Paolo Sorrentino Ragazzi, was habe ich verpasst?

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Inhaltsangabe zu „Ragazzi, was habe ich verpasst?“ von Paolo Sorrentino

Canzoni, Koks und Kakerlaken So dürfte ein Nicht-Italiener niemals über Italien reden: Es zöge einen Krieg nach sich. Das gefeierte Romandebüt des italienischen Tarantino ist zugleich eine Liebeserklärung an Neapel und eine schamlose, unverblümte und urkomische Abrechnung mit dem Italien Berlusconis. Der Schlagersänger Tony Pagoda ist der Archetyp des Italieners: sympathisches Großmaul, Womanizer und hemmungsloser Hedonist, dabei ein Quell ebenso simpler wie komplexer Lebensweisheiten, die er zu jeder Gelegenheit mit trockenem neapolitanischem Mutterwitz von sich gibt. Doch nach zwanzig rauschhaften Jahren des Erfolgs bricht er alle Brücken ab und zieht sich nach Brasilien zurück. Bis nach weiteren zwei Jahrzehnten fast mönchischen Daseins der Abgeordnete Fabio mit einem Helikopter auf seinem Dach landet, um ihn nach Italien zurückzuholen, weil Pagoda in der Silvesternacht für ihn singen soll. So landet der Star knisternder Langspielplatten im Italien der Millenniumswende, in dem sich – wieder einmal – alles geändert hat und doch alles gleich geblieben ist.

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  • Rezension zu "Ragazzi, was habe ich verpasst?" von Paolo Sorrentino

    Ragazzi, was habe ich verpasst?
    EdgarRai

    EdgarRai

    11. October 2011 um 11:19

    Dieser Roman hat für mich schon deshalb eine Top-Bewertung verdient, weil er an Originalität, Witz und Einfallsreichtum zum mitreißendsten gehört, das ich je gelesen habe. Klar, das ist ein schräges Buch, und wie bei solchen Büchern üblich, kann man manches kritisieren. So zum Beispiel, dass, wenn der Erzähler Tony Pagoda in den Betrachtungen des Lebens im Allgemeinen und seines im Besonderen schwelgt, weniger manchmal mehr wäre. Oder, dass etwa jede dritte Metapher eine zu viel ist. Auf der anderen Seite ist es eben Tony P., der da seine Geschichte erzählt, und so passt es dann auch wieder. Zur Handlung muss man gar nicht viele Worte verlieren: Tony P., ein italienischer Schnulzensänger, der seine besten Tage lange hinter sich hat, erzählt seine Geschichte. Eine Geschichte wie keine zweite, wohlgemerkt, und das nicht deshalb, weil es darin von Koks, Nutten und Kakerlaken wimmelt. Nach der Lektüre hab ich gedacht, wenn man – natürlich nur in Schutzanzug und mit Integralhelm – die Chance hätte, die Synapsen von Paolo Sorrentino zehn Minuten bei ihrer Arbeit zu beobachten, würde man die Welt danach sicher mit anderen Augen sehen. Da das nicht möglich ist, empfehle ich jedem, der gerne auch mal einen schrägen Roman mit ins Bett nimmt, „Ragazzi, was habe ich verpasst?“ zu lesen. Trash auf höchstem Niveau. Tony Pagoda mag ein Schnulzensänger sein, aber seine Geschichte ist Rock’n Roll!

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