Paolo Giordano

 4 Sterne bei 954 Bewertungen
Autor von Die Einsamkeit der Primzahlen, Schwarz und Silber und weiteren Büchern.
Autorenbild von Paolo Giordano (©(c) Simone Mottura)

Lebenslauf von Paolo Giordano

Eine ehrliche Stimme aus Italien: Der Autor Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren. Er studierte dort Physik. Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals war "Die Einsamkeit der Primzahlen" sein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega – des wichtigsten Literaturpreises in Italien – ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft. Mit seinem Debütroman hat Paolo Giordano auch die Goldmedaille des "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen.

Alle Bücher von Paolo Giordano

Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)

Die Einsamkeit der Primzahlen

 (793)
Erschienen am 17.02.2017
Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783498025311)

Schwarz und Silber

 (49)
Erschienen am 25.09.2015
Cover des Buches Der menschliche Körper (ISBN: 9783499255083)

Der menschliche Körper

 (30)
Erschienen am 26.06.2015
Cover des Buches Den Himmel stürmen (ISBN: 9783498025335)

Den Himmel stürmen

 (17)
Erschienen am 09.10.2018
Cover des Buches In Zeiten der Ansteckung (ISBN: 9783499005640)

In Zeiten der Ansteckung

 (5)
Erschienen am 21.04.2020
Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783837108781)

Die Einsamkeit der Primzahlen

 (41)
Erschienen am 19.09.2011
Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783899649253)

Schwarz und Silber

 (4)
Erschienen am 29.09.2015
Cover des Buches Den Himmel stürmen (ISBN: 9783837151213)

Den Himmel stürmen

 (2)
Erschienen am 18.05.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Paolo Giordano

Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)beccariss avatar

Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

Eine unvollendete Liebe
beccarisvor 3 Monaten

Treffender könnte ein Buchtitel nicht sein. Es geht um die einsame Lebensgeschichte zweier junger Menschen, die nach einem tragischen Ereignis in früher Kindheit das Vertrauen in andere Menschen verlieren. Soziale Beziehungen aufzubauen und zu erhalten, bleibt für beide eine ausserordentliche Herausforderung. Wie viel kann ein Mensch ertragen, um am eigenen Schicksal nicht zu zerbrechen? Wie weit gehen Selbstbestimmung und die Verantwortung für das eigene Lebensglück? Diese Themen sind verwoben in der anrührenden Liebesgeschichte von Alice und Mattia.


Das Buch liest sich angenehm und leicht trotz dramatischer Handlung, ich würde es literarisch jedoch nicht allzu hoch bewerten.

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Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783498025311)Arizonas avatar

Rezension zu "Schwarz und Silber" von Paolo Giordano

Bestandsaufnahme einer Ehe
Arizonavor 4 Monaten

Diese kurzer Roman stellt ein Art Bestandsaufnahme einer Ehe dar. Das fragile Gleichgewicht dieser Familie gerät durch die ernste Erkrankung der Haushälterin stark in Schieflage. 

Der Roman beginnt direkt mit der Nachricht, dass die Haushälterin Signora A. gestorben ist. Dadurch werden die Architektin Nora und ihr Mann, der Physiker ist, quasi auf sich selbst zurückgeworden. Signora A, auch liebevoll Babette genannt, hat irgendwie alle Fäden in der Hand gehalten und hat der Familie Halt gegeben. Doch jetzt ohne sie haben die beiden Ehepartner nichts mehr, an dem sie sich orientieren können. 

Der Autor schildert die Erkrankung und die Eheprobleme sehr feinfühlig. Er nutzt dafür die Farben, nach dem Modell einer Viersäftelehre: Nora ist Silber mit ihrer Agilität und ihr Mann ist Schwarz, aufgrund seiner Melancholie. Und es stellt sich die Frage, ob sich diese Farben mischen lassen, indem die beiden sich gegenseitig beeinflussen, oder ob jeder für sich getrennt weiter existiert. 

Ich fand es schon interessant, wie der Autor die Erkrankung Babettes mit den Gefühlen in dieser Familie vermischt. Das fand ich sprachlich schön eingefangen, auch wenn es mir auch manchmal zu stark pseudo-philosophisch angehaucht war. (Auch konnte ich persönlich inhaltlich nicht so richtig nachvollziehen konnte, wieso eine Haushälterin so ein grosse Rolle für das Gefühlsleben der beiden spielt.)

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Cover des Buches Schwarz und Silber (ISBN: 9783498025311)jenvo82s avatar

Rezension zu "Schwarz und Silber" von Paolo Giordano

Mehr als ein verschlissenes Herz
jenvo82vor 6 Monaten

„Der Trost, sie so stark zu wissen, vermischt sich mit der Angst, nicht wirklich unentbehrlich für sie zu sein und unter den zahllosen Arten, mit denen ich an ihr hänge, an ihr zu hängen wie ein Blutsauger, der anderen das Leben aussaugt, eine Art riesiger Parasit.“

Inhalt

Anna ist das Kindermädchen von Emanuele, dem Sohn von Nora und dem Ich-Erzähler und hat in der Kleinstfamilie einen unentbehrlichen Stellenwert eingenommen, eine noch viel bedeutsamere Rolle als die Großeltern oder andere Bezugspersonen.

 Doch nun ist sie krank, so krank, dass ihre Lebenszeit bemessen ist und der Krebs wird sie zunächst nur schwächen aber bald schon einen hohen Tribut einfordern und dann kann sie weder für das Ehepaar da sein,noch für den Schulanfänger, den sie liebevoll seit seiner Geburt betreut. Deshalb zieht sie sich zurück, schraubt den Kontakt auf ein Minimum herunter und konzentriert sich auf den Kampf gegen die tödliche Krankheit.

 Für das Paar brechen ungeahnte Zeiten an, denn Signora A., die sie als ihre engste Vertraute ansehen, hat das Gleichgewicht in der Paarbeziehung anscheinend erst hergestellt und nun müssen sich Mann und Frau erneut finden, wenn sie nicht so einsam bleiben möchten, wie sie es tatsächlich schon sind. 

Meinung

Der in Turin geborene Autor, der mich mit seinem Buch „Die Einsamkeit der Primzahlen“ vor einigen Jahren schon überzeugen konnte, widmet sich in diesem Roman nicht nur dem langsamen Zerbrechen einer zunächst stabilen Paarbeziehung, sondern in erster Linie den Bruchstellen, die andere hinterlassen, wenn sie gehen müssen. Gerade die Beschreibung des Klappentextes, hat mich sehr in ihren Bann gezogen, denn ich habe ein Faible für tiefgründige Themen, die sehr gerne auch den Tod oder das Verlassenwerden betreffen dürfen. Und zu gern hätte ich Antworten auf die versprochenen Fragen (Was hält Menschen zusammen, was trennt sie? Was passiert, wenn plötzlich jemand fehlt, der immer da war?) bekommen, was leider nur unzureichend durch die Lektüre geleistet wird.

Der Ich-Erzähler tritt hier in einer dermaßen einseitigen Erzählperspektive auf, das seine Gedanken den ganzen Roman dominieren. Und vielleicht weil er wie der Autor selbst Physiker ist und seine Stärken mehr auf Logik und klaren Strukturen basieren, bleibt mir alles Gesagte seltsam fremd und erscheint trotz Bedeutsamkeit eher nüchtern und objektiv. Beim Lesen habe ich die tiefere Bedeutung immer nur erahnt, sie dringt viel zu schwer an die Oberfläche und nimmt mich als Leser nicht gefangen. Selbst die Protagonisten untereinander wahren eine gewisse Distanz und sind sich zwar nah, aber weniger auf einer emotionalen Ebene als in ihren ganz alltäglichen Handlungen. Egal ob es sich dabei um Nora seine Frau, Emanuel seinen Sohn oder Anna, ihr Kindermädchen handelt, ich komme einfach nicht an deren Gedankenwelt heran und sie bleiben mir bis zuletzt sehr fremd.

Der Schreibstil selbst ist lobenswert, er transportiert passend zur Thematik eine große Portion Melancholie und schafft schöne Bilder. Auch der Wechsel zwischen den Zeitstrukturen des Romans konnte mich überzeugen, denn manches wird rückblickend anderes vorausschauend betrachtet, so dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

 Umso ärgerlicher bin ich über die inhaltliche Zerrissenheit des Textes, die ausgehend von verschiedenen Berührungspunkten immer wieder Gedankensplitter aufnimmt, über die ich nachdenken möchte, sie aber ebenso schnell wieder fallenlässt. Damit zerfasert sich der Text immer mehr und es bleibt nur wenig Lobenswertes zurück. Sehr gern hätte ich über die ein oder andere Frage länger nachgedacht als es der Autor für notwendig hält, denn er erstickt seine guten Gedankengänge und bringt sie viel zu abrupt zu Ende, in dem er absolute Antworten auf Fragen liefert, die nicht so ohne Weiteres zu beantworten sind.

 Darüber hinaus kritisiere ich so manche abstruse Äußerung wie zum Beispiel seine Aussage über die Familie (S. 57): „Eine Familie in ihren Anfängen ist manchmal auch das: ein vor Egozentrik zusammengezogener galaktischer Nebelfleck, in Gefahr zu implodieren.“ Sorry, aber so etwas lässt mich nur noch den Kopf schütteln und macht vielleicht auch deutlich, warum ebenjener Protagonist ein so unausgesprochenes Eheproblem mit sich herumträgt.

Fazit

Das werden leider nur 2,5 Lesesterne (aufgerundet 3) für diesen durchaus interessanten Roman, der sich mit inneren Konflikten und Sichtweisen beschäftigt, die ich generell gut nachvollziehen kann, hier aber nur mäßig umgesetzt sehe. Positiv beurteile ich hingegen die literarische Wertschätzung eines Menschen. Egal wie nah oder fremd uns eine Person stehen mag, menschliche Verbindungen leben von einem Gleichgewicht zwischen dem Nehmen und Geben, in diesem Text verschiebt sich der Adressat und wechselt die Seiten und dennoch erhält jeder Faktor eine Bedeutsamkeit, die auch nach dem Ende der Beziehung sichtbar bleibt. 

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Gespräche aus der Community

Welche Farben haben Gefühle?

"Schwarz und Silber" heißt der neue Roman des italienischen Bestseller-Autors Paolo Giordano, der mit "Die Einsamkeit der Primzahlen" Leser auf der ganzen Welt begeisterte und berührte. Sein neues Buch erzählt mit viel Tiefgang und in wunderbarer Sprache davon, wie das Fehlen einer geliebten Person alles verändert.

Mehr zum Inhalt:

Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er ist Physiker. Im Alltag werden sie unterstützt von der wunderbaren Babette – sie ist die Frau für alles, sie betreut das Kind, sie kocht, sie schmeißt den Haushalt. Und sie bildet den ruhenden Pol für das junge Paar. Eigentlich heißt sie Anna, aber sie wird Babette genannt, in Hommage an das Hausmädchen Babette in Tania Blixens berühmter Novelle «Babettes Fest».

Babette gehört zur Familie. Doch eines Tages kann sie nicht mehr kommen, sie ist an Krebs erkrankt.

Was passiert, wenn plötzlich jemand fehlt, der immer da war? Ohne Babettes schützenden Blick verliert das Ehepaar seinen Halt, jeder zieht sich in sich selbst zurück, Gefühle, deren man sich sicher war, verschwinden.



Möchtet ihr Testleser von "Schwarz und Silber" werden, einem dichten und intensiven Roman, in dem Paolo Giordano zugleich wunderschön über die Liebe schreibt und all jenen Trost schenkt, die einen geliebten Menschen verloren haben? Zusammen mit dem Rowohlt Verlag vergeben wir 25 Exemplare des Buches. Bewerbt euch gleich* und beantwortet uns über den "Jetzt Bewerben"-Button diese Frage:

Wer oder was spendet euch Trost, wenn ihr ihn braucht?


* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.
622 BeiträgeVerlosung beendet

Hallo ihr Lieben!

Auf meinem Blog gibt es bis zum Freitag, 9. Mai 2014, 18 Uhr wieder eine Hörbuch-Verlosung zu "Die Einsamkeit der Primzahlen". ☺

Leser meines Blogs zu sein ist keine Voraussetzung! ;-)

Besucht mich doch und macht mit:

http://janine2610.blogspot.co.at/2014/05/klick-gewinnspiel.html#comment-form

Wünsche euch viel, viel Glück!

♥ Janine

1 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

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Community-Statistik

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von 139 Lesern aktuell gelesen

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