Paolo Bacigalupi Schiffsdiebe

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Inhaltsangabe zu „Schiffsdiebe“ von Paolo Bacigalupi

Ein junger Held, eine gefährliche Welt und ein unvergessliches Abenteuer Amerika in nicht allzu ferner Zukunft: Die letzten Ölquellen sind versiegt, der Meeresspiegel ist stark angestiegen, und das Land wird beinahe täglich von verheerendenUnwettern heimgesucht. In dieser Welt sind die Wracks der großen Tanker, die entlang der Golfküste stranden, die Lebensgrundlage für Nailer und seine Freunde. Sie kriechen in das Innere der Schiffe und suchen nach Kupfer und anderen wertvollen Materialien. Es ist ein harter Job, bei dem niemand auf den anderen Rücksicht nimmt und jeder versucht, der Schnellste zu sein. Eines Tages erreicht Nailer als Erster einen nach einem Hurrikan gekenterten Klipper – ein Glücksfall, der ihn auf einen Schlag aus der Armut befreien könnte. Aber im Bauch des Schiffs ist ein Mädchen gefangen. Und Nailer steht vor einer folgenschweren Entscheidung – denn wenn er das Mädchen rettet, ist der wertvolle Fund für ihn verloren ...

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  • Science-Fiction für Einsteiger

    Schiffsdiebe
    NiklasPeinecke

    NiklasPeinecke

    25. September 2013 um 07:54

    "Schiffsdiebe" ist SF für Einsteiger, denn es bietet alles, was das Genre interessant und lesenswert macht, ohne durch Insiderkram zu langweilen. Das hier ist keine Space-Opera, sondern eine in der eher nahen Zukunft angesiedelte Vision. Die Polkappen sind geschmolzen, weite Teile der USA liegen unter Wasser und fossile Rohstoffe sind nicht mehr vorhanden. Die Bevölkerung muss von den Resten des ehemaligen Reichtums leben. Dennoch gibt es auch noch Reiche, die hochentwickelte Technik, wie etwa Carbon-Segelschiffe nutzen. Es gibt durchaus Überschneidungen mit "Biokrieg", dem Debütroman des Autors, so dass man "Schiffsdiebe" als Prequel lesen kann. Das Buch ist gelungen, denn es hat einen ordentlichen Spannungsbogen, thematisiert den Konflikt arm/reich am Beispiel Nailer und Nita, punktet auch bei den gut gestalteten Nebencharakteren und zeigt einen sorgfältigen, facettenreichen Weltenbau - wichtig für SF. Nailer ist keine Identifikationsfigur, denn - typisch für SF - er transportiert zwar die Handlung, bleibt aber gegen seine Mitspieler eher blass. Andererseits macht ihn das aber auch zur geeigneten Leinwand für jüngere Leser. Der Vaterkonflikt ist plakativ, was für YA auch in Ordnung ist, die Liebesgeschichte bleibt angedeutet, was den Roman angenehm von der Schwemme der als Dystopien getarnten Liebesschnulzen differenziert. Punktabzug gebe ich nur für die doch recht simple Handlung, die zwar für ein Jugendbuch verzeihlich ist, gegenüber Bacigalupis Erstling "Biokrieg" aber stark abfällt. Außerdem beißen sich alle Personen ständig auf die Unterlippe, das hätte dem Autor von seinem Lektor eigentlich gesagt werden müssen. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2013 um 22:53

    Mehr Rezensionen von mir findet ihr auf meinem Blog: anima-libri.de Meinung: Ich bin ja eigentlich gar kein Fan von Büchern mit männlichen Hauptcharaktern. Aber dieses Buch hat so interessant geklungen und hatte so viele gute Bewertungen, dass ich dann doch neugierig geworden bin. Und Nailer hat sich auch schon auf den ersten Seiten als wirklich faszinierender und facettenreicher Charakter herausgestellt, über den ich mehr erfahren wollte. Auch die Welt, in der Nailer lebt, war beeindruckend, nicht zuletzt dadurch, dass es eine der realistischen Science Fiction Welten ist, die mir bislang begegnet ist. In der Welt, in der “Schiffsdiebe” spielt, hat die Erderwärmung die Polkappen weg geschmolzen, die natürlichen Rohstoffreserven sind zu Neige gegangen und der Graben zwischen Arm und Reich wird beständig breiter. Das alles ist so unmittelbar an heutige Ereignisse angeknüpft, dass es einem geradezu erschreckend leicht fällt, sich diese Welt vorzustellen. Leider hatte ich von Anfang an Probleme mit dem Schreibstil hatte. Ich kann weder genau sagen, was es war, das mich so irritiert hat, noch ob es vielleicht mit der Übersetzung zusammenhing, aber irgendetwas am Stil hat es mir sehr schwer gemacht wirklich ganz in die Geschichte eintauchen zu können. Die Sätze wirkten allesamt leicht abgehackt und es gab ziemlich viele Wiederholungen. Dass das Buch offensichtlich eher für männliche Leser geschrieben ist, fand ich hingegen nicht weiter störend. Ja, es gibt keine überschwänglichen romantischen Szenen und das Buch ist sehr actionlastig und teilweise etwas arg blutrünstig, aber das ist mir ehrlich gesagt sogar lieber, als schnulzige Romanzen. Dass mich Nailer schnell begeistert hat, habe ich ja bereits erwähnt. Im ersten Drittel des Buchs ist er auch ein rund um gelungener Protagonist. Danach jedoch, hatte ich teilweise Probleme mit ihm als Protagonisten, weil die Handlung sich so sehr auf das Mädchen, das Nailer findet, fokusiert, dass er, als eigentlicher Hauptcharakter plötzlich untergeht. Da hätte ich mir vielleicht einfach wechselnde Perspektiven gewünscht, sodass beide, Nailer und das Mädchen, gemeinsam im Fokus des Lesers sind, was sie ja eigentlich sein sollten. Abgesehen davon fand ich die Charaktere aber allesamt gut gewählt, realistisch beschrieben und sehr vielseitig, was, zusammen mit dem sehr eindringlichen Weltenaufbau, das Buch wirklich eindrucksvoll gemacht hat. Fazit: Für männliche (und weibliche natürlich, auch wenn es eben ein Jungsbuch ist) Fans von Dystopien und post-apokalyptischen Romanen, die sich endlich einmal etwas weniger Romanzen-lastiges wünschen, ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss. Das Cover: Das Cover passt auf jeden Fall zum Buch und versucht zum Glück nicht, “Schiffsdiebe” in eine Verpackung zu zwängen, die andeuten würde, dass es nur eine weitere “Mädchen-Dystopie” ist.

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    KerstinWe

    KerstinWe

    09. August 2012 um 23:42

    Der Roman Schiffsdiebe spielt sich in nicht allzu weiter Ferne in Amerika ab. Die Welt wird von Umweltkatastrophen heimgesucht und der Roman führt uns an die US-Golfküste, an der sich viele Wracks alter Öltanker befinden. In dieser Umgebung lebt der Junge Nailer und seine Arbeit besteht darin, in diesen Wracks nach verwertbaren Materialien wie z.B. Kupfer und Eisen zu suchen. Teilweise unter Lebensgefahr kriechen Kinder, die noch jung bzw. klein genug ins Innere der Wracks und bringen diese Materialien an den Strand. Die meißten Leute nehmen auf niemanden Rücksicht und jeder ist auf seinen eigenen Vorteil bedacht, da jeder um’s Überleben kämpfen muß und alle sehr ärmlich leben. Doch eines Tages geschieht etwas unerwartetes: Nailer und Pima – eine junge Frau aus seiner Kolonne – finden einen gekenterten Klipper. Ein Boot, das voller Luxusartikel ist. Aber an Bord sind auch mehrere Tote. Und in einer Kabine stoßen sie auf ein Mädchen. Das Mädchen sieht aus wie tot – doch als Pima ihr den Goldschmuck abnehmen will, entdecken sie, dass das Mädchen doch noch lebt. Pima und Nailer stehen vor der Entscheidung: Das Mädchen retten und auf diesen wertvollen Fund verzichten oder das Mädchen sterben lassen. Die beiden retten sie aus dem Boot. Und dann stellt sich heraus, dass das Mädchen Nita die Erbin eines Weltunternehmens ist und unsagbar reich… ********** Meine Meinung zum Buch: Diese Buch ist eine Dystopie und wird dieser Stilrichtung meiner Meinung nach voll und ganz gerecht. Die Umgebung in der Nailer, Pima und die anderen leben ist sehr düster. Die Lebensumstände sind sehr schlimm. Alle sind arm und müssen sehr schwer arbeiten, um sich wenigstens die nötigsten Dinge leisten zu können. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt. Alles macht einen sehr hoffnungslosen Eindruck und ist bedrückend und grausam. Jeder denkt nur an sich und selten an andere. Die Character des Buches finde ich gelungen und glaubwürdig. Schon kurze Zeit nachdem man angefangen hat dieses Buch zu lesen, zieht es einen hinein in die Handlung und läßt einen nicht mehr los. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Insgesamt hat mir das Buch außerordentlich gut gefallen. Wenn Euch Bücher dieser Stilrichtung interessieren, wird Euch dieses Buch sicher sehr gut gefallen.

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    Johannisbeerchen

    Johannisbeerchen

    25. July 2012 um 10:06

    Kurzbeschreibung: Stahl. Kupferdraht. Elektronikschrott. Altöl. Das sind die Schätze, die der junge Nailer aus den gestrandeten Wracks herausholt. Es ist eine harte Welt, in der das Gesetz des Stärkeren und Schnelleren gilt. Doch dann findet er in einem Schiff einen ganz anderen Schatz – der sein Leben für immer verändern wird. In nicht allzu ferner Zukunft sind die Wracks der Öltanker, die entlang der amerikanischen Golfküste stranden, die Lebensgrundlage für den jungen Nailer und seine Freunde. Sie kriechen in das Innere der Schiffe und suchen nach Kupfer und anderen wertvollen Materialien. Es ist eine harte Welt, in der niemand auf den anderen Rücksicht nimmt und jeder versucht, der Schnellste zu sein. Eines Tages ist Nailer der Erste, der einen nach einem Hurrikan gekenterten Klipper erreicht – ein Glücksfall, der ihn und seine Familie auf einen Schlag aus der Armut befreien könnte. Aber im Bauch des Schiffes ist ein Mädchen gefangen. Und Nailer steht vor einer folgenschweren Entscheidung – denn wenn er sie rettet, ist der wertvolle Fund für ihn verloren … Meinung: Von Schiffsdiebe habe ich viel erwartet, die Rezensionen auf amazon und lovelybooks waren durchweg positiv. Falsch gedacht. Schon der Einstieg fiel mir extrem schwer und mit dem Schreibstil habe ich immer noch Mühe. Mal davon abgesehen, dass die Menschen in der Zukunft kein JA mehr kennen, sondern nur noch YEAH sagen, was mit der Zeit einfach nur noch genervt hat. Da Nailer ohne Bildung an einem Strand aufgewachsen ist, hatte ich die Vermutung, das zumindest die Menschen in der Stadt Ja sagen. Auch hier wieder falsch gedacht. Selbst die reiche und kultivierte Nila sagt einfach nur Yeah. Weiter gehts. Schiffsdiebe ist nicht der erste Roman des Autors und eigentlich hätte ich mehr erwartet als 5x den Namen Nailer als Anfangswort in einem Abschnitt. Vor lauter Nailers und Yeahs hätte ich das Buch beinahe abgebrochen. Viel verpasst hätte ich sicherlich nicht ! Die Charactere konnten keine Emotionen in mir wecken, sie waren mir schlichtweg egal. Man erfährt nur wenig Privates über Nailer, Nita oder Pima. Mehr kann ich dazu auch nicht schreiben, deshalb weiter zur Story. Ein Pluspunkt ist die wenig vorkommende Romantik. Vermutlich wird es eine Liebesbeziehung zwischen Nailer und Nita geben, jedoch nicht in diesem Band. Nailer antwortete nicht. Die Anker wurden gelichtet, der Landungssteg wurde eingezogen und verschwand im Rumpf des Klippers. Tool entfernte sich immer schneller. Nailer fühlte sich plötzlich sehr einsam. Er wollte Tool etwas hinterherrufen. Ihm nachlaufen ... Stattdessen sah er sich auf dem Schiff um, schaute der Mannschaft bei der Arbeit zu - eine Arbeit, von der er nicht das Geringste verstand. Sie kannten einander, und jeder Handgriff war ihnen vertraut. Er kam sich entsetzlich fehl am Platz vor. S. 270 Der Klappentext verspricht viel, aber irgendwie hatte ich was anderes erwartet. Es plätscherte zwar nicht daher, aber Spannung empfand ich beim Lesen auch nicht. Die Wiederholungen störten den Lesefluss noch zusätzlich. Aber meine Kritikpunkte werden noch mehr. Kaum ist Nailer ist einer blöden Situation tauchen die Klischees auf. Achtung Spoiler: Natürlich kann er sich nur noch in letzter Sekunde retten. Natürlich ist Nita aus dem Zimmer verschwunden und wurde entführt. Natürlich muss Nailer seinen tyranischen Vater am Ende töten. Natürlich ist das Mädchen genau auf dem Schiff, auf dem die Crew sie vermutet. Und so geht es weiter. Spoiler Ende. Der große Kampf am Ende war auch schnell vorbei und da hätte der Autor einfach mehr draus machen können und den nicht enden wollenden Anfang und Mittelteil kleiner ausfallen lassen. Die Grundidee um die Schiffsdiebe ist dagegen genial und wurde einfach falsch umgesetzt. Ungereimtheiten tauchen dann auch noch auf. Fazit: Die Grundidee war klasse, nur die Umsetzung grottig. Der Schreibstil gefiel mir gar nicht und weder Charactere noch Handlung konnten mich überzeugen. Die Fortsetzungen werde ich nicht lesen und daher vergebe ich nur 1,5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    HarryF

    HarryF

    13. July 2012 um 17:07

    Ein grandioses Settings erwartet einem in Schiffsdiebe, was in einem beinahe postapokalyptischen Amerika der nahen Zukunft spielt. Farbenfroh, mit viel Liebe zum Detail wird hier eine gänzlich unverbrauchte Welt geschildert. Der Autor hat ein Händchen für Kleinigkeiten und wann es Zeit ist, diese einzubringen. Die Figuren sind gut gezeichnet und auch meist glaubwürdig. Leider hat mich das Buch in der Mitte nicht überzeugt. Es hat die typischen Längen eines Erstlingsromans und nimmt erst wieder am Ende so richtig Fahrt auf. Allerdings ist das Ambiente und die Geschichte so erfrischend neu, dass ich mich sehr auf die weiteren Bände freue!

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    readeralex

    readeralex

    16. May 2012 um 18:26

    Paolo Bacigalupis Dystopie hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die durch den Klimawandel und Rohstoffmangel veränderte Welt ist sehr düster, aber dennoch realistisch dargestellt worden. Auch die wenigen SciFi-Elemente wie die Halbmenschen, gentechnisch „optimierte“ Züchtungen aus Tieren und Menschen, wirken nicht völlig an den Haaren herbeigezogen. Erschreckend nah an der heutigen Realität ist die Beschreibung der Arbeit auf den als Recycling-Schrottplätzen genutzten Schiffswracks. Dieses extrem harte und gesundheitsgefährdende Leben, bei der Kinder und Jugendliche schutzlos giftigen Dämpfen, Staub und Chemikalien, aber auch Kriminalität und Gewalt ausgesetzt sind, erinnert an das Leben und die Arbeit auf Müllkippen von heutigen Straßenkindern in vielen Dritte-Welt-Ländern. Die Charaktere, die der Autor beschreibt, sind komplex und glaubwürdig. Auch Nailer ist kein Held mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, der immer nur das Richtige tut. Er muss unvorstellbare Entscheidungen treffen und dann auch mit den Konsequenzen leben. Eine klare Trennung zwischen Gut und Böse gibt es nicht. Der Umgangston in „Schiffsdiebe“ ist rau und ruppig und die Wirklichkeit mit all ihrer Brutalität wird schonungslos offen dargestellt. Ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen und freue mich schon auf die Fortsetzung, obwohl oder gerade weil es keinen atemberaubenden Cliffhanger gibt. (Die englische Version des 2. Buchs „The Drowned Cities“ wartet schon als eBook auf mich ). Dazu wird es dann in Kürze hier mehr geben. Für alle, die bei einer Dystopie auch (mal) ohne Zuckergussromantik auskommen, sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    sleepingbeauty

    sleepingbeauty

    22. April 2012 um 13:55

    Inhalt ................. . Wir befinden uns in Amerika, in nicht allzu ferner Zukunft: Die Polkappen sind abgeschmolzen, der Meeresspiegel angestiegen und Naturkatastrophen gehören an den Küsten zur Tagesordnung. Nailer erbeutet mit seiner Kolonne alte Rohstoffe aus den gesunkenen Öltankern. Es ist ein harter Job, jedoch reicht es gerade so zum Überleben. . Eines Tages mach Nailer einen schicksalhaften Fund, ein reiches Mädchen ist gestrandet und könnte für ihn die Rettung aus der Armut sein... . Mein Eindruck ..................................... . "Schiffsdiebe" beginnt mit einem Arbeitsauftrag der Kolonne. Schmächtige Kinder zwängen sich in Schächte gesunkener Tanker um Kabel und andere Überreste zu sammeln. In der Gruppe wird zusammengearbeitet, es muss eine bestimme Quote erreicht werden, ansonsten stehen Hunger und jede Menge Ärger bevor. In kleinen Portionen lernt der Leser die einzelnen Charaktere und die restliche Welt kennen. . Paolo Bacigalupi hat ein sehr realistisches Zukunftsbild geschaffen, die Erderwärmung ist stark fortgeschritten und hat die Welt auf den Kopf gestellt. Die meisten Rohstoffe sind versiegt, das lukrativste Geschäft ist die Wiederverwertung. Während die Strandarbeiter gnadenlos ausgebeutet werden, leben die Konzerne in großem Reichtum und Luxus. Nailers Welt wird auf den Kopf gestellt, als er ein gestrandetes Mädchen entdeckt, er steht vor der Wahl sie zu retten oder sich aus der Situationen einen Vorteil zu verschaffen. . Man merkt dem Buch an, dass es von einem Mann geschrieben wurde. Die Welt ist düster, hart und es geht ums Überleben. Doch auch in dieser trostlosen Welt schafft es der Autor die zwischenmenschlichen Beziehungen zu beleuchten und aufzuzeigen, was sich mit Zusammenhalt alles schaffen lässt. Vor allem Nailers Gedankengänge und moralischen Überlegungen haben mir richtig gut gefallen. . So gut mir das Setting und der Einstieg gefallen haben, hat der Plot im Laufe des Buches leider etwas nachgelassen. Es bleibt durchgehend interessant, doch es war leider nie so, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dabei hat Herr Bacigalupi vor allem im Finale noch ordentlich aufgetrumpft und richtige Seeschlachten präsentiert. Ich bin sehr gespannt wie es mit der Reihe weitergehen wird und was sich alles noch aus dem tollen Setting herausholen lässt. . Fazit ............. . Ein guter Auftakt, mit einem spitzen Setting und einer sehr realistischen Zukunftsvision. Es liest sich flüssig und leicht, konnte mich aber nicht ganz durchgehend fesseln. Deshalb habe ich hohe Erwartungen an die Fortsetzung und freue mich in Nailers Welt zurückzukehren. Das Buch endet nicht mit einem Cliffhanger, sondern schließt die begonnen Fäden ab, aber mit Freiraum für neue Abenteuer. 3,7 von 5!

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  • Rezension zu "Schiffsdiebe" von Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe
    Residenz_Buchhandlung

    Residenz_Buchhandlung

    16. March 2012 um 15:27

    In einer Zeit, in der die Rohstoffvorkommen ausgeschöpft, die Umwelt zerstört und die menschliche Gesellschaft durch nackte Armut brutal und rücksichtslos geworden ist, kämpft der junge Nailer ums Überleben. Mit seinen vielleicht 14 Jahren hat er Arbeit in einer Kolonne von Schiffsbrechern gefunden, die alte gestrandete Öltanker ausschlachten. Ein lebensgefährlicher Knochenjob. Nach einem Hurrikan findet er gemeinsam mit seiner Kameradin Pima eine gestrandete Luxusyacht. An Bord ein junges Mädche, das als einzige der Crew überlebt hat. Für Nailer und Pima ist klar: Der Fund ist ihre Fahrkarte aus dem Elend. Wenn sie die "Bonzentusse" beseitigen, können sie das Schiff ausschlachten und steinreich werden. Doch ist es das wert? Können sie ihren Reichtum genießen mit einem Mord auf ihrem Gewissen? Wie werden sie sich entscheiden? Knallhart, lakonisch und pragmatisch - Nailer ist ein sehr glaubhafter Charakter, der sich trotz der widrigen Lebensumstände seinen Anstand bewahrt. Ebenso lebendig und glaubhaft sind die anderen Protagonisten - ich komme aus dem Mitfiebern gar nicht mehr raus. Ein tolles Buch voller Spannung, Action und Dramatik. Auf die Auflösung bin ich schon sehr gespannt!

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