Paolo Giordano Der menschliche Körper

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Inhaltsangabe zu „Der menschliche Körper“ von Paolo Giordano

Eine Truppe junger Soldaten bricht nach Afghanistan auf. Sie telefonieren mit ihren Freundinnen und Frauen zu Hause, sehnen sich nach dem Vertrauten und sind doch auf der Suche nach neuen Thrills. Sie treffen Entscheidungen, deren Folgen sie ihr Leben lang nicht mehr loslassen werden. Denn es kommt der Moment, in dem sie ihre Sicherheitszone verlassen müssen: Die Soldaten begleiten afghanische Lastwagenfahrer durch ein von den Taliban kontrolliertes Tal. Von da an verändert sich ihr Leben. Nach dem Einsatz kehren sie zurück in eine ihnen fremd gewordene Welt. Wie können sie die, nach denen sie sich aus der Ferne sehnten, noch lieben? Mit psychologischer Meisterschaft beschreibt Paolo Giordano, wie Gefühle entstehen. Ein existenzielles Buch voll emotionaler Kraft.

Ein Buch, das auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.

— BluevanMeer

Einblick in den (männlichen) Seelen von Soldaten in Afghanistan

— papaverorosso

Gutes Buch mit heftigen Stellen. Zeigt das Leben von Soldaten in Afghanistan, deren Ängste und so vieles mehr.

— hannipalanni

Das Buch spiegelt melancholisch die Erfahrungen junger Soldaten in Afghanistan wieder, verknüpft mit Familien- u. Liebesgeschichten.

— CinderellasTraumwelt

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  • "Der menschliche Körper" von Paolo Giordano

    Der menschliche Körper

    dot

    08. August 2017 um 16:47

    Im Roman "Der menschliche Körper" von Paolo Giordano geht es um eine Truppe von Soldaten, die nach Afghanistan in den Krieg ziehen; Sie haben jeglichen Komfort aufgegeben, ihre privaten Sorgen jedoch mitgenommen. Groß ist die Ödnis und das Grauen, die Sehnsucht auf ihr vertrautes Heim, welche vom Krieggeschehen gleichermaßen ausgehen - wohingegen sie jedoch keinerlei Einfluss zu haben scheinen. Ausgesetzt sind sie den Umständen und Folgen des Krieges, welcher Krankheit, Tod und Trauma mit sich bringt. [...]"Der menschliche Körper" schildert melancholisch die unumstößlichen Umstände und Folgen des Krieges, fesselt jedoch nur wenig bei kurz aufkommender Spannung und wirkte insgesamt sehr substanzlos. 

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  • Einblick in die männliche (Soldaten-)Seele

    Der menschliche Körper

    papaverorosso

    16. January 2017 um 16:25

    Die Einsamkeit der Primzahlen war vor einigen Jahren auf allen italienischen Zeitschriften, Fernsehsendungen, Kinowerbungen. Paolo Giordano, damals 26 Jahre alte, wurde überall als die neuste und größte Entdeckung der italienischen Literatur definiert. Ich fand das Buch ganz in Ordnung, sogar gut, auch wenn ich die übertriebene mediale Aufmerksamkeit nicht ganz nachvollziehen konnte. Als ich sein drittes Buch, Der menschliche Körper, in einem Regal für Mangelexemplare für 2,99 Euro gefunden habe, hat mich die Neugierde gepackt: Was ist aus meinem Landsmann geworden? Ob er es geschafft hat, über seinen ersten Bestseller hinauszuwachsen? Das Buch hat mich überrascht. Es hat sowohl thematisch als auch stilistisch wenig zu tun mit der Einsamkeit der Primzahlen. Während er in seinem ersten Buch sehr einfühlsam und delikat über die fragile Liebesgeschichte zweier Menschen berichtet hat, katapultiert uns sein neues Buch direkt nach Afghanistan. Während man diese Seiten liest, findet man sich in einer harschen Wüstenlandschaft wieder, kann die trockene Hitze auf der Haut spüren, die öde Schönheit der Wüstenlandschaft vor den Augen sehen, die Atmung wird durch die staubige Luft schwer. Giordano erzählt uns durch ihre eigenen Worte die Geschichte einiger Soldaten, jeder mit seinem Leben und seiner Geschichte, jeder riskiert alles als Soldat auf Mission. Auch dieses Buch ist, gewissermaßen emotional. Aber die vorherrschenden Emotionen sind andere: Angst, Sehnsucht, Verzweiflung, Leere. Im Klapptext des Buches steht in etwa: „Ein Buch über Männer, das auch Frauen lesen sollten“. Ich teile diese Meinung. Obwohl ich manche Geschichten besser mochte als andere, mir manche Soldaten sympathischer erscheinen als andere, bedanke ich mich als Frau für diesen Einblick in die männliche Seele. Harte Lektüre, aber lesenswert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, (freiwillig) Soldat zu sein.

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  • Ein schweres Buch, in das man eintauchen sollte!

    Der menschliche Körper

    allemeineendchen

    13. October 2015 um 18:39

    Giordano schickt in seinem zweiten Roman eine Truppe italienischer Soldaten nach Afghanistan. Jeder verlässt sein altes Leben mit anderen Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Während das alte Leben zuhause weiterläuft und einen nicht loslässt, versuchen die Soldaten auch in der Truppe ihren Platz zu finde. Der eine Versucht in dieser unwirklichen Umgebung ein echter Mann zu werden, sich von der eigenen Mutter zu lösen und vielleicht auch mal ein Mädchen abzubekommen. Sein Freund, vielleicht auch Vorbild, ist der anscheinend so selbstsichere und draufgängerische Cederna. Ebenfalls zur Truppe gehört der Arzt Alessandro Egitto, der sich selbst mit Antidepressiva behandelt, sowie den Pflichtbewussten Truppenleiter René. Der Autor lässt eine sehr tief in die Gedanken der Charaktere eintauchen und ermöglicht einen so einen sehr differenzierten Blick auf das Geschehen um die Charaktere herum. Gerade in der erste Hälfte des Buches werden immer wieder einzelne Mitglieder der Truppe vorgestellt, und so lässt sich nicht sagen wer hier Haupt- oder Nebencharakter ist. Zwar werden einige wie Egitto, René oder Cederna, des Öfteren in den Vordergrund gestellt, dennoch hat man letztlich ein sehr umfassendes Bild der Gefühls- und Gedankenwelt aller Kameraden.  "Der Menschliche Körper" ist kein einfaches Buch, das man abends im Bett lesen kann, doch es lohnt sich, wenn man bereit ist sich auf die Geschichte einzulassen. Allerdings muss ich zugeben, dass es einige Stellen gibt, die sehr zäh waren und wo ich mich durchkämpfen musste. "Die Einsamkeit der Primenzahl" bleibt zwar mein Favorit, dennoch finde ich das dieses Buch durch sein außergewöhnliches Setting und seine Tiefe besticht. Eine etwas ausführlichere Rezension findet ihr auf meinem Blog:  http://hollathewoodfairy.blogspot.de/2015/10/paolo-giordano-der-menschliche-korper.html

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  • Bewegend, erhellend

    Der menschliche Körper

    ladyhopeless

    10. April 2014 um 20:46

    Eine Truppe italienischer Soldaten wird nach Afghanistan an den kargen Vorposten Gulistan am Rand der Sicherheitszone abberufen. An diesem Ort geben sie jegliche Sicherheit und jeglichen Komfort auf. Der Alltag ist geprägt von Patrouillen, Wacheschieben auf der einen Seite und dem Kampf gegen Langeweile, Eintönigkeit, den Gedanken an Zuhause und dem Bewusstsein, dass die Rückkehr dorthin nicht selbstverständlich ist auf der anderen Seite. Als es zu einem Sondereinsatz kommt, eskaliert die Situation. Paolo Giordano erzählt in „Der menschliche Körper“ von der Suche der Soldaten nach einem eigenen Platz – in der Reihe der Kameraden, aber auch im Leben selbst. Er lässt uns an den unterschiedlichen Motivationen und Gedanken der Soldaten teilhaben. Da gibt es Alessandro Egitto, den Militärarzt, der sich selbst mit Tabletten ruhigstellt, der junge Ietri, für den die Reise nach Afghanistan die ersehnte Trennung von seiner Mutter bedeutet, den instinktgesteuerten Cederna, die Soldatin Zampieri, die unbedingt von den Männern akzeptiert werden möchte und den verantwortungsbewussten Zugführer Renè. Wir erfahren durch sie und andere, wie unterschiedlich die Empfindungen und die Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit unter dem Druck des Kollektivs sein können und wie wenig davon nach außen dringen darf; was es bedeutet, keinerlei Privatsphäre mehr zu haben, komplett vertrauen zu müssen und sich dennoch fremd zu bleiben. Es entsteht ein komplexes Bild einer in sich geschlossenen Welt, in der die Entscheidungen einzelner das Schicksal vieler bestimmen - und deren Folgen sie alle ein Leben lang mit sich tragen werden. Mich begeistert an diesem Buch besonders, dass Giordano Charaktere gewählt hat, die so wahrscheinlich mehr oder weniger in jeder Truppe zu finden sind, ohne es ihnen jedoch an Komplexität fehlen zu lassen. Er schafft es, das abstrakte Leben zwischen der Ferne eines Krieges im Nirgendwo und der vermeintlichen Nähe zu Heimat und Familie, die durch den sekundenschnellen Knopfdruck des Senden-Buttons auf dem Computer entsteht, greifbar zu machen. Mit seiner klaren, schnörkellosen Sprache, manchmal fast im Nebensatz, erschließt er die persönlichen emotionalen Untiefen Einzelner genauso wie die eines aussichtslosen Krieges, der die Soldaten nicht einmal persönlich berührt. Natürlich handelt es sich um einen Roman, doch schafft Paolo Giordano es, Einblick in eine Welt zu gewähren, die, zumindest mir, bis dahin in jeder Hinsicht fremd war, und die über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus ihren ganz eigenen Regeln gehorcht.  Meine Empfehlung: Unbedingt Lesen!

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  • Ein merkwürdiges Buch

    Der menschliche Körper

    Girl56

    Nachdem ich vor einigen Jahren „Die Einsamkeit der Primzahlen“ von Paolo Giordano gelesen habe und von diesem Buch ganz eigenartig berührt war, war ich nun recht neugierig auf dieses zweite Buch des jungen italienischen Schriftstellers. Ich habe nun „Der menschliche Körper „gelesen (obwohl ich eigentliche keine Bücher über den Afghanistankrieg lesen mag, weil ich diesen militärischen Einsatz einfach nur als schlimm, hoffnungslos, nutzlos und erfolglos empfinde), und weiß nicht recht, was ich dazu schreiben soll. Der Roman als solcher ist in drei Abschnitte eingeteilt, sie spielen vor, während und nach dem Einsatz einer Gruppe junger italienischer Soldaten in Afghanistan. Doch gerade der erste Abschnitt enthält Szenen und Momente, bei deren Lektüre ich schallend lachen musste. Giordano liefert da z. B. die perfekte Karikatur eines italienischen Muttersöhnchens („Ietri“) und seiner „Mama“, die ihrem Bübchen noch kurz vor dem Abflug der ganzen Truppe persönlich die Nägel schneiden möchte. Ich war über mein eigenes Lachen fast erschrocken (darf das denn sein? oder…)! Aber auch im zweiten Teil, die Gruppe um Arzt Alessandro Egitto und Feldwebel René ist nun ein einem trostlosen Camp nahe Herat, beschreibt Giordano seine Helden und ihre oft öde Lage mit merkwürdiger Ironie. Selbst die schreckliche Fleischvergiftung der kompletten Gruppe bietet ihm Platz für Spott (Rauferei um den Platz auf der Latrine). Ernster wir es erst, als die Helden René , Cederna (ein schrecklicher Macho und übler Kameradenquäler), Ietri und die anderen bei einem Einsatz in einen fürchterlichen Hinterhalt der Taliban geraten, und durch schlimme Fehlentscheidungen (der Arzt und auch der Feldwebel sind daran beteiligt) einige ihrer Kameraden verlieren. Dieses Ereignis wird die Überlebenden für immer zeichnen und bei einigen Charakteren (A. Egitto, René, Cederna)können wir im dritten Teil des Buches lesen , wie dieses Trauma ihr Leben in Zukunft prägen wird (posttraumatische Belastungsstörung). Ich kann für mich kein abschließendes Urteil über die literarische Qualität dieses Buches fällen. Es ist oft seltsam unharmonisch, auch unentschlossen. Viele Gedanken erscheinen nicht ausgreift, aber vielleicht ist das auch dieser Thematik und der Realität des Einsatzes westlicher Truppen in Afghanistan geschuldet.

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