Pamela Schoenewaldt

 4.4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Die Tochter der Nachtigall, Das Lied der Neuen Welt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Pamela Schoenewaldt

Die Tochter der Nachtigall

Die Tochter der Nachtigall

 (9)
Erschienen am 10.11.2015
Das Lied der Neuen Welt

Das Lied der Neuen Welt

 (5)
Erschienen am 02.01.2018
Under the Same Blue Sky

Under the Same Blue Sky

 (0)
Erschienen am 19.05.2015
Swimming in the Moon

Swimming in the Moon

 (0)
Erschienen am 10.10.2013

Neue Rezensionen zu Pamela Schoenewaldt

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Rezension zu "Das Lied der Neuen Welt" von Pamela Schoenewaldt

Spannend. Fesselnd. Faszinierend.
Buecherheikevor 9 Monaten

Verlag: Harper CollinsSeiten: 432ISBN: 978-3-95967-154-5
Kennt ihr das auch? Ihr lest ein Buch. Flüssig geschrieben. Spannung von der ersten Seite an. Faszinierend verfolgt ihr den Weg der Protagonisten. Ihr könnt das Buch kaum aus der Hand legen. Und doch. Doch ist da irgendwas.
Irgendwas, was fehlt. Irgendwas, was das Buch perfekt machen würde. Irgendwas, was stört. Aber ihr könnt es nicht genau benennen. Genauso geht es mir mit diesem Buch.
Vom Cover her hätte ich es nie gekauft. Die Autorin kannte ich nicht. Im Buchladen hätte ich es keines zweiten Blickes gewürdigt. Warum habe ich es dann gelesen?
Eine andere Bloggerin hat es als Reziexemplar bekommen und konnte es dann doch nicht lesen. Sie hat gefragt, wer es lesen mag und den Klappentext gepostet. Und da hatte sie mich. Irgendwie hat er mich angesprochen. 
"Ein großartiger Cast, eine zeitlose Familiengeschichte und ein faszinierendes amerikanisches Gesellschaftsportrait.", sagt Publishers Weekly. Ja, genau das ist es. Es ist aber auch ein tolles Buch. Wundervoll erzählt. Obwohl ich immer noch nicht sagen kann, was mich genau stört. Aber das ist ja auch egal. Es ist ein tolles Buch. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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Rezension zu "Das Lied der Neuen Welt" von Pamela Schoenewaldt

Das Lied der neuen Welt
tardyvor 9 Monaten

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die vierzehnjährige Lucia Esposito wächst in einem noblen Palazzo in Neapel auf. Ihre Mutter Teresa ist die Hausangestellte des Grafen Filippo Monforte und dessen Frau. Teresa leidet unter depressiven Schüben und ihr oftmal unkontrolliertes, aufbrausendes Verhalten führt dazu, dass die beiden Hals über Kopf aus dem Haus des Grafen fliehen müssen. Sie wagen den großen Schritt über den Atlantik und landen schließlich in Cleveland, ändern noch auf dem Schiff den ungeliebten Nachnamen in d'Angelo und versuchen sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch der große Traum erfüllt sich nicht so schnell, denn die bittere Realität durchkreuzt immer wieder ihre Pläne...

Pamela Schoenewaldt hat einen wunderschönen Roman geschrieben. Ihre lebendige und detaillierte Art zu schreiben, versetzt den Leser mitten in das Geschehen. So erfährt man sehr viel über die Nöte und Probleme der Einwanderer. Diese sind meist mit hohen Erwarten und großen Träumen in das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" gereist. Haben alles zurückgelassen, haben alles riskiert und sind dann oft bitter enttäuscht worden. Lucia und Teresa hatten ständig zu kämpfen, denn als Frau hatte man es doppelt schwer. Weniger Bezahlung, weniger Rechte, Unterdrückung der Armen, mangelnde Sprachkenntnisse, kein Recht auf Schulbildung, ein richtiger Teufelskreis, aus dem nur schwer zu entkommen war. Aber Lucia ist eine tapfere und kämpferische junge Frau, die immer wieder aufsteht und unbeirrt weiter macht und so ihren Weg geht. Auch wenn sie dafür Verluste hinnehmen muss.

Die Protagonisten sind überaus detailreich und differenziert gestaltet, so dass sie glaubwürdig und lebensnah erscheinen. Auch wenn Lucia teilweise etwas hart wirkt, habe ich sie doch liebgewonnen und mich hat ihr Lebensweg sehr berührt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es für Liebhaber von historischen Romanen nur weiter empfehlen.

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Rezension zu "Das Lied der Neuen Welt" von Pamela Schoenewaldt

Schöner, atmosphärisch dichter Einwandererroman
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten

Anfang des 20. Jahrhunderts lebt die 14jährige Lucia Esposito gemeinsam mit ihrer Mutter Teresa in einem noblen Palazzo Neapels. Dort arbeiten die beiden für den Grafen Filippo Monforte und dessen Ehefrau. Lucia liebt das Leben am Golf von Neapel, wo der Himmel im Sommer strahlend blau und die Sonne kräftig ist, während vom Wasser eine stetige, sanfte Brise weht...
Doch Teresas Temperament bringt sowohl sie selbst als auch ihre Tochter in die Bredouille: der Graf holt einen nicht minder grausamen Nervenarzt, der die junge Mutter kurieren soll. Einziger Ausweg aus der zu erwartenden Tortur ist die Flucht - und so wandern Teresa und Lucia notgedrungen in die Vereinigten Staaten aus.
Auf dem Weg von Ellis Island nach Cleveland zerreißen die beiden nicht nur ihre Ausweispapiere und werfen ihren Nachnamen über Bord, sondern Teresa, die mit 14 Jahren Lucia bekam und bis heute immer neue Geschichten über den angeblichen Vater ihrer Tochter erzählt, schöpft wieder neue Hoffnung. Sie, die mit einer wunderschönen Stimme gesegnet ist, könnte es ja in den USA endlich schaffen, mit ihrem Talent Geld zu verdienen.
Doch in der Stadt im Nordosten Ohios angekommen, sieht die Realität anders aus: Mutter und Tochter finden eine Unterkunft - ein dunkles, kleines Zimmer in einem Haus voller Einwanderer - und Teresa schon bald eine Arbeit in einer Schokoladenfabrik. Lucia immerhin kann ihrem Traum erst einmal folgen, denn sie besucht die Highschool und zusätzlich eine Sonntagsschule, in der sie mit anderen Einwandererkindern aus unterschiedlichsten europäischen Ländern rasch Englisch lernen möchte. Im Gegensatz zu ihrer Mutter findet Lucia schnell Freunde: Irena, die ebenfalls ein Zimmer in derselben Unterkunft hat und den ganzen Tag Knöpfe fertigt, Henryk, einen jüdischen Jungen, der aus Polen stammt, oder Yolanda, die ebenfalls aus Italien kommt. Aber auch mit den Erwachsenen hat Lucia einen guten Draht. Teresa hingegen ist eine Art tickende Zeitbombe, denn sie ist nach wie vor psychisch angeschlagen und dadurch unberechenbar. Als sich dann doch alles zum Guten wendet und Teresa "entdeckt" wird und mit ihrer phänomenalen Stimme im Varieté von Cleveland auftreten darf, schöpft Lucia wieder Hoffnung, dass ihnen eine bessere Zukunft bevorstehen und sie selbst ihren Traum leben darf...

Lucia ist eine bewundernswerte, mutige und intelligente junge Frau. Spätestens mit ihrem Einsatz für ihre kranke Freundin Irena hatte sie mich restlos überzeugt. Sicher, sie hat ihre Träume, möchte lernen und studieren - doch immer wieder kommt ihr etwas in die Quere. So kämpft sie nicht nur für ihre eigene Zukunft, sondern sehr selbstlos für die Menschen in ihrem Umfeld. Lucia setzt sich für ihre Mutter, ihre Freunde und zunehmend auch fremde Menschen ein, wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten in den Fabriken und geht schlussendlich in eine Gewerkschaft, um für die einfachen ArbeiterInnen etwas zu bewirken.

Über all dem schweben die dunklen Erlebnisse Teresas wie ein Damoklesschwert, denn es ist schon bald klar, dass diese verantwortlich für die beinahe unkontrollierbaren Launen von Lucias Mutter sind. Auch wenn hier viel menschliche Tragödie durchscheint, ist dieses Geheimnis ein sehr spannendes Moment in der Geschichte.

Doch das für mich Spannendste waren definitiv die Sorgen und Nöte der Einwanderer in der damaligen Zeit. Viele sind mit goldenen Träumen in die Vereinigten Staaten gezogen - um dann schnell ernüchtert zu werden. Die Forderungen der Arbeitgeber, der damals schon ausgeprägte Kapitalismus und die stark fraktionierten Einwanderergruppen wurden für viele Neuankömmlinge ein Problem. Für Menschen wie Teresa, die mit der Sprache nicht vorangekommen sind, wurde es noch einmal doppelt schwierig...

Für mich war Pamela Schoenewaldts Buch ein gelungener Ausflug in das Einwanderermilieu Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Autorin fängt die Stimmung sehr gut ein und hat ein - in Romanen - wenig beleuchtetes Thema zum Anlass genommen, eine bewegende Geschichte zu erzählen. Ihre Hauptfigur mag an der ein oder anderen Stelle etwas unnahbar und auch einen Tick zu perfekt in ihrer Aufopferung sein, aber für mich überwiegt die Faszination für eine solch selbstlose, mitfühlende, kämpferische und intelligente Frau.

Fazit: Pamela Schoenewaldt scheint in den USA eine bekannte Bestseller-Autorin zu sein, deshalb hoffe ich, dass noch mehr ihrer Werke ins Deutsche übersetzt werden. Mir hat dieser Einwandererroman richtig gut gefallen.

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