Paolo Cognetti

 4.2 Sterne bei 137 Bewertungen
Autor von Acht Berge, Sofia trägt immer Schwarz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Paolo Cognetti

Ausgezeichnetes Ausnahmetalent aus Italien: Paolo Cognetti ist 1978 in Mailand geboren und machte eine Filmausbildung an der Civica Scuola di Cinema di Milano. Zuvor begann er ein Mathematikstudium, das er jedoch abbrach. Heute ist er als Dokumentarfilmdreher und Schriftsteller tätig, veröffentlichte bisher mehrere Filme, Erzählungen und Romane. Für seine Werke wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, beispielsweise gewann er für „Le otto montagne“ den italienischen Premio Strega und den französischen Prix Médicis étranger. Die deutsche Übersetzung von „Le otto montagne“ erschien 2017 unter dem Titel „Acht Berge“ und wurde auch hierzulande ein großer Erfolg. 2018 erschien „Sofia trägt immer Schwarz“, die Übersetzung von Cognettis Roman „Sofia si veste sempre di nero“, der 2013 ebenfalls auf der Shortlist für den Premio Strega stand. Mittlerweile zählt Cognetti als international erfolgreicher Bestseller-Autor.

Alle Bücher von Paolo Cognetti

Cover des Buches Acht Berge (ISBN:9783328103448)

Acht Berge

 (107)
Erschienen am 12.11.2018
Cover des Buches Sofia trägt immer Schwarz (ISBN:9783328600275)

Sofia trägt immer Schwarz

 (24)
Erschienen am 24.09.2018
Cover des Buches Mein Jahr in den Bergen (ISBN:9783328104209)

Mein Jahr in den Bergen

 (4)
Erschienen am 08.03.2019
Cover des Buches Fontane Numero 1 (ISBN:9783858697400)

Fontane Numero 1

 (2)
Erschienen am 15.03.2017
Cover des Buches Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen (ISBN:9783328601081)

Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen

 (0)
Erscheint am 11.11.2019
Cover des Buches Sofia si veste sempre di nero (ISBN:9788875218263)

Sofia si veste sempre di nero

 (0)
Erschienen am 11.05.2017

Neue Rezensionen zu Paolo Cognetti

Neu

Rezension zu "Sofia trägt immer Schwarz" von Paolo Cognetti

Zu unruhig und bruchstückhaft
Dajobamavor 14 Tagen

Sofia trägt immer schwarz – Paolo Cognetti

 

Hat mich sein Roman "Acht Berge" letztes Jahr einfach nur begeistert, so fand ich Cognettis Debütroman „Sofia trägt immer schwarz“ weitaus schwieriger. 

 

Wie der Titel schon verrät, geht es in diesem Roman um das Mädchen bzw. die junge Frau Sofia. Man erfährt, dass sie tatsächlich aus einem nicht optimalen Elternhaus kommt. Ob aus diesem Grund, oder aus einem anderen, auf jeden Fall hat sie einen wirklich schwierigen Charakter. Ein Psychologe hätte wohl seine wahre Freude an ihr. Sie ist rastlos und fühlt sich nirgendwo zu Hause. Soweit also ein Thema, das wir von dem Autor bereits kennen. Der Wunsch nach Freiheit einerseits, irgendwo anzukommen andererseits. Und übergeordnet die Suche nach dem ganz individuellen Glück. 

 

Dieser Autor kann schreiben, ohne Frage. Trotzdem konnte mich Sofia nicht wirklich erreichen. Obwohl handlungstechnisch gar nicht so viel passiert, ist es ein wahnsinnig unruhiger und bruchstückhafter Roman. Cognetti fährt gefühlt alles an möglichen stilistischen Mitteln auf, was man sich vorstellen kann. Mit jedem Kapitel wechselt er scheinbar willkürlich zwischen den Zeiten und Perspektiven. Als irgendwann ein Erzähler, wer auch immer, Sofia in der Du-Form anspricht, fühlte ich mich komplett abgehängt. Zusätzlich werden ständig neue Personen eingeführt, die ebenso schnell wieder verschwinden und für die Handlung nur begrenzte Bedeutung haben. Keine Chance,  sich auch nur ein bisschen auf Sofia einzulassen. So gesehen ein krasser Gegensatz zu den Acht Bergen, bei denen mich gerade die ruhige und stille Atmosphäre so sehr beeindruckt hatte.  Am Ende bleibt der Leser zurück mit der Frage, was denn nun eigentlich die Aussage, oder auch nur die Handlung dieses Buches war. 

 

Trotz aller Kritik habe ich diesen Roman gerne gelesen. Er beinhaltet viele tolle Stellen und stille Wahrheiten. Nur das Gesamtpaket hat hier für mich nicht ganz gepasst.

 

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Rezension zu "Sofia trägt immer Schwarz" von Paolo Cognetti

Sofia auf der Flucht
Petrisvor 17 Tagen

Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, hat vor seiner Karriere als Schriftsteller Mathematik studiert und die Filmhochschule abgeschlossen und anschließend auch Dokumentarfilme produziert. Mit seinem Roman "Acht Berge“ räumte er Preise ein und konnte viele Leser*innen begeistern. Ich habe dieses Buch auch gelesen, doch mich hat es nicht überzeugt. Dennoch fand ich, dass man diesem Autor noch eine Chance geben sollte.

"Sofia trägt immer schwarz" ist ein völlig anderes Buch geworden als sein Vorgänger, das mich aber viel mehr berührt und angesprochen hat. Im Mittelpunkt steht Sofia, Tochter einer manisch-depressiven Mutter und eines etwas hilflosen Vaters, schon die Geburt war kompliziert, sie lag lange Zeit im Brutkasten und es war nicht klar, ob sie überleben würde. Der Alltag mit der einsamen, unzufriedenen Mutter, den Eltern, die nur stritten, war für das Mädchen nicht einfach. Nur kurze Zeit, als der Sohn eines Arbeitskollegen des Vater bei Ihnen unterkam, da seine Mutter schwer krank war, schien die Familie glücklich und Sofia fühlte sich verstanden.
Als Jugendliche mit Essstörung und nach einem Selbstmordversuch landete sie in der Psychiatrie, danach konnte sie bei ihrer Tante unterkommen und stürzte sich in die Schauspielerei, die sie bis New York führte.

Man kann viel hinein interpretieren in die Person Sofia, auch in die Menschen, die ihr engstes Umfeld ausmachen, dabei lässt einem der Autor völlige Freiheit, er verteilt keine Schuldzuweisungen und Bewertungen, er lässt seinen Charakteren ihren Raum, ihre Persönlichkeit. Das macht sie nicht immer sympathisch, aber interessant und lebendig.

Großartig fand ich, wie der Roman erzählt wird. Er ist aufgebaut wie eine Sammlung von Kurzgeschichten, es geht zwar immer um Sofia, es wird ihre Geschichte auch halbwegs chronologisch erzählt, doch die Kapitel werden mit unterschiedlichen Erzählstimmen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Das geht vom allwissenden Erzähler aus der Zuschauerperspektive bis hin zur Erzählstimme des Vaters, der in Ich-Form erzählt. Das klingt jetzt vielleicht gekünstelt, für mich hat sich das aber harmonisch zu einem großen Ganzen gefügt.

Ein spannender Roman, der sich flüssig und schnell liest, ohne trivial zu sein. Man darf nur nicht erwarten ein zweites „Acht Berge“ vor sich zu haben. Doch genau das macht doch einen guten Autor aus, dass jeder neue Roman eine Überraschung und ganz anders ist!

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Rezension zu "Mein Jahr in den Bergen" von Paolo Cognetti

Mein Jahr in den Bergen
ThePassionOfBooksvor 2 Monaten

Getrieben von innerer Unruhe beschließt Paolo Cognetti sich eine Auszeit in den Bergen zu gönnen. Er findet schließlich den perfekten Ort dafür, in der Nähe des Ortes, in dem er als Kind seine Sommer verbracht hat. 

Gemeinsam begleiten wir den Autor auf seinem Weg zu der Hütte und erleben gemeinsam mit ihm seine Zeit auf dem Berg. In den ersten Tagen ist alles noch neu auf aufregend, doch nach und nach lebt sich Paolo immer besser ein und entdeckt dort hoch oben eine ganz neue Welt für sich. 

Für mich war es unglaublich aufregend und entspannend zugleich den Autor zu begleiten und gemeinsam mit ihm die Natur zu bestaunen. Später begegnet ihm dort oben unverhofft eine Gestalt, die noch einmal einiges verändert. Ich habe jede einzelne Seite genossen und hätte nun selbst auch große Lust ein solches Abenteuer einzugehen. 

In "Mein Jahr in den Bergen" begleitet man als Leser Paolo Cognetti bei seiner Auszeit in den Bergen fernab des hektischen Alltags, den jeder von uns nur zu gut kennt. Dieses Buch zu Lesen war für mich selbst eine kleine Auszeit, wie ein Mini-Urlaub, in dem ich mich in eine ruhige Naturidylle begeben und alles um mich herum für einen Moment vergessen konnte. Ein großartiges Buch!!

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Gespräche aus der Community

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Wie wollen wir leben? Stadt oder Land? Soll man gehen oder bleiben? Sich einmischen oder raushalten? 







Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. 


Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über über das Leben, die Liebe und den Tod.



Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Acht Berge ist ein Bestseller in Italien; das Buch erhielt den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, und erscheint in über dreißig Ländern.


Wir suchen 15 Leser, die eine Schwäche für Romane haben, in denen es um Freundschaft, Natur und die Frage nach dem Sinn des Lebens geht.  Fühlt ihr euch angesprochen? Dann freuen wir uns auf eure Bewerbung.


Bewerbungsaufgabe: Gibt es einen Roman über eine (lebenslange?) Freundschaft, der euch besonders gefallen hat?
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Paolo Cognetti wurde am 27. Januar 1978 in Mailand (Italien) geboren.

Community-Statistik

in 232 Bibliotheken

auf 51 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

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