Schwarz und Silber ist ein leises Buch – und gerade das macht es so stark. Paolo Giordano erzählt von einer kleinen Familie in Italien und ihrer Haushälterin, die seit der Geburt des Sohnes zum festen Teil ihres Lebens gehört. Als sie schwer erkrankt, gerät das ganze Gefüge aus dem Gleichgewicht.
Mich hat beeindruckt, wie Giordano das beschreibt: ohne Pathos, ohne große Dramatik, aber mit viel Wärme und Verständnis für seine Figuren. Es ist ein ruhiger Roman, der in seiner Schlichtheit berührt – und einen nachdenklich zurücklässt über das, was Beziehungen wirklich trägt, und wie schnell etwas zerfallen kann, wenn ein Element wegbricht. Ich habe es mit großer Ruhe und Freude gelesen.
























