wird. Sitte und Moral indes verkörpern Wertevorstellungen.«Hört, hört, ein schlauer Anwalt. Was war geschehen? Pamela hatte sich in einem Hotel mit einem Kunden getroffen, der gern stranguliert wird. Er hatte alle Utensilien dabei, die nötig sind. Pamela hatte eine Erklärung dabei, dass er die »Verantwortung für das Risiko und Gesundheitliche Schäden ... im Vollkommen Bewusstsein einer möglichen Gefährdung ... zum Tod führen kann.« Beide unterschreiben mit falschem Namen. Pamela war die Sache nicht geheuer, die Situation schien gefährlich. Der Kunde zahlt, will dieses Spiel, sie hat die Erklärung in der Tasche, fertig, sie ist unschuldig. Und er hat gesagt, sie müsse den Raum verlassen, sein Wille! Pamela ist die ganze Zeit nervös, schaut auf das Handy, der Kunde meldet sich nicht, wie verabredet, wenn er aus der Ohnmacht aufwacht. Sie geht zurück ins Hotel, zu spät. In diesem Buch klingt keine Selbstreflexion ihres Verantwortungsstatus durch, Moral und Ethik, wo hört es auf, die Kundenwünsche zu erfüllen. Diese Geschichte ist eine Rechtfertigung: Ich bin völlig unschuldig! Kein Gedanke an Mittäterschaft. So lange es ihr gut geht, ist alles ok. Und nun setzt in dieser Situation der Rechtsstaat ein, droht mit Haftstrafe. Der Anwalt sagt, sie solle alles zugeben, Reue zeigen. »Frau Richterin, ich habe diesen Menschen umgebracht. Ich bin verantwortlich für seinen Tod. Sie wissen nicht, wie wirklich leid es mit tut.«Wie sehr es ihr leidtut, lesen wir. Puh, davongekommen mit Bewährungsstrafe. Wenn man auf seinen Anwalt hört, wird alles gut. Uns hat sie ein paar Seiten vorher im Buch erklärt: der hat unterschrieben, damit bin ich raus. Dumm gelaufen. Man sollte die Gesetzbücher doch ein wenig besser lesen, Verantwortung geht über eine Unterschrift hinaus. Das ganze Buch zeigt aber vom Gegenteil ihrer Einsicht, Selbstverantwortung, Verantwortung für andere. Die anderen sind Schuld! Ich hatte eine schlechte Kindheit ... Nebenbei, ich kenne einige Menschen, die eine wesentlich schlechtere Kindheit hatten, die den bürgerlichen Weg gegangen sind. Man hat immer die Wahl. Pamela ist ihren Weg gegangen und der ist für sie ok. Dann soll sie es dabei belassen, und uns nicht predigen, wer alles Schuld ist, dass dieser Mann hat sterben müssen, verantwortlich ist an ihrem schrecklichen Leben, das sie doch gar nicht so schrecklich empfindet. Für mich ist dieses Buch abschreckend. Gedankenloses Geplapper auf Papier. 

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  • Todesdomina

    Todesdomina

    Blaustern

    13. June 2017 um 12:09

    Pamela Fuchs arbeitet seit geraumer Zeit als Domina Emily. Damit lässt sich gutes Geld verdienen, aber sie spielt auch gern die Herrin über die Männer, musste sie doch lang genug als Kind die unterwürfige Position bei ihren Stiefvätern einnehmen. Mit außergewöhnlichen Wünschen kommen die Männer zu ihr, spielen das Rotkäppchen oder lassen sich schlagen und auspeitschen oder ab und zu auch mal eine Atemreduktion durchführen, damit sie zum Höhepunkt kommen. Irgendwann musste dabei wohl auch mal was schiefgehen, denn plötzlich wacht ihr Kunde nicht mehr auf. Sie landet vor dem Gericht aufgrund von Körperverletzung mit Todesfolge. Muss sie nun hinter Gittern, obwohl es doch der ausdrücklichste Wunsch ihres Kunden war? Dieses Buch ist eine Biographie und zeigt den Werdegang der heute 29jährigen Pamela Fuchs dar. Angefangen mit ihrer verkorksten Kindheit, dem Missbrauch auch als Jugendliche und frühzeitiger Flucht aus ihrem Elternhaus, abgebrochenen Ausbildungen musste der Weg ja in die Prostitution führen. Beschrieben wird die Laufbahn in einem eher nüchternen Stil, der sich zwar gut liest, aber keine Gefühle zulässt. Das ist sicher beabsichtigt, denn dient dieses Buch auch als Bewältigung all dessen, wobei zu viele Emotionen dann schnell hochkochen. Sie beschreibt die Dinge, wie sie abgelaufen sind, nicht mehr und nicht weniger, aber wahrheitsgetreu, hat man den Eindruck. Von der eigentlichen Verhandlung erfährt man dann aber nicht mehr viel, was sicherlich interessant gewesen wäre und ja auch dazugehört, denn eigentlich läuft die Geschichte ja darauf hinaus, auf den verstorbenen Kunden, wobei sie schuldig sein soll. Die Zeichnungen und Fotos aus ihrem Leben entschärfen die Geschichte ein wenig.

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  • Gut zu lesende Biographie

    Todesdomina

    HappySteffi

    01. June 2017 um 23:16

    Gebundene Ausgabe: 224 SeitenVerlag: egoth VerlagErscheinungstermin: 27. April 2017ISBN-10: 3903183016KlappentextZuvor war sie eine unter vielen. Dann geriet Sexarbeiterin Pamela F. in die Schlagzeilen, als einer ihrer Kunden der Luststeigerung durch Atemreduktion hervorrufen wollte während des Spiels verstarb. Mit einem Schlag war für Herrin Emily alles anders: Nun ging es nicht mehr darum, sich in der Sex-Szene Wiens und Österreichs zu positionieren, sondern nach Möglichkeit dem Knast zu entgehen. Aufgrund außerordentlich mildernder Umstände und dank eines hervorragenden Anwalts, Dr. Martin Mahrer, fiel das Urteil mehr als annehmbar aus: zwei Jahre bedingte Haft. Pamela F. fiel ein Stein vom Herzen. Nun, gut ein halbes Jahr nach dem Gerichtsverfahren, das eine Zäsur im Leben der jungen, lebenslustigen Wienerin darstellt, legt die 29-Jährige ihre Biographie vor. Entstanden ist ein Buch, das den Leidensweg von Pamela F. beschreibt als Kind missbraucht vom Stief-Großvater, als Jugendliche vom ersten Freund.AutorPamela Fuchs geriet im Jahr 2015 in die Schlagzeilen. Die Sexarbeiterin, die als Domina tätig war, hatte einem Kunden geholfen, Luststeigerung durch Atemreduktion hervorzurufen. Dabei war der Mann zu Tode gekommen. Fuchs wurde wegen „absichtlicher schwerer Körperverletzung mit Todesfolge" verurteilt. Dennoch blieb sie auf freiem Fuß. CoverDas Titelbild des Buches könnte passender nicht gewählt sein. Der Hintergrund ist dunkel gehalten und auf einem Ledersofa sitzt Autorin Pamela Fuchs. Gekleidet in weißer Bluse mit schwarzem Rock, einem strengen Pferdezopf, Brille und rotem Lippenstift fällt besonders ihr Accessoire, ein Rohrstock, besonders ins Auge. Davor steht sehr präsent der Titel des Buches in großen weißen Lettern. Ohne vulgär zu wirken, weiß der Betrachter des Covers, auch ohne den Titel zu lesen, mit welcher Thematik er in diesem Buch zu tun hat. Neben dem Cover findet man immer wieder Zeichnungen und Fotos verschiedener Lebensabschnitte der Autorin, welche die jeweiligen Situationen über die geschrieben wurde untermalen.MeinungDieses Buch hat mich von Anfang an auf eine Weise gefangen, wie ich sie nicht erwartet habe. Pamela Fuchs ist Domina, verdient ihr Geld damit Männern sexuelle Wünsche zu erfüllen, die gewaltsam, schmerzhaft und erniedrigend sind. Als ein Freier an sie herantritt und den Wunsch äußert sie solle eine Atemreduktion nach seinen Wünschen bei ihm durchführen, scheint auch dies keine ungewöhnliche Bitte im Leben einer Sexarbeiterin zu sein. Doch dies Ereignis und seine Folgen ist nicht alles, was das Buch thematisiert. Durch Fuchs´Augen blickt man zurück auf ihre Kindheit, ihren Werdegang und auf Wendepunkte in ihrem Leben und bekommt ein Gespür für die Person hinter der Brille. Was mir persönlich gut gefallen hat, ist das der Schreibstil von Pamela Fuchs recht trocken ist. Sie lässt zwar ihre Gefühle durchblitzen, macht sich und ihre Geschichte mit diesem Buch aber nicht zu einem bemitleidenswerten Opfer. Ganz im Gegenteil, sie spricht den Leser an und fragt zum Beispiel, wie sich ein Kind in so einer Situation fühlen sollte. Ganz ohne es zu merken versetzt man sich in der ein oder anderen Situation in sie hinein, hinterfragt und empfindet mit ihr. Da es sich hier um eine Biographie handelt, möchte ich keine Bewertung darüber geben, ob ich den Spannungsbogen gelungen fand oder ob ich die Handlungen der Protagonistin nachvollziehbar war. Dies nehme ich so wie es ist, denn an realen Gegebenheiten kann man nicht rütteln.Was ich aber bewerten kann ist die Art und Weise, wie mit den Gegebenheiten umgegangen wurde. Bei der Thematik wäre es ein leichtes gewesen effekthaschend oder aufwühlend zu schreiben und eine weitaus aggressivere Wortwahl an den Tag zu legen. Das hier bewusst darauf verzichtet wurde und die Autorin so Platz zum Mitempfinden gibt, keinen Schuldigen sucht sondern einfach ihre Erlebnisse schildert fand ich sehr gelungen. FazitHier wurde ein tragisches Ereignis geschildert, ohne es nach allen Mitteln der Kunst auszuschlachten und nach Schuld und Unschuld zu suchen. Für mich eine gut zu lesende Biographie, die meiner Meinung nach mal wieder aufzeigt, das manchmal die Grenzen zwischen Schuld und Unschuld verschwimmen. 

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  • Der Tiefgang fehlt

    Todesdomina

    anja_bauer

    20. May 2017 um 13:45

    Pamela Fuchs arbeitetet in einen nicht alltäglichen Beruf- Sie ist Domina. Sie erfüllt Männern alle Wünsche, egal wie schräg sie sind.  Als Emely bietet sie ihre Dienste an und gesteht, dass es ihr dabei hauptsächlich wegen dem gut verdienten Geld geht. Doch eines Tages geht was schief und Pamela landet vor Gericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Doch ist sie wirklich schuldig oder was ist bei diesem Freier schiefgegangen. In ihrem Buche „Todesdomina“ schildert Pamela Fuchs ihren „Werdegang“ und wie es zu diesem Unglück kam. Hier kommt alles zu Wort, ihre missratende Kindheit, die verpfuschte Jugend und ihr Einstieg in das Rotlichtmilieu. Ohne wirklich ein Blatt vor dem Mund zu nehmen, erzählt „Emely“ hier ihre Geschichte. Ich habe das Buch gelesen und ja, es sind meine Erwartungen schon erfüllt worden. Trotzdem fehlt es hier mir ein wenig an dem Buch und zwar die Tiefe. Die Gefühle. Es kommen ab und zu zwar Gefühle auf, aber sie gehen nicht n die Tiefe. Z. B. schreibt sie nach diesem Unglück, das sie nur noch geheult hat. aber irgendwie kommt dieses so oberflächlich rüber, dass man nicht viel Mitleid mit ihr empfindet. Gut finde ich die „Tuschezeichnungen“ zu den einzelnen Kapiteln. Sie lockern das Buch ein wenig auf und es kommt nicht ganz so „streng“ rüber. Auch Fotos sind hier mit eingebunden, von ihrer Kindheit bis hin zu die als Domina. Was mir hier allerdings wieder fehlt, sind die Bilduntertitel. Da wird eine Clique jugendlicher abgelichtet und man weiß gar nicht, wer das ist. Die Geschwister? Die beste Freundin? Das hätte man anders machen können. Mein Fazit ist, das dieses Buch einfach zur Gefühlsbewältigung von Pamela Fuchs gehört. Einfach mal aufschreiben und dann geht es mir besser, so eine Art Selbsttherapie. Es ist zwar lesenswert, flüssig geschrieben, aber wie ich oben schon sagte, ohne Tiefgang und wenig Gefühl. Und auch wie es nach ihrem Urteil geht, darauf wird nicht näher eingegangen. Und überhaupt wird auf die Verhandlung wenig eingegangen und das ist ja eigentlich, warum dieses Buch entstanden ist. Mir persönlich ist das ein wenig zu wenig. Wie ging es mit der Verhandlung vonstatten? Warum hat ddie Richterin  so entschieden usw. Schade.Schade, es hätte gut werden können. Das Cover finde ich dagegen passend. Vorne ist "Emely" abgebildet in einer ihrer Arbeitskleidung und hinten ist Pamela. Schwarz ist der Hintergrund, wie bei meistens von Dominas. Groß prangt der Titel darauf. Dominant und präsent. Alles in allem sehr stimmig.

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