Paolo Giordano Die Einsamkeit der Primzahlen

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Inhaltsangabe zu „Die Einsamkeit der Primzahlen“ von Paolo Giordano

Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.In einer ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost. (4 CDs, Laufzeit: 4h 40)

Ein schlimmes Erlebnis in der Kindheit bringt zwei zerstörte Menschen hervor. Die ihr Leben lang auf der Suche sind und doch einsam bleiben.

— black_horse
black_horse

Traurig, melancholisch

— Leserin71
Leserin71

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  • Die Einsamkeit zerstörter Seelen

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    black_horse

    black_horse

    Ein Junge, der in einem Moment des Egoismus seine geistig zurückgebliebene Schwester im Stich lässt - und nie mehr wieder sieht. Ein Mädchen, dass in der Einsamkeit des Schnees verloren geht und eine Behinderung zurückbehält. Zwei junge Menschen, die durch Erlebnisse in ihrer Kindheit fürs Leben zerstört sind. Mattia und Alice treffen sich in der Schule. Sie sind beide einsam und strafen ihre Körper für ihr seelisches Leiden. Der eine durch Selbstverletzung, die andere durch Hungern. Sie merken, dass sie etwas eint, genießen ihre Freundschaft und doch trennen sich ihre Wege wieder, als Mattia, der mathematisch hochbegabt ist, nach dem Studium das Land verlässt. Ein bedrückender Roman über die Verletztlichkeit kindlicher Seelen. Über ein Leben in Einsamkeit. Über die Schwierigkeit, Anschluss zu finden an das "normale" Leben. Nicht einfach zu hören/lesen, aber doch lohnenswert.

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  • Es waren zwei Königskinder...

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    Leserin71

    Leserin71

    04. July 2014 um 07:55

    ... die konnten nicht zueinander kommen. Alice und Mattia tragen beide seit ihrer Kindheit an einem Problem. Alice ist magersüchtig, wird von ihren Klassenkameradinnen gemobbt, während Mattia sich schuldig fühlt am Verschwinden seiner Zwillingsschwester und sich deshalb ritzt. Sie fühlen sich von einander angezogen und bleiben dabei aber doch allein  - wie Primzahlzwillinge. Daniel Brühl hat mir das Buch mit seiner angenehmen Stimme vorgelesen. Die Einblicke in die Seelen der beiden ließen mich nicht kalt, ich litt in einer gewissen Art und Weise mit ihnen mit. Die innere Spannung war am Ende fast unerträglich. Gefallen hat mir, dass Mattia Mathematiker geworden ist und sich und Alice als Primzahlzwillinge sieht - nebeneinander aber doch getrennt.

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  • Buchverlosung zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    Janine2610

    Janine2610

    Hallo ihr Lieben!

    Auf meinem Blog gibt es bis zum Freitag, 9. Mai 2014, 18 Uhr wieder eine Hörbuch-Verlosung zu "Die Einsamkeit der Primzahlen". ☺

    Leser meines Blogs zu sein ist keine Voraussetzung! ;-)

    Besucht mich doch und macht mit:

    http://janine2610.blogspot.co.at/2014/05/klick-gewinnspiel.html#comment-form

    Wünsche euch viel, viel Glück!

    ♥ Janine

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  • Einsamkeit

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    vormi

    vormi

    Schade, überhaupt nicht mein Fall. Ich war immerzu hin- und hergerissen zwischen Ekel und Unverständnis.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    buchprinzessin

    buchprinzessin

    19. May 2012 um 12:31

    Audio CD Verlag: Random House Audio Editionen; Auflage: gekürzte Lesung (19. September 2011) Zwei Kinder, zwei Familien, zwei Schicksale: Da ist Alice, deren Vater seiner Tochter einen Skikurs aufdrängt, die das aber gar nicht will, Angst hat, ein „Hosenscheißer“ zu sein, schließlich verunglückt und ein steifes Bein zurückbehält. Und da ist Mattia, der einmal, nur ein einziges Mal nicht auf seine behinderte Zwillingsschwester aufpassen wollte, und das mit fatalen Folgen. Alice hat es schwer in der Schule, wird aufgrund ihrer Behinderung gehänselt und gemobbt von der „Vier- Zicken- Phalanx“, einer "geschlossenen, gnadenlosen Front", geradezu gequält. „Dir ist es ganz egal, dass du mein Leben zerstört hast.“ Sie hasst ihren Vater, gibt ihm die Schuld für ein nicht gelingen wollendes Leben. Ebenso wie Mattia, den sie während der Schulzeit kennen lernt, trägt sie sich mit Schuldgefühlen: nie hat sie dem Wunschbild des Vaters entsprechen können. Tiefe Wunden auch bei Mattia, der die unausgesprochenen Vorwürfe der Eltern fühlt. Auch er zieht sich in sich zurück und was Alice die Essstörungen, das sind Selbstverletzungen für ihn. Sehnsüchte, verborgene Liebe auf beiden Seiten, und nirgendwo ein Weg sie auszuleben, mitzuteilen, die Wunden der Kindheit und Jugend zu überwinden. Nur immer wieder die starke gegenseitige Anziehungskraft: „...zwei Menschen, die im jeweils anderen die eigene Einsamkeit wiedererkannt hatten.“ Als „sensationelles Romandebüt“ wird er gefeiert, der junge Autor aus Turin und in der Tat, es ist auffällig, geradezu ergreifend, dass ein junger Mann, Jahrgang 1982, über 370 Seiten hinweg ohne Mühe und Schwächen sich so tief in die zwei Seelen seiner Protagonisten begeben kann. Überaus einfühlsam, so, dass man Verletzungen fast wie selbst erlebt empfindet, es stellenweise fast körperlich weh tut, dem Schicksal von Alice und Mattai zu folgen. Ein schmerzhafter, aber sehr warmherziger Roman über das Erwachsenwerden und die Wunden der Kindheit. Alice macht ihren Weg als Fotografin, begegnet Mattia, der Mathematik studiert immer wieder in ihrem Leben, und obwohl sie beide wie füreinander bestimmt scheinen, bleibt die entscheidende Frage: „Du musst dich nur entscheiden. Gehst du oder nicht. 1 oder 0, wie ein binärer Code.“ Bei der Frage Lesen oder Nicht-Lesen ist die Antwort absolut eindeutig und schnell gegeben: Unbedingt lesen! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... Schon der Titel löst Beklemmung aus: Das Bild der Primzahlen, isoliert von anderen und einsam, wie Menschen, die mit der Unmöglichkeit leben, sich jemals zu berühren, Nähe zu empfinden, zueinander zu finden. Diese Unmöglichkeit, dass auch tiefste Gefühle diese Distanz brechen könnten, beherrscht von Beginn an den ungeheuer imponierenden und eindringlichen Roman des Italieners. „Die Einsamkeit der Primzahlen“ ist ein interessantes Hörbuch, ohne Zweifel von dem berühmten und sehr talentierten Schauspieler Daniel Brühl gut umgesetzt. Und doch – so leid es mir tut- konnte ich mit der Handlung nicht allzu viel anfangen. Die erste von vier CDs war die schlimmste: ich wollte einfach nicht wissen, wo sich Mattia als nächstes die Haut aufritzt, wo sich Alice tätowieren lässt etc. Dennoch ist der Schreibstil ohne Frage brilliant und der Italiener Paolo Giordano hat den renommiertesten Literaturpreis sehr wohl verdient. Doch die Handlung war nicht so „meins“ und auch mit dem Ende war ich nicht allzu zufrieden. Zu viele unbeantwortete Fragen werden in den Raum gestellt… Ich vergebe 2 Sterne für den exzellenten Schreibstil und einen einfühlsamen Daniel Brühl. "Daniel Brühl liest diesen Bestseller von Paolo Giordano sensibel, fast zärtlich." (Brigitte) "Die Einsamkeit der Primzahlen" erzählt - sprachlich meisterhaft - von Schuld, traumatisierten Seelen und einer unmöglichen Liebe. Klingt anstrengend - und ist doch ein fulminantes Lesevergnügen, denn Paolo Giordano jongliert souverän und phantasievoll mit Bildern und hat eine wundervolle Sprache. Spannend und tiefgründig ist sein Romandebüt, das man, einmal angefangen, nur schwer aus der Hand legen wird." (Peter Twiehaus, ZDF Morgenmagazin)

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    tedesca

    tedesca

    14. December 2010 um 12:13

    "Die Einsamkeit der Primzahlen" ist eine sehr tiefgehende Geschichte über zwei Menschen, die seit ihrer Kindheit zutiefst traumatisiert, ein Aussenseiterleben führen. Alice ist magersüchtig, Mattia verletzt sich selbst, um dem größeren Schmerz der Schuld und des Verlusts zu entgehen. Ihre Eltern resignieren, suhlen sich im Selbstmitleid oder einer übertriebenen Autorität, finden keinen Zugang zu ihren Kindern, die zunehmend vereinsamen. Bis sie als Teenager aufeinandertreffen und im anderen den einzig wahren Freund finden. Andere Beziehungen gehen die beiden nur schwer ein, und selbst diese wenigen Personen verschließen die Augen vor der offensichtlichen Realität. Ein Arzt, der Jahre braucht, um zu realisieren, dass seine Frau magersüchtig ist, lebt wohl auch mehr in der eigenen Wunschvorstellung, ohne sich rechtzeitig mit den komplexen Tatsachen zu konfrontieren, sich wirklich mit der Person an seiner Seite auseinanderzusetzen. Und wie er es dann letztendlich tut, sind seine Motive rein egoistischer Art, vermissen jegliches Einfühlungsvermögen. Der junge Autor schafft Einblicke in zwei Leben, die für mich nur schwer nachvollziehbar sind. Den ganzen Schmerz, diesen selbstzerstörerischen Aspekt beschreibt er relativ trocken, aber nicht herzlos, sondern wertfrei wie eine gute Dokumentation, und trotzdem schwanken die Empfindungen zwischen Rührung, Traurigkeit und Ekel. Ein Buch, das sehr gut geschrieben ist, das ich aber trotzdem nur sehr bedingt weiterempfehlen würde, weil es am Schluss einfach nur eine große Leere hinterlässt. Gelesen wird es eigentlich ganz gut von Daniel Brühl, nur einmal mehr frage ich mich, ob sich da niemand drum kümmert, ob die Sprecher auch die Grundlegen der ursprünglichen Sprache beherrschen, in der ein Buch geschrieben wurde, sodass sie wenigstens die gängisten Namen richtig aussprechen können. Chiara zu Tschiara zu machen, finde ich krass und sehr störend, weil es doch immer wieder vorkommt. Abgesehen davon ist das Hörbuch durchaus brauchbar. Ob es jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, dass es gekürzt wurde, kann man schwer sagen, wenn man den Originaltext nicht kennt. Es gibt einige abrupte Abbrüche, von denen ich mir aber nicht sicher bin, ob die nicht eher Stilmittel als Kürzung sind.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    dyabollo

    dyabollo

    19. November 2010 um 18:30

    Paolot Girodano Jahrgang 1982 !!! hat ein unglaublich berührendes Meisterwerk geschaffen - über zwei Menschen, die wie Primzahlen sind und nicht in die Gesellschaft passen aber auch nie zu einander finden können. Sehr berührend und wirklich lesen- aber auch hörenswert! Sehr gut vorgetragen und von einer Kürzung merkt man ebenfalls nichts. Wer mehr wissen möchte, auf meine Blog gibts eine ausführliche Rezension dazu: http://dyabollo.blogspot.com/2010/11/buch-primzahlzwillinge.html

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    Sonja_Sirsch

    Sonja_Sirsch

    20. June 2010 um 09:03

    "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordana ein sehr ruhig fließendes, melancholisches Buch über zwei in sich gekehrte Persönlichkeiten Alice und Mattia, die durch ihre Fehler in der Kindheit gezeichnet sind. Die Wege der beiden kreuzen sich in ihrer Jugend. Trotz ihrer engen Freundschaft schweben beide immer in ihrer eigenen abgeschirmten Welt aus der keiner der beiden auszubrechen vermag. Was für Alice die Essstörungen, das sind Selbstverletzungen für Mattia.... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Trotz dem nicht wirklich viel passiert, fesselt der Roman. Man hofft doch immer noch auf ein Happy End bis zum Schluß. Auch der Schreibstil ist unglaublich schön. Mit vielen Metaphern weiß Paolo Giordano gekonnt die Gedankenwelt der beiden zu beschreiben. Wer kein actiongeladenes Leservergnügen braucht, sollte sich diesem Buch mal widmen.

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  • Rezension zu "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. December 2009 um 07:29

    Mmmmmmhhhh....Das war mein Gedanke als ich mit diesem Buch fertig geworden bin.
    Ein bisschen melancholisch, es passiert nicht wirklich was, das Buch liest sich einfach so dahin...
    Nicht das schlechteste Buch das ich bis jetzt gelesen habe aber bestimmt auch nicht das Beste.