Pascal Engman

 4.3 Sterne bei 96 Bewertungen
Autor von Der Patriot.

Lebenslauf von Pascal Engman

Erschreckend wahr: Pascal Engman Murchio, geboren am 30. Juli 1986 in Stockholm, ist ein schwedischer Journalist und Autor. 
Im Mai 2010 bekam er einen Job bei Trelleborgs Allehanda. Ein paar Monate später wurde er Nachrichtenmanager 
bei Nyheter24. Im Sommer 2011 wurde er für die Abendzeitung Expressen rekrutiert, wo er als Kolumnist 
und Reporter arbeitete und sich hauptsächlich längeren persönlichen Porträts und Interviews widmete. 
Nach massiven rechtspopulistischen Drohungen gegen ihn und seine Kollegen zog er sich 2016 
aus dem Journalistenmilieu zurück, um sein Thrillerdebüt „Der Patriot“ zu schreiben. 
Pascal Engman lebt in Stockholm.  

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Der Patriot

Der Patriot

 (96)
Erschienen am 28.02.2019

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Rezension zu "Der Patriot" von Pascal Engman

Journalisten im Fadenkreuz rechter Terroristen
Buecherpapstvor 6 Stunden

Weltweit hat das Ansehen von Journalisten in den letzten Jahren stark gelitten. Einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Konsumforschung vertraut man zum Beispiel hierzulande Profifußballern wesentlich mehr als Journalisten. Vor allem im rechtspopulistischen Lagern werden immer wieder „Lügenpresse“-Vorwürfe laut.

Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) beklagte im April 2019 das in Europa gezielte Diffamierungen und aggressive, zum Teil hetzerische Kampagnen populistischer Politikerinnen und Politiker gegen Medien in reale Gewalt münden. „Wer Journalistinnen und Journalisten pauschal zu Sündenböcken für gesellschaftliche Missstände macht, bereitet den Boden für Übergriffe, Attentate und sogar Morde“, so die ROG-Vorstandssprecherin Katja Gloger.

Soweit die Realität.

Carl Cederhielm, eine der Figuren aus dem Debütroman „Der Patriot“ des schwedischen Autors Pascal Engman sieht Schweden diskreditiert von Medien und staatlichen Institutionen. Er hat das Gefühl, dass sein Land den Bach runter geht, seit es eine Vielzahl an Flüchtlingen aufgenommen hat. Cederhielm sieht es daher als seine Pflicht, Widerstand zu leisten. Er gründet mit Gleichgesinnten eine rechtsgerichtete Stadtguerilla. Mit Morden an einigen Journalisten und einem Bombenanschlag auf ein Hotel, versucht die Gruppe in der Öffentlichkeit, einen Bewusstseinswandel gegenüber der schwedischen Asylpolitik herbeizuführen.

Der ehemalige Fremdenlegionär August Novak stellt sich den Rechtsradikalen in den Weg und versucht schlimmeres zu verhindern.



Mein Fazit:


Der fast 470 Seiten lange Thriller lässt sich grob in vier Handlungsstränge gliedern:

In dem ersten Handlungsstrang geht es um August Novak einem Schweden, der wegen eines Verbrechens aus seinem Heimatland geflohen ist, dann einige Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient hat und anschließend zum Personenschützer russischer Drogenhändler in Chile wurde. In Chile eskaliert die Situation und August muss ein Land erneut fluchtartig verlassen. Er kehrt zurück nach Schweden, wo er auf eine Frau trifft, der er einst das Herz gebrochen hat und die nun als Journalistin, in das Visier der rechtsradikalen Stadtguerilla gerät.

In dem zweiten Handlungsstrang geht es um Carl Cederhielm dem Kopf der rechten Gruppierung. Die Rechtsradikalen sehen die Journalisten die sie töten, mitverantwortlich dafür, dass sich Schweden, wie sie sagen in eine Bananenrepublik verwandelt. Flüchtlinge vergewaltigen schwedische Frauen, verüben Überfälle und Anschläge und es gibt nicht einmal genug Mittel, um den schwächsten Mitgliedern des eigenen Volkes zu helfen, weil der Staat es vorzieht für den Rest der Welt das Sozialamt zu spielen.

In den beiden anderen Handlungssträngen geht es um Madeleine Winther einer Journalistin und Ibrahim Chamsai einem aus Syrien stammenden und inzwischen in Schweden lebenden Taxifahrer. Auf diese beiden Handlungssträngen werde ich aus dramaturgischen Gründen hier nicht näher eingehen.

Solange wie die Geschichte um August Novak in Chile spielte, konnte ich nicht viel damit anfangen. Auch wenn ich durch den Text auf dem Buchrücken wusste, wie sich die Figur August Novak in die Gesamthandlung einfügen wird, war ich vom Geschehen in Chile genervt. Pascal Engman hat versucht, ein bestimmtes Bild der Figur August Novak zu kreieren, doch aus meiner Sicht hätte er dafür nicht so weit ausholen müssen. Mich brachten die Handlungen in Chile immer wieder aus meinem Lesefluss. Erschwerend kam für mich hinzu, dass aus meiner Sicht, zu viele Figuren in Chile mitgewirkt hatten. In einem achtseitigen Kapitel (Kapitel 17) hatte ich insgesamt zwölf Namen gezählt, davon alleine sieben auf einer Seite.

Bei allen anderen Handlungsstränge hatte ich diese Probleme nicht und sobald Novak dann in Schweden angekommen war, legte sich das Problem auch für mich.

Ansonsten ist der Thriller (leider) nah dran an der Realität und durchaus empfehlenswert.  


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Rezension zu "Der Patriot" von Pascal Engman

Ein Thriller der Gegenwart
Magdavor 10 Stunden

Kurzbeschreibung lt. Klappentext:

In Stockholms Zeitungsredaktionen regiert die Angst. Drohungen gehören zum Alltag, populistische Meinungsmacher verschärfen die aufgeheizte Stimmung noch.

Als eine junge Journalistin, die strikt für Meinungsfreiheit eingetreten ist, kaltblütig ermordet wird, werden die schlimmsten Befürchtungen plötzlich real.

Nur Madeleine Winther, eine junge aufstrebende Nachrichtenredakteurin, bleibt davon merkwürdig unberührt und plant stattdessen ihre nächsten Schritte auf der Karriereleiter. Doch auch sie muss sich der Realität stellen, denn es bleibt nicht bei diesem einem Opfer.

Der Täter, Carl Cederhielm, will Rache nehmen an allen, die dazu beitragen, dass seine Heimat Tag für Tag von Flüchtlingen überschwemmt wird. Sein Ziel sind die Medien, und gemeinsam mit zwei Gleichgesinnten eröffnet er die Jagd auf Journalisten.

Es scheint, dass niemand die schwedischen Terroristen aufhalten kann.

 

Diese Kurzbeschreibung kündigt eine spannende Story an. Es geht um ein hochaktuelles Thema, der Leser weiß gut über die aktuelle Realität Bescheid. Um so größer ist die gespannte Erwartung.

Und tatsächlich, der Anfang ist so spannungsgeladen, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. In relativ kurzen Kapiteln werden mehrere Handlungsstränge aufgebaut und unterschiedliche Charaktere dargestellt. Jeder Protagonist hat eine bewegende Vergangenheit hinter sich, aber auch ihre aktuellen Lebensumstände sind alles andere als einfach.

In diesem Teil des Buches stören sogar die Cliffhänger nicht, mit denen jedes Kapitel endet. Im Gegenteil, man will unbedingt erfahren, wie es weiter geht.

Aber mit dem Fortschreiten der Handlung lässt die Spannung nach. Dazu wirkt die Geschichte an mehreren Stellen fast unglaubwürdig.

So ist der syrische Flüchtling, Ibrahim Chamsai, der seit mehreren Jahren in Schweden lebt, gut Schwedisch sprechen kann und einen Beruf als Taxifahrer ausübt, der einzige Charakter, der positiv dargestellt wird. Trotz des Vertrauens in die schwedischen Institutionen kann er sich nicht zur Wehr setzen und handelt unvernünftig, was ihm und seiner Familie zum Verhängnis wird.

Die bedrohten Journalisten versammeln sich alle an einem Ort, aber an die Sicherheit denkt keiner. Es reicht, dass die eine Chefin einen Bodyguard hat. Man nimmt sogar eigene Kinder mit.

Die schwedische Polizei ist ahnungslos, erkennt den Täter in eigenen Reihen nicht und verfolgt den fliehenden Terroristen erfolglos durch die Stockholmer Straßen. Auch die Spuren am Tatort wurden nicht korrekt ausgewertet.

Auf der Fähre, wo das brisante Ereignis stattfindet, wird keiner kontrolliert!

Es gibt noch mehr solcher Beispiele, die alle insgesamt den Wert dieses Thrillers mindern.

Die vielen interessanten Charaktere, deren bewegende Schicksale jeweils für ein extra Buch ausreichen würden, wurden im knappen journalistischen Stil dargestellt. Sie wirken dadurch farblos und unnahbar. Dafür die Gedankengänge des führenden Terroristen, seine Ideen und Überlegungen kann man genau verfolgen. Für mich viel zu viel Hasspropaganda.

Dieser Thriller hat mich persönlich enttäuscht, weil ich nach der Leseprobe und den vielversprechenden Beschreibungen auf dem Buchumschlag einen brillanten Thriller der Gegenwart erwartet habe.

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Rezension zu "Der Patriot" von Pascal Engman

(Leider) realitätsnaher Thriller mit mutigem Ende
yesterdayvor einem Tag

Sehr flott durchgelesen habe ich diesen Schweden-Thriller. Auch wenn es zwischendurch und auch zur genaueren Einführung der Hauptpersonen kurze Stücke mit mehr “Länge” gibt, erhält sich die Geschichte durch den häufigen Schauplatzwechsel doch eine durchgehende Dynamik.

Stockholms Journalisten geraten ins Visier von Rechtsradikalen, die sie für die Offenheit des Landes gegenüber Flüchtlingen machen. Das Thema ist brandaktuell (irgendwie schon seit Jahren und leider immer noch) und gut - teilweise beklemmend - umgesetzt. Eine komplett atemlose Spannung kann das Buch nicht halten, aber das ist vielleicht auch gut so. Man kann es mal weglegen ohne Albträume zu haben (als geübter Thrillerleser), findet aber immer sehr schnell wieder hinein und liest wenn möglich gerne ein paar Dutzend Seiten am Stück.

Der Erzählstil ist unaufgeregt und in manchen Details “typisch schwedisch” (oder es liegt an der Übersetzung). Die “Denke” der Rechten bekommt viel Platz und soll wohl den Lauf der Geschichte, die Taten irgendwie erklären, näherbringen. Dennoch kann man als vernunftbegabter Mensch die Risse in deren Argumentation gut erkennen.

Der Thriller ist aktuell, stellenweise packend und leider relativ realistisch, auch wenn der Faktor Glück hin und wieder mitspielt. Das Ende kann dann nochmal mit einem Knalleffekt aufwarten, sehr überraschend und auch berührend. Mutig.

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Ein mörderischer Aufruhr in den schwedischen Nachrichtenredaktionen erwartet euch im Crime Club

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Pascal Engman entwirft in "Der Patriot" ein schockierend realistisches Szenario: Die Stimmung in Schweden ist zum Zerreißen gespannt – Journalistinnen und Journalisten stehen im Kreuzfeuer populistischer Meinungsmacher, die gegen Flüchtlinge mobil machen. Der Mord an einer Journalistin scheint dabei der grausame Höhepunkt zu sein ... doch bei einem Mord bleibt es nicht.

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Warum möchtet ihr "Der Patriot" lesen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon auf die Leserunde mit euch! 

Mehr zum Buch
Der Mord an einer Journalistin versetzt die schwedischen Nachrichtenredaktionen in Alarmbereitschaft. Massive Drohungen gegen Vertreter der sogenannten »Lügenpresse« sind längst an der Tagesordnung, doch nun macht ein Serienkiller ernst. Er ist fest entschlossen, mit allen abzurechnen, die dem bedrohlichen Flüchtlingszustrom in seinem Land nichts entgegensetzen.

In Stockholms Zeitungsredaktionen regiert die Angst. Drohungen gehören zum Alltag, populistische Meinungsmacher verschärfen die aufgeheizte Stimmung noch. Als eine junge Journalistin, die strikt für Meinungsfreiheit eingetreten ist, kaltblütig ermordet wird, werden die schlimmsten Befürchtungen plötzlich real. Nur Madeleine Winther, eine junge aufstrebende Nachrichtenredakteurin, bleibt davon merkwürdig unberührt und plant stattdessen ihre nächsten Schritte auf der Karriereleiter. Doch auch sie muss sich der Realität stellen, denn es bleibt nicht bei diesem einen Opfer. Der Täter, Carl Cederhielm, will Rache nehmen an allen, die dazu beitragen, dass seine Heimat Tag für Tag von Flüchtlingen überschwemmt wird. Sein Ziel sind die Medien, und gemeinsam mit zwei Gleichgesinnten eröffnet er die Jagd auf Journalisten. Es scheint, dass niemand die schwedischen Terroristen aufhalten kann. Doch dann taucht ein neuer Akteur auf der Bildfläche auf, der zum Äußersten entschlossen ist.

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Zusätzliche Informationen

Pascal Engman wurde am 30. Juli 1986 in Stockholm (Schweden) geboren.

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