Paolo Roversi Milano Criminale

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Inhaltsangabe zu „Milano Criminale“ von Paolo Roversi

Der 27. Februar 1958: Ein ganz normaler Tag in der Via Osoppo, mitten in Mailand. Aus dem Nichts tauchen sieben Bewaffnete auf. Sie rauben vor Aller Augen einen Geldtransporter aus. Und landen den größten Coup in der Geschichte Italiens. Die Menschen feuern die Räuber an. In diesen Zeiten, in denen Armut und Hunger herrschen, sind die Männer Helden, weil sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Unter den Zuschauern befinden sich zwei Jungen, Roberto und Antonio. Angesichts dieser unglaublichen Tat trifft jeder für sich eine Wahl, die sein Leben für immer verändern wird. Ihre Geschichte beginnt in diesem einen Moment. Roberto wird einer der meistgesuchten Gangster Italiens. Eine Legende. Antonio wird Polizist. Ein Jäger, der die größten Verbrecher Italiens – auch Roberto – fassen und dafür alles riskieren wird.

Milano Criminale ist ein großer Roman, geschrieben mit Coolness und Raffinesse.

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    Milano Criminale

    walli007

    15. February 2015 um 19:59

    Am Valentinstag zu lesen begonnen führte dieses Buch zurück in die Vergangenheit. Über eine Zeitspanne von etwas über zehn Jahren beginnend 1958 kann man die Geschichte Antonios und Robertos verfolgen. Antonio wird mit vierzehn Zeuge eines Überfalls, auch wenn die Polizei ihn nicht beachtet, so beobachtet er doch das Handeln der Beamten. Sein Entschluss steht fest, er wird Bulle, egal, was seine Eltern dazu sagen. Ganz anders Roberto, dessen Herz eher den Gangstern zufliegt und der aufgrund eines Dummejungenstreichs schon im Alter von nur acht Jahren zum ersten Mal im Knast landet. Im laufe der Jahre kommt es immer wieder zu kurzen Begegnungen zwischen den Beiden. Antonio muss sich der auch nicht immer schönen Realität des Polizistendaseins stellen, während Roberto seine Verbrecherkarriere hegt und pflegt. Mailand, den weit entfernt lebenden Menschen eher als Modemetropole bekannt, wird hier auch als ein Ort der Kriminalität beschrieben. Raubüberfälle, Einbrüche, Gaunereien, denen die Polizei manchmal machtlos gegenübersteht. Teilweise werden die Räuber von den Armen verehrt, weil sie einen gewissen Ehrenkodex einhalten, während die Polizei mitunter nicht viel Rückhalt in der Bevölkerung hat. Dennoch soll Recht und Ordnung hergestellt werden und den gewieften Ermittlern gelingt es doch zumindest einige der Verbrecher festzusetzen. Historisch fundiert beschrieben gibt der Roman einen Überblick über die Geschichte einer unbekannten Stadt. Gesellschaftliche Umbrüche, Armut, Verbrechen spielen eine herausragende Rolle in diesem Buch. Es scheint, als dienten die Protagonisten oder Antagonisten eher der Verdeutlichung der Gegensätze, für die sie stehen, als dass sie ein wahrhaftes Schicksal erfahren. Das macht zwar die Schilderung der Geschichte sehr anschaulich, allerdings den Roman als solches auch etwas trocken. Interesse an diesem Stück italienischer Historie wird ohne Zweifel geweckt, große Gefühle allerdings nicht ausgelöst. Der Autor hat eine Art des Ausdrucks gewählt, die zwar angenehm zu lesen ist, jedoch sicher nicht jeden Leser gefangen nehmen wird.  3,5 Sterne

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  • Milano Criminale

    Milano Criminale

    didionline

    Roversi beschreibt in seinem Roman anhand zweier sich gegenüberstehender Figuren, dem Polizisten Antonio Santi und dem Verbrecher Roberto Vandelli, die Blütezeit der Mailänder Unterwelt von Ende der fünfziger bis Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Dabei setzt er nicht unbedingt auf Spannung, sondern vielmehr auf eine umfassende Milieuzeichnung, in deren Mittelpunkt zum einen die Ligera, die verblassende Welt der Kleinganoven, zum anderen die entstehende Studentenbewegung und später die Radikalisierung dieser beiden Gruppierungen stehen. Mit Hilfe von Literatur, Musik, zeitgeschichtlicher Ereignisse und vielen anderen Einzelheiten zeichnet Roversi ein lebendiges Bild dieser unruhigen Zeit. Langatmig wird der Roman trotz der vielen Details aber keineswegs, dafür sorgt schon allein der schnelle Wechsel des aus mehreren hundert Kapiteln bestehenden Werks.

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    Arun

    09. March 2014 um 22:36
  • Als das Verbrechen „professionell“ wurde in Milano

    Milano Criminale

    michael_lehmann-pape

    29. May 2013 um 08:10

      Es ist zunächst der Abgesang der „Ligera“ Mailands, die zu Beginn des Romans in den Raum gestellt wird. Jener romantisch verbrämten Gruppe eher Kleinkrimineller. Anfang der 50er Jahre tauchen organisierte Banden auf, schwer bewaffnet, die nicht die „kleine Kasse“ am Kiosk mitgehen lassen, sondern Geldtransporter, Banken und Juweliere überfallen.   Deren Geschichte erzählt Roversi in Romanform, lose zusammengehalten durch die Entwicklung zweier Männer, die als Kinder den ersten dieser „Großüberfälle“ mit angesehen haben und daraufhin eine Lebensentscheidung je treffen, die beide zu Feinden machen wird.   Antonio entbrennt in Verehrung zum legendären Commissario Nicolosi. Der nicht nur dieses Verbrechen umgehend aufklären wird und auch den Boss der Bande trotz eines bestechenden Alibis und einer Flucht nach Südamerika fassen wird.  Polizist, das will Angelo werden und wird es auch später. Als direkter Untergebener des Commisario.   Auch Roberto beobachtet den Überfall. Für den damals achtjährigen ist es klar, dass er einmal ein smarter, nicht zu fassender, „intellektueller“ Verbrecher werden wird. Begonnen hat er schon mit diesen Tigern, im Käfig. Und auch er wird seinen Weg machen.   Zwei Wege, die sich lose, am Ende des Buches dann direkt begegnen werden. Im Laufe von Jahren der Ausbildung, Eheschließung, Lieben, Verrat, Erfolge und Misserfolge auf beiden Seiten. Wobei letztlich im Buch gilt: „früher oder später kriegen wir Euch alle“. Vor allem, wenn Nicolosi in Spur geht, der sein gesamtes privates Leben auf dem Altar der Polizeiarbeit geopfert hat und alleine schon für die Legitimierung seines persönlichen Lebens den Erfolg sucht und braucht.   Im Gesamten täuscht der Klappentext des Buches etwas. Roberto und Antonio sind eher eine lose Klammer, deren Geschichte immer wieder vertiefend aufgegriffen wird. Wobei diese Vertiefungen gerade auch der privaten Entwicklungen auch jene Momente im Buch sind, in denen Roversi erkennbar von seinem ansonsten eher halbdokumentarischem Stil abweicht und dort eher in Romanform verfällt als im Gros des Buches, das in weiten Teilen an eine sachliche, leicht distanzierte Reportage erinnert. In deren Mittelpunkt viele Geschichten stehen, von einzelnen Großkriminellen, von Banden, die fast schon eine romantische Verehrung „im Volk“ erfuhren. Deren Aufstieg, Arbeitsweise, Hintergründe, Fehler, die Fahndung nach denselben und das zur Strecke bringen macht gut zwei Drittel des Buches aus, bevor im Schlussteil dann Antonio und Robertino einander immer näher kommen werden.   Durchaus informativ, die Atmosphäre Mailands und Oberitaliens der späten 50er und 60er bis Anfang der 70er Jahre genau treffend, mit vielen Details was Autos, Überfälle, Fahndung, aber auch den Aufbruch jener Jahre, die Musik, die Revolten angeht, lässt sich das Buch sehr gut lesen. Spannung allerdings will nicht auftauchen, wozu nicht nur der eher distanzierte Erzählstil Roversis beiträgt, sondern auch die mangelnde emotionale Bindung des Lesers an einzelne Figuren im Buch. Zwar rückt Roversi seine Hauptpersonen durchaus hier und da auch „privat“ nahe, dies geschieht aber zu selten, als das der Leser emotional wirklich Partei ergreifen würde und sich um den ein oder andern „sorgen“ würde.   Unterhaltsam, sorgfältig recherchiert und informativ aber allemal.

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  • Ein sehr italienisches Werk!

    Milano Criminale

    Callso

    20. May 2013 um 08:53

    Die Mailänder Unterwelt Ende der Sechziger Jahre. Fast hilfos agiert die Polizeit und hat echte Schwierigkeiten gegen die dreisten Banden etwas auszurichten. Das Buch beschreibt den Kampf Gut gegen Böse, erzählt von Banküberfällen, Raubüberfällen, dem vereinzelten Gang in Gefängnis und dem Polizeialltag. Leider hat mir die Umsetzung beim Buch nicht so gut gefallen. Die einzelnen kurzen Kapitel kommen sehr abgehackt daher, das stört den Lesefluss. Und echte Spannung wollte bei mir nur vereinzelt aufkommen. Das Buch ist in ihrer Komplexität dann doch zu langamtmig. Ein Überfall, danach noch ein Überfall, dann werden wieder Autos geklaut, um damit -natürlich - wieder einen Überfall zu begehen. Zudem kommt der Roman schon sehr, sehr italienisch daher. Jeder Song, jede Automarke und das Lebensgefühl der Italiner wird sehr intensiv beschrieben, so dass ich das als Nordeuropäer nicht immer ganz leicht deuten konnte. Fazit: Ich mag dieses schnutzige Untergrund-Genre sehr gerne, das Buch ist jedoch nicht die ganz leichte Kost und in der Umsetzung nur mittelmäßig gelungen...

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