Paola Cereda

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Agata verzaubert eine Insel

Agata verzaubert eine Insel

 (17)
Erschienen am 12.02.2016
Se chiedi al vento di restare

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Erschienen am 01.04.2014

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Rezension zu "Agata verzaubert eine Insel" von Paola Cereda

Konnte mich leider nicht recht verzaubern
gesilvor 2 Jahren

Agata wächst als Tochter eines wortkargen Schmieds auf einer Insel ohne Namen auf. Die Mutter ist bei Agatas Geburt gestorben und so wird das Mädchen von seiner Tante grossgezogen. In der Küche des örtlichen Cafes erfindet Agata eines Tages eine wunderbare Salsa, die zu ihrem Markenzeichen wird und das Leben der Menschen auf der ganzen Insel verändert.

Zugegeben: Der Schreibstil von Paola Cereda ist flüssig und angenehm zu lesen. Doch das, was sie berichtet, hat es so oder ähnlich schon dutzende Male gegeben. Da ist auf der einen Seite das einfache Volk der Insel, dem der Pfarrer mehr oder weniger die „richtige“ Weise zu leben vorschreibt und das Mädchen, das rebelliert und sich nichts vorschreiben lässt. Und auf der anderen Seite der windige Geschäftsmann, der das Blaue vom Himmel verspricht und am Ende alle übers Ohr haut. Zwischen all dem steht der Zirkus und sein Dressurreiter Dumitru, der seine Verlobte für ein Leben auf der Insel verlässt. Es ragt nur Agatas Tochter Isola heraus, die sich seltsam benimmt und der Statue einer Heiligen zum Verwechseln ähnlich sieht. Ist vielleicht doch etwas dran an der unbefleckte Empfängnis, von der Agata behauptet, durch sie Isola empfangen zu haben?

Irgendwie habe ich mir mehr von diesem Roman versprochen. Wodurch verzaubert Agata nun die Menschen? Allein ihre Salsa kann es nicht sein.Ist es vielleicht doch eher die Unbeirrbarkeit, mit der Agata ihren Weg geht? Überhaupt wurde mir zu oft von Agatas „wunderbarer Salsa“ gesprochen. Beinahe wie von einem Allheilmittel gegen alle Übel der Welt. Auch sind mir die Protagonisten weitestgehend alle fremd geblieben. Keines der Schicksale hat mich wirklich berührt – nichte einmal der frühe Tod der Tochter.

Insofern bleibt „Agata verzaubert eine Insel“ eine Geschichte, die mich leider nicht zu verzaubern vermochte.

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W

Rezension zu "Agata verzaubert eine Insel" von Paola Cereda

Ein Buch voller Heiterkeit und Menschlichkeit
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

Dieser schöne und unterhaltsame Roman erzählt die Geschichte von Agata, die als Tochter eines wortkargen Schmieds auf einer namenslosen Insel vor der toskanischen Küste aufwächst. Ihre Mutter stirbt bei der Geburt, und so ist es eine Tante, die sich nach ersten Jahren in einer Pflegefamilie um sie kümmert. Früh schon muss Agata hausfrauliche Pflichten für ihren Vater übernehmen. Jeden Morgen um 11 Uhr will der eine Zwiebelfrittata in die Werkstatt gebracht haben, und das über Jahre.

 

Das Zentrum der unberührten Insel bildet der „Monte“, ein großes Gefängnis, das nicht nur Agatas Vater, sondern auch vielen anderen Inselbewohnern durch Arbeit bzw. Aufträge ein Auskommen bietet. Der Direktor dieses Gefängnisses, er wird nur der Weisse genannt, hat durchaus ungewöhnliche Ideen darüber, wie man ein Gefängnis leitet, meist nicht zum  Wohlgefallen seiner Vorgesetzten auf dem Festland.

 

Der Weisse ist Stammgast in der Locanda am Hafen, wo Agata als Küchenmädchen zu arbeiten begonnen hat. Als eines Tages die Padrona mit Wehen aus dem Haus gebracht wird, ist Agata auf sich allein gestellt, als der Gefängnisdirektor etwas zum Essen bestellt. Und in ihrer Not kreiert sie eine Salsa aus den Zutaten, die sie in der Küche findet. Der Direktor ist begeistert, und die Kunde von dieser sagenhaften Salsa wird sich in den nächsten Jahrzehnten weit über die Insel hinaus verbreiten.

 

Als der Direktor zum Fest eines lokalen Heiligen einen großen Zirkus auf die Insel einlädt, lernt Agata Dumitru kennen, einen  aus Rumänien stammenden Zigeuner, der im Zirkus mit den Pferden arbeitet, die Tochter des Zirkuschefs heiraten und  dessen Nachfolger werden soll.

Dumitru verliebt sich sofort in die noch jugendliche Agata und kehrt dem Zirkus bald den Rücken und auf die Insel zurück. Deren Schicksal verändert sich bald dramatisch und die fast stumme Tochter Agatas wird für die frommen Einwohner zur „Begnadeten“, die die Insel vor der endgültigen Zerstörung rettet.

 

Mehr wird hier nicht verraten von einem Buch voller Heiterkeit und Menschlichkeit, das erzählt vom Leben einfacher Menschen, von ihren Leidenschaften und Sehnsüchten.

 

 

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Ameliens avatar

Rezension zu "Agata verzaubert eine Insel" von Paola Cereda

Märchenhaft
Amelienvor 4 Jahren

 

Zitat:

„Hast du je deine Insel verlassen?“, fragte sie der Zigeuner.

„Nur einmal, und ich wollte gleich wieder zurück.“

„Bist du nicht neugierig, wie es in der übrigen Welt aussieht?“

„Mir fehlt es hier an nichts.“

(Seite 105)

Eine namenlose Insel im Mittelmeer, eintöniger Alltag und langweiliges Essen.

Doch dies ändert sich als die kleine Agata geboren wird, deren Mutter bei ihrer Geburt stirbt. Ihr Vater ein wortkarger Schmied, lässt das ziemlich kalt. Die kleine Agata wächst bis sie 5 Jahre alt ist bei einer Hirtenfamilie auf. Der Vater weiß nicht wirklich, wie er mit dem Kind umgehen soll und behandelt die Kleine ziemlich grob. Ihre Aufgabe wird es für ihn zu kochen. Bald ist Agata das Mädchen mit dem blauen Kleid, das einst der Mutter gehörte, von der ihr nichts anderes geblieben ist, nicht mal eine Erinnerung. Eines Tages kommt ein Zirkus auf die Insel, ein unerhörtes Ereignis für die Inselbewohner, doch dies beeinflusst das Leben der Inselbewohner zusehends. Die Geschichte beinahe märchengleich, wartet mit einer spannenden und beschaulichen Handlung auf. Als Agata die Salsa Agata erfindet, mehr aus Zufall, da beschert es ihr zum ersten mal im Leben Aufmerksamkeit und Glück. Doch dies ruft schon bald Neider auf den Plan.

Ein guter Roman, in einem herrlich leichten und bezaubernden Schreibstil, mit einer schon beinahe lyrischen Sprache. Interessante, tiefgründige, fein gezeichnete Charaktere, machen dieses Buch zu einem wahren Lesegenuss. Die Atmosphäre in diesem Buch weiß zu verzaubern, aber auch die Melancholie die vorherrscht und die Geschichte unerreichbar, traurig und fern wirken lässt, macht den besonderen Zauber aus.

Ein bisschen wie ein Märchen für Erwachsene.

„Großartig“

*****

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