Pascal Mercier Der Klavierstimmer

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Inhaltsangabe zu „Der Klavierstimmer“ von Pascal Mercier

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. Ein berühmter italienischer Tenor wird während der Aufführung von Puccinis "Tosca" auf offener Bühne erschossen. Die Kinder des Täters, die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen nach Berlin, um zu verstehen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Schicht für Schicht legen sie die Beweggründe frei, die ihren Vater, einen legendären Klavierstimmer und glücklosen Opernkomponisten, zur Waffe greifen ließen. Jahre zuvor waren sie vor ihrer inzestuösen Liebe in verschiedene Hemisphären geflohen. Ihr Wiedersehen und die zunächst unbegreifliche Tat des Vaters führen dazu, daß sie ihre Sprachlosigkeit beenden und aufschreiben, wie sie ihre einstige Intimität erlebt haben. Ein befreiender Prozeß des Erinnerns beginnt.

Ein raffiniertes und sehr feinfühliges Buch das in die Tiefe geht.

— 101844
101844

Eine berührende Familiengeschichte verpackt in eine wirklich wunderbare Sprache. Der Roman besticht durch seine ganz eigene Erzählweise.

— Miss_Jana
Miss_Jana

Zwar sprachlich anspruchsvoll, gibt mir die Geschichte gar nichts. Eines der wenigen Bücher, das ich abgebrochen habe. Mir viel zu zäh und e

— andy123
andy123

Sprachlich mitreissend - die Story ist mir persönlich ein bisschen zu gewollt.

— Maulbeere
Maulbeere

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  • Ein typischer Mercier; einfühlsam, tiefgründig und spannend

    Der Klavierstimmer
    101844

    101844

    26. October 2016 um 17:20

    Ein sehr feinfühliger und bewegender Roman. Das eigentliche Thema ist viel erschütternder als es anfangs den Anschein hat. Das Buch ist als eine Art Tagebuch-Korrespondenz gestaltet. Über die beiden Kinder erfährt man nach und nach die Hintergründe des großen Familiendramas. Sprachlich wunderschön geschrieben, mit Blick für all die kleinen Gesten im Leben. Eine unerwartet vielschichtige Handlung, die sich behutsam offenbart. Der Autor schafft eine hochdramatische Darstellung der menschlichen Psyche. Dennoch sehr realistisch und beklemmend nachvollziehbar. 

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    • 2
  • Bruder und Schwester

    Der Klavierstimmer
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 17:51

    Vergangenheitsbewältigung im Doppelpack. Die Geshichte der Zwillinge, die beide schriftlich ihre Gedanken übereinander und über ihre Eltern festhalten, ist eigentlich eine Suche nach Identität. Judith Butler hätte ihre reine Freude an diesem Roman, aber es erwartet einen kein langweilige wissenschaftliche Gender-Analyse, sondern liebevolle Portraits und die zaghaften Fragen: Wer bin ich ohne dich? Wer waren meine Eltern? Was sind Erinnerungen wert? Musik spielt hier eine wichtige Rolle und dieser Roman weißt Züge eines Krimis auf, den sich der Leser Stück für Stück zusammen sammelt.

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  • für mich eine eher zähe Geschichte

    Der Klavierstimmer
    katermurr

    katermurr

    08. January 2014 um 22:38

    Den "Nachtzug nach Lissabon" vom selben Autor hatte ich so ziemlich verschlungen; mit dem "Klavierstimmer" hatte ich dagegen Appetitprobleme. Ich finde das Buch im Verlauf kaum spannend und auch philosophisch oder menschlich nur mäßig interessant. Am meisten stört mich am Plot, dass dieser zweifellos sehr musikbegabte Mensch tatsächlich erst nachdem er 14 Opern verfasst hat, gemerkt haben soll, dass er doch nicht so das große Talent dazu hat. Und auf dem Glauben, er hätte es, bzw auf dem unbedingten Verlangen nach Anerkennung seines Talentes basiert der größte Teil der Geschichte. Diese Dramaturgie ist mir einfach nicht glaubhaft. Und bei Büchern, die nicht explizit Fantasy oder sonstwie entsprechend fantasiestrotzend geschrieben sind, lege ich dann doch Wert auf Nachvollziehbarkeit. Das mag eine persönliche Marotte von mir sein - sei's drum. Ich hab den "Klavierstimmer" eher mühsam zu Ende gelesen...drei Sterne.

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  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. June 2012 um 23:51

    Patrice und Patricia, beide Mitte 20 haben sich schon seit Jahren nicht mehr gesehen und jeglichen Kontakt vermieden - und das, obwohl die Zwillinge früher unzertrennlich waren. Doch in den beiden wuchs eine Liebe heran, die über das Geschwisterliche hinausging und die sich in der Nacht nach ihrem Abiball entlud. Patricia verließ daraufhin fluchtartig Berlin um nach Paris zu ziehen und auch Patrice wanderte aus und ließ sich in Chile nieder. Nun, 6 Jahre nach ihrer Trennung, treffen sie sich wieder. Der Grund: Ihr Vater, ein Klavierstimmer und erfolgloser Opernkomponist hat auf offener Bühne einen berühmten Operntenor erschossen. Seine Kinder, fassungslos über diese Tat, beschließen, sich gegenseitig einen Bericht zu schreiben, in dem sie - ohne die Wahrheit zu verfälschen - versuchen wollen, die Motive des Vaters zu verstehen und ebenfalls ihre gemeinsame Liebe hinter sich zu lassen. . Lässt sich, was man einmal in Worte gefasst hat, weiterleben wie bisher? Oder ist die stille Beschäftigung mit Worten die wirkungsvollste Art, das Leben zu verändern - wirkungsvoller als die lauteste Explosion? (S.504) . Nachdem ich von "Nachtzug nach Lissabon" so begeistert war, durfte natürlich auch dieses Werk nicht in meinem Regal fehlen und wie ersteres konnte mich auch dieses überzeugen. Abgesehen von einem kleinen Epilog besteht das Buch nur aus den Berichten Patrices und Patricias, was es anfangs manchmal etwas schwierig machte, alles zu verstehen ohne die Hintergründe zu kennen, aber dennoch ein sehr geschickt umgesetztes Stilmittel war. Nach und nach entfaltet sich eine tragische Familiengeschichte vor einem, die einen so schnell nicht mehr loslässt. Patrice und Patricia offenbaren sich schonungslos all das, was sie in ihrer Jugend voreinander geheim hielten. Sie schreiben über ihre Liebe und die Gefühle zueinander, aber auch - vor allem in der zweiten Hälfte des Buches - über die Beziehungen zu den Eltern, die nicht immer einfach waren. Der Vater, der über das Komponieren alles zu vergessen scheint und der von Misserfolg geplagt ist und die Mutter, eine ehemals talentierte Balletttänzerin, die seit einem schweren Unfall von Schmerzen geplagt und von Morphium abhängig ist. Nur bruchstückhaft baut sich die Geschichte nach und nach vor einem auf und man ist immer wieder erschrocken über all das, was plötzlich ans Licht kommt. . Pascal Mercier schafft es sehr gut, den Leser in den Bann zu ziehen. Das Erzählmittel ist mit den beiden Berichten sehr gut umgesetzt und verschafft eine Intimität, die so stark ist, dass es mir teilweise fast schon unangenehm war, weiterzulesen. Während der Lektüre schwingt immer das Gefühl mit, geheime Tagebücher und Aufzeichnungen zu lesen, etwas, das nur für die Augen der Zwillinge bestimmt sein sollte. Dieses Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, verbunden mit den unausgesprochenen Tabus, die von den Charakteren im Buch gebrochen werden, entwickelt eine unglaubliche Faszination und einen Sog, der einen immer weiterlesen lässt. Man ist abgeschreckt und sträubt sich eigentlich dagegen, weiterzulesen, doch gleichzeitig zwingt einen die Neugierde dazu. . Vor allem den ersten Teil des Buches fand ich sehr gut, der zweite Teil ist dann doch sehr erzählerisch und weist einige Längen auf. Dieser Teil ist zwar sehr interessant, weil hier auch des öfteren die Eltern zu Wort kommen und man viel über die jeweiligen Hintergründe und die Tat erfährt, doch die erste Hälfte, in der es vermehrt um die Beziehung zwischen den Geschwistern geht, fand ich dann doch noch fesselnder. Teilweise war mir die Sprache fast schon ein wenig zu gestelzt, doch das legte sich mit der Zeit. Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab und sich vieles wiederholte, fand ich es doch nie langweilig, da ich die beiden verschiedenen Sichtweisen sehr interessant fand. Ein Buch, das mich wirklich fesseln und in seinen Bann ziehen konnte und das mir sehr gut gefallen hat!

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  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    JessSoul

    JessSoul

    29. September 2011 um 21:02

    Ich gebe zu, ich habe noch nie so lange für ein Buch gebraucht und noch nie zwischendurch soviele andere gelesen, aber der Kampf hat sich gelohnt: Ein tiefenpsychologisches Drama, mit einer Geschichte, wie nur das Leben sie schreibt und einem traurigen Thema, das alle in der Geschichte genannten Familienmitglieder betroffen macht und für den Rest ihres Lebens prägt. Wie geht man um, mit einem Vater, der an der Sehnsucht nach Erfolg zerbricht und wie zeigt man ihm, dass man ihn liebt, wenn man sich doch gleichzeitig aus Selbstschutz abwendet? Und in welcher Katastrophe muss solch ein Leben manchmal enden? So langatmig das Buch auch geschrieben ist, so sehr fesselt es auch, und man leidet so sehr mit, dass man gelegentlich eine Pause braucht und automatisch zu Chic-Lit greift, um die Stimmung wieder zu erheben. Nach Lea ein weiterer tieftrauriger, depirimierter Roman von Pascal Mercier.

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  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    ninchen1809

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:12

    Dieses herausragende Buch handelt vom Erfolg und Misserfolg, von Anerkennung und Liebe. Einfach großartig. Im Mittelpunkt des Romans steht ein ergreifendes Familiendrama. Die Zwillinge Patricia und Patrice werden aus verschiedenen Orten der Welt nach Hause nach Berlin gerufen. Ihr Vater habe einen bedeutenden Tenor auf der Bühne während einer Oper erschossen. Die Zwillinge, die in einer sehr ungewöhnlichen Beziehung zueinander stehen, beschließen ihre Gedanken, Gefühle sowie das Erlebte ihrer Kindheit in einer Form Tagebuch, bestehend aus jeweils sieben Heften, niederzuschreiben und dem jeweils anderen zum Lesen zu geben. In diesen Tagebüchern, immer abwechselnd dargeboten, entblättern sich für den Leser erst nach und nach die gesamte Tragik und der Verfall einer Familie. Pascal Mercier hat einen sehr dichten und psychologisch eindringlichen Erzählstil. Er liebt die Sprache und spielt mit dieser auf sehr eindrucksvolle Weise. Ein Lesegenuss auf höchstem Niveau…

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  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    aimenal

    aimenal

    22. August 2008 um 09:14

    Der Nachtzug nach Lissabon ist bekannter, doch dieses Buch ist weit interessanter. Die Psychologie einer Familie die an ihrer Vergangenheit zerbricht. Vielleicht mit ein paar Klischees behaftet ist die Geschichte der beiden Geschwister und ihrer Verbindung vor allem in einer großartigen Sprache geschrieben. So soll Literatur klingen.

  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    SarahCatherine

    SarahCatherine

    28. July 2008 um 21:58

    Zu Beginn fand ich es gewöhnungsbedürftig, zu lesen, wie sich zwei Geschwister, Zwillinge, Briefe schreiben. Dann taucht man in die Welt der beiden ein, tiefer und tiefer, und in die Welt der einzelnen. Ein ergreifender Familienroman, eine aufrührende Liebesgeschichte mit Briefen, die so gut geschrieben, dass man sich fast fühlt wie jemand, der sie gefunden hat, aber eigentlich nicht lesen darf, weil sie so dermaßen persönlich sind.

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  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
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    27. April 2008 um 13:16

    Die Zwillinge Patricia und Patrice können ihren Ohren und Augen nicht trauen. In der Oper in Berlin ist während einer Aufführung ein Mord geschehen. Der Täter soll laut den Medien Frédéric Delacroix, ihr Vater, sein. Selbst gestanden soll er haben. Die Zwillinge die vor Jahren in andere Länder geflüchtet sind, um Ereignissen in ihrer Familie zu entkommen, glauben nicht daran, dass ihr Vater zu so etwas fähig wäre und beschließen dem au dem Grund zu gehen. Dafür reisen sie zurück nach Berlin und decken bei ihren, voneinander getrennt durchgeführten Recherchen, verschiedene Familiengeheimnisse auf. Wir begleiten als Leser die beiden Zwillinge bei ihren Recherchen und Erinnerungen, die der Autor getrennt voneinander in den Kapiteln, in der Ich-Form, niedergeschrieben hat. Diese Kapitel stellen gleichzeitig Bücher dar, die die Zwillinge für einander anfertigen um sich wieder etwas anzunähern und einander zu erklären. Ich fühlte mich von Beginn des Buches an in das Geschehen hineingeworfen und hatte viele Seiten damit zu kämpfen die Erzählungen der zwei zu einer Geschichte zu verknüpfen. Trotz der Zeit die ich zur Eingewöhnung des Erzählstils benötigte, fand ich im Endeffekt diese Art des Erzählens sehr gut, da so Geschehnisse aus zwei Blickwinkeln geschildert wurden und der Leser sich ein genaueres Bild der Protagonisten mit ihren verschiedenen Facetten machen konnte. So zum Beispiel, kann man verschiedene Ereignisse aus der Vergangenheit eines Zwillings erfahren, die der Andere nicht weiß, die aber für die Geschichte sehr wichtig sind. In diesem Buch geht es nicht allein um die Klärung des Mordes, sondern vielmehr um die Familie, ihren (scheinbaren) Geheimnissen, ihren emotionalen Beziehungen zueinander, ihrer Entfremdung vor Jahren und der Frage, wie es zu all dem kommen konnte. Ein schönes Buch.

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  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    14. February 2008 um 17:18

    Ich bin etwas enttäuscht von diesem Pascal Mercier, weil er meines Erachtens das Thema der Geschwisterliebe bei Thomas Mann kopiert,das fand ich ärgerlich

  • Rezension zu "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier

    Der Klavierstimmer
    steinhaufen

    steinhaufen

    11. February 2008 um 13:47

    für mich furchtbar mühsam...auch die Sprache - tut mir leid.