Paolo Genovese

 2.8 Sterne bei 10 Bewertungen

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Paolo GenoveseFreud ist an allem schuld
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Freud ist an allem schuld
Freud ist an allem schuld
 (10)
Erschienen am 13.03.2017

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Rezension zu "Freud ist an allem schuld" von Paolo Genovese

Nicht gerade prickelnd...
Buchgeschnipselvor einem Jahr

Die Geschichten in „Freud ist an allem Schuld“ kreisen um Francesco, allein erziehender Vater, Paartherapeut – und seine drei Töchtern.

Marta – die älteste der drei Geschwister, sie hatte bisher kein Glück in der Liebe und verguckt sich immer wieder in den falschen.

Sara – verliebt in eine Frau, verlassen und aus New York zurück in die Heimat gezogen.

Emma – gerade mal achtzehn und Hals über Kopf in den 50 jährigen Alessandro verknallt.

Dieses Buch hat außer etwas Langeweile nicht wirklich starke Gefühle in mir ausgelöst. Ich bin mit den verschiedenen Charakteren kaum warm geworden. Alles war so „schnell“ und in eine einzige Richtung gelenkt, dass es mir nicht gelungen ist für irgendjemand den Fan zu spielen.

Sara ist einfach nur doof, sie will jetzt unbedingt einen Mann und verändert sich von heute auf morgen einfach mal so. Das war für mich totaler Schwachsinn und stellt jede junge Frau die gerade anfängt sich zu fragen von wem oder was sie sich angezogen fühlt in ein total falsches Licht. Ich finde das mit dem „Frauen sind alles Ziegen, ich will jetzt einen Mann“ hätte man sich sparen können.

Emma. Was kann man da schon sagen. Diese Geschichte habe ich in italienischen Büchern immer wieder gelesen. Sie kaum volljährig, er ein alter Mann. Hier sind die Chancen immer nur zwei. Entweder alles toll oder es endet in eine Katastrophe.

Marta hat mich ab und zu doch noch zu einem leichten Lächeln gebracht. Wenn sie so von ihren Büchern schwärmt und erzählt warum sie so gerne liest und wie es um ihre Buchhandlung steht. Musste ich ein wenig daran denken warum ich so sehr die Bücherwelt liebe. Ach, und anscheinend ist sie ein totales Naturtalent, denn ich genau vier Stunden hat sie die Gebärdensprache zu beherrschen gelernt. *augenroll*

Francesco hat mich einfach nur genervt. Wenn man weiß, dass es ein italienisches Buch ist und selbst Italiener ist, dann weiß man genau in welchem Ton und auf welche Art man die „Francesco-Abschnitte“ zu lesen hat (Ja, irgendwie ist es gerade Mode nicht mehr normale Kapitel zu verfassen, sondern jedes Kapitel spielt in den Gedanken des jeweils anderen Charakters. Naja, mal gut, mal schlecht). Francesco ist davon überzeugt alles zu wissen was die Liebe betrifft, aber selbst ist er ein reines Schlamassel in dieser Hinsicht. Des Weiteren stalked er regelrecht seit einem Jahr eine gewisse Frau – welche GANZ ZUFÄLLIG, GANZ PLÖTZLICH nach dem ersten treffen ihn zum Abendessen einlädt.

Mein Fazit: Es gibt definitiv bessere Frauen-Liebesromane da draußen und das hier war nicht einer der Besten. Es macht mich neugierig wie sich das Buch auf Italienisch liest, jedoch bleibe ich dabei und werde mir die Verfilmung an einem trüben Sonntagnachmittag mal anschauen.

Mehr von mir auf https://buchgeschnipsel.wordpress.com

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KristinSchoellkopfs avatar

Rezension zu "Freud ist an allem schuld" von Paolo Genovese

Die Liebe und das Leben...
KristinSchoellkopfvor einem Jahr

Bücher über das Leben und die Liebe können faszinieren. Können, müssen aber nicht…

Paolo Genovese versucht in seinem Roman „Freud ist an allem Schuld“ dem Leser einen völlig neuen Blick auf die Liebe zu verschaffen. Der Protagonist ist Paartherapeut und wird somit als Kenner der Liebe eingestuft, doch dass dieser die wahre Liebe gar nicht kennt, wird dem Leser erst mit der Zeit bewusst. Leider konnte mich Herr Genoveses Vorgehen im Roman nur wenig von sich überzeugen; er beschreibt fast schon pathetisch die Umgebungen und versucht, in jeden Satz eine Lehre zu fügen, die allerdings meist fehlschlägt. Ohne die Worte allein für sich wirken zu lassen, übertreibt er es und stellt damit auch seinen Protagonisten eher lächerlich, als überzeugend dar. Auch dessen Töchter, welche auf der Suche nach der großen Liebe sind, überzeugen den Leser nur schwer, sondern sind eher Marionetten, welche die eingefügten Lehren zu unterstreichen haben und wenig tiefgründig gestaltet sind.

Der geniale Titel des Romans „Freud ist an allem Schuld“ wird im Roman kaum wieder aufgegriffen, sondern mehrheitlich ignoriert, was mich sehr enttäuscht hat. Doch abgesehen von einigen schwulstigen Passagen kann Paolo Genovese den Leser durch eine flüssige Sprache und ein gekonntes Einsetzen eben dieser angenehm durch den Roman leiten.

Leider konnte die Geschichte – für mich – nicht halten, was sie versprach und war allein in einem angenehmen Schreibstil überzeugend.

FazitFreud ist an allem Schuld von Paolo Genovese ist ein eher enttäuschendes Werk, welches mich nicht berühren und die Sicht auf die große Liebe nicht verändern oder festigen konnte.

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NeriFees avatar

Rezension zu "Freud ist an allem schuld" von Paolo Genovese

Lebendig und kurzweilig
NeriFeevor einem Jahr

Liebesgeschichten und ich. Das ist so eine Sache. grundsätzlich mag ich sie sehr. Allerdings müssen sie das gewisse Etwas haben. Mich fesseln. Anders sein. Sich nicht immer gleicher Merkmale bedienen. Das hat "Freud ist an allem schuld" schon einmal geschafft. Kein Kitsch. Keine Langeweile. Gelungen!


Klappentext
»Die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt ist die Liebe.« Der Mann, der das sagt, muss es wissen: Francesco, alleinerziehender Vater von drei Töchtern, ist Paartherapeut. Und Fallbeispiele hat er in der Familie genug. Tochter Sara fühlt sich in ihren lesbischen Beziehungen gescheitert und sieht nur eine Lösung: hetero werden. Schwester Marta, Buchhändlerin mit romantischen Idealen, verliebt sich in einen Gehörlosen, der ihr Opernlibretti aus dem Laden stiehlt. Nur Emma scheint solide – wäre sie nicht noch Schülerin und ihre große Liebe Alessandro ein 50-jähriger verheirateter Architekt. Aber da hat Francesco den perfekten Plan: Er will Alessandros Ehe mit einer Therapie wieder kitten. Bis sich herausstellt, dass Alessandros Frau Claudia die unbekannte Schöne ist, die Francesco selbst heimlich verehrt …


Schon der Titel des Buches hat mich begeistern können. Irgendwie originell. Irgendwie gut. Der flüssige geschriebene Schreibstil des Autors, die Prise Humor, die häufig eine Zutat im Buch ist und die Charaktere, gefielen mir. Ich mochte sie gerade deshalb, weil sie, wie alle Menschen Ecken und Kanten haben, ihnen Pech widerfährt, es keine perfekten Leben sind. 
Die Geschichte ist nichts für den höheren Anspruch, was aber meiner Begeisterung keinen Abbruch tut. Ich fühlte mich häufig in die Handlungsorte versetzt, was ein gutes Zeichen ist, denn es bedeutet, dass ich das Buch "fühlen" kann. Die verschiedenen Kapitel, welche die einzelnen Protagonisten näher beleuchten, sind sehr ansprechend geschrieben.

Vielen Dank an btb für das Rezensionsexemplar!

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