Paolo Giordano

 4 Sterne bei 904 Bewertungen
Autor von Die Einsamkeit der Primzahlen, Schwarz und Silber und weiteren Büchern.
Paolo Giordano

Lebenslauf von Paolo Giordano

Eine ehrliche Stimme aus Italien: Der Autor Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren. Er studierte dort Physik. Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals war "Die Einsamkeit der Primzahlen" sein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega – des wichtigsten Literaturpreises in Italien – ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft. Mit seinem Debütroman hat Paolo Giordano auch die Goldmedaille des "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen.

Neue Bücher

Den Himmel stürmen

Neu erschienen am 15.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio, Deutschland.

Den Himmel stürmen

Neu erschienen am 15.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio.

Den Himmel stürmen

 (4)
Neu erschienen am 09.10.2018 als Hardcover bei Rowohlt.

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Die Einsamkeit der Primzahlen

Die Einsamkeit der Primzahlen

 (773)
Erschienen am 17.02.2017
Schwarz und Silber

Schwarz und Silber

 (43)
Erschienen am 25.09.2015
Der menschliche Körper

Der menschliche Körper

 (26)
Erschienen am 26.06.2015
Den Himmel stürmen

Den Himmel stürmen

 (4)
Erschienen am 09.10.2018
Die Einsamkeit der Primzahlen

Die Einsamkeit der Primzahlen

 (40)
Erschienen am 19.09.2011
Schwarz und Silber

Schwarz und Silber

 (4)
Erschienen am 29.09.2015
Der menschliche Körper

Der menschliche Körper

 (1)
Erschienen am 27.01.2014
Den Himmel stürmen

Den Himmel stürmen

 (0)
Erschienen am 15.10.2018

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Neue Rezensionen zu Paolo Giordano

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buchstabentraeumerins avatar

Rezension zu "Den Himmel stürmen" von Paolo Giordano

Eindringlich und bezaubernd erzählte, vielschichtige Geschichte
buchstabentraeumerinvor einem Monat

Alles beginnt in dem Augenblick, in dem Teresa und Bern sich begegnen und einander in die Augen schauen. Er störrisch und voller Überzeugungen. Sie voller Leidenschaft und Neugier. Es ist unumstößlich, dass sie zueinander finden werden, aber auch ebenso unvermeidbar, dass sie einander wieder verlieren. In seinem neuen Roman „Den Himmel stürmen“, entführt Paolo Giordano, Autor von „Die Einsamkeit der Primzahlen“, den Leser in eine Welt voller Liebe, Freundschaft und Hingabe, utopischen Visionen und festem Glauben, aber auch in eine Welt reich an Rivalität und Eifersucht. Die Geschichte von Teresa liest sich wie ein Kampf – was ist stärker, die Zuneigung zwischen zwei Menschen oder visionäre Lebensziele?

Den Zugangsweg bis zum Haus entlangzulaufen, war, wie mit dem ganzen Körper in eine Kindheitserinnerung einzutauchen, eine Erinnerung, die zur Gänze dort geblieben war, um auf mich zu warten. (Seite 174)

Teresa macht wie jeden Sommer Urlaub in Speziale im Süden Italiens, als sie Bern das erste Mal begegnet. Er lebt mit einigen anderen Jungen auf einem Hof unweit des Hauses von Teresas Großmutter – immer unter Aufsicht von Cesare und seiner Frau. Von ihm werden die Jungen im festen Glauben an Gott erzogen und sie wachsen isoliert von der restlichen Welt auf. Teresa ist fasziniert von dem Jungen, der so trotzig und resolut vor ihrem Vater steht, um sich für das unerlaubte Baden im hauseigenen Pool zu entschuldigen. Sie besucht Bern auf dem Hof, ein Sommer folgt auf den nächsten Sommer, sie wird in sein Leben hineingezogen, und letztendlich bleibt sie, sobald sie Erwachsen ist. Gemeinsam mit einigen Freunden leben sie auf dem Hof, immer nach dem Grundsatz, die Natur nicht zu verändern, sondern in Einklang mit ihr zu leben. Sie engagieren sich für den Erhalt von Olivenbäumen und bewegen sich dabei an den Grenzen der Legalität.

Was als friedliches Miteinander beginnt, artet aus und am Ende steht Teresa vor einem Scherbenhaufen. Freundschaften zerbrechen, die Liebe zwischen Teresa und Bern muss vor dem Einsatz für die Natur zurückweichen. Teresa versucht, ihre Verbindung zu Bern zu begreifen und gleichzeitig den Platz in ihrem eigenen Leben zu finden.

Dass ich meine Sehnsucht in gewissen Momenten vergaß, bedeutete nicht, dass sie nicht noch da war, lebendig, intakt. (Seite 183)

„Den Himmel stürmen“ ist hitzig, sehnsüchtig und leidenschaftlich. Bern steckt voller Leidenschaft für die Natur, Gott und Teresa. Teresa folgt ihm scheinbar willenlos, abhängig, wie verblendet. Doch wo einer für etwas brennt, droht der andere zu verbrennen. So verrennen sich beide immer wieder in verschiedene Richtungen und können sich dennoch nicht voneinander lösen. Diese Tatsache gibt dem Roman eine ungeheure Kraft, niederschmetternd und teils herzzerreißend hoffnungslos. Die Gefühle seiner Charaktere beschreibt Paolo Giordano wunderschön, er blickt in ihre Herzen und bringt zum Vorschein, was sie bewegt.

Faszinierend ist auch der Aufbau der Geschichte. Rückblicke vermischen sich mit Augenblicken aus der Gegenwart und das Erlebte wird von verschiedenen Erzählern Stück für Stück um Details angereichert, so dass sich am Ende erst ein vollständiges Bild ergibt, das man als Leser voller Staunen betrachten kann.

Fazit

Paolo Giordano gehört mit „Den Himmel stürmen“ für mich zu den ganz großen Autoren. Seine Geschichte ist gefühlvoll, spannungsgeladen und klug – mit Charakteren, die lebendig und vielschichtig sind. Zugleich atmet man geradezu die süße und heiße Luft Italiens, man fühlt die Landschaft und den Wind. Es ist, als wäre man dabei, ein Teil des Ganzen. Dieser Roman ist eine absolute Empfehlung!

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Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

Der Abstand der Primzahlen
Buchstabenliebhaberinvor 2 Monaten

Mattia und Alice sind wie Zwillingsprimzahlen: Selten, besonders, nur durch sich und eins teilbar. Sie liegen nur durch eine "normale" Zahl von einander getrennt neben einander.

Beide zerbrachen, als sie noch sehr jung waren, beide erlebten ein traumatisches Erlebnis. Danach war nichts mehr wie zuvor, Alice trägt ein steifes Bein davon, fühlt sich der Welt nicht zugehörig und flüchtet sich in eine lebensverneinende Essstörung.
Mattia verlor seine Zwillingsschwester, kompensiert den Schmerz durch Schnitte an seinen Händen. Er flüchtet sich ins Lernen, besonders die Mathematik gibt ihm Sicherheit.

Alice suchte sich Mattia aus, zwischen beiden gibt es eine große Anziehungskraft, die beide aber nicht zu leben wissen. Zu groß die Furcht vor Nähe, vor weiteren Verletzungen. Aus den Teenagern, die gern schweigend wie Zwillingsprimzahlen zusammen lagen, werden Erwachsene, denen es fortan nicht besser ergeht. Auch ein zweiter Kuss und die schonungslose Beichte von Mattia bringt die beiden nicht zusammen, im Gegenteil, sie tun alles, die Nähe wieder zu zerstören. Wieder und wieder.

Diese Geschichte klingt unglaublich traurig und niederschmetternd. Aber Paolo Giordano erzählt sie auf eine liebevoll-poetische Art und Weise, eindringlich und mit respektvoller Distanz. Er agiert einfühlsam, er erzählt, warum beide sind, wie sie sind, wie sie so geworden sind. Und mir drängt sich der Gedanke auf: Warum sollten sie auch nicht so sein dürfen? Man würde ihnen mehr Freude und Spaß im Leben wünschen, aber die Gründe dafür oder dagegen liegen auf der Hand. Sie sind blockiert, sie können nicht anders. 

Hätten Sie eine Chance gehabt, wenn sich erfahrene Kinderpsychologen der verletzten Kinderseelen rechtzeitig angenommen hätten? Vielleicht. Das gab es aber zu der Zeit damals nicht. Alice war einfach zu sensibel für ihren ehrgeizigen, rohen Vater. Und bei Mattia sah einfach niemand, dass er der Verantwortung für die behinderte Schwester nicht gewachsen war. 

So war das damals. Giordano richtet nicht, er erzählt. Und wie.  Die Sprache ist wundervoll, die einzelnen Kapitel sind wie kleine Häppchen, auch wenn nicht sonderlich viel passiert, baut das Buch einen großen Spannungsbogen auf, man fiebert mit, und erfreut sich an der Klarheit der Geschichte, die ohne Schnörkel und überflüssige Details voran schreitet. Kann ein solches Buch Ruhe ausstrahlen? Es kommt mir so vor. Es hat das Tempo der 80-er Jahre, als noch nicht alles so furchtbar schnelllebig war. Ohne Werbeunterbrechungen. Als die Menschen noch Zeit hatten. Vielleicht ist das Buch auch ein Plädoyer für ein unperfektes, beschädigtes Leben, das ja trotzdem gelebt werden will? Es scheint mir so. Und mir sind solche Bücher lieb und wichtig. 



Kommentare: 2
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N

Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

Zwei tolle Protagonisten – die alles Glück der Welt verdient haben
natasatanvor 2 Monaten

Ein spannendes Buch, das sehr schön in die Köpfe der Protagonisten wandert und tragische Geschichten erzählt. 


Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen, so fesselnd war es. Die Geschichte der zwei Protagonisten ist herzergreifend und hat mich mehrere Male während dem Lesen zum Nutzen von Taschentüchern gezwungen. 

Das Buch folgt Mattia und Alice durch das harte Leben als Außenseiter und die Folgen ihrer Traumata mit dem Ziel, dem Leser so viel Verständnis für die beiden Charakter entgegenzubringen, wie es möglich ist. Gezeigt wird die Entwicklung der beiden und wie sie sich kennenlernen und eine Bindung zwischen ihnen entsteht. Er lehnte die Welt ab, sie fühlte sich von der Welt abgelehnt.  

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar

Welche Farben haben Gefühle?

"Schwarz und Silber" heißt der neue Roman des italienischen Bestseller-Autors Paolo Giordano, der mit "Die Einsamkeit der Primzahlen" Leser auf der ganzen Welt begeisterte und berührte. Sein neues Buch erzählt mit viel Tiefgang und in wunderbarer Sprache davon, wie das Fehlen einer geliebten Person alles verändert.

Mehr zum Inhalt:

Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er ist Physiker. Im Alltag werden sie unterstützt von der wunderbaren Babette – sie ist die Frau für alles, sie betreut das Kind, sie kocht, sie schmeißt den Haushalt. Und sie bildet den ruhenden Pol für das junge Paar. Eigentlich heißt sie Anna, aber sie wird Babette genannt, in Hommage an das Hausmädchen Babette in Tania Blixens berühmter Novelle «Babettes Fest».

Babette gehört zur Familie. Doch eines Tages kann sie nicht mehr kommen, sie ist an Krebs erkrankt.

Was passiert, wenn plötzlich jemand fehlt, der immer da war? Ohne Babettes schützenden Blick verliert das Ehepaar seinen Halt, jeder zieht sich in sich selbst zurück, Gefühle, deren man sich sicher war, verschwinden.



Möchtet ihr Testleser von "Schwarz und Silber" werden, einem dichten und intensiven Roman, in dem Paolo Giordano zugleich wunderschön über die Liebe schreibt und all jenen Trost schenkt, die einen geliebten Menschen verloren haben? Zusammen mit dem Rowohlt Verlag vergeben wir 25 Exemplare des Buches. Bewerbt euch gleich* und beantwortet uns über den "Jetzt Bewerben"-Button diese Frage:

Wer oder was spendet euch Trost, wenn ihr ihn braucht?


* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.
Zur Leserunde
Janine2610s avatar

Hallo ihr Lieben!

Auf meinem Blog gibt es bis zum Freitag, 9. Mai 2014, 18 Uhr wieder eine Hörbuch-Verlosung zu "Die Einsamkeit der Primzahlen". ☺

Leser meines Blogs zu sein ist keine Voraussetzung! ;-)

Besucht mich doch und macht mit:

http://janine2610.blogspot.co.at/2014/05/klick-gewinnspiel.html#comment-form

Wünsche euch viel, viel Glück!

♥ Janine

Zur Buchverlosung
L
Hallo, kennt jemand Bücher die ähnlich gut sind wie "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano oder andere Liebesgeschichten. Vielen Dank
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