Paolo Roversi Die linke Hand des Teufels

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Inhaltsangabe zu „Die linke Hand des Teufels“ von Paolo Roversi

Im idyllischen norditalienischen Dorf Capo di Ponte Emilia geschieht ein Mord. Dem Opfer wurde vorab als Warnung eine menschliche Hand geschickt. Die Carabinieri des Dorfes stehen vor einem Rätsel - denn die Hand wurde zuvor jahrzehntelang heimlich in einem Kühlhaus aufbewahrt. Der junge Mailänder Journalist Enrico Radeschi wird zu den Ermittlungen in seinem Heimatort hinzugezogen und stößt bald auf Hinweise, die ihn weit in die faschistische Vergangenheit des Dorfes zurückführen. Die Jagd nach einem teuflischen Mörder hat begonnen.

Wer mit der italienischen Kultur und Sprache nicht vertraut ist, dem könnte es zu Beginn schwerfallen, sich auf das Buch einzulassen.

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  • Sommer in der Bassa!!!

    Die linke Hand des Teufels
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    04. March 2014 um 21:57

    Inhalt:  Es ist August in der Bassa und so wie alle Italiener fahren auch die Eltern von Enrico Radeschi ans Meer! Der pflichtbewusste Sohn kommt extra aus Mailand um den Kater der Familie zu versorgen und ein wenig von seinem Beruf als Journalist abzuschalten.  Doch da wir eine Hand gefunden und kurz darauf gibt es im örtliche Altenheim eine Leiche. Nichts ist da naheliegender, für den Mailänder Chefredakteur, als Radeschi auf den Fall anzusetzen und ihm einen guten Artikel abzuluchsen, da im Sommer auch die Zeitungen unter Sommerloch leiden.  Doch auch in Mailand gibt es eine Leiche, eine junge Frau und das Rätsel eines verschwunden Japaners. Vizequestore Sebastiani fordert Radeschi an, um seine Qualitäten als Hacker in Anspruch zu nehmen.  So pendelt Enrico zwischen Capo di Pont Emilia und Mailand und hilft bei den Ermittlung, wo es geht.  Ob es ihm und den Beamten gelingt die oder den Täter zu überführen müsst ihr schon selber lesen!!!  Meinung:  Roversi hat hier einen ruhigen und beschaulichen Krimi herausgebracht, bei dem man die Hitze des Augusts in der Bassa und der Großstadt förmlich spüren kann.  Liebevoll gezeichnete Charaktere mit ihren ganz einen Macken machen diese Geschichte so lebendig, dass man meinen könnte Maresciallo Boskovic käme jeden Moment mit seiner Zigarre im Mundwinkel um die Ecke.  Das Buch macht wirklich Lust auf mehr von Radeschi, Boskovic, Rizzitano, Sebastiani und Co.  Roversi erzählt in einfachen und kurzen Kapiteln, was einem das Lesevergnügen sehr vereinfacht.  Fazit:  Ein rundum gelungener ruhiger und doch spannender Krimi, voller liebenswürdiger Protagonisten und spannenden Handlungen!!!  Für alle, die sich an Krimis ohne viel Blutvergießen und Ekelbildern erfreuen können genau das Richitge!

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  • Mörderische Hitze in Norditalien

    Die linke Hand des Teufels
    Sabine17

    Sabine17

    03. March 2014 um 20:17

    Im norditalienischen Dorf Capo di Ponte Emilia wird per Post eine menschliche Hand zugestellt. Der Besitzer des verlassenen Hauses wird kurz darauf ermordet. Die beiden Dorfpolizisten stehen vor einem Rätsel, zumal die Hand ein halbes Jahrhundert tiefgekühlt war. Dann greift noch der Mailänder Journalist Enrico Radeschi in die Ermittlungen ein. Er stammt aus Capo di Ponte Emilia und soll für seine Zeitung von dem Mord berichten. Gleichzeitig muss er auch noch dem Vizepräsidenten der Mailänder Polizei bei einem Mordfall unterstützen. Dann tauchen noch weitere Hände und Tote auf und die Ermittlungen werden immer verzwickter. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Paolo Roversi versteht es, die norditalienischen Dorfbewohner mit ihren Eigenheiten so zu beschreiben, dass ich sie bildlich vor mir gesehen habe. Ich habe mich über diese teilweise verschrobenen Personen köstlich amüsiert. Die Schreibweise war flüssig und das Buch ließ sich dadurch unheimlich gut lesen. Dieser Krimi ist der Auftakt einer Serie um den Mailänder Journalisten Enrico Radeschi und ich freue mich schon auf den nächsten Band. Wer Gefallen an Krimis mit eigenwilligen Ermittlern und skurrilen und putzigen Dorfbewohnern hat, für den ist dieses Buch genau das richtige.

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  • Kein gewöhnlicher Krimalroman

    Die linke Hand des Teufels
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2014 um 08:28

    Paolo Roversi erhielt für seinen Kriminalroman DIE LINKE HAND DES TEUFELS den “Premio Camaiore”, einen renommierten Preis für Kriminalliteratur. Er zählt zu einer neuen Generation italienischer Kriminalautoren und wird in Italien hoch gelobt. In Deutschland kommt das Buch nicht ganz so gut an. Mögliche Gründe werden in dieser Rezension aufgezeigt. Die Idee der Geschichte ist schnell erzählt: In Capo di Ponte Emilia geschieht ein Mord. Bald stellt sich heraus, dass dem Opfer eine Hand als Warnung geschickt wurde. Was die Ermittler vor ein Rätsel stellt: diese Hand wurde jahrzehntelang in einem Kühlhaus aufbewahrt. Als der junge Mailänder Journalist Enrico Radeschi zu den Ermittlungen hinzugezogen wird, stößt er auf eigenartige Hinweise und die Jagd nach einem teuflischen Mörder beginnt. Wer mit der italienischen Kultur, Sprache und Literatur nicht vertraut ist, dem könnte es zu Beginn schwerfallen, sich auf das Buch einzulassen. Viele italienische Begriffe werden nicht erklärt und zu viele Namen gleich auf den ersten Seiten genannt, sodass man schnell den Faden verliert. Ansonsten ist der Schreibstil angenehm, teilweise amüsant. Der Autor verhaspelt sich nicht in langen Beschreibungen oder Erklärungen, beschreibt aber ausreichend, dass man sich ein Bild von den Orten und Personen machen kann. Verwirrend sind jedoch vor allem die Mordfälle, die immer wieder, und scheinbar zusammenhanglos, passieren. Der Geschichte fehlt es an Struktur und den Lesern der Überblick. Da sich die Ermittler erst zum Ende des Buches wirklich in Bewegung setzen, entsteht während des Lesens sehr schnell Langeweile. DIE LINKE HAND DES TEUFELS ist kein gewöhnlicher Krimalroman. Beim Lesen merkt man schnell die kulturellen Unterschiede, was sicherlich kein Grund ist, das Buch nicht zu lesen. Man muss sich nur darauf einlassen können und – sollte man den Faden verlieren – immer wieder versuchen, in die Handlung zurückzufinden. Alexa

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. January 2013 um 11:05

    Aufruhr in Capo di Ponte Emilia * Der Mailänder Journalist Enrico Radeschi fährt in seinem Urlaub gerne in sein Heimatdorf Capo di Ponte Emilia. Aber das normale Leben und die Arbeit spietl sich in Mailand ab - was soll ein Journalist, denn auch in so einem kleinen Dorf, in dem fast nie etwas geschieht? das sollte man jedoch ncith zu laut sagen, denn kurz nach seiner Ankunft, wird eine abgehackte Hand per Post verschickt und Enricos Sensationslust und Neugierde geweckt.... * "Die linke Hand des Teufels" ist Paoli Roversis Debütkrimi und dafür ist es auch nicht schlecht. Der Schreibstil ist angenehm und sehr leicht zu lesen, dennoch zieht sich die Geschichte und die Ereignisse um das Dorf und die Mordfälle sehr in die Länge. Viele Leser haben die Handlungsintensität und den Spannungsaufbau mit einem heißen, langen und trägen italinienischen Sommertag beschrieben - und dieses Gefühl teile ich leider. Ein kleines Problem hatte ich auch mit den vielen verschiedenen italienischen Namen und den Personenbeschreibungen mit Berufsbezeichnungen, irgendwann bin ich aber auch damit besser klar gekommen. * Zwar beginnt die Polizei direkt zu ermitteln nachdem die erste amputierte Hand - und später die erste Leiche - aufgefunden wird. Dennoch wirkt es teilweise sehr langatmig, bevor alles richtig ins Rollen kommt. Erschwerend kommt hinzu, dass Enrico, der mit seinen Hackerfähigkeiten eine beliebte Unterstützung der Polizei ist, zwischendurch auch immer mal wieder nach Mailand abkommandiert wird. * Dennoch nimmt das Buch im letzten Drittel etwas an Fahrt und Spannung auf - und ich denke, dass es in seinem nächsten Roman noch besser klappen wird, denn bekanntlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. * Ein interessantes Krimidebüt, dass im Bezug auf Spannung und Handlungsdichte noch ausbaufähig ist, den geneigten Leser aber dennoch zu unterhalten weiß. Ich bin gespannt, was noch kommen wird!

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    parden

    parden

    12. March 2012 um 23:51

    LA MANO SINISTRA DEL DIAVOLO... La mano sinistra del diavolo - so lautet der italienische Titel des Buches. Der für die deutsche Ausgabe wortwörtlich übersetzt wurde, was ich schon erstaunlich genug finde... Der junge Journalist Enrico Radeschi fährt in den Sommermonaten aus Mailand zurück in sein Heimatdorf, um den Kater seiner Eltern zu vesorgen, als diese in den Urlaub fahren. Normalerweise geschieht in Capo di Ponte Emilia nichts Aufregendes, doch nun wird in dem Briefkasten eines leerstehenden Hauses eine amputierte menschliche Hand gefunden. Kurze Zeit später gibt es das erste Mordopfer. Als eine weitere menschliche Hand den Weg in einen Briefkasten findet und ein weiteres Opfer zu beklagen ist, wird klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Radeschi ermittelt gemeinsam mit der Polizei, wobei ihm seine Fähigkeiten als Hacker recht dienlich sind. Dabei laufen die Ermittlungen zunächst mehr als gemächlich an, was sicherlich auch der alles lähmenden Sommerhitze geschuldet ist, die Italiens Norden fest im Griff hält. Zwischenzeitlich reist der Journalist auch noch mehrfach nach Mailand, wo seine Dienste im Rahmen anderer Mordfälle ebenfalls in Anspruch genommen werden. Dadurch geraten die Ermittlungen in Capo di Ponte Emilia zeitweise ebenfalls ins Stocken... Dieser Roman stellt das Debüt Paolo Roversis um den jungen Journalisten Radeschi dar. So wie sich ein Sommertag in der Gluthitze des Nordens Italiens hinziehen mag, so zogen sich für mich ein wenig die Seiten in diesem Roman, vor allem die ersten 2/3 des Buches. Erst im letzten Drittel kam die kriminalistische Dynamik etwas in Fahrt, stellte aber auch keinen Bruch zum sehr gemächlichen Einstieg in die Ermittlungen dar... Der Schreibstil war flüssig zu lesen, allerdings verlor ich zwischendurch immer mal wieder den Anschluss,was wohl hauptsächlich daran lag, dass die vielen verwendeten italienischen Namen der handelnden Personen und ihre teilweise auch italienisch belassenen Berufsbezeichnungen Vicequestore, Maresciallo, Sottotenente (abwechselnd zu ihren deutschen Übersetzungen) mich verwirrten. Oftmals verlor ich den Faden, kam mit den Namen durcheinander und dachte: wer ist jetzt nochmal wer? Insgesamt war das Buch durchaus unterhaltsam und für ein Erstlingswerk gelungen. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht und weniger langatmige Stellen - auch die Auflösung um das Motiv hätte für mich origineller sein können. Ein unkompliziertes Buch, das man am besten im Schatten auf der Flucht vor einem heißen Sommertag genießt...

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    Literatur

    Literatur

    30. December 2011 um 16:43

    In Paolo Roversis Roman "Die linke Hand des Teufels" wird der Mailänder Journalist Enrico Radeschi als Hauptfigur einer neuen Krimi-Serie eingeführt: Er stammt aus dem nordialienischen Dorf Capo di Ponte Emilia und arbeitet inzwischen in Mailand als Journalist. In dieser ersten Folge ist er journalistisch hin und hergerissen zwischen diesen beiden Orten, die für ihn so viel bedeuten: In Capo di Ponte Emilia, wo gewöhnlicherweise eine Beerdigung das spannendste Ereignis im sozialen Leben darstellt, ermitteln Rizzitano und Boskovic im Falle des Fundes einer menschlichen, abgetrennten Hand im Briefkasten eines Mitbürgers. Was steckt hinter diesem grausamen Fund? Die Ermittler und Radeschi müssen tief in der Vergangenheit des Dorfes wühlen und den Konflikt zwischen SS und Partisanen aufarbeiten. In Mailand wiederum versuchen Sebastiani und Sciacchitano die Hintergründe der Ermordung der jungen Frau Debora Vergani aufzudecken. Kann Radeschi auch hier wichtige Impulse geben und journalistischen Erfolg einheimsen? Wird er dem Druck seines Chefredakteurs Beppe Calzolari Stand halten können? Die beiden Handlungsstränge sind spannend und unterhaltend geschrieben, wobei die erste Hälfte etwas anstrengend zu lesen ist, was jedoch die zweite Hälfte durch deutliche Zunahme der kriminalistischen Dynamik wieder bestens ausgleicht. Ich finde es sehr gut, dass Radeschi nicht in den Mittelpunkt gerückt wird, sondern einer von mehreren wichtigen Ermittlern ist. Insgesamt wäre eine bessere Einführung in das italienische Polizeisystem und der dienstlichen Ränge, z.B. im Rahmen eines Glossars, wünschenswert. Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass der oft im Rahmen der Werbung für Roversis Bücher angeführte Vergleich zu Stieg Larson meines Erachtens weit hergeholt ist: Radeschi kennt sich zwar mit Computern sehr gut aus und wendet nicht immer legale Methoden an, um an Informationen zu kommen, dennoch spielen diese Kenntnisse im Roman selbst nur eine untergeordnete Rolle. Außerdem ist der Stil des Romans deutlich nüchterner und formaler gehalten. Ich bevorzuge es deshalb, Radeschi als eigenständigen Ermittler zu sehen, der auch selbst genug Charisma hat, um von sich zu überzeugen! Das Titelbild passt sehr gut zum nüchternen Stil des Romans und erweckt Neugier, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Insgesamt ein guter Einstieg in diese neue Krimi-Serie mit der Möglichkeit, die Protagonisten in den nächsten Romanen weiterzuentwickeln.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    bookorpc

    bookorpc

    11. September 2011 um 21:14

    “Die linke Hand des Teufels” ist der Start einer Kriminalromanreihe vom Autor Paolo Roversi um den Journalisten und Hacker Enrico Radeschi. Inhalt: In seinem Heimatdorf Capo di Ponte Emilia sollte Enrico eigentlich nur “Catsitter” spielen, da seine Eltern im Urlaub sind. Also er dort aber ankommt, wird er gleich auf die Story um den aktuellen Mord, dem eine Warnung in Form einer Hand vorherging, angesetzt. Enrico nimmt Kontakt zu den Carabinieri vor Ort auf, von denen er einen von früher kennt. Mit dessen Hilfe versucht er bei den Ermittlungen mitzuwirken, um als Erster alle wichtigen Fakten zu dem Fall zu erhalten. Des weiteren benötigt an seinem Wohnort der stellvertretende Polizeipräsident Loris Sebastiani seine Hilfe hinsichtlich Computerrecherchen. Meine Meinung: Der Auftakt dieser Reihe ist vollgepackt mit zwei Ermittlungssträngen und Beziehungsproblemen. Diese fand ich übertrieben, da sie zu oberflächlich behandelt würden. Man erhält ansonsten eine gute Charakterdarstellung der einzelnen Personen und ihrer Vorlieben z.B. Zigarettenmarken, Alkoholvorlieben usw. Die Handlungsverläufe in der Geschichte sind unterhaltsam zu lesen, wenn sie auch teilweise nicht neu sind, da sie so ähnlich in anderen Serien bereits vorkommen. Trotzdem fand ich es lesenswert und die kurzen Kapitel sehr angenehm. Die italienischen Begriffe bezüglich der Polizei und der Carabinieri, wie auch die Namen von Personen und Orten, geben wie auch das Cover dem Roman die italienische Note, beim Lesen waren es für mich aber stellenweise Stolpersteine. Fazit: Ein gelungener Start einer neuen Kriminalreihe, die meiner Meinung nach aber noch verfeinert werden könnte.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. August 2011 um 13:20

    Auf dem Dorf passiert nie was, deshalb ist Enrico Radeschi auch lieber in Mailand für die Reportagen über sämtliche spannenden Dinge des Lebens zuständig. Doch kaum hat er Urlaub, findet man just in seinem Heimatort Capo die Ponte Emilia eine abgehackte Hand in der Post. Urlaub hin oder her, der Chefredakteur weiß, wen er vor Ort hat und lässt Radeschi recherchieren. Dank seiner zahlreichen Bekanntschaften hat der Journalist recht schnell einen aufsehenerregenden Artikel beisammen. Als wäre das nicht genug, wird er schon bald nach Mailand zurückbeordert: Dort hat er in Gestalt des stellvertretenden Polizeipräsidenten Sebastiani einen sehr guten Freund, der ihn für eigene Ermittlungen einspannen will. In Mailand wurde eine junge Frau tot in einem Park gefunden und ein Restaurantbesitzer ist verschwunden. Und so pendelt Radeschi zwischen zwei Fällen und zwei Städten hin und her. Flüssig geschrieben ist der Roman und er "flutschte" mir in einem Tag durch die Finger. Für einen richtig guten Krimi aber fand ich es zu hektisch. Radeschi jagt zwischen Capo und Mailand hin und her, mal pfeift ihn der Chefredaktuer wohin, mal Sebastiani. Da muss man auch als Leser dran bleiben, was nicht immer sofort funktioniert. Als wäre der Krimi nicht genug, macht Radeschis Freundin in seiner Abwesenheit Faxen. Hinzu kam, dass italienische Titel und Namen munter vermischt wurden, aber der im italienischen Polizeiwesen unbewanderte Leser eine Zeit brauchen dürfte, um herauszufinden, dass zum Beispiel der Comandante Boskovic gleichzeitig der Mareschiallo, oder kurz Marescià, ist - es hat auch mich ein paar Seiten gekostet. Insgesamt bot sich ein rasch durchlebtes Abenteuer, das - gespickt mit chaotischem Ablauf - nicht allzu arg hängen bleiben wird. Für mich eine nette Unterhaltung nebenher, geüwrzt mit interessanten Informationen zur italienischen Geschichte im zweiten Weltkrieg, aber ein Muss wird die Serie nicht unbedingt. Der Roman liest sich, als wäre er zwar der erste Radeschi-Krimi, der ins Deutsche übersetzt wurde, aber als wäre er bereits der zweite oder dritte einer Serie. Es gibt Bezüge zu Radeschis Vorgeschichte, in der er zum Beispiel bei einer Schießerei das Leben gerettet bekam und wie er einer Betrügerin das Handwerk legte. Das wäre interessant zu wissen.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    lord-byron

    lord-byron

    17. July 2011 um 20:36

    In dem kleinen italienischen Dorf Capo di Ponte Emilia, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wird in einem Briefkasten eine abgetrennte Hand gefunden. Der Mailänder Journalist Radeschi, der gerade das Haus seiner Eltern und deren Katze hütet, mischt sich in die Ermittlungen der Carbinieri ein. Kurz darauf, wird ein alter Mann in einem Seniorenheim erschossen. Hat das etwas mit der Hand zu tun? Als dann auch noch ein Mord in Mailand geschieht, bei dem Radeschi dem dortigen Vicequestore helfen soll, gerät alles etwas außer Kontrolle. Aber das sollen nicht die einzigen Morde bleiben. Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt. Paolo Roversi hat so einen wunderbaren Schreibstil, dass ich mich auf dem Marktplatz des Dorfes wiedergefunden habe. Ich habe die staubige Hitze gespürt, Alte Frauen in schwarzer Witwentracht und junge Mädchen mit ihren Kindern auf der Hüfte getroffen, wie sie miteinander ein Schwätzchen halten. Alte Männer gesehen, wie sie vor der Bar Binda zusammensitzen und diskutieren oder Schach spielen. Einfach wundervoll. Auch die Story des Buches fand ich sehr gelungen. Es war kein "lauter" Krimi mit viel "Hauen und Stechen", sondern eher ein intelligenter Krimi mit interessanten Entwicklungen und überraschenden Wendungen. Mich hat dieser Debütroman sehr begeistert. Ich hoffe, dass es keine Eintagsfliege bleibt, sondern noch viele wunderbare Bücher um den Journalisten Radeschi erscheinen. Jeder Italienfan wird begeistert sein.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    rwe25

    rwe25

    11. July 2011 um 14:38

    In Capo di Ponte Emilia, einem kleinen beschaulichen Dorf in Norditalien, taucht eine abgetrennte Hand im Briefkasten auf. Die herbeigeeilten Dorfbewohner beginnen aufgeregt zu mutmaßen, was hier wohl passiert sein mag. Der Journalist Enrico Radeschi ist zufällig auf Heimaturlaub im Dorf und beginnt gemeinsam mit der Polizei zu ermitteln, was hinter dem mysteriösen Fund steckt. Das Bizarre an diesem Fall ist: Die gefundene Hand ist schon ziemlich alt ist und wurde über Jahrzehnte irgendwo tiefgekühlt zwischengelagert, um jetzt auf so grausame Weise exponiert zu werden. Doch bei der einen abgetrennten Hand bleibt es nicht. Nach und nach tauchen neue Leichen auf, und auch im benachbarten Mailand muss sich ein Commissario mit Leichen herumschlagen. Beide Fälle scheinen überdies miteinander in Verbindung zu stehen. Paolo Roversi schreibt wunderbar leicht und mit einem Augenzwinkern, das die doch eher makabere Geschichte in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Leider fehlte mir an machen Stellen der Überblick und somit das Lesevergnügen. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass die vielen verwendeten italienischen Namen der handelnden Personen und ihre teilweise auch italienisch belassenen Berufsbezeichnungen Vicequestore, Maresciallo, Sottotenente (abwechselnd zu ihren deutschen Übersetzungen) mich verwirrten. Am Ende waren wohl weit weniger Personen in die Handlung involviert als von mir verstanden, weil sich jeweils die gleichen Leute hinter drei bis vier verschiedenen Namen verbargen.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    Toschi3

    Toschi3

    22. May 2011 um 10:58

    Der freie Journalist Enrico Radeschi bekommt im heißen italienischen Sommer jede Menge zu tun: in seinem Geburtsort, dem Dorf Capo di Ponte Emilie, wird eine Hand gefunden, kurz darauf geschieht ein Mord. Gleichzeitig wird in seiner neuen Heimat, Mailand, ebenfalls ein Mordopfer entdeckt. Sein Chefredakteur hetzt ihn zwischen beiden Orten hin und her, damit seiner Zeitung ja kein Detail entgeht. Mit diesem Krimi legt der Autor Paolo Roversi den Auftakt zu einer neuen Ermittler-Reihe vor. Als etwas chaotisch und trotzdem sympathisch lernen die Leser mit Enrico Radeschi in diesem Fall kennen. Etwas chaotisch ist aber nicht nur Radeschi sondern leider auch der Aufbau des Buches. Auch wenn ich mit Büchern mit vielen Szenenwechseln kein Problem habe, war es für mich doch nicht gerade einfach, den verschiedenen Handlungssträngen zu folgen. Etwas verworren kommt die Geschichte dadurch leider daher. Der Schreibstil des Autors ist hinsichtlich Satzbau und Lesbarkeit sehr gut, dennoch wurde ich mit dem Buch nicht warm. Insgesamt waren es mir für 315 Seiten einfach zu viele Morde, Verwicklungen, Verdächtige und vermeintliche Tatmotive. Weniger wäre hier mehr gewesen. Die langatmigen Erklärungen am Ende haben nicht gerade dazu beigetragen, das Buch mehr zu mögen. Lediglich die wunderbar verschrobene Darstellung des Dorfes Capo die Ponte Emilia und seiner Bewohner hat dem Buch am Ende noch zu drei Sternen verholfen. Hoffentlich werden die Nachfolger etwas strukturierter, denn eigentlich hat der Autor viel Potential. Fazit: Krimi mit italienischem Flair, aber leider vom Autoren zu viel gewollt.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    Nefret

    Nefret

    01. May 2011 um 17:26

    In dem italienischen Dorf Capo di Ponti Emilia wird ein alter Mann ermordet. Vorher lag in seinem Briefkasten eine menschliche Hand, die mehrere Jahrzehnte eingefroren war. Die Polizei ermittelt. Auch der Mailänder Journalist Enrico Radeschi stellt Nachforschungen an. Dann passiert ein weiterer Mord und wieder taucht eine Hand auf. Die angekündigte Offenbarung ist "Die linke Hand des Teufels" leider nicht. Aber zumindest ein unterhaltsamer Krimi, der sich flüssig lesen lässt. Mir gefiel Paolo Roversis Schreibstil äußerst gut. Ab und zu blitzte skurriler Humor hervor. Leider gab es viele Anspielungen auf Schauspieler, Filme oder Sänger, die ich nicht kannte, so dass diese nahezu spurlos an mir vorüber gingen. Obwohl Italien geographisch viel näher als die USA liegt, bin ich mit der amerikanischen Popkultur wesentlich vertrauter. Ein weiteres Problem war, dass ich mit den vielen Figuren, ihren Namen und Bezeichnungen, die nicht übersetzt wurden, nicht selten durcheinander kam. So blieb ich immer distanziert, hatte aber auch kein brennendes Interesse, zurückzublättern und nachzulesen.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    Peanutsky

    Peanutsky

    18. April 2011 um 12:30

    Ein Krimi in seiner reinsten Form Die Hauptperson Radeschi, ein idealistischer Reporter, ist zurück in seinem Heimatdorf in dem in einem Briefkasten eine abgetrennte Hand gefunden wurde. Sofort unternimmt er die Ermittlungen gemeinsam mit dem ortsansässigen "Maresciallo" Boskovic, welche jedoch immer wieder unterbrochen werden da Radeschi von seinem Freund Sebastiani nach Mailand abberufen wird, da dieser dort einem eigenen Verbrechen auf der Spur ist. "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi hat micht tatsächlich sehr überzeugt. Endlich ein Autor der es seinen Lesern zutraut dessen Ironie zu verstehen und der daher sehr viel Komik aufbaut ohne dass seine Charaktere darunter zu Schaden kommen. Dadurch hat Roversi es geschafft einen sehr eigenen Schreibstil zu entwickeln mit einem hohen Erkennungswert. Während man beim Lesen die Protagonisten in jeder Aktion und jeder Beschreibung näher kennenlernt, hat man auch das Gefühl ganz leise im Hintergrund dem Gemüt des Autoren selbst nahe zu kommen. Der Schreibstil zeichnet sich auch über einige plötzliche Zeit und Ortwechsel mitten in einem Absatz aus. Diese Tatsache führt zu einem schnellen und dynamischen Lesen, welches dazu auffordert immer konzentriert dem Geschehen zu folgen und sich nicht an bestimmte Momente festzuklammern. Konservative Leser werden es hier schwer haben, denn Roversi denkt nicht daran uns an die Hand zu nehmen und jeden Schritt zu erklären sondern fordert uns ab ihm zu vertrauen und ihm auf seinem wilden Flug durch seine Satzstrukturen zu folgen. Die Charaktere dieses Buches haben Charakter und diese kommen besonders in der Interaktion miteinander zur Geltung. Gerade die Gespräche zwischen Radeschi und Sebastiani sind ein Genuss zu verfolgen, da diese gespickt sind mit Charme und Spontanität. Allgemein lassen sich die Beziehung der Protagonisten untereinander am besten beschreiben mit folgender "Weisheit": Was sich liebt, dass neckt sich!". Auch die Kombination zwischen Boskovic und seinem unerfahrenen und etwas langsameren "Brigadiere" Rizzitano hat mir sehr gut gefallen. Gerade die Situationen in denen der erfahrene und intelligente Boskovic immer wieder über das arglose Wesen von Rizzitano stolpert, waren immer wieder amüsant zu verfolgen. Dabei hat der Autor es auch hier wieder fantastisch verstanden die Grenzen des feinen Humors einzuhalten und nicht ins lächerliche abzutriften. Die Charaktere des Buches sind ausserdem sehr glaubhaft und menschlich gehalten. Keiner der Komissare wurde hier heroisiert und macht diese daher umso glaubhafter. Ebenso hat mir die realistischen Ansichten des Buches gefallen. Der Autor maßt sich hier kein "die Guten werden belohnt und die Bösen bestraft" im klassischen Sinne an und bietet dem Leser daher kein verqueres Lügengerüst an nur um diesem Leisatz gerecht zu werden. Daher hat mir gerade die Lösung am Ende sehr gefallen. Im Buch wird auch sehr viel mit den italienischen Klischées und Traditionen gespielt, welches sich somit auch ideal erweist für eine internationale Veröffentlichung was nun ja bereits geschehen ist. Etwas kritischer betrachte ich folgendes: Das Buch ist männlich und Frauen spielen hier nur eine sehr untergeordnete Rolle. Die Männer hatten zu den Frauen immer eine sehr oberflächlich und eher negative Beziehung. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass der Autor damit eine Aussage treffen wollte, sondern dass er sich voll und ganz auf seine männlichen Charaktere konzentrieren wollte und die Frauen nicht in den Vordergrund gerückt werden sollten sondern nur zur genaueren Beschreibung und Definition der Männer dienten. Dies sah ich in diesem Zusammenhang aber nicht als Statement an und ich denke ein Buch das sich auf ähnliche Weise an den Männern bediehnt gibt es ja zu Haufen auf dem Markt und nennt sich: "Lustige Frauenromane" Was mir aber am positvisten aufgefallen ist, ist das dieses Buch ein Krimi ist und auch bleibt. Im Gegensatz zu all den Krimis der heutigen Zeit versucht dieser nicht durch große Action- oder Liebeszenen abzulenken. Dieser Autor benötigt all diese Knallereffekte nicht, denn er kann allein durch seinen clever erdachten Plot und seine eigenständigen Charaktere überzeugen. Paolo Roversi ist ein sehr begnadeter Autor, der auf Qualität und nicht auf Quantität setzt und daher bin ich schon sehr gespannt auf die nächste Übersetzung seines Nachfolgekrimis um Radeschi und seine Gefährten.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    DaLola12

    DaLola12

    23. March 2011 um 15:59

    Wir befinden uns in Capo di Ponte Emilia, irgendwo in der Poebene Italiens und eigentlich liegt hier der Hund begraben oder etwa doch nicht? Erst verstirbt Pietro Caramaschi, allen als Giasér bekannt, 84-jährig und will ein Begräbnis ohne kirchlichen Segen aber mit kommunistischen Freunden und dann findet der Postbote Ruini auch noch eine abgehackte Hand. Auf einmal ist da doch einiges los und die Carabinieri müssen ermittlen. Rizzitano sammelt die Informationen, aber viel bekommt er nicht raus, ausser das in dem verfallenen Haus Davoli wohnen soll, den alle nur Dievel nennen, ein Analphabet, der sein Leben zwischen Waisenhaus und psychatrischen Einrichtungen verbracht hat. Der Brief, den der Postbote jedoch in den Briefkasten stecken wollte war an einen Rudoph Mayer adressiert, irgendwie komisch. Und der Reporter Radeschi, der gerade erst aus Mailand gekommen ist um das Haus seiner Eltern zu hüten ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort um eine vielleicht ganz große Geschichte zu schreiben. Die Geschichte wird immer komplizierter, als der abgetrennten, eingefrorenen Hand auch noch ein Toter folgt, Attilio Spinelli und als hätten der Maresciallo Boskovic und sein Brigadiere Rizzitano nicht schon genug mit dem einen Mord zu tun kommt es noch zu weiteren Morden mit abgetrennter Hand als Vorboten. Als erstes wird ein Albaner, Juri Mokus, verhaftet, da dieser jedoch den Mord an Spinellin nicht begangen hat und zwischenzeitlich eine 2. abgetrennte Hand auftaucht muss die Polizei ihn laufen lassen. Als nächsteswird Annibale Reggiani tot aufgefunden und das Rätselraten geht weiter. Zwischenzeitlich kommt es in Mailand noch zu zwei Morden, die indirekt mit denen in Campo di Ponte Emilia im Zusammenhang stehen. So muss also der Reporter Radeschi seine Hackertätigkeiten auch für den Vicequestore Sebastiani zur Verfügung stellen, um die Morde an Debora Vergani und Daisuke Nakatomi aufzuklären. Es stellt sich heraus, dass diese nichts mit den Morden in Campo di Ponte im Zusammenhang stehen, dennoch können diese aufgeklärt werden. Es war eine Fehde zwischen zwei Restaurantbesitzern und eine verschmähte "Liebe" die letztlich in tödlichem Ausgang für alle Beteiligten. Nun konnten aber auch die Albaner in Mailand gefasst werden und es stellt sich heraus, dass sie nichts mit den Morden in Capo di Ponte zu tun haben. Also ist Radeschi wieder in Capo di Ponte un dlangsam schliesst sich der Kreis, weil es offensichtlich ist, dass die Morde in Mailand nichts mit denen in Capo di Ponte zu tun haben. Dem Maresciallo lässt dies keine Ruhe. Des Rätsels Lösung kann hier allerdings nicht vorweg genommen werden, da ansonsten der ganze Spannungsbogen verloren gehen würde. Ein gelungener Kriminalroman.

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  • Rezension zu "Die linke Hand des Teufels" von Paolo Roversi

    Die linke Hand des Teufels
    anyways

    anyways

    14. March 2011 um 14:30

    Enrico Radeschi, seines Zeichens freiangestellter Reporter der Mailänder Zeitung „ Corriere“ mit stiller Passion als Computerhacker, wird von seinen Eltern in heimatliche Capo di Ponte Emilia beordert. Als Catsitter! Er freut sich auf erholsame Wochen, denn bisher haben seine Eltern ihren Urlaub am Meer immer verlängert. Doch weit gefehlt, findet nicht der alte Postbote Ruini beim Zustellen eines Briefes vor einem alten verlassenen Haus, eine abgehakte Hand. Sogleich wittert Radeschis Chef Calzolari eine super Story und da es in seinem Wortschatz keinen „Urlaub“ gibt wird Radeschi flugs rekrutiert, um ihm besagte Story zu liefern. Aber nicht nur an der heimatlichen Front wird Radeschi gebraucht, auch der stellvertretene Polizeipräsident von Mailand, Loris Sebastiani, fordert in Ermangelung eines eigenen PC-Spezialisten, seine speziellen Dienste. Fortan pendelt er als „fliegender“ Reporter zwischen Mailand und Ponte Emilia. Geradezu grotesk findet er die Tatsache, dass immer wenn er dem einen Ort den Rücken kehrt an diesem ein Verbrechen geschieht. Schließlich warten in Mailand das Verschwinden eines Sushi-Kochs und die Leiche einer jungen Versicherungsangestellten, während im Heimatdorf weitere Körperteile und zudem noch die Leichen hingerichtete alte Männer auftauchen. Ein gnadenlos gutes Krimidebüt des jungen Autors Paolo Roversi. Mit einem, ich würde fast sagen typisch italienischen Sprachstil, erzählt er geschickt über Rache, Neid und Missgunst. An die schnell wechselnden Orte und Personengruppen muss man sich allerdings gewöhnen. Sie geben trotzdem Schwung und halten den Leser konstant gefesselt. Mit Giorgio Boskovic, Commandante der Carabineri und stolzer Besitzer eines im zugelaufenen Gürteltieres, Rizzitano, Brigadiere der Carabineri und Schulfreund von Enrico sowie Klatschbase des Ortes, und allen voran mit dem leicht übergewichtigen und in Liebesdingen blinden Radeschi hat er recht eigenwillige und sympathische Typen erschaffen. Jedem dieser räumt er genug Platz in seinem Roman ein. Die dörfliche Umgebung und die Geflogenheiten der dortigen Bevölkerung skizziert er so gut, dass man sich vieles lebhaft vorstellen kann und sich immer „mittendrin“ befindet. Allen in allem kann Paolo Roversi sehr wohl, und wie von mir erhofft, den Vergleich mit dem großen Andrea Camilleri antreten und gut bestehen.

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