Paolo Cognetti

 4,1 Sterne bei 329 Bewertungen
Autor von Acht Berge, Das Glück des Wolfes und weiteren Büchern.
Autorenbild von Paolo Cognetti (©Mattia Balsamini)

Lebenslauf

Ausgezeichnetes Ausnahmetalent aus Italien: Paolo Cognetti ist 1978 in Mailand geboren und machte eine Filmausbildung an der Civica Scuola di Cinema di Milano. Zuvor begann er ein Mathematikstudium, das er jedoch abbrach. Heute ist er als Dokumentarfilmdreher und Schriftsteller tätig, veröffentlichte bisher mehrere Filme, Erzählungen und Romane. Für seine Werke wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, beispielsweise gewann er für „Le otto montagne“ den italienischen Premio Strega und den französischen Prix Médicis étranger. Die deutsche Übersetzung von „Le otto montagne“ erschien 2017 unter dem Titel „Acht Berge“ und wurde auch hierzulande ein großer Erfolg. 2018 erschien „Sofia trägt immer Schwarz“, die Übersetzung von Cognettis Roman „Sofia si veste sempre di nero“, der 2013 ebenfalls auf der Shortlist für den Premio Strega stand. Mittlerweile zählt Cognetti als international erfolgreicher Bestseller-Autor.

Neue Bücher

Cover des Buches Unten im Tal (ISBN: 9783328603641)

Unten im Tal

Erscheint am 10.09.2024 als Gebundenes Buch bei Penguin.

Alle Bücher von Paolo Cognetti

Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)

Acht Berge

 (198)
Erschienen am 13.12.2020
Cover des Buches Das Glück des Wolfes (ISBN: 9783328109358)

Das Glück des Wolfes

 (56)
Erschienen am 12.12.2023
Cover des Buches Sofia trägt immer Schwarz (ISBN: 9783328105091)

Sofia trägt immer Schwarz

 (41)
Erschienen am 10.11.2019
Cover des Buches Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen (ISBN: 9783328107811)

Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen

 (16)
Erschienen am 08.11.2021
Cover des Buches Mein Jahr in den Bergen (ISBN: 9783328104209)

Mein Jahr in den Bergen

 (11)
Erschienen am 07.03.2019
Cover des Buches Fontane Numero 1 (ISBN: 9783858697400)

Fontane Numero 1

 (3)
Erschienen am 15.03.2017
Cover des Buches Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen (ISBN: B07Q5ZQ3W7)

Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen

 (0)
Erschienen am 11.11.2019
Cover des Buches Unten im Tal (ISBN: 9783328603641)

Unten im Tal

 (0)
Erscheint am 10.09.2024

Videos

Neue Rezensionen zu Paolo Cognetti

Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
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Rezension zu "Acht Berge" von Paolo Cognetti

Der Gletscher ist der Schnee vergangener Winter
Hopeandlivevor 6 Tagen

Wir befinden uns in den Bergen und erleben wir eine Lebensreise, die ihren Ursprung in den Bergen hat, dort wo sich die Eltern von Pietro kennenlernten um nach einem Schicksalsschlag zu heiraten und zukünftig in Mailand zu leben. Doch die Sehnsucht der Eltern nach den heimatlichen Bergen bleibt und wird von jedem anders ausgelebt. Die Mutter ist zufrieden im Bergdorf und in den Wiesen und Wäldern und den Vater zieht es auf den Gipfel, seinen Sohn Pietro nimmt er mit. Diese Schilderungen haben mich doch sehr an die Bergwanderungen in meiner Kindheit erinnert. Pietro folgt dem Vater, der oftmals wie getrieben die verschiedenen Berge mit ganz speziellem Ehrgeiz erwandert und das auch von seinem Sohn erwartet, oftmals nonverbal. Pietro lernt in diesen Familienurlauben im Sommer Bruno kennen, der ein ganz anderes Leben wie er führt. Die beiden Jungen freunden sich an und erkunden die Berge auf ihre Art. Es entwickelt sich eine lebenslange Freundschaft und aus den unterschiedlichen Jungen werden Männer, die beide eine ganz besondere Liebe zu den Bergen haben und die sich immer wieder finden.

In einer ganz eigentümlich eindringlichen und stillen Art wird der Leser mit in die Berge genommen, erlebt die Natur, die Jahreszeiten in den Bergen sowie die Jahreszeiten des Lebens mit. Es wird von Freundschaft berichtet, von einem der daheim in den Bergen bleibt und einem, der hinaus geht und andere Berge der Welt erkundet und doch wieder in die Heimat zurückkommt. Eine Freundschaft unter Männern, oft ohne wirkliche Kommunikation. Generationenkonflikte unter Vater und Sohn, die keine Lösung finden und keine Versöhnung zu Lebenszeiten. Beziehungen mit Frauen, die einfach Nebensache sind und nicht wirklich Bedeutung haben. Es ist eine stille und doch spannende Geschichte, der Leser erlebt die Protagonisten in dem Lauf ihres Lebens, doch das wirklich spannende sind die Berge und das Geheimnis, das in ihnen verborgen ist. 

Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
dunis-lesefutters avatar

Rezension zu "Acht Berge" von Paolo Cognetti

Reich an Naturbeschreibungen
dunis-lesefuttervor 9 Monaten

Und noch immer hab ich nicht die Nase voll von Romanen die in den Bergen spielen. Also griff ich zu diesem Buch, das schon vor einigen Jahren erschien.


Pietro lebt mit seinen Eltern in Mailand. Die Familie zieht es immer wieder in den Urlaub in die Berge und besonders der Vater wandert in die Höhlen, während die Mutter lieber im Tal bleibt. Also kehren Sie Jahr für Jahr zurück nach Grana in den Urlaub. Dabei meidet der Vater die Zeit, des Schnees und das hat Gründe wir später erfahren. Seinen Sohn nimmt er mit auf seine Streifzüge auf die Gipfel. Und dieser weiß es (noch) nicht zu schätzen. Auch körperlich tut sich Pietro schwer.


Trotzdem genießt er eine unbeschwerte Zeit mit Bruno, einem Jungen, der außer dem Dorf nicht viel gesehen hat. Dessen Mutter schweigt sein Vater glänzt durch Abwesenheit. Taucht er mal auf ist er betrunken und gewalttätig.


Die so unterschiedlichen Jungen wachsen heran und driften auseinander, doch wie Magnete, ziehen Sie sich wieder gegenseitig an. Es entsteht eine tiefe, verbundene Freundschaft, in der es manchmal Jahre der Abwesenheit gibt. Immer wieder finden Pietro und Bruno zueinander.


Während es Pietro in die Ferne zu noch höheren Gipfeln zieht, bleibt Bruno auf seinem Berg und hier wird auch der Vergleich zu den „Acht Bergen“ deutlich, einem Sinnbild aus dem Buddhismus.

Pietro stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen Leben und auch Bruno ist auf der Suche nach einem Sinn. 


Viele Themen hat Cognetti in dieses Buch gepackt und geschickt miteinander verbunden. Neben der Selbstverständlichkeit einer tiefen Freundschaft geht es hier um Vater-Sohn und Generationen-Konflikte und der Suche nach dem richtigen Leben.  Die Inhalte werden symbiotisch und metaphorisch mit den Bergen verknüpft. Naturbeschreibungen sind gewaltig und so intensiv, dass ich mich zeitweise neben den Protagonisten fühlte. Die Frauen in diesem Buch spielen eine eher untergeordnete Rolle. Sie sind anwesend, wirken aber meist im Hintergrund. Die Sprache ist poetisch, die Dialoge sind konträr zu den Naturbeschreibungen knapp und mager. Die Melodie der Sprache wirkt manchmal wie meditatives Gehen, Schritt für Schritt durch die Berge. Im Einklang mit dem Atem! Man liest hier sehr viel zwischen den Zeilen doch das fällt nicht schwer. Es gibt unglaublich viele Bilder, die es einem leicht machen. Ganz besonders gefallen hat mir die Beschreibung der unterschiedlichen Jahreszeiten in unterschiedlichen Lebensphasen der beiden Hauptpersonen. Und das Ende hat mich sehr berührt, obwohl ich es mir fast schon so gedacht habe.


Letztes Jahr erschien der Film zum Buch. Ich bin gespannt, ob die Bilder auf der Leinwand genauso imposant sind wie die in meinem Kopf.

Ein grandioses Buch das für mich Klassiker Potenzial hat und ein Tipp, für alle die den Rhythmus der Berge lieben. 

Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
anlanas avatar

Rezension zu "Acht Berge" von Paolo Cognetti

Natur, Berge, Italien
anlanavor einem Jahr

Aufgrund meiner persönlichen Verbundenheit zu den norditalienischen Alpen, bin ich um dieses Buch schon seit längerer Zeit ‚herumgeschlichen‘. Und als es nun verfilmt wurde und ich den Film unheimlich gern noch sehen möchte, war klar, dass ich nun zuerst noch das Buch lesen muss.


Und… was soll ich sagen… meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! „Acht Berge“ ist eine Geschichte der eher leiseren Art, die mich aber dennoch bewegt hat. Es geht um Freundschaft, die Liebe zur Natur und den Bergen und letztlich auch um Lebenssinn und -ziele. 


Pietro und Bruno erkunden als Kinder gemeinsam die Berge rund um das kleine Dorf Grana im Aostatal. Langsam entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Jungen, die nicht vieler Worte, sondern vieler gemeinsamer Naturerlebnisse bedarf. Im Laufe der Jahre trennen sich ihre Wege, kreuzen sich aber auch immer wieder. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe bleibt stets ein Band zwischen den beiden Männern bestehen. Beide suchen ihr Lebensglück auf sehr unterschiedliche Art und Weise, doch sie eint die Liebe zu den Bergen. Letztlich müssen aber beide erkennen, dass sich weder die Natur noch das Schicksal bezwingen lässt…


Paolo Cognetti beschreibt die Natur und Berglandschaft Norditaliens in beeindruckend poetischer Weise, in der seine eigene Liebe zu dieser Region zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus lebt das Buch von der Beschreibung von Gegensätzen - Stadt und Berge, Heimat und Ferne, Sanftheit und Härte der Natur, Reden und Schweigen…


Ein Buch, das alle, die eine Begeisterung für Natur, Berge und/oder Italien haben, lieben werden.

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Zusätzliche Informationen

Paolo Cognetti wurde am 27. Januar 1978 in Mailand (Italien) geboren.

Community-Statistik

in 464 Bibliotheken

auf 77 Merkzettel

von 9 Leser*innen aktuell gelesen

von 3 Leser*innen gefolgt

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