Pascal Mercier

 3.9 Sterne bei 1.823 Bewertungen
Autor von Nachtzug nach Lissabon, Lea und weiteren Büchern.
Autorenbild von Pascal Mercier (©(c)Peter-Andreas Hassiepen)

Lebenslauf von Pascal Mercier

Pascal Mercier wurde im Jahr 1944 als Peter Bieri in Bern in der Schweiz geboren. Nach seinem Abitur ging er für ein Jahr nach London, bevor er in Heidelberg sein Studium der Philosophie, Indologie, der Klassischen Philologie und Anglistik begann. Dort hat er auch 1971 promoviert und 1981 habilitiert. Schwerpunkte von Peter Bieris akademischer Arbeit liegen in der philosophischen Psychologie, der Erkenntnistheorie und der Moralphilosophie. In seinem philosophischen Hauptwerk „Das Handwerk der Freiheit“ aus dem Jahr 2001 beschäftigt er sich mit der Willensfreiheit, und der Frage was sie genau ist, wie sie entsteht und wie sie sinnvoll gedacht werden kann. Er stellt dabei Bezüge zur Literatur und zum alltäglichen Leben her. Während eines Forschungssemesters Ende der achtziger Jahre begann Peter Bieri sich mehr auf sein literarisches Werk zu konzentrieren. Nach einer Reise nach Venedig beschloss er Romane zu schreiben, um „der Schwerkraft der Gefühle“ zu folgen und seinem inneren Drang nachzugeben. Er sagt selbst über sich, dass er zur Entwicklung einer Geschichte nur eine kleine Portion Welt benötigt. Seinen ersten Roman „Perlmanns Schweigen“ veröffentlichte er 1995 unter dem Pseudonym Pascal Mercier, lüftete dies aber bereits bei seinem zweiten Werk „Der Klavierstimmer“. Der Durchbruch zum Bestsellerautor gelang ihm dann 2004 mit dem Buch „Nachtzug nach Lissabon“, welches in 15 Sprachen übersetzt wurde. Sein neuestes Werk "Lea" erschien 2007. Die literarischen Werke Merciers sind eng mit seinen akademischen verknüpft und so fließen viele seiner philosophischen Erkenntnisse mit in die Bücher ein. Durch die psychologische Tiefe der Roman-Protagonisten erhält der Leser einen fundierten Einblick in die menschliche Beweggründe und Dimensionen des Unglücks. Im Jahr 2006 erhielt Pascal Mercier für sein literarisches Werk den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und im Jahr 2007 die Lichtenberg-Medaille der Universität Göttingen.

Alle Bücher von Pascal Mercier

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Buchformat:
Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)

Nachtzug nach Lissabon

 (1.349)
Erschienen am 11.02.2013
Cover des Buches Lea (ISBN: 9783442743278)

Lea

 (178)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Der Klavierstimmer (ISBN: 9783442740413)

Der Klavierstimmer

 (130)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Perlmanns Schweigen (ISBN: 9783641025526)

Perlmanns Schweigen

 (80)
Erschienen am 01.04.2009
Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783446265691)

Das Gewicht der Worte

 (14)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783869091723)

Nachtzug nach Lissabon

 (29)
Erschienen am 08.05.2015
Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783957131966)

Das Gewicht der Worte

 (26)
Erschienen am 31.01.2020
Cover des Buches Lea (ISBN: 9783899038163)

Lea

 (11)
Erschienen am 13.08.2008

Neue Rezensionen zu Pascal Mercier

Neu

Rezension zu "Das Gewicht der Worte" von Pascal Mercier

Schwebende Bilder mit Botschaft
rumble-beevor 13 Tagen



Eine Vorbemerkung muss ich machen. Mir ist entgangen, dass neuerdings Hörbücher im mp3-Format hergestellt werden, nicht mehr im Audio-Format. So auch dieses Hörbuch. Das hat einerseits den praktischen Vorteil, dass es bei einer ungekürzten Lesung wie dieser weniger CDs sind. Andererseits hatte es für mich persönlich einen Nachteil, da ich mp3  nur direkt am Rechner hören kann. Und wer setzt sich im Frühjahr und Sommer bei schönem Wetter schon gern an den Schreibtisch…? Aber das ist wohl mein persönliches Problem.


In vielerlei Hinsicht war dieses Hörbuch eine ganz ausgezeichnete Wahl! Gerade Stoffe von Pascal Mercier eignen sich hervorragend, um vorgelesen zu werden – weil es weniger um Plot, als um Stimmungen und Atmosphären, um Gedanken, geht. Weil alles so „schwebend“ ist. Der Sprecher Markus Hoffmann trägt dem in beispielhafter Weise Rechnung. Er zeichnet alles in ruhigem, betontem, federleichtem Stil. Er liest es weniger wie eine fortlaufende Geschichte, sondern wie eine Reihe von Bildern. Er hat den Text geradezu poetisch verinnerlicht. Es war ein wahrer Hörgenuss!


Ein wenig ungewöhnlich fand ich, dass die Hörversion keine Kapitel hatte, nur einzelne Tracks. Ich habe mir hingegen sagen lassen, dass die Druckversion sehr wohl Kapitel haben soll. Das war manchmal ein wenig unpraktisch, da ich nur ungefähr springen konnte, wenn ich zum Beispiel  den Faden wiederfinden musste. Andererseits passte es gut zu dieser Geschichte. Das „Gewicht der Worte“ enthält viele, viele Binnenerzählungen, viele „Geschichten in der Geschichte“. Insofern konnte man durchaus an fast jeder beliebigen Stelle wieder einsteigen.


Ich habe hier viele Themen aus früheren Büchern von Pascal Mercier wiedergefunden. Es geht um die Liebe zur Sprache, um das Übersetzen, ein wenig auch um den Wissenschaftsbetrieb. Um Entscheidungen, die ein Leben verändern. Und um den Verlust einer Ehefrau, welcher den Erzähler nachhaltig zeichnet.


Simon Leyland ist Übersetzer und Verlagsinhaber, als er eines Tages eine tödlich scheinende Diagnose erhält. Er reist nach London, weil er dort ein Haus geerbt hat. Dort will er sich über sein weiteres Leben klar werden – und das wird noch sehr unverhoffte Wendungen nehmen.


Die Erzählung enthält viele Textgattungen. So hält Simon Leyland viele innere Monologe ab – wenn er über etwas nachdenkt. Es gibt auch zahlreiche Rückblicke. Zu früheren Reisen, ins Krankenhaus, in die Anfangszeit seiner Ehe. Dann wieder beginnt er, Briefe an seine verstorbene Frau zu schreiben. Es gibt Auszüge aus anderen Romanen, die andere Menschen schreiben. Es gibt halbe Lebensgeschichten – zum Beispiel die von dem Russen Kusmin, oder die des Nachbarn und ehemaligen Apothekers Burke. Hier könnte man dem Autor – nur vielleicht – einen Vorwurf machen, weil alle diese Textsorten nicht so ganz trennscharf unterschieden sind. Sie sind alle in einem ähnlichen Ton verfasst. Aber ich fand es wunderbar! Man konnte sich in diesem Buch herrlich „verlieren“.


Nicht zuletzt hat das Buch auch eine Botschaft. Wie lebt man sein Leben, wenn man eine zweite Chance erhält…? Simon Leyland geht hier seinen ganz eigenen Weg. Und auch andere Figuren stehen vor dieser Frage – wie will ich mein Leben leben, wenn ich im mittleren Alter stecke und herausfinde, dass ich schon zu lange dasselbe getan habe? Das Buch regt deutlich zum Nachdenken an.


Jeder, der schon den „Nachtzug nach Lissabon“ mochte, wird auch dieses Buch lieben. Für neue Leser hätte ich eventuell Bedenken – weil eben die Erzählung in sehr gemächlichem Tempo voranschreitet. Wer atemlose Spannung sucht, ist hier fehl am Platze. Aber das wissen die treuen Leser von Pascal Mercier ja bereits.



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Rezension zu "Das Gewicht der Worte" von Pascal Mercier

Simon Leyland - der Liebhaber der Sprache(n)
luisa_loves_literaturevor 2 Monaten

Die Handlung von Das Gewicht der Worte zu beschreiben, fällt mir sehr schwer, denn ich habe selten einen Roman gelesen, für den die Handlung so sekundär war. Eigentlich passiert, abgesehen von einer dramatischen ärztlichen Fehleinschätzung, mit der der Protagonist nicht fertig werden kann, nichts, außer Dingen, die an Alltäglichkeit und Normalität kaum zu überbieten sind.

Der ärztliche Fehler überschattet quasi den ganzen Roman, und es ist furchtbar anstrengend zu erleben, wie wenig es Simon Leyland, der Hauptfigur, gelingt, sich von diesem Ereignis zu lösen - für mich sprengt das ein wenig die Glaubwürdigkeit des gesamten Textes. Anstatt darüber zu jubilieren, ein zweites Leben geschenkt bekommen zu haben, und die Leichtigkeit und Freude zu feiern, wird auf über 500 Seiten ein melancholisches Porträt der Vergangenheit, Introspektion und Freundschaft ausgebreitet, dessen Ziel nicht wirklich erkennbar ist. Von der Handlung bin ich also alles andere als begeistert, ich hatte an ihr schon nach spätestens 150 Seiten das Interesse verloren, da sich die Gedankenwelt Simons auch nur so graduell entwickelt, dass es manchmal kaum spürbar ist. Außerdem werden viele Ereignisse mehrfach vom Protagonisten berichtet, weil er die immer gleichen Themen mit unterschiedlichen Figuren bespricht und dann noch das Erlebte in Briefen an seine verstorbene Frau verarbeitet. So entsteht zeitweise der Eindruck eines unendlichen Zirkels.

Man mag sich nun fragen, warum ich diesen Roman in seiner Gänze dennoch gelesen habe. Ganz einfach: mir ist selten ein Buch untergekommen, dass sprachlich und stilistisch so sensibel und sinnhaft mit Sprache umgeht, Wörter und Syntax so umfassend versteht und so sanft und umsichtig in Szene zu setzen vermag. Das ist die Stärke und das Alleinstellungsmerkmal dieses Werks und deshalb hat es für mich Gewicht. Allerdings würde ich es nicht noch einmal lesen wollen.



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R

Rezension zu "Das Gewicht der Worte" von Pascal Mercier

Der neue Roman von Pascal Mercier.
RubyKairovor 2 Monaten

          Später Neustart. Simon hat Kindertagen ein großes Ziel: Er will Sprachen lernen, die rund ums Mittelmeer gesprochen werden. Seit seiner Kindheit ist er von Sprachen fasziniert. Gegen den Willen seiner Eltern wird er Übersetzer und verfolgt unbeirrt das Ziel, alle Sprachen zu lernen, die rund um das Mittelmeer gesprochen werden. Als er von London  seiner Frau Livia nach Triest folgt, wo sie einen Verlag geerbt hat, glaubt er sich am richtigen Ort für seine Ambition. In der Stadt bedeutender Literaten glaubt er, den idealen Ort für seine Arbeit gefunden zu haben – bis ihn eine medizinischeDiagnose aus der Bahn wirft. Doch dann erweist sich die vermeintliche Katastrophe als ärztlicher Irrtum und wird zum Wendepunkt, an dem er sein Leben noch einmal völlig neu einrichten kann. Also alles noch einmal auf Anfang! Jetzt, da er wieder eine Zukunft hatte, wollte er verschwenderisch mit seiner Zeit umgehen. Ein wunderbarer Roman, melancholisch und leicht philosophisch angehaucht, aber trotzdem leicht verständlich und klar formuliert. Der renommierte Sprecher Markus Hoffmann wählt jedes seiner Worte mit Bedacht und zieht so den Hörer in den Bann der Geschichte. Merciers vielstimmiges Epos durch unser Denken und Fühlen wird in Markus Hoffmanns Hörspielinszenierung zu einem intellektuellen und sinnlichen Hörgenuss, er liest ruhig, langsam und gediegen. Definitv, für anspruchsvolle Hörer. Wieder ist Pascal Mercier ein philosophischer Roman gelungen, der bewegend ist wie der "Nachtzug nach Lissabon." Nachdem man dieses Hörbuch zu Ende gehört hat, kann es mitunter sehr schwer fallen, die richtigen Worte für eine Buchbesprechung zu finden. Fazit: wunderschön und vielleicht eine philosophische Entdeckung des Lebens. Wer sich für philosophische Themen interessiert, wird von diesem Roman gefesselt sein und sich zwangsläufig die eine oder andere Frage selbst stellen. Super.



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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher
War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

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Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

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"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


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827 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon
Liebe Lovelybooks-Nutzer,

wir verlosen zum DVD- und Blu-ray-Start von NACHTZUG NACH LISSABON am 30. September 2013 zwei Fanpakete. Das erste Fanpaket enthält eine DVD und den Roman, das zweite eine Blu-ray und den Roman. 

Falls Ihr gewinnen wollt, schickt uns bis 30. September 2013 24 Uhr einfach eine E-Mail mit Eurem Namen, Eurer Postadresse und dem Betreff "Nachtzug Lovelybooks-Gewinnspiel" an nachtzug@aim-pr.de. Bitte vergesst auch nicht uns mitzuteilen, ob Ihr das Fanpaket mit der DVD oder der Blu-ray haben wollt.

Die zwei Gewinner werden unter allen Teilnehmern ausgelost und am 1. Oktober hier bekannt gegeben. Teilnehmer, die mehrere E-Mails schicken, werden vom Losverfahren ausgeschlossen.

Kurzinhalt des Films:
Der Lehrer Raimund Gregorius ist ein Gewohnheitsmensch, dessen Leben in geordneten Bahnen verläuft. Doch eines Tages wird sein Alltag unvermittelt durcheinander gebracht, als er auf dem Weg zur Arbeit eine junge Portugiesin vor dem Selbstmord bewahrt. In der Manteltasche der mysteriösen Fremden findet er ein Buch, dessen Autor Amadeu de Prado ihn zutiefst fasziniert. Zwischen den Seiten des Buches entdeckt Raimund
außerdem ein Zugticket nach Lissabon. Er folgt einer spontanen Eingebung, steigt in den Zug und begibt sich in Lissabon auf die Suche nach Amadeu. Doch je mehr er über den Arzt, Poeten und Philosophen erfährt, desto mehr nähert sich Raimund auch seinem eigenem Selbst. 

Mehr zum Film erfahrt Ihr auch auf www.facebook.com/nachtzug.derfilm
36 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Pascal Mercier wurde am 22. Juni 1944 in Bern (Schweiz) geboren.

Pascal Mercier im Netz:

Community-Statistik

in 2.663 Bibliotheken

auf 139 Wunschzettel

von 101 Lesern aktuell gelesen

von 43 Lesern gefolgt

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