Pamela Sykes Komm zurück, Lucy

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Inhaltsangabe zu „Komm zurück, Lucy“ von Pamela Sykes

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  • Rezension zu "Komm zurück, Lucy" von Pamela Sykes

    Komm zurück, Lucy
    Marakkaram

    Marakkaram

    01. January 2013 um 15:43

    "Aber ich kann nicht gleichzeitig an zwei Orten sein", wehrte sich Lucy. "Nein", sagte Alice. Ihr Gesichtsausdruck wurde nachdenklich, dann listig. "Nein, an zwei Orten gleichzeitig kannst Du nicht sein, nicht wahr?" Und irgendwas an der Art, wie sie das sagte, erfüllte Lucy mit Angst. ~ ~ ~ Komm zurück, Lucy ist ein spannendes 70/80iger Jahre Kinderbuch, mit einer intelligent eingebundenen Zeitreisegeschichte und zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Es wurde Anfang der 80iger auch gleichnamig verfilmt. ~ Lucy wächst bei ihrer alten Tante Olive auf. Da gibt es kein rumtoben, Popmusik oder gar Lärm. Nein, sie und ihre Tante lieben die Vergangenheit, spielen Domino, erstellen Klebealben oder legen alte Perlmuttspielsteine aus. Nicht einmal zur Schule geht Lucy, da Olive sie, als ehemalige Lehrerin, zuhause unterrichtet. Doch dann stirbt Olive und Lucy wird von Verwandten aufgenommen, die erst jetzt von ihr erfahren haben. Lucy ist entsetzt! Es ist laut in dem Haus, alle schreien oder streiten, immer läuft der Fernseher oder Musik, sie soll Jeans statt Kleider tragen und muss sich auch noch ein Zimmer mit ihrer Kusine Rachel teilen. Nur auf dem Dachboden, auf dem noch uralte Möbel, Koffer und ein abgeliebtes Schaukelpferd lagern, fühlt Lucy sich wohl und ein bisschen heimisch. Als sie eines Tages in den großen, alten Spiegel schaut, taucht neben ihr aus dem Nichts ein Mädchen in altmodischen Kleidern auf: Alice, die vor 100 Jahren in diesem Haus gelebt hat und die sie von jetzt an immer wieder mit in ihre Welt zieht. Eine Welt, die Lucy vertrauter vorkommt und in der sie sich wohlfühlt. Aber irgendetwas stimmt nicht mit Alice und Lucy muss eine Entscheidung treffen, falls es nicht schon zu spät dafür ist... ~ ~ ~ Ich lese dieses Buch heute noch immer wieder gern. Es ist einfach zeitlos. Eine Waise, die ihre Eltern bei einem Autounfall verliert und bei einer alten Verwandten aufwächst, bis auch diese stirbt. Dieses Gefühl von verloren sein, nirgendwo dazuzugehören wird von der Autorin sehr einfühlsam und konkret vermittelt. Es ist eine ganz normale Durchschnittsfamilie, in die Lucy kommt und hier spürt man die Liebe und das Verständnis, das ihr entgegengebracht wird. Auch die Zickereien und Frotzeleien unter Geschwistern haben ihren Platz und ihr wird einfach eine Normalität vorgelebt, die sie so nie kennengelernt und nie erlebt hat. ~ Die Autorin hat sehr lebensechte und liebenswerte Charaktere geschaffen, mit denen der Leser sich identifizieren kann. Und auch wenn das Thema eher ernster ist, macht es Spass und es ist unheimlich und spannend, Lucy immer wieder auf ihre Reise in die Vergangenheit zu folgen. Sich zu fragen was Alice vorhat und Lucy auf ihrem Weg des Erkennens und des Ankommens in der Familie zu begleiten. ~ Die Zeitreiseelemente sind richtig gut und für die Zielgruppe nervenaufreibend spannend gemacht und waren für 1973 mit Sicherheit eher unüblich. Aber grade das hat mich schon als Kind fasziniert. ~ ~ ~ Fazit: Ein wunderschönes Kinderbuch über Familie, Freundschaft, Lügen, Dazugehörigkeit und Zusammenhalt. ~ ~ ~ "Das Schlimmste ist, Lucy, dass du weder uns magst noch irgend etwas in unserer Umgebung, nicht wahr?"

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