Paolo Giordano

 4 Sterne bei 1.063 Bewertungen
Autor von Die Einsamkeit der Primzahlen, Tasmanien und weiteren Büchern.
Autorenbild von Paolo Giordano (©(c) Simone Mottura)

Lebenslauf

Eine ehrliche Stimme aus Italien: Der Autor Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren. Er studierte dort Physik. Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals war "Die Einsamkeit der Primzahlen" sein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega – des wichtigsten Literaturpreises in Italien – ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft. Mit seinem Debütroman hat Paolo Giordano auch die Goldmedaille des "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen.

Alle Bücher von Paolo Giordano

Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)

Die Einsamkeit der Primzahlen

(819)
Erschienen am 17.02.2017
Cover des Buches Tasmanien (ISBN: 9783518474396)

Tasmanien

(68)
Erschienen am 11.09.2024
Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783499270819)

Schwarz und Silber

(52)
Erschienen am 21.10.2016
Cover des Buches Den Himmel stürmen (ISBN: 9783499270833)

Den Himmel stürmen

(26)
Erschienen am 24.03.2020
Cover des Buches Der menschliche Körper (ISBN: 9783499255083)

Der menschliche Körper

(30)
Erschienen am 26.06.2015
Cover des Buches In Zeiten der Ansteckung (ISBN: 9783499005640)

In Zeiten der Ansteckung

(6)
Erschienen am 21.04.2020
Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: B005QQ2HUY)

Die Einsamkeit der Primzahlen

(42)
Erschienen am 29.09.2011
Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783899649253)

Schwarz und Silber

(4)
Erschienen am 29.09.2015

Neue Rezensionen zu Paolo Giordano

Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783499270819)
rkuehnes avatar

Rezension zu "Schwarz und Silber" von Paolo Giordano

rkuehne
Ein stiller, schöner Roman über Nähe und Zerbrechlichkeit

Schwarz und Silber ist ein leises Buch – und gerade das macht es so stark. Paolo Giordano erzählt von einer kleinen Familie in Italien und ihrer Haushälterin, die seit der Geburt des Sohnes zum festen Teil ihres Lebens gehört. Als sie schwer erkrankt, gerät das ganze Gefüge aus dem Gleichgewicht.

Mich hat beeindruckt, wie Giordano das beschreibt: ohne Pathos, ohne große Dramatik, aber mit viel Wärme und Verständnis für seine Figuren. Es ist ein ruhiger Roman, der in seiner Schlichtheit berührt – und einen nachdenklich zurücklässt über das, was Beziehungen wirklich trägt, und wie schnell etwas zerfallen kann, wenn ein Element wegbricht. Ich habe es mit großer Ruhe und Freude gelesen.

Cover des Buches Den Himmel stürmen (ISBN: 9783499270833)
leseleas avatar

Rezension zu "Den Himmel stürmen" von Paolo Giordano

leselea
Ein (un-)glückliches Leben

Es ist dieser eine Sommer, der das ganze Leben verändern wird, den Paolo Giordano in seinem Roman Den Himmel stürmen an den Anfang stellt: Teresa verbringt wie jedes Jahr die Sommerferien bei ihrer Großmutter in Apulien, als sie eines Tages die Nachbarsjungen Bern, Tommaso und Nicola kennenlernt. Die drei bezeichnen sich als Brüder, obwohl die verwandtschaftlichen Beziehungen etwas komplizierter sind, und leben gemeinsam auf dem Hof nebenan, der Cesare und Floriana gehört. Ihre Tage sind geprägt von landwirtschaftlicher Arbeit und religiösen Unterrichtungen, etwas, was Teresa fremd ist und sie deswegen umso mehr fasziniert. Jeden Sommer verbringen die vier fortan miteinander und zwischen Teresa und Bern entsteht die erste große Liebe. Doch in einem Jahr ist Bern verschwunden – er soll ein anderes Mädchen geschwängert haben – und Teresa kehrt mit zerbrochenem Herzen in den Norden zurück. Als sie einige Jahre später das Haus ihr Großmutter erbt und nach Apulien zurückkehrt ist Bern wieder da – und damit auch Teresas Gefühle. Sie zieht zu ihm auf dem Hof, wo er gemeinsam mit Tommaso und anderen Freunden lebt und sich einem Leben im Takt der Natur und im Kampf gegen die kommerzialisierte Landwirtschaft gewidmet hat. Sie nehmen ihre Beziehung wieder auf und sind scheinbar glücklich – bis Teresa Jahre später erkennt, dass Berns Verschwinden in dem einen Sommer immer zwischen ihnen stand und dunkle Geheimnisse ihre Liebe stärker belastet haben, als sie je geahnt hat.

Den Himmel stürmen ist Paolo Giordanos vierter Roman und der erste, der mich genauso begeistert und überzeugt hat wie sein Debüt Die Einsamkeit der Primzahlen. Atmosphärisch, mit latenter Spannung und leichter Melancholie erzählt Giordano eine Liebes- und Freundschaftsgeschichte, die bisweilen auch Züge eines Ökothrillers oder eines Drama aufweist. Es ist dieser Genre-Mix, der den Roman besonders macht und ihm etwas Unvorhersehbares verleiht, sodass es einen immer wieder zur Geschichte drängt. Deren Inhalt selber gestaltet sich nämlich weniger reizvoll: Den Himmel stürmen ist voller Unglück, in jeder Szene steckt immer eine Bedrohung, etwas Dunkles, oder die Andeutung von Vergänglichkeit. Keiner der Protagonisten ist einem sympathisch, auch weil keiner wirklich sein Leben anpackt, sondern sich mehr im Sinnieren übers Leben oder in banaler Geschwätzigkeit verliert. Alle Beziehungen sind toxisch und so belastet, dass selbst die Liebe hier keine Chance zu haben scheint.

Über den Großteil der Lektüre bleibt unklar, was genau erzählt werden soll. Der Roman führt seine Leserschaft immer wieder auf falsche Fährten, bis er unverblümt einen Haken schlägt und sich scheinbare Gewissheiten als falsche Schlussfolgerungen entpuppen. Gleichzeitig ist Den Himmel stürmen erzähltechnisch durchaus komplex angelegt: In drei großen Erzählblöcken springt Ich-Erzählerin Teresa munter zwischen jüngerer und älterer Vergangenheit hin und her und hält sich nur kurz in der Gegenwart auf, in der von dem einstigen Vierblatt scheinbar nur sie und Tommaso übrig geblieben sind. Doch Giordano schafft es den Kreis zu schließen und zu offenbaren, um was – und um wen – sich der Roman über 520 Seiten eigentlich gedreht hat. Das Ende ist zugleich traurig und versöhnlich und passt damit wunderbar zur Grundstimmung des Romans.

Den Himmel stürmen ist ein eindringlicher Schmöker, der einen packt und zugleich wegstößt. Wer mysteriöse Geschichten mag, die sich nur langsam enthüllen und nichts gegen eine düstere, bisweilen fatalistische Atmosphäre haben, ist hier genau richtig. 5 Sterne für eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
C

Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

Caroffl
Ruhig beschriebene bittersüße Geschichte

Die Protagonist:innen sind in ruhiger, nuancierter Weise beschrieben. Allerdings habe ich 100% stimmiges Bild von den Protagonist:innen bekommen und noch weniger zu ihrer Beziehung. Verbringen sie gerne Zeit miteinander? Was teilen sie? Was mögen sie aneinander? Was nicht?
Ich habe mit beiden mitgelitten, wenn Kränkungen der Mitschüler:innen, Familienmitgliedern etc beschrieben wurden. Dass Selbstverletzung und Selbstabwertung thematisiert wird, finde ich mehr als angemessen. Das sind schließlich weit verbreitete Phänomene. 

Die Schreibweise würde ich als eher distanziert beschreiben. Der Vorteil dessen ist, dass viel Raum für die eigene Vorstellung gelassen wird. Der Stil ist angenehm unprätentiös und reduziert.

Gespräche aus der Community

Welche Farben haben Gefühle?

"Schwarz und Silber" heißt der neue Roman des italienischen Bestseller-Autors Paolo Giordano, der mit "Die Einsamkeit der Primzahlen" Leser auf der ganzen Welt begeisterte und berührte. Sein neues Buch erzählt mit viel Tiefgang und in wunderbarer Sprache davon, wie das Fehlen einer geliebten Person alles verändert.

Mehr zum Inhalt:

Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er ist Physiker. Im Alltag werden sie unterstützt von der wunderbaren Babette – sie ist die Frau für alles, sie betreut das Kind, sie kocht, sie schmeißt den Haushalt. Und sie bildet den ruhenden Pol für das junge Paar. Eigentlich heißt sie Anna, aber sie wird Babette genannt, in Hommage an das Hausmädchen Babette in Tania Blixens berühmter Novelle «Babettes Fest».

Babette gehört zur Familie. Doch eines Tages kann sie nicht mehr kommen, sie ist an Krebs erkrankt.

Was passiert, wenn plötzlich jemand fehlt, der immer da war? Ohne Babettes schützenden Blick verliert das Ehepaar seinen Halt, jeder zieht sich in sich selbst zurück, Gefühle, deren man sich sicher war, verschwinden.



Möchtet ihr Testleser von "Schwarz und Silber" werden, einem dichten und intensiven Roman, in dem Paolo Giordano zugleich wunderschön über die Liebe schreibt und all jenen Trost schenkt, die einen geliebten Menschen verloren haben? Zusammen mit dem Rowohlt Verlag vergeben wir 25 Exemplare des Buches. Bewerbt euch gleich* und beantwortet uns über den "Jetzt Bewerben"-Button diese Frage:

Wer oder was spendet euch Trost, wenn ihr ihn braucht?


* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.
629 BeiträgeVerlosung beendet
Insider2199s avatar
Letzter Beitrag von  Insider2199
Sorry, hatte mich nur tierisch aufgeregt über so viel Arroganz und Anmaßung. :-(

Hallo ihr Lieben!

Auf meinem Blog gibt es bis zum Freitag, 9. Mai 2014, 18 Uhr wieder eine Hörbuch-Verlosung zu "Die Einsamkeit der Primzahlen". ☺

Leser meines Blogs zu sein ist keine Voraussetzung! ;-)

Besucht mich doch und macht mit:

http://janine2610.blogspot.co.at/2014/05/klick-gewinnspiel.html#comment-form

Wünsche euch viel, viel Glück!

♥ Janine

1 BeiträgeVerlosung beendet
Leserin71s avatar
Letzter Beitrag von  Leserin71
Toll, das Buch steht schon lange auf meiner WL. Hab mich gleich beworben.

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