Pascal Beucker

 3 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Die verlogene Politik, Die Beamtenrepublik und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Die verlogene Politik" von Pascal Beucker

Rezension zu "Die verlogene Politik" von Pascal Beucker
bogivor 7 Jahren

Den beiden Journalisten ist ein gut und flott lesbares Buch über tatsächliche oder vermeintliche Verwerfungen, Skandale, Lügen und Ungereimtheiten in der deutschen Politik gelungen (sollte man von Journalisten eines gewissen Kalibers aber auch erwarten).
Inhaltlich, so finde ich, muss man es allerdings, sofern man sich intensiver mit politischen Entwicklungen beschäftigt, als wenig erkenntnisbringend, ja geradezu stinklangweilig qualifizieren.
Das hinter der ersten Atomwende nichts weiter stand als knallharter Lobbyismus kann nicht überraschen.
Wen kann es ernstlich erstaunen, dass hinter den ach so besorgten Hinweisen der Politkaste, es drohe mit dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem eine dramatische Altersarmut und bedürfe daher einer zusätzlichen privaten Rentenabsicherung, nichts weiter steckt als intensive Lobbyarbeit und knallharte Wirtschaftsinteressen (folgerichtig lässt man den Sozialversicherungszweig "Rente" auch prompt gegen die Wand fahren).
Dass hinter Jürgen Möllemann nichts weiter steckt als ein ausgebuffter Populist, in seiner Endphase wohl schon recht nahe am Politkriminellen, war denn doch schon weit vor seinem Tod sonnenklar.
Und so behandeln die Autoren, durchaus fundiert, eine grosse Anzahl von unglaublichen Ereignissen, die aber eben schon in sämtlichen Medien unzählige Male durchgekaut wurden.
Für alle die sich nicht regelmässig und intensiv mit Tagesaktuellem beschäftigen sicher eine recht spannende Lektüre. Für alle besser Informierten, geschweigedenn Infojunkies ein Buch zum Einschlafen.
Und so ist es nicht mal tauglich die grassierende Politikerverdrossenheit weiter zu verschärfen, denn neue Skandale oder bislang ungekannte moralische Abgründe sind nicht zu lesen.

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W

Rezension zu "Die verlogene Politik" von Pascal Beucker

Rezension zu "Die verlogene Politik" von Pascal Beucker
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Was wir immer schon ahnten, teilweise auch wussten und dann wieder vergaßen – die beiden Journalisten Pascal Beucker („die tageszeitung“) und Anja Krüger („Financial Times Deutschland“) bringen es in ihrem hier vorliegenden Buch an den Tag: Die Politik in Deutschland ist quer durch die Parteien und auch bei als respektabel angesehenen Politikern auf Lügen und Wählertäuschung aufgebaut. Oft wird die Kunst der sprachlichen Verschleierung benutzt, um aus schwarz weiß zu machen und die Tatsachen zu verdrehen bzw. schön zu reden.

Nicht selten dienen auch regelrechte Legenden dazu, den Bürger zu täuschen, Geschichten über Vorgänge und Sachverhalte, an denen auch die Medien oft tatkräftig mitwirken und die das Erkennen der Wahrheit oft erschweren.

Es ging und geht immer hauptsächlich um die „Macht um jeden Preis“. Ihr wird alles untergeordnet, insbesondere, wenn Wahlen ins Haus stehen, und das ist in unserem föderal gegliederten Staat bei 17 Bundesländern fast immer der Fall. Keine Partei und kein Politikbereich sind dabei ausgenommen, weisen die beiden Autoren überzeugend nach.

Was mir allerdings bei dem Buch fehlt, ist ein abschließendes Kapitel, in dem die beiden hätten zusammenfassen müssen, was das für eine aufgeklärte Berichterstattung und was es für den aufgeklärten Bürger bedeutet. Was wäre zu tun, um diese Tatsachen nicht dazu führen zu lassen, dass die Politikverdrossenheit weiter Teile der Bevölkerung noch weiter wächst und damit den fruchtbaren Nährboden bilden für weitere Lügen und Legenden ?

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HarryIlles avatar

Rezension zu "Die Beamtenrepublik" von Pascal Beucker

Rezension zu "Die Beamtenrepublik" von Pascal Beucker
HarryIllevor 12 Jahren

Nettes Buch, das ich einem meiner verbeamteten Kollegen schenken wollte. Erklärt ab nicht wirklich, was der Titel verspricht: Wie sehr die Beamtenschaft den Staat im "Würgegriff" hält, was der Staat dagegen tun kann, wie die Beamten als Ganze davon profitieren. Das Buch ignoriert weitgehend die große Zahl aufgeklärter und mitdenkender Beamten an verantwortlichen Stellen, die schon allein wegen des ökonomischen Drucks der leeren öffentlichen Kassen die Effizienz ihrer Behörden steigerrn müssen - dieser ausblickende Aspekt wird nicht beleuchtet.

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