Paolo Bacigalupi

 3.8 Sterne bei 127 Bewertungen
Autor von Biokrieg, Water - Der Kampf beginnt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Paolo Bacigalupi

Die neue, moderne Science-Fiction: Paolo Bacigalupi ist 1972 in Paonia, im US-Bundesstaat Colorado geboren. 2008 wurde erstmals eines seiner Werke veröffentlicht, die Geschichtensammlung „Pump Six and Other Stories“. 2009 folgte sein Debütroman „Windup Girl“, der ein riesiger Erfolg wurde. Die Geschichte, die von einer düsteren Zukunft handelt, in der der Mensch die Welt ohne Rücksicht ausgebeutet hat und mit den Konsequenzen zu leben versuchen muss, erschien in Deutschland 2011 unter dem Titel „Biokrieg“. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, es gewann unter anderem einen Hugo Award, einen Nebula Award und wurde vom Times Magazine zu einem der besten 10 Bücher des Jahres 2009 gewählt. Sein nächstes Buch, der Jugendroman „Ship Breaker“ von 2010 war nicht minder erfolgreich. Es was unter anderem nominiert für einen National Book Award. Auf Deutsch erschien der Roman 2012 als „Schiffsdiebe“. Auch mit seinen weiteren Büchern kann Bacigalupi an seine Erfolge anknüpfen.

Neue Bücher

Biokrieg

 (2)
Neu erschienen am 10.06.2019 als Taschenbuch bei Heyne.

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Biokrieg

Biokrieg

 (49)
Erschienen am 08.02.2011
Schiffsdiebe

Schiffsdiebe

 (22)
Erschienen am 13.05.2013
Water - Der Kampf beginnt

Water - Der Kampf beginnt

 (24)
Erschienen am 10.04.2017
Versunkene Städte

Versunkene Städte

 (10)
Erschienen am 08.07.2013
Der Spieler

Der Spieler

 (4)
Erschienen am 15.02.2012
Tool

Tool

 (2)
Erschienen am 08.10.2018
Biokrieg

Biokrieg

 (2)
Erschienen am 10.06.2019
Water - Der Kampf beginnt: Thriller

Water - Der Kampf beginnt: Thriller

 (1)
Erschienen am 21.03.2016

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Neue Rezensionen zu Paolo Bacigalupi

Neu

Rezension zu "Biokrieg" von Paolo Bacigalupi

Rezension zu "Biokrieg - HB"
Zsadistavor 16 Tagen

Die Erde in der Zukunft. Die Meeresspiegel sind enorm angestiegen und haben ganze Landstriche verschluckt. Fossile Brennstoffe gibt es nicht mehr. Die Weltbevölkerung platzt trotz Seuchen auseinander. Die Nahrungsmittel existieren so auch nicht mehr.

Kalorienkonzerne plündern die letzten Ressourcen, immer auf der Suche nach unverseuchter DNA. Gengezüchtete Tiere entstehen, da die normalen auch den Seuchen zum Opfer gefallen sind.

Selbst vor gengezüchteten Menschen schrecken die Konzerne nicht zurück. Kann man sie doch gut als Sklaven einsetzen.

Ganze Völker flüchten um ein besseres Leben zu erhalten und driften doch in die bodenlose Armut ab.

Ein kompletter Biokrieg hat den Erdball erfasst.

„Biokrieg – HB“ ist ein dystopischer Science Fiction Roman aus der Feder des Autors Paolo Bacigalupi.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Der Sprecher Achim Buch hat seine Arbeit sehr gut gemacht. Vor allem die fremden Namen und Worte kamen ohne Probleme fließend von seinen Lippen.

Mich haben das Cover und die Inhaltsangabe neugierig gemacht. Einen Science Fiction Roman aus Bangkok ist für mich etwas Neues. Dazu hat sich das Szenario wirklich interessant und spannend angehört.

Ganz so toll war das Buch am Ende dann doch nicht. Vor allen Dingen hatte es extreme Längen und lies bei mir viele Fragen offen.

Ist man hier doch auf der Suche nach ursprünglicher DNA ohne Verseuchung, warum wirft man dann Kerne von Früchten weg, die augenscheinlich von dieser unverseuchten DNA stammen? Warum pflanzt man sie nicht einfach mal in die Erde ein?

Auf der einen Seite ist es strengstens verboten, Lebensmittel zu exportieren. Auf der anderen Seite ist dieser Mensch, der zwar Saatgut stehlen will, aber trotzdem keines ausführen will. Verstehe ich nicht.

Dass es keine fossilen Brennstoffe mehr gibt, ist in Ordnung. Aber was ist mit Solar und Windkraft? Warum muss man so altbacken Stahlfedern aufziehen? Das passte für mich vielleicht in einen Steampunk Roman, aber nicht in diesen Science Fiction Roman.

Dann nennt man diese gengezüchtete Frau „Aufziehmädchen“. Da gehe ich davon aus, dass es ein Roboter ist oder zumindest zum Teil mechanisch. Ein Übersetzungsfehler? Außerdem habe ich es nicht so mit sexueller Erniedrigung von Frauen.

Auf der einen Seite erscheint mir alles sehr futuristisch angelegt. Mit den ganzen Genexperimenten und Züchtungen ist alles sehr fortschrittlich. Auf der anderen Seite sind die Leute ziemlich dumm.

So das Drumherum wurde an sich gut dargestellt. Das Elend, der Dreck, die Menschen, die nichts wert sind. Großkonzerne an der Macht, der neidische Ami, der die unverseuchte DNA stehlen will und nach außen hin etwas anderes darstellt.

Ich bin bei dem Hörbuch sehr gespalten. Ich fand es manchmal recht interessant, auf der anderen Seite hab ich etliche Kapitel vorgespult, weil es einfach langweilig war.

Ich glaube, es ist zwar etwas hoch gegriffen, vergebe dem Hörbuch trotzdem 3 Sterne, weil ich selbst sehr unentschlossen darüber bin.

Jeder muss sich hier wohl selbst eine Meinung bilden, wie ihm das Buch am Ende gefallen hat.

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Rezension zu "Water - Der Kampf beginnt" von Paolo Bacigalupi

Wenn für uns Selbstverständliches zum Luxusgut wird ...
martina_turbanischvor 6 Monaten

Wer den drohenden Klimawandel lange genug  ignoriert hat, landet am Ende in einem Chaos aus Hitze, Staub und Geldgier – oder, wenn er genug Geld hat, in einer der sündhaft teuren Arkologien, die überall entstehen. Im amerikanischen Südwesten ist man dort schon angelangt. Heftige Sandstürme toben über das Land, Hitze, Staub und Nahrungsmittelknappheit beherrschen einen großen Teil der Bevölkerung. Der andere, wohlhabende, Teil kämpft mit Kriminalität und Korruption.

Der Schweiß erzählte die Geschichte eines Körpers: Er verdichtete sich zu Perlen auf der Stirn, besudelte Hemden mit salzigen Flecken. Er verriet, wie die Menschen zur falschen Zeit am falschen Ort gelandet waren und ob sie den nächsten Tag noch überleben würden. Water - Der Kampf beginnt, S. 7

Mein Eindruck:

Wenn für uns Selbstverständliches zum Luxusgut wird ...

Helden – mal still, mal explosiv

Der Einstieg in Water – Der Kampf beginnt ist ein bisschen mühsam oder langwierig, allerdings ist es notwendig, die beiden Hauptprotagonisten Angel Velasquez und Lucy Monroe etwas ausführlicher vorzustellen.  Angel ist ein Söldner, der für die Wasserbehörde von Nevada überall dorthin geht, wo es brenzlig wird – Lucy ist Reporterin und immer der neuesten Story und dem angesagtesten Gerücht auf der Spur. Daneben gibt es natürlich noch weitere, für die Story wichtige, Personen – aber das würde zu weit führen.

Phoenix, Arizona

Aufgehängt ist die Geschichte an den Schicksalen von Lucy und Angel und trotzdem spielen sie eigentlich nur Nebenrollen. Die tatsächliche Hauptrolle gebührt den immer weiter versandenden, sterbenden Städten wie Phoenix, deren Schicksal Paolo Bacigalupi in sehr eindrucksvollen, einprägsamen Worten schildert. Wenn der Liter Wasser mehr als 10 Dollar kostet, wer würde da nicht auf merkwürdige und sicher auch mal illegale Ideen kommen? Wer würde sein letztes bisschen Wasser nicht bis aufs Blut verteidigen?

Verzweiflung gegen Verstand

An der Verzweiflung der ganz normalen Einwohner verdienen der Staat, große Firmen und jede Menge Hochstapler, die ihnen versprechen mit Fracking Grundwasser zu Tage zu fördern, dass diese sich damit lediglich ihren eigenen Platz in einer der hochmodernen Arkologien verdienen wollen, weiß man zwar, aber es wird gerne verdrängt. Als dann das Gerücht umgeht, in Phoenix sei eine neue Wasserquelle auftaucht, kommt plötzlich so etwas wie Goldgräberstimmung auf – mit allen negativen Aspekten, die man schon damals am Klondike beobachten konnte.

Auf der Abschussliste

Durch dieses Gerücht begegnen sich auch Lucy und Angel, wenn auch mit ganz anderen Zielen und Voraussetzungen. Doch unversehens finden sie sich auf derselben Seite wieder, auf der Seite derer, die auf der Abschussliste der Reichen und Mächtigen stehen, auf der Abschussliste von Angels eigenen Leuten.  Mit allen Mitteln kämpfen sie plötzlich beide um ihr Überleben und es wird ein harter, blutiger Kampf.

Action

Mit derselben Eindringlichkeit, mir Bacigalupi die verelendeten Städte, die Sandstürme und  den Überlebenskampf mit wenig oder ohne Wasser geschildert hat, beschreibt er dann den Überlebenskampf gegen die Söldnertruppen, denen Angel selbst angehört hat. Es knallt und explodiert am laufenden Band irgendwas irgendwo und es fließt jede Menge Blut. Ein bisschen fühle ich mich wie in einem Actionfilm á la „Die Hard“ – manchmal ist es mir ein bisschen zu viel :-) Die Balance zwischen dem ruhigen  „achtet-auf-den-Klimawandel“ – Teil und dem „alles-in-Deckung“-Teil ist nicht immer gelungen, aber meistens passt es :-)

Spannend und eindringlich

Ich konnte mich nicht wirklich entscheiden, welcher Teil des Buches mir besser gefallen hat, ich neige aber mehr zu dem ruhigen, aber dadurch umso mehr beunruhigenden, Teil, aber in der Gesamtheit fand ich Water – Der Kampf beginnt spannend und sehr gut geschrieben. Ich finde das Szenario vorstellbar, auch wenn ich hoffe, dass es so weit wie in dem Buch nicht kommt. Wer mal wegen Bauarbeiten zwei Tage von der Wasserversorgung abgeschnitten war, bekommt eine ganz kleine Vorstellung davon, wie es wäre, wenn dieser Zustand länger anhalten würde.

Mein Fazit:

Water – Der Kampf beginnt beeindruckt mit einem gut durchdachten Plot und einer sehr eindringlichen Schreibweise. Das gelegentliche Überangebot an Blut und Action konnte ich dadurch locker verschmerzen.

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Rezension zu "Biokrieg" von Paolo Bacigalupi

Verworrener Zukunftsroman mit wenig guten Ideen
leucoryxvor einem Jahr

Der Schauplatz ist Bankok in eienr vielleicht nicht mehr so weit entfernten Zukunft. Der Klimawandel hat seinen Tribut gezollt, die Ölreserve sind nahezu aufgebraucht und die Gentechnologie hat ganz neue Krankheiten hervorgebracht. In dieser düsteren Zukunftsvision kämpfen Menschen verschiedenester Stände und Klassen um ihr Überleben.

Ich wollte wissen welche Zukunftsvisionen der Autor hat. Welche biologischen Waffen wird er erfinden? Welche Probleme wird die Genforschung aufwerfen und welche Alternativen zu Erdöl als Enegerieleiferant wird der Autor uns in einem spannenden Roman präsentieren? Beginnen wir mit letzterem: der Spannung. Es werden mehrere Hauptpersonen und deren Leben zunächst scheinbar unabhängig voneinander beschrieben. Mit jedem neuen Kapitel war klar, dass wir wieder bei einer anderen Person sind. Das verwirrte leider. Die Charaktere waren für mich nicht greifbar genug als dass ich sie schon schnell gut unterscheiden hätte können. Außerdem erschienen sie mir selten als sympathisch oder in irgendeiner Form interessant, so dass mich deren Entwicklungen wneig interessierte. Allein das Aufziehmädchen Emiko konnte teilweise meien Interesse wecken. Was ein Aufziehmädchen ist? Nun ja, davon macht man sich im Laufe des Buches selbst ein Bild. Es werden sehr viele neu erfunde Wörter benutzt und zusätzlich einige Thai-Wörter. Dies trug leider eher zur Verwirrung bei anstatt wirklich Neuartigkeit oder Exotik zu kreieren. Neben den vielen Hauptpersonen gab es also auch viele Wörter, die man nur langsam verstand. Das Ganze führte dazu, dass ich mich eher durch das Buch durchkämpfen musste anstatt es genießen zu können. Zweifelsohne wurde eine düstere Atmosphäre geschaffen und es wird deutlich mit welchen Problemen die Leute zu kämpfen haben. Aber halbswegs spannend war ledeglich das Ende.
Vond er Handlung einmal abgesehen, konnten mich die wissenschaftlichen Details, die Erfindungen und Problemlösungen für die Zukunft wenig überzeugen. Es bleibt viel zu eindimensional. Es gibt Megadonten (Riesenelefanten), die sehr viel arbeit übernehmen und Chesire (neuartige Katzen), die die Hauskatzen ersetzt haben. Mehr wird zur Tierwelt nicht gesagt. Bei den typtischen Anbaufrüchten haben kaum irgendwelche Sorten überlebt dank neuartiger Krankheiten. Es stellt eine absolute Sensation da, wenn eine verlorengeglaubte Frucht doch wieder auftaucht ohne gleich dahinzuwelken. Energieprobleme werden nur durch Megadonten und Spannfedern gelöst. Das Thema Roboter und gentechnisch veränderte Lebewesen spielen auch noch eine Rolle und schließlich auch der Klimawandel. Aber das war es irgendwie. Keine alternative Energien, keine weiteren (neuartigen) Lebewesen, keine neuen Probleme (Krankheiten, Krieg) und althergebrachte Charaktere, die an ihre Götter glauben.

Das Buch hat viel Potential und da es sehr hoch ausgezeichnet wurde, hatte ich auch erwartet einen spannden Roman zu bekommen, der nur so strotzt vor neuen Ideen. Allein das Zusammenfinden der einzelnen Handlungsstränge und somit das Ende kann ich als halbwegs gelungen ansehen.

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Paolo Bacigalupi wurde am 06. August 1972 in Paonia, Colorado (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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