Paolo Bacigalupi Water - Der Kampf beginnt

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Inhaltsangabe zu „Water - Der Kampf beginnt“ von Paolo Bacigalupi

Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden, Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert. Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden hineingezogen in einen Strudel aus Verrat und Gewalt, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.

Nur brutal, wird erst auf den letzten 30 Seiten spannend!

— buythebook

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  • Wie Wasserknappheit die Welt verändert - ein erschreckend reales Szenario

    Water - Der Kampf beginnt

    TanteGhost

    02. April 2017 um 10:26

    Korruption und Verbrechen. Und alles dreht sich um den Wassermarkt. U d am Ende, gewinnen doch nur die Reichen. Inhalt:Marie will fliehen. Sie will über den Fluss. Ans andere Ufer, da wo Wasser noch ausreichend vorhanden ist und man als Mensch noch leben und arbeiten kann. Doch Marie fehlt das Geld dazu. Deshalb zieht sie ein kleines Wassergeschäft auf. Sie bezieht es günstig an einer Pumpe des roten Kreuzes und verkauft es teuer an die Bauarbeiter, die die neue Arkologie hoch ziehen.Doch man kommt ihr in die Quere. Das große Geld verwandelt sich in Verlust und Maria schuldet ihrer Freundin nun Geld.Um es ihr zurück zahlen zu können, geht sie mit zu dem Kunden ihrer Freundin und verkauft ihren Körper. Doch auch hier bleibt das große Geld aus. Statt dessen kommt sie an einen Schatz, von dem sie nicht mal etwas weiß.Angel, ein Waterknife, weiß aber inzwischen von diesen mehr als wertvollen Papieren. Es sind uralte Wasserrechte der Indianer. Und jeder will sie haben.Angel gerät zwischendrin aber in Ungnade bei seinem Boss, für die er diese Rechte beschaffen soll. Für sie würde es mehr Geld bedeuten U d für ihn ein bequemes Leben. Aber er hat die Rechte nicht. Statt dessen hat er Lucy. Die beiden verbindet eine Art Hassliebe. Und als Lucy die Tragweite dieser Rechte bewusst wird, will auch sie die Papier finden. Allerdings aus einem anderen Grund als Angel.Es kommt zu einem gewaltigen Showdown. Und am Ende siegt doch die Bequemlichkeit und der Egoismus.Der erste Satz:"Es gab Geschichten, die der Schweiß erzählte."Der letzte Satz:"Das real wurde."Fazit:Erschreckend real, war das Szenario, was der Autor hier entworfen hat. Irgendwie hat sich die ganze Zeit alles nur noch um Geld und Wasser gedreht. Etwas anderes hat die Menschen gar nicht mehr interessiert. Und der Autor hat das alles genau so beschrieben, als hätte er es selber erlebt. Ich dachte wirklich, dass er das genau so erlebt hat. Und genau diese Art zu Schreiben hat mich total gefesselt. Erst malt er erschreckende Bilder von Gewalt und d im nächsten Moment lieben sich zwei Menschen. Sind glücklich mit dem Augenblick und das Morgen ist vergesse. Geld regiert die Welt unter d der Rest der Menschheit scheint vergessen. Und in diesem Durcheinander kämpfen die Protagonisten im eine Zukunft, ums Überleben.Ich war gefesselt. Von allen Anfang bis Ende war ich nicht in der Lage von dem Buch zu lassen. Ich wollte wissen wie es aus geht. - Aber leider hat mir das reale Leben auch Lesepausen beschehrt. Sie waren nicht willkommen, aber vielen leider an. Nach diesen Pausen bin ich aber immer wieder gut in die Handlung hinein gekommen. Der Film im Kolfkino lief genau da weiter, wo er aufgehört hatte.Auf den Schreibstil des Autors musste ich mich allerdings erst einlassen. Das hat eine Weile gedauert. Aber dann war ich einfach nur noch schwer begeistert.Ein Buch von und um Wasser. - Einfach erschreckend reales Buch. Aber genau deswegen ist es um so lesenswerter.

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  • Mein Leseeindruck

    Water - Der Kampf beginnt

    ChattysBuecherblog

    21. January 2017 um 17:47

    Auch bei diesem Buch erfolgt mein Leseeindruck wieder von außen nach innen. Das schwarze Cover mit den türkisblauen Buchstaben und den Wassertropfen haben meinen Blick sofort angezogen. Es wirkt irgendwie bedrohlich und auch geheimnisvoll. Aber auf jeden Fall suggeriert es Spannung. Kommen wir zum Plot. Handlungsort: Las Vegas - Nevada - USA Gleich zu Beginn treffen wir auf Angel. Hier war ich etwas erstaunt, dass es sich um einen Mann handelte, kannte ich den Vornamen bislang doch nur für Frauen.   Angel ist Anwalt und ein sehr guter noch dazu. Etwas verwirrend beginnt nun die ganze Geschichte. Verwirrend? Ja, da ich zu Beginn überhaupt nicht verstanden habe, was das alles soll. Auch die militärischen Bezeichnung waren mir nicht geläufig, sowie das Wort "pendejo", das ständig gebraucht, aber nicht erklärt wurde. Nach einigen Schwierigkeiten, bedingt auch durch die Handlungsstränge, war ich jedoch mitten in der Story angekommen. Welch furchtbarer Gedanke, dass die Menschen sich irgendwann einmal wegen Wasser bekriegen werde. Was würde passieren, wenn kein Wasser mehr aus der Leitung käme? Wie lange könnten wir überleben? All dieses hat der Autor in seinem Thriller verarbeitet. Leider ist ihm dabei ab und zu die Spannung etwas abhanden gekommen. Ein so tolles Thema, aber der Autor kann es meiner Meinung nach, nicht richtig in Worte packen. So habe ich auch nicht verstanden, weshalb um das Wasser gekämpft wurde. Also, warum wurde es knapp?! Fazit: Leider ist es dem Autor nicht gelungen, mich für diesen Thriller zu begeistern. Ein sehr interessantes Thema, keine Frage. Aber für mich nicht nachvollziehbar. Wohl weil mir auch die Begründung für die Wasserknappheit fehlte. Aber auch sonst hat mir die Spannung gefehlt, so dass ich weder "Kopfkino" hatte, noch dass ich mich mit den Protagonisten beschäftigen wollte. Schade, denn da wäre wirklich mehr drin gewesen.

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  • Super Grundidee, doch leider nicht optimal umgesetzt

    Water - Der Kampf beginnt

    PollyMaundrell

    17. November 2016 um 11:43

    Klappentext Das Wasser wird knapp: ein düsterer, actiongeladener Blick auf die ApokalypseDer US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert.Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden in einen Strudel aus Verrat und Gewalt hineingezogen, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.Erster Satz Es gab Geschichten, die der Schweiß erzählte.Meine Meinung Welch ein schrecklicher Gedanke - das Wasser wird knapp und das bisschen was es noch gibt, wird zu unmenschlichen Preisen angeboten. Da kostet ein Liter dann mal schnell zwischen 5 und 7 US$...also schlappe 4,50 bis 6,40€. Kaum zu glauben, wenn man sich eine 1,5 Liter Mineralwasserflasche schon für 0,19€ besorgen kann. Und wenn dann noch eine Durchschnittstemperatur von ungefähr 40°C herrscht ist die Katastrophe vorprogrammiert.Doch was passiert, wenn es soweit kommt? Bei Geld hört die Freundschaft auf - und bei Wasser scheinbar auch. Menschlichkeit sucht man vergebens und absolute Kriminalität ist an der Tagesordnung. Stellenweise wird sogar gemordet.Bacigalupi hat die Bevölkerung in drei Klassen eingeteilt. Die Reichen und Menschen mit Kontakten leben in Arkologien. Diese Prachtbauten beherbergen Pflanzen aller Art, Wasserfälle und Brunnen, in denen das Wasser einfach aus Dekorationsgründen fließt. Die Mittelschicht schlägt sich mit legalen Jobs durch - mal besser, mal schlechter - und besitzt Wassertanks in ihren Häusern. Die Unterschicht prostituiert sich für ein bisschen Geld und im besten Fall für eine Dusche. Dieses Privileg ist den Menschen in den Arkologien vorbehalten. Mit viel Glück dürfen sie nach getaner Arbeit nicht nur sich duschen, sondern auch ihre Kleidung waschen. Eingestellt hatte ich mich auf eine absolut spannende Geschichte, die mich nur so durch die Seiten peitscht. Das Thema hat unglaublich viel Potential und auf dem Cover steht "Thriller"...so kann man sich täuschen. Man ist ab der ersten Seite sofort in der Geschichte drin. Aber was ist da eigentlich passiert? Wo befinden wir uns? Wann befinden wir uns? Und wie ist die politische Richtung momentan?Ich weiß es selbst nachdem ich das Buch gelesen habe nicht wirklich. Das Buch spielt in Phoenix, das Wasser wird knapp, Menschen kämpfen um ihr Überleben und andere bereichern sich. So viel ist klar. Aber warum? Was hat den Ausschlag gegeben? Was ist mit dem Wasser passiert? Das wird leider nicht aufgeklärt.Für mich war es sehr schwer in dieses Buch zu finden. Zu Beginn habe ich überhaupt nicht verstanden was das so alles soll und konnte mir auch nicht vorstellen wie irgendwas aussieht. Das hat beim Folgen der Handlung nicht wirklich weitergeholfen. So etwas nervt und versaut einem das Buch. Mir zumindest.Auch die vielen verschiedenen Handlungsstränge machen es einem nicht gerade leicht. Erst verlaufen sie alle parallel und der Leser muss dauerhaft hin und her switchen - ich hab an manchen Stellen den Überblick verloren - und irgendwann gegen Mitte/Ende laufen sie zusammen. Das macht es dann einfacher.Durch dieses ganze Hin und Her, der fehlenden Bilder in meinem Kopf und den Längen, die sich stellenweise über viele Seiten erstreckten, hat die Spannung leider sehr gelitten.Die Frage nach dem "Warum?" lässt mir bis heute keine Ruhe. Ebenso wie die Frage, wie sich die Wasserknappheit auf die gesamte Welt auswirkt. Betrifft es nur die USA und China? Was ist mit Europa und Afrika? Die Idee und die Mühe bekommen von mir drei Sterne. Für all meine Kritik muss ich aber definitv zwei Sterne abziehen. Ich habe mir wirklich viel von diesem Buch erhofft - vielleicht war das auch der Fehler.Fazit Ein Buch, das sein Potential absolut verschenkt hat und ein Autor, der in meinem Kopf keine Bilder entstehen lassen konnte. Charaktere die mir egal waren gepaart mit Längen und Langeweile.Schade!

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  • real denkbare Entwicklungen nach einer Verknappung von Ressourcen

    Water - Der Kampf beginnt

    his_and_her_books

    06. November 2016 um 10:23

    Zitat:„Der Sturm wurde stärker. Der Tag wurde zur Nacht. Sand und Kies schlugen gegen die bebenden Scheiben. Die Menschen unterhielten sich nur noch mit gedämpfter Stimme, fahrig, niedergedrückt von den tobenden Elementen.“(S.113)Inhalt:Das Wasser im Südwesten der USA geht zur Neige. Der Kampf um die schwindende Ressource spitzt sich immer mehr zu. Wer die Rechte am Wasser hat, überlebt.Jedes Mittel zur Erlangung der Wasserrechte wird in Kauf genommen. Menschenleben sind dabei nicht viel wert. Auch Angel Velasquez kämpft in diesem erbitterten Krieg. Er wird in die sterbende Stadt Phoenix gesandt, um die Interessen seines Arbeitgebers zu sichern. Hier trifft er auf Lucy Monroe, eine talentierten Journalistin. Gemeinsam sind sie einer Fährte auf der Spur. Denn ein Bekannter von Lucy wurde Opfer eines schrecklichen Verbrechens. Was war der Hintergrund dafür? Doch plötzlich werden sie selbst zur Zielscheibe. Ihr Leben ist in großer Gefahr.Meinung:„Water – Der Kampf beginnt“ war mein erstes Buch von Paolo Bacigalupi. Der Klappentext versprach eine spannende Geschichte, der Kampf um Ressourcen ist immer eine gute Grundlage für interessante Unterhaltung. Also konnte ich nun voller Neugier starten.Nach den ersten Seiten musste ich dann jedoch feststellen, dass es mir etwas schwerfiel in die Geschichte zu finden. Ich sah mich konfrontiert mit mir unbekannten Begrifflichkeiten und spanischen Phrasen, denen ich nicht durchgehend gleich eine Bedeutung zuordnen konnte. Dennoch hoffte ich, jeweils das Richtige interpretiert zu haben und las weiter.Ich traf in „Water – Der Kampf beginnt“ auf drei verschiedene Erzählsichten, die jeweils in dritter Person Vergangenheit dargestellt wurden. Hierdurch musste ich mich erst einmal an unterschiedliche Sichtweisen und Absichten der Charaktere gewöhnen, was nicht immer unbedingt leicht war. Doch irgendwann hatte ich einen gewissen Überblick erzielt, so dass ich mich fortan ausschließlich auf den Fortgang der Handlung konzentrieren konnte.Der Schreibstil von Paolo Bacigalupi ist grundsätzlich gut lesbar. Für meinen Geschmack wurden aber auch immer wieder Stellen eingebaut, die das Augenmerk auf Nebensächlichkeiten lenkten und diese zu ausführlich beschrieben. Nichtsdestotrotz glänzte die Geschichte dennoch ein ums andere Mal mit gut konstruierten Handlungen und Spannungseffekten. Auch wenn Spannungshöhepunkte oftmals recht schnell und etwas zu gewollt wirkend aufgelöst wurden, entwickelte sich hierdurch Zug um Zug eine Anziehung, die mich zu fesseln begann.Hatte ich anfangs noch etwas Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Charakteren, lösten sich diese zusehends auf. Eine besondere Tiefe wurde den handelnden Personen nicht verliehen, dennoch wurde ein gewisser Grad an Authentizität erreicht. Auch Veränderungen in Sichtweisen, und damit ein Voranschreiten der Handlung, konnte ich bemerken. Die Geschichte von Paolo Bacigalupi ist zeitweise sicherlich nicht für schwache Nerven geeignet. Dies trifft vor allem dann zu, wenn Brutalität und Gewalt die Oberhand gewinnen und so gewisse Bilder im Kopf entstehen lassen. „Water – Der Kampf beginnt“ beschreibt die Vorstufe zu einer dystopischen Entwicklung, eine gewisse bekannte Grundordnung ist noch immer gegeben. Die Thrillerelemente überwiegen wie angekündigt eindeutig, so dass ich hier keine Überraschung erlebte. Eindrucksvoll beschreibt der Autor, welche Entwicklungen vorstellbar sind, wenn Ressourcen knapp und knapper werden, welche Wege sich sodann plötzlich auftun, diese schwindenden Ressourcen für bestimmte Bevölkerungsteile zu beanspruchen. Denn nur so kann das Überleben gesichert werden. Allein am hier gewählten Beispiel Wasser – für uns heutzutage eine nicht wegzudenkende Annehmlichkeit – konnte gut dargestellt werden, wozu die Menschheit plötzlich fähig wird. Paolo Bacigalupi führt seine Geschichte nach einer temposteigernden Entwicklung zum Ende hin zu einem für mich befriedigendem Ausklang. Auch wenn „Water – Der Kampf beginnt“ meine erste Geschichte des Autors war, werde ich mir seine anderen Werke garantiert noch näher anschauen.Urteil:„Water – Der Kampf beginnt“ beschreibt real denkbare Entwicklungen nach einer Verknappung von Ressourcen und zeigt die damit einhergehenden Gefahren nachvollziehbar auf. Für meine Lesestunden im vertrocknenden Südwesten der USA vergebe ich 3 Bücher.Für alle, die sich dem Kampf um das tägliche Überleben stellen können, Ungerechtigkeiten zähneknirschend über sich ergehen lassen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.©hisandherbooks.de

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  • Staub, Hitze, Schweiß und Action - düster und hart

    Water - Der Kampf beginnt

    Sandra1978

    31. July 2016 um 17:20

    Inhalt: Phoenix, USA. Wasser ist ein knappes Gut geworden. Die Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber bei 40-50°C. Die an den großen Flüssen und Seen liegenden Staaten kämpfen um die Rechte für die Nutzung der Wasservorkommen. Die Menschen in den Wüstenstaaten sind zu einer Drei-Klassen-Gesellschaft verkommen: Die Reichen leben in den Arkologien, komplett künstliche hochtechnologische Bauten, in denen aller Luxus und Wasser ohne Grenzen im Überfluss vorhanden sind. Von der Not, den Staub- und Sandstürmen und der Wasserknappheit bekommen sie nichts mit oder sehen es nur aus der Ferne. Die Unterklasse muss Leib und Seele für jeden Liter Wasser verkaufen – und ein paar wenige schlagen sich mehr schlecht als recht noch mit legalen Mitteln durch, so wie die Journalistin Lucy und ihr Fotografenfreund Timo. Sie arbeiten für die sogenannte „Metzgerpresse“, schlachten den Untergang von Phoenix und die steigende Kriminalität aus und machen so ihr Geld. Doch bei einem Mord kommen sie den Handlangern, allen voran Angel, von Catherine Case, der „Wasserkönigin“, in die Quere und geraten ins Kreuzfeuer. Etwas ähnliches passiert den Freundinnen Maria und Sarah, die als einzigen Ausweg noch sehen, ihren Körper an reiche Wasserfunktionäre zu verkaufen in der Hoffnung, aus dem Elend zu entkommen. Kann #PhoenixamEnde noch zu Phoenix aus der Asche werden, wie manche Spekulanten behaupten? Oder ist der Untergang unaufhaltsam?   Beurteilung Der dystopische Roman „Water“  hat eine sehr harte, brutale und düstere Grundstimmung. Die Protagonistin Lucy, die Journalistin, hat schon zuviel gesehen. Sie hat Angst vor dem Ende, ist aber auch mutig – und ziemlcih abgestumpft dadurch, dass sie jeden Tag Verbrechen und Leichen sieht. Angel, der Waterknive, der für Catherine Case die Drecksarbeit erledigt, hat schon mehr als eine Kugel abbekommen. Und Maria, die Wasser an Bauarbeiter verkauft, versucht sich mit ihrem letzten Rest Gewissen einen legalen Weg aus Phoenix zu erkaufen, ohne ihren Körper verschenken zu müssen. Die Geschichte ist beherrscht vom Gefühl von Staub, Dreck, Schweiß und Verbrechen. Ich fand es extrem schwierig, in die Story reinzukommen. Ich habe bestimmt 100 Seiten gebraucht, bis ich halbwegs Zugang zu den Protagonisten hatte. Das lag unter anderem daran, dass die Handlungsstränge am  Anfang komplett getrennt verlaufen und einem gleich zu Beginn einige politische Kleinkriege zwischen den Staaten und die ganze Verteilung und Historie der ersten Wasserkämpfe um die Ohren oder besser gesagt Augen gehauen werden, und mit solchen trockenen Beschreibungen kann ich einfach nichts anfangen. Aber gerade dieser Teil dominiert am Anfang recht stark. Erst als die Handlungsstränge der drei Protagonisten langsam anfangen zusammenzulaufen, so ab Seite 150, nimmt das Buch und die eigentliche Handlung Fahrt auf. Die zweite Hälfte war dann auch richtig gut und spannend und ich habe sie fast in einem Rutsch gelesen, während ich mich 3 Tage durch die ersten 150 Seiten gequält habe. In diesem Buch gibt es zwar Sex, aber keine Liebesgeschichte und auch kein wirkliches Happy End. Wie schon geschrieben, das beherrschende Gefühl ist Hitze und Staub. Was ich persönlich vermisst habe, war eine etwas globalere Perspektive der Situation – es wird wirklich ausschließlich über die Situation der in bzw. an der Wüste gelegenen Staaten beschrieben und vielleicht noch ein bisschen was zu China, wie es in der Rest der Welt aussieht und sich entwickelt, bleibt ziemlich außen vor. Kein Held, der die Welt retten will – nur Phoenix.  Deswegen stehe ich jetzt nach Beendigung des Buches ein bisschen mit gemischten Gefühlen da – es war nach anfänglichen Schwierigkeiten schon spannend, mir aber insgesamt etwas zu abgebrüht und das Ende lässt einen ziemlich hängen und ist nicht wirklich befriedigend, in meinen Augen. Fazit: Ich gebe 4 von 5 Rezisternchen, Abzug wegen den Startschwierigkeiten und der trockenen und komplizierten Einführung in die Gegebenheiten, aber im zweiten Teil wird es so spannend und man bekommt auch noch einen Zugang zu den Protagonisten, so dass sich das Buch, dass ca. bei der Hälfte bei mir eher auf 3 Sternen stand, sich den 4.Stern wieder dazuverdient hat.

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  • Staub, Hitze, Schweiß und Action - düster und hart

    Water - Der Kampf beginnt

    Sandra1978

    31. July 2016 um 17:20

    Inhalt: Phoenix, USA. Wasser ist ein knappes Gut geworden. Die Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber bei 40-50°C. Die an den großen Flüssen und Seen liegenden Staaten kämpfen um die Rechte für die Nutzung der Wasservorkommen. Die Menschen in den Wüstenstaaten sind zu einer Drei-Klassen-Gesellschaft verkommen: Die Reichen leben in den Arkologien, komplett künstliche hochtechnologische Bauten, in denen aller Luxus und Wasser ohne Grenzen im Überfluss vorhanden sind. Von der Not, den Staub- und Sandstürmen und der Wasserknappheit bekommen sie nichts mit oder sehen es nur aus der Ferne. Die Unterklasse muss Leib und Seele für jeden Liter Wasser verkaufen – und ein paar wenige schlagen sich mehr schlecht als recht noch mit legalen Mitteln durch, so wie die Journalistin Lucy und ihr Fotografenfreund Timo. Sie arbeiten für die sogenannte „Metzgerpresse“, schlachten den Untergang von Phoenix und die steigende Kriminalität aus und machen so ihr Geld. Doch bei einem Mord kommen sie den Handlangern, allen voran Angel, von Catherine Case, der „Wasserkönigin“, in die Quere und geraten ins Kreuzfeuer. Etwas ähnliches passiert den Freundinnen Maria und Sarah, die als einzigen Ausweg noch sehen, ihren Körper an reiche Wasserfunktionäre zu verkaufen in der Hoffnung, aus dem Elend zu entkommen. Kann #PhoenixamEnde noch zu Phoenix aus der Asche werden, wie manche Spekulanten behaupten? Oder ist der Untergang unaufhaltsam?   Beurteilung Der dystopische Roman „Water“  hat eine sehr harte, brutale und düstere Grundstimmung. Die Protagonistin Lucy, die Journalistin, hat schon zuviel gesehen. Sie hat Angst vor dem Ende, ist aber auch mutig – und ziemlcih abgestumpft dadurch, dass sie jeden Tag Verbrechen und Leichen sieht. Angel, der Waterknive, der für Catherine Case die Drecksarbeit erledigt, hat schon mehr als eine Kugel abbekommen. Und Maria, die Wasser an Bauarbeiter verkauft, versucht sich mit ihrem letzten Rest Gewissen einen legalen Weg aus Phoenix zu erkaufen, ohne ihren Körper verschenken zu müssen. Die Geschichte ist beherrscht vom Gefühl von Staub, Dreck, Schweiß und Verbrechen. Ich fand es extrem schwierig, in die Story reinzukommen. Ich habe bestimmt 100 Seiten gebraucht, bis ich halbwegs Zugang zu den Protagonisten hatte. Das lag unter anderem daran, dass die Handlungsstränge am  Anfang komplett getrennt verlaufen und einem gleich zu Beginn einige politische Kleinkriege zwischen den Staaten und die ganze Verteilung und Historie der ersten Wasserkämpfe um die Ohren oder besser gesagt Augen gehauen werden, und mit solchen trockenen Beschreibungen kann ich einfach nichts anfangen. Aber gerade dieser Teil dominiert am Anfang recht stark. Erst als die Handlungsstränge der drei Protagonisten langsam anfangen zusammenzulaufen, so ab Seite 150, nimmt das Buch und die eigentliche Handlung Fahrt auf. Die zweite Hälfte war dann auch richtig gut und spannend und ich habe sie fast in einem Rutsch gelesen, während ich mich 3 Tage durch die ersten 150 Seiten gequält habe. In diesem Buch gibt es zwar Sex, aber keine Liebesgeschichte und auch kein wirkliches Happy End. Wie schon geschrieben, das beherrschende Gefühl ist Hitze und Staub. Was ich persönlich vermisst habe, war eine etwas globalere Perspektive der Situation – es wird wirklich ausschließlich über die Situation der in bzw. an der Wüste gelegenen Staaten beschrieben und vielleicht noch ein bisschen was zu China, wie es in der Rest der Welt aussieht und sich entwickelt, bleibt ziemlich außen vor. Kein Held, der die Welt retten will – nur Phoenix.  Deswegen stehe ich jetzt nach Beendigung des Buches ein bisschen mit gemischten Gefühlen da – es war nach anfänglichen Schwierigkeiten schon spannend, mir aber insgesamt etwas zu abgebrüht und das Ende lässt einen ziemlich hängen und ist nicht wirklich befriedigend, in meinen Augen. Fazit: Ich gebe 4 von 5 Rezisternchen, Abzug wegen den Startschwierigkeiten und der trockenen und komplizierten Einführung in die Gegebenheiten, aber im zweiten Teil wird es so spannend und man bekommt auch noch einen Zugang zu den Protagonisten, so dass sich das Buch, dass ca. bei der Hälfte bei mir eher auf 3 Sternen stand, sich den 4.Stern wieder dazuverdient hat.

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  • Rezension: Water - Der Kampf beginnt von Paolo Bacigalupi

    Water - Der Kampf beginnt

    Herzkirschee

    25. July 2016 um 10:26

    Der US-amerikanische Südwesten kämpft um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Metropolen gehen in Sand und Trockenheit unter und die meisten Menschen sind der Hitze, dem Staub und der Nahrungsknappheit schutzlos ausgeliefert, während die Reichen in luxuriösen Arkologien leben. Angel Velasquez wird zu Ermittlungen nach Phoenix geschickt, wo das Gerücht umgeht, dass eine Wasserquelle aufgetaucht sei, die die Karten im Wasserkrieg neu mischen könnte. Es waren einmal ein Water Knife, eine Journalistin und ein Straßenmädchen… Der Thriller besticht mit seinen Charakteren, die mit ihrem Leben ein umfassendes Bild von der Situation in Nevada und Arizona zeichnen. Auch die Rolle Kaliforniens wird in diesem Zusammenhang immer wieder thematisiert. Es gibt quasi kein dringlicheres Thema als die Wasserknappheit – und genau da trifft der Leser sofort auf den Mann, der das Ganze für Las Vegas und Boss Catherine Case regelt: Waterknife Angel Velasquez. Um seine Ziele im Sinne von Vegas zu erreichen, bricht Angel zuweilen auch gerne mal ein paar Knochen und steht dazu, kein umgänglicher Typ zu sein. Die Journalistin Lucy Monroe lebt seit vielen Jahren in Phoenix und möchte die verelendende Stadt retten, indem sie aufdeckt, was wirklich vor sich geht – und macht sich so viele Feinde. Bei ihren Abstechern in die sozialen Medien zeigt sich, dass die Internetversorgung problemlos funktioniert und sich die Menschen trotz existenzieller Probleme unter Hashtags wie #PhoenixamEnde oder #PhoenixausderAsche online austauschen. Die Welt ohne Wasser geht in Kriminalität und Korruption unter, das Wasser ist knapp und überteuert, aber die Internetversorgung klappt – ein besseres Bild hätte man kaum inszenieren können! Lucy hält an der Moralität fest, wo Angel längst kapiert hat, dass es keine mehr gibt. Die Dritte im Bunde, deren Leben man kennenlernt, ist das Straßen- und Flüchtlingsmädchen Maria Villarosa, deren Schicksal mich am meisten mitgenommen hat. Sie gehört zu den ärmsten Menschen von Phoenix und muss jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. All ihre Bemühungen, ihre Situation zu verbessern, werden im Keim erstickt. Die unterschiedlichen Charaktere, deren Leben im Verlauf der Geschichte verbunden werden, haben mir sehr gut gefallen, denn sie haben alle eine andere Meinung und Einstellung zur Wasserknappheit und vertreten die jeweilige auch.Da die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden und oft so enden, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht, habe ich das Buch schnell durchgelesen. Ein paar spannende Szenen haben sich geradezu in mein Gedächtnis eingebrannt, so spektakulär und actiongeladen waren sie. Bacigalupi konnte die Atmosphäre dieser untergehenden Welt wirklich gut einfangen und verpacken – die Hitze war spürbar, die Angst wirkte echt. Die Dialoge wirkten nicht aufgesetzt, sondern passten zu den Charakteren und haben sie so gut beschrieben. Auch für die Bösen scheint er ein Händchen zu haben, denn deren Methoden haben mir das ein oder andere Mal einen Schauder über den Rücken gejagt. Aber ich habe seit dem König der Löwen eh eine Heidenangst vor Hyänen. Alles in allem war der Thriller ein gelungener Auftakt und hat einen Vorgeschmack gegeben, was in diesem Wasserkrieg noch möglich ist. Leider konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, wann es weitergeht und ob überhaupt, aber das Ende lässt diese Vermutung durchaus zu.  Und ganz ehrlich, ich muss Badass Catherine Case richtig kennenlernen, mehr über Kalifornien erfahren und natürlich wissen, wie es mit dem einen oder anderen Charakter weitergeht! Mein Fazit Ein spannendes und düsteres Zukunftsszenario, bei dem sowohl die Hitze als auch die Aussichtslosigkeit durch die Buchseiten dringen. Der Gedanke, dass ähnliche Zustände uns auch einmal drohen könnten, ist wirklich beängstigend. Vom Stil und der Charaktergestaltung konnte Bacigalupi mich wirklich packen und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung.

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  • Water

    Water - Der Kampf beginnt

    rallus

    21. July 2016 um 10:39

    Die Wüste. Eine Region ohne Wasser, eine Region, die immer ums Überleben kämpft, so wie die Menschen darin. "Schon früher war das eine Gegend der Extreme gewesen und das war sie immer noch. Angel hatte die Wüste immer gemocht, weil sie keinen Platz für Illusionen ließ. Hier griffen die Wurzeln der Pflanzen nach jedem Tropfen lechzend weit und flach aus. Ihr Saft kristallisierte im Kampf der Wassermoleküle gegen das Verdunsten zu hartem Schellack. Die Blätter, die sich nach dem unerbittlichen Himmel streckten, waren so geformt, dass sie jeden raren Tropfen auffangen und weiterleiten konnten, der zufällig auf sie herabfallen sollte." Wir sind in einer fiktiven nahen Zukunft. Wasser ist sehr knapp geworden. Der Zustand des Wassermangels, der jetzt schon in vielen armen Länder Realität ist, hat auch Teile von Nordamerika befallen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in lose Staatengebilde zerfallen, eine Zentralregierung gibt es noch, doch die kümmert sich nur um Extremfälle, jeder Bundesstaat ist für sich selbst verantwortlich. Wie es zu der Wasserknappheit kommen konnte, darüber lässt sich Bacigalupi nicht im Detail aus. Für ihn ist das Szenario eine logische Konsequenz des heutigen 'Nicht'-Handelns. "'Wir wussten, dass alles zum Teufel gehen würde, und doch haben wir einfach dagestanden und zugeschaut. Für so viel Dummheit müsste es einen Preis geben.''Vielleicht haben wir es gewusst, konnten es aber nicht glauben.' sagte Lucy. 'Glaube' Er schnaubte.'Ich könnte tausend Kreuze küssen. Scheiß auf den Glauben.' Und weiter verbittert: 'Der Glaube ist was für Gott. Für die Liebe. Für das Vertrauen. Ich glaube dass ich dir vertrauen kann. Ich glaube, dass du mich liebst.' Eine Augenbraue zuckte. 'Ich glaube, Gott schaut auf uns herunter und lacht sich kaputt.'" Natürlich gibt es auch Menschen, die die Situation ausnutzen auf Kosten anderer, die in bewachten Arkologien wohnen, wo es Wasser im Überfluss gibt. Die anderen, die dorthin keinen Zugang haben, träumen davon, in eine wasserreiche Gegend zu ziehen, doch die Grenzen sind umzäunt und bewacht. Wasser wird an Pumpen in Litern gekauft. Währung ist meist der chinesische Yen. Die Chinesen haben der amerikanischen Wirtschaft den Rang abgelaufen. Wir sind in Phoenix und die Stadt kämpft ums Überleben. "Es regnet nie in Phoenix, außer es regnet Leichen." Maria ist so eine Person, die auf der falschen Seite der Grenze steht, die ihren Körper verkauft nur auf den Verdacht hin, einen Ausweg aus ihrer Lage zu finden. Angel ist ein knallharter Söldner der für die 'Wasserbaronin' Catherine Case arbeitet. Lucy Monroe ist eine investigative Journalistin, die dahin geht, wo es weh tut. Alle drei werden vom Schicksal zusammengeführt, als Angel auf die Suche nach einem wirklich großen Ding geschickt wird. Ein historisches Dokument über Wasserrechte, das einen unschätzbaren Wert hat. In Paolo Bacigalupis Buch geht es hart zu, direkt, blutig, fast schon Schwarz-Weiß. Es gibt Leute, denen es sehr gut geht und welche, denen es schlecht geht und die alles tun, um zu ersteren zu gehören. Dabei ist für die Angel die Lage klar. "Du gibst Menschen eine Aufgabe, und die erledigen sie dann. Menschen eben. Er zuckte mit den Achseln. Es ist die Aufgabe, die die Menschen beherrscht, nicht umgekehrt. Stell sie an die Grenze, sag ihnen, dass sie Flüchtlinge aufhalten sollen, und schon hast du eine Grenztruppe. Stell sie auf die andere Seite - dann betteln sie um Gnade, lassen sich skalpieren und für dumm verkaufen wie die Merry Perrys. Keiner von beiden hat sich seine Aufgabe ausgesucht. Ist ihnen einfach zugefallen." Angel und Lucy treffen aufeinander und werden von allen Seiten aus gejagt, für Angel eine alltägliche Situation, Lucy bemerkt den Ernst der Lage erst, als die Situation eskaliert. "Sie hatte sich die ganze Zeit belogen. Sie hatte sich vorgemacht, ein Leben zwischen Flüchtlingen und Schwimmern, Dealern und Drogengangstern hätte keinerlei Einfluss auf sie selbst. Wenn sie sich weigerte, der Bestie in die Augen zu schauen, würde die Bestie sie auch nicht anschauen. Ein Trugschluss." Water ist ein knallhartes, trockenes Buch, das weniger ein Science Fiction, als ein Thriller ist. Die Zukunftselemente sind hier sehr spärlich eingesetzt, Bacigalupi hält sich nicht mit solchen Feinheiten auf. Düster und in groben Pinselstrichen wird das Szenario aufgebaut, ein paar starke, kantige Charaktere, viele Kraftausdrücke und vernichtende Sätze wie: "Jeder stirbt. Am Ende sind wir alle tot, egal was wir tun." Nichts Neues und auch keine großartige Literatur, aber es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen. Ein lesenswertes Buch, das mich am Ende doch noch überrascht hat und in einem Tarantino Ende blutig ausgeht. Kein Buch für schwache Nerven oder Liebhaber von blumigen Umschreibungen. Hier wird alles auf den Punkt gebracht.

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  • Hier versiegt nicht nur das Wasser

    Water - Der Kampf beginnt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. July 2016 um 16:19

    Wasser ist ein rares Gut. Und in der Zukunft bestimmen wenige darüber, welche Stadt noch mit Wasser versorgt wird. Der Rest schaut in die sprichwörtliche Röhre. Verteidigt wird das Recht auf Wasser von den sogenannten Waterknifes. Einer von ihnen ist Angel, ein Mann ohne Vergangenheit, dafür mit viel Erfahrung im Töten. Als eine neue Quelle entdeckt wird, soll er im Auftrag seiner Chefin diese einnehmen. Doch er hat die Rechnung ohne den Überlebenswillen der anderen gemacht.„Water – Der Kampf beginnt“ ist mein erster Thriller von Paolo Bacigalupi und konnte mich leider nicht überzeugen. Die Idee, dass es Krieg um Wasser geben wird, ist genial, die Umsetzung allerdings läuft am Leser direkt vorbei. Zu detailverliebt, zu technisch und zu wenig Hintergründe. Schade!Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler geschildert. Dabei wird der Leser direkt ins Geschehen geworfen und muss mit ansehen, wie eine Wasserstation geräumt wird, weil die Herrin von Las Vegas es so will. Warum, wieso und welche Hintergründe das Vorgehen hat, erfährt man nicht. Neben Angel und seinen Waterknifes lernt man auch die Journalistin Lucy kennen, die entgegen dem gesunden Menschenverstand, in einer immer mehr verödenden Landschaft wohnen bleibt und über Mord, Wetter und Wasserknappheit berichtet. Insgesamt wirken die Handlungsstränge zwar interesseerweckend, aber nicht fesselnd. Mir fehlten von Beginn an Hintergrundinformationen und auch der Zugang zu all den Intrigen und Machenschaften.So kam es auch, dass mich keine Figur in ihren Bann schlagen konnte. Zwar konnte ich mir Angel sehr gut vorstellen, denn die Beschreibungen sind detailreich, jedoch bleibt er für mich einfach ein Söldner ohne Charakter. Genau so verhält es sich mit Lucy. Obwohl ich Einblick in ihr Denken und auch ihre Familie bekam, war sie für mich nicht greifbar. Zu steril und trocken erläuterte der Autor seine Charaktere. So fand ich keinen Zugang zum Ensemble und dementsprechend waren mir ihre Schicksalsschläge komplett egal.Die Story selbst hätte großartig werden können. Jedoch war ich bis zur Mitte echt ratlos, was Paolo Bacigalupi von mir wollte. Ich las nur von Wasserrechten, Waffendetails und verschiedenen Senatoren. Doch wie es so weit kommen konnte, wer es wie zu verantworten hat und wie die Welt diese Veränderung verkraftet hat, darüber erfährt der Leser nichts. So wäre mir auch, hätte ich den Klappentext nicht gelesen, nicht klar gewesen, dass die Welt quasi verdurstet. Echt schade, denn die technische Seite der Trockenheit, die militärischen Eingriffe und auch die Wetterveränderung beschreibt der Autor gekonnt und sehr detailverliebt. Jedoch fehlte mir einfach das Herz und die Überzeugung.Der Stil von Paolo Bacigalupi ist, nach einer Eingewöhnung, gut zu lesen. Die Erzählweise ist kühl, distanziert, von Technik und Fakten geprägt. Für mich leider nicht das Richtige.Fazit: Der Kampf war für mich schnell zu Ende. Schade!

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  • [Abgebrochen] Absolut gar nicht meins

    Water - Der Kampf beginnt

    sarahsuperwoman

    07. July 2016 um 15:36

    Warum ich „Water – Der Kampf beginnt“ von Paolo Bacigalupi abgebrochen hat begann schon kurz nach Anfang meiner Lesezeit mit diesem Buch. Ich hatte vor einem halben Jahr ungefähr in den Verlagsvorschauen geschaut und mich hat „Water“ total angelächelt. Der Klappentext war toll und interessant. Die Idee klang einfach nach einer Geschichte, die mir so sehr zusagte, dass ich das Buch einfach lesen musste. Wasser wird immer weniger und das in einem rasanten und spannenden Ensemble? – Toll!„Water – Der Kampf beginnt“ gab mir nicht mal die Möglichkeit es irgendwie spannend oder toll zu finden, weil ich im Laufe der ersten Sätze und Seiten schon den Anfang des Satzes vergessen hatte, den ich gerade erst beendet hatte. Die Sätze sind mir einfach viel zu lang, gehen oftmals über drei bis fünf Zeilen oder sogar länger. Sie ziehen sich wie Kaugummi, beschreiben unwichtige Stellen seitenweise viel zu lang und haben mir das tolle Leseerlebnis zum Graus gemacht. Dabei hatte ich mich so auf das Buch und die Geschichte gefreut. Normalerweise bin ich jemand, der versucht sehr lang die Geschichte weiterzulesen, auch wenn das Lesen eher eine Qual ist als etwas Schönes zum Entspannen. Nach 50 Seiten habe ich dieses Buch abgebrochen, da ich mir diesen Schreibstil keine weitere 400 Seiten antun konnte.Nachdem ich das Buch dann abgebrochen hatte, habe ich meinen Freund gefragt, ob er das Buch lesen möchte. Manchmal zweifel ich wirklich an meinem Durchhaltevermögen, obwohl das ziemlich gut ist. Selbst mein Freund hat mir bestätigt, dass die Sätze einfach zu kaugummiartig sind. So geht Spannung und die eigentlich vorhandene Action verloren und kann so gar nicht wirken. Ich kam da leider überhaupt nicht rein, was ich total schade finde.„Water – Der Kampf beginnt“ von Paolo Bacigalupi sollte jeder selbst in die Hand genommen haben und sich eine Meinung bilden. Vielleicht sind mein Freund und ich einfach nicht für dieses Buch gemacht, vielleicht verändert sich der Schreibstil irgendwann im Laufe der Zeit. Vielleicht. Das hat mir aber leider nicht gereicht, dass meine Hoffnung irgendwann erhört wird, damit ich voll im Geschehen bin, weswegen ich es im Endeffekt nach 50 Seiten dann abgebrochen habe. Schade!

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  • Erschreckend realistisch

    Water - Der Kampf beginnt

    jaylinn

    01. July 2016 um 22:18

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Paolo Bacigalupi hat mit Water – Der Kampf beginnt einen 464 Seiten starken Thriller verfasst, der im März 2016 beim Blessing Verlag erschienen ist. Manche von euch kennen Bacigalupi eventuell bereits durch seine anderen Science-Fiction und Jugendromane, für die er bereits einige Preise bekommen hat. Mir war er bisher nicht bekannt. Wer von euch hat schon etwas von ihm gelesen? Inhalt: „Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert. Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden in einen Strudel aus Verrat und Gewalt hineingezogen, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Mir ist dieser Thriller eigentlich nur durch Zufall über den Weg gelaufen. Aber ich muss sagen, das war ein guter Zufall! Paolo Bacigalupi ist ein Autor, der sich darauf versteht, seine Leser zu fesseln. Ich konnte diesen Thriller kaum aus der Hand legen. Obwohl er mir stellenweise zu brutal war. Obwohl er eine grausame (,aber mögliche) Version der Realität erschafft. Obwohl ich bereits andere Thriller und Dystopien, die sich ebenfalls mit dem Thema Wasserknappheit auseinander setzen, gelesen habe. Bacigalupi hat es kurz gesagt einfach drauf. Water – Der Kampf beginnt  – ein sehr drastischer Titel. Vielleicht sogar ein wenig reißerisch. Aber er passt. Bacigalupi beschreibt in Water ein erschreckend realistisches Szenario. So oder so ähnlich könnte der Kampf um die knapper werdende Ressource Wasser in der Zukunft aussehen. Vor allem in Ländern und Staaten, in denen hohe Temperaturen herrschen. Bacigalupi kreiert Protagonisten, sie sich im Laufe der Handlung entwickeln. Sie wirken authentisch und im Prinzip sind die vielen gewaltvollen, ja sogar brutalen Szenen, die sie durchleben, gerechtfertigt. Sie werden nicht zweckentfremdet beschrieben und bringen die Handlung voran. Aber mir war es irgendwann ein bisschen zu viel Gewalt. Das ist mein einziger Kritikpunkt an Water. Auch wenn sich solche Szenen mit Sicherheit abspielen würden, muss ich persönlich nicht die genauen und expliziten Details eines Mordes, bei dem jemand brutal gefoltert worden ist, lesen und durch Bacigalupis bildhaften Schreibstil beinahe miterleben. Fazit: Paolo Bacigalupi führt seinen Lesern vor Augen, wie eine Variante unserer Zukunft im Kampf um knapper werdende Ressourcen aussehen könnte. Auf einige sehr brutale Passagen hätte ich verzichten können, ansonsten ist Water – Der Kampf beginnt ein sehr lohnenswerter Thriller.

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  • Spannungsgeladener, realistischer und nervenaufreibender Roman

    Water - Der Kampf beginnt

    Line1984

    22. May 2016 um 06:12

    Auf dieses Buch wurde ich nur durch Zufall aufmerksam, was mir natürlich sofort ins Auge sprang war das Cover, doch der Klappentext schaffte es mich völlig zu überzeugen.Was tun wir wenn das Wasser wirklich knapp wird? Wenn die Erderwärmung immer weiter zu nimmt und somit alle Vorräte an Wasser langsam zu neige gehen.Dieses sehr realistische Szenario erwartet den Leser in "Water". Der Autor hat hier ein Thema aufgegriffen welches wirklich vorstellbar ist. Das die Erderwärmung stätig zunimmt ist uns bekannt, doch welche möglichen folgen könnte dies wirklich haben. Was wenn Wasser plötzlich zum Luxus wird und alles andere nebensächlich ist.Im Südwesten Amerikas hat der zunehmende Wassermangel einen brutalen Krieg ums blanke Überleben entfacht.Über die letzten Vorhandene Wasservorkommen herrscht Catherine Case, wer es wagt sich illegal an den Wasservorräten zu bedienen wird verbannt.Sie immer mehr Gerüchte um ein historisches Dokument die runde machen, schickt sie die Sondereinheit "Waterknife" los um ihr dieses Dokument zu beschaffen, koste es was es wolle.Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und locker.Schon nach kurzer Zeit entwickelte dieses Buch eine Sogwirkung die mich einfach packte.Gerade die Thematik des Buches hat es in sich, gerade auch weil das ganze so realistisch wirkt.Die Charaktere sind authentisch beschrieben und könnten unterschiedlicher nicht sein.Die Handlung bietet eine rasante und spannungsgeladene Jagd um ein historisches Dokument, gleichzeitig heißt es die letzten Wasservorkommen zu schützen.Meine Erwartungen an dieses Buch waren enorm doch nun nach dem lesen kann ich sagen, meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.Ich für meinen Teil bin restlos begeistert und kann euch dieses Buch nur ans Herz legen.Klare und uneingeschränkte Empfehlung.Fazit:Mit "Water - Der Kampf beginnt" ist dem Autor ein spannungsgeladener, realistischer und nervenaufreibender Roman gelungen der mich vor allen durch seine erfrischenden Ideen und der doch aktuellen und vorstellbaren Thematik überzeugte.Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

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  • Düster und Staubtrocken

    Water - Der Kampf beginnt

    bieberbruda

    11. May 2016 um 12:21

    Wie gehen wir damit um, wenn angesichts der globalen Erderwärmung und dauerhaften Dürre das Wasser zu neige geht? "Water - Der Kampf beginnt" prophezeit ein düsteres und knallhartes Endzeitszenario.Inhalt:Der Mangel an Wasser hat im Südwesten Amerikas einen Krieg ums Überleben entfacht. In dieser Welt führt Catherine Case ein knallhartes Regime: Als Herrin über das Wasser kontrolliert sie aus Las Vegas die letzten vorhandenen Wasservorkommen. Wer nicht mitspielt oder sich illegal am Wasser vergreift, wird ganz vom kostbaren Lebenselexir abgeschnitten. Als sich das Gerücht verbreitet, dass ein historisches Dokument mit Wasserrechten des Colorado Rivers in der Nähe von Phoenix aufgetaucht ist, entsendet Sie Angel Velasquez. Als Mitglied der Sondereinheit "Waterknife" soll er ihr das Dokument beschaffen - mit allen erforderlichen Mitteln!Meine Meinung:Das Szenario des Buches finde ich extrem spannend, denn die Wasserknappheit wird ja bereits seit vielen Jahren prophezeit und wurde in einigen Büchern thematisiert (beispielsweise im Psychodrama "Die Quelle"). Hier geht es aber gehörig zur Sache: Der Mangel an Wasser treibt die Menschen zu brutalen Verzweiflungstaten. Während die reiche Bevölkerung es sich in den geschützten "Arkaden" gemütlich macht, leidet ein Großteil der Bevölkerung an den Sandstürmen und stetig ansteigenden Wasserpreisen (rund 7 Euro/Liter).Es ist geradezu beängstigend, wie die Machthaber mit der Bevölkerung in dieser Krise umgeht.Die Geschichte dreht sich vor allem um drei grundverschiedene Charaktere: Der Mann fürs Grobe (Angel) trifft auf seiner Suche nach dem historischen Dokument auf die taffe Journalistin Lucy Monroe und das Flüchtlingsmädchen Maria. Dieses Team war sehr interessant, weil sie so grundverschieden waren und ihre eigenen Gründe für den gemeinsam Kampf hatten.Ein spannendes Buch, bei dem ich einen Stern abziehe, weil ich bei der ganzen Action etwas mehr Tiefgang vermisst habe.Fazit:Düster und Staubtrocken: Water hebt sich durch sein realitätsnahes Zukunftsszenario von der Masse an (Jugend-)Dystopien ab. Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Bis auf den letzten Tropfen

    Water - Der Kampf beginnt

    BettinaR87

    18. April 2016 um 14:14

    Wasser ist Gold. Wasser ist Leben. Ihr habt gerade keines? Pech gehabt. Es kümmert niemanden. Denn in den Wüstenstaaten der ehemaligen USA gibt es nur das Gesetz der Härteren: Geld kauft Wasser, Waffen beseitigen Konkurrenten. So simpel, so knallhart ist das Leben. Das gilt auch für die Journalistin Lucy Monroe, die nach Phoenix gezogen ist, um den Untergang der Stadt zu dokumentieren. Als Zugezogene glaubt sie, nur eine Beobachterin zu sein, die vollkommen neutral durch das Kriegsgebiet streicht. Ein Irrglaube, wie sie feststellen muss, als sie in die ausgestochenen Augen ihres besten Freundes schaut. Der liegt auf der Straße - ohne Hände, ohne Füße, Misshandlungen überziehen seinen Körper. Wer hat ihn aus welchem Grund so zugerichtet? Das möchte nicht nur sie, sondern auch Angel wissen. Der Typ arbeitet für Catherine Chase, die quasi Las Vegas regiert - und Phoenix gerne final in den Abgrund stoßen möchte, um das Wasser der Stadt für Las Vegas zu beanspruchen. Dann wäre da noch Maria, die versucht, durch einen kleinen Wasserhandel über die Runden zu kommen. Nur leider macht da die lokale Mafia nicht mit, die sie mit ihren Schutzgeldforderungen so weit bringt, dass sie auf den Strich geht - und dort den Typ trifft, der in das Geschehen rund um Lucy und Angel verwickelt ist ...Die KritikIm Prinzip ist die Geschichte ein Thriller, der eine gelungene Mischung aus den alten Sherlock-Filmen und moderner Action ist. Einerseits gibt es viel politisches Geschacher: Wer mit wem, auf welche Seiten man so wechseln könnte und wie die Loyalitäten liegen - und wer sich hier vielleicht sogar verlieben könnte, allen Unkenrufen zum Trotz. Andererseits ist da die absolute Brutalität, wenn ein Menschenleben nichts mehr gilt, Wasser als Lebensquell alle anderen Wertgegenstände ersetzt und eine Bombe mehr Probleme löst als verursacht. Krasse Sache! Und extrem gut beschrieben. Der Leser will da tatsächlich nicht mehr aussteigen und wird so richtig in die Geschichte gesogen. Nur das Szenario ist teilweise etwas zu unrealistisch. Wenn Wasser so knapp ist - würde man eine Stadt wie Las Vegas nicht einfach evakuieren, beziehungsweisedie die Leute zwangsumsiedeln? Der Aufwand, diese Stadt weiter am Leben zu halten, muss doch unfassbar riesig sein. Irritierenderweise funktioniert auch die Gesellschaft noch nach den gleichen Regeln wie zuvor - sie basiert immerhin auf einem funktionierenden Rechtssystem. Statt sich wie im Wilden Westen einfach pur zu bekriegen, werden mindestens genauso viele Gefechte vor Gericht ausgeführt. Dorthin gelangt man als Leser nicht, denn als solcher folgt man Angel, Lucy und Maria - zum Glück ;) Denn deren Lebenswege sind spannender. Natürlich, weil sie in einer Art Parallelgesellschaft leben. Also ganz am Boden. Was übrigens richtig gut war, ist, dass der Autor das Szenario global entwirft. Das merkt man daran, dass man zwischendrin erfährt, dass andere Städte, die zu nah am Wasser gebaut wären (pun intended), nun darin versunken sind. Der Klappentext stimmt leider nicht so richtig. Es geht nicht darum, dass eine neue Wasserquelle gefunden worden sein könnte - darauf wartet man vergebens. Es geht um etwas anderes, das zwecks Spoiler hier nicht verraten werden kann.Ich empfehle übrigens, dass man beim Lesen immer eine Flasche Wasser neben sich stehen hat. Über das gesamte Buch entwickelt der Leser einen unfassbare Durst! Und hinterher werdet ihr Wasser nie wieder mit den selben Augen betrachten ...Fazit: Sehr gut gelungen, bis auf das Manko beim Gesamtszenario. Das lässt sich bei einigen Schlucken Wasser aber ganz gut verschmerzen ;) Spannung ist hier definitiv garantiert, genauso wie Gänsehaut.

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  • Knallhart, brandaktuell und rundum überzeugend

    Water - Der Kampf beginnt

    michael_lehmann-pape

    11. April 2016 um 16:40

    Knallhart, brandaktuell und rundum überzeugendGold, Silber, Öl, Kohle, Diamanten, Ackerflächen neuerdings, immer und immer wieder stehen eher glitzernde, fassbare Dinge als „wertvoll“ vor den Augen gerade der Menschen der westlich geprägten Zivilisationen.Dass neben der Luft, die jeder für selbstverständlich hält, es letztendlich das Wasser, und zwar das Süßwasser ist, welches das wertvollste Gut der Erde darstellt, ist dem Bewusstsein viel zu gefährlich oft nicht bewusst. Wird als „normal“, als Selbstverständlichkeit genommen.„Ihr mit Euren schönen Hardcoverausgaben, ihr tut alle so, als wärt ihr besonders schlau….Ihr tut alle so, als hättet ihr diesen ganzen Wahnsinn kommen sehen. Dieser Reisner….der hat hingeschaut. Ihm ist was aufgefallen. Aber die Leute heute…..? Die haben einfach nur danebengestanden und alles gesehen lassen“.Damals hat dem Journalisten Reisner keiner wirklich zugehört, trotz Lob von der Kritik.„Cadillac Desert“ heißt Reisners Dokumentation aus der zweiten Hälfte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.Reisners Blick auf die „Wasserkriege“ im „Wilden Westen“ (Arizona, Nevada und Kalifornien), seine faktisch felsenfest untermauerte Untersuchung über das Scheitern am Wassermangel, das nicht nur droht, sondern für Reisner nur eine Frage der Jahrzehnte war, ist in der Gegenwart bereits hoch problematisch, wie die Dürren in den dortigen Landstrichen zeigen und droht in der Zukunft durchaus realistisch diese ganzen Städte in einen immensen Verdrängungswettbewerb um das dann staubige und aufgeheizte Wüstenland zu stürzen.Ein Szenario, das in der Gegenwart dieses glänzend verfassten Thrillers bereits Vergangenheit ist. Staub, sengende Sonne, Notlager, Wasserpumpen wie heutzutage Tankstellen für Autos, Grenzzäune, Stacheldraht, Millionen fliehende Texaner, geschlossene Grenzen in den Norden hinein, wo Wasser ist und in alle anderen Richtungen ebenfalls hinein, wo um den letzten Tropfen noch gerungen wird. Konzerne, die um Wasserrechte ringen mit Mitteln, bei denen die heutige Mafia wie ein Kindergarten wirkt. „Waterknives“ (die Männer fürs „Grobe“), die keine Hemmungen haben, Leichen ihren Weg pflastern zu lassen, wenn ihre Bosse in den großen Konzernen sie „an die Front“ schicken.Refugien für Reiche, für „Fünfer“, die als Oasen in Las Vegas, Phoenix, Los Angeles entstehen, Chinesen, die ihre Baufertigkeit gegen gutes Geld zur Verfügung stellen und eine ominöse Urkunde, die dieses ganze System ins Wanken bringen könnte. Angesichts der „sterbenden Stadt „Phönix, die Bacigalupi als Blaupause für sein apokalyptisches und doch ungeheuer realistisches Szenario als Haupt-Schauplatz seines Thrillers setzt.Lucy, die Pulitzerpreisträgerin und Journalistin, die in Phoenix mit Schutzmaske, eigenem Blog und einem guten Gespür den Untergang dokumentiert. Angel, der harte, vernarbte Mann, der von seiner Chefin nach Phoenix entsandt wird, um Rechte zu finden und zu sichern, gegen jedweden Widerstand und der, weil er doch noch ein Herz zu haben scheint, zwischen alle Fronten gerät. Und Maria, die sich kaum mehr entscheiden kann, welche Hyänen ihr mehr Schmerz zufügen können (und werden), die echten in der Laufbahn des Doppelzaunes oder die menschlichen auf der Veranda der Häuser innerhalb des Zaunes.Mit großer Bildkraft, einer detailliert gestalteten Welt, die den Leser hautnah fühlen lässt, wie es in einer Welt der knappen Wasserressourcen zugehen würde, mit differenzierten Charakteren, die Bacigulapi ohne mit der Wimper zu zucken massiv auch einstecken lässt, entfaltet sich ein überaus temporeicher und spannender Ablauf der Ereignisse in einer scharf gezeichneten Welt im Verfall, in der alle Unterschiede zwischen den Betroffenen eben nicht glatt gebügelt werden durch die Katastrophe, sondern sich tiefer und tiefer und unüberwindbarer einkerben.Eine hervorragende Lektüre.

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