Pascal Mercier Perlmanns Schweigen

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Inhaltsangabe zu „Perlmanns Schweigen“ von Pascal Mercier

Der angesehene Sprachwissenschaftler Philipp Perlmann trifft sich mit einer Gruppe von berühmten Kollegen in einem Hotel an der ligurischen Küste . Konfrontiert mit den hohen Erwartungen der anderen, zieht er sich so sehr in sich zurück, daß er bald in eine ausweglose Situation gerät, die ihn sogar an den Rand eines Mordes treibt.

Erhellende Reflexionen über Sprache und Identität, aber die Handlung ... die ist vorhersehbar wie ein Busfahrplan.

— Beust

genial!!!!

— HeinzSchramm

Ein unglaubliches Buch, das mir mein Spracherleben, mein empathisches Vermögen und mein eigens Ich intellektuell überdeutlich gemacht hat.

— HeinzSchramm

Eine wahre Wundertüte, die bei jedem erneuten Lesen in jeder Hinsicht Neues entdecken lässt.

— Chimiko

Wie bereits erwähnt, lebt die handlung weniger durch die äußeren ereignisse, sondern vielmehr durch die inneren spannungen des viel reflektierenden protagonisten, die kunstvoll detailliert berschrieben werden, sodass man sich gut in die rolle hineinversetzen kann. auch das zusammenspiel von determinismus und zufall lässt die handlung in immer wieder neue richtungen entfalten, sodass es schwierig ist als "naiver Leser" die folgen von ereignissen vorauszusehn. gerade dieser punkt motvierte mich wahrscheinlich zum weiterlesen, sodass mich um so mehr das unspektakuläre ende ein wenig enttäuschte. inwiefern eine tragische verkettung von äußeren umständen, das empfinden, denken, die einstellung, sogar den charatakter eines menschen ehrheblich verändern können, wird hier nach meiner meinung stark deutlich. daher hat mir gerade das wechselspiel zwischen beschreibung von äußeren dingen und deren direkte auswirkungen auf den protagonisten sehr gefallen, da sie immer sehr schön nachvollziehbar waren. verschiedene philosophische themen werden meines erachtens zu wenig im vergleich zu "nachtzug nach lissabon" angesprochen.

— bensch

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    Perlmanns Schweigen

    dominona

    19. October 2014 um 15:00

    Ein Sprachwissenschaftler soll ein Forschertreffen organisieren, wo sich Experten gegenseitig ihre letzten Arbeiten vorstellen und der liebe Perlmann hat ein Problem: er ist ausgebrannt und muss das irgendwie vor seinen Kollegen verstecken. Da kommt es gerade recht, dass einer der russischen Teilnehmer abgesagt hat und Perlmann dessen neueste Arbeit zur Durchsicht vorliegt. Da wird es gar nicht auffallen, wenn er diese Arbeit als seine eigene ausgibt... Wenn man nicht an Sprache interessiert ist, kann dieses Buch langweilen, also Vorsicht, aber es enthält einige interessante Aspekte, durchhalten lohnt sich.

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  • Wenn hinter Schweigen Wahnsinn wütet

    Perlmanns Schweigen

    November

    06. April 2014 um 17:41

    Es braucht keine exotischen Städte, Verschwörungstheorien oder mysteriösen Todesfälle um einen guten Krimi zu schreiben. Das Selbst, die eigene Persönlichkeit mit all ihren Emotionen und Gedanken, bietet ausreichend dunkle Orte, Identitätskrisen und ungeahnte Abgründe.  Mit "Perlmanns Schweigen" hat Pascal Mercier einen Roman geschrieben, der jeden mitreißt, der sich gefühlsmäßig vielleicht schon einmal in einer ähnlichen Situation befand.  Philipp Perlmann, hochgeachteter Sprachwissenschaftler, fährt zu einem mehrwöchigen Forschungsaufenthalt mit Kollegen aus aller Welt nach Italien. Von Beginn empfindet er seine Teilnahme als einen großen Fehler, denn er fürchtet die erdrückenden Erwartungen der anderen, den akademischen Wettkampf und ganz besonders die Tatsache, dass er seit Monaten nichts wissenschaftlich relevantes mehr zu sagen weiß. Die täglichen Diskussionen der Textvorstellungen treiben Perlmann mehr und mehr in die Enge. Er flüchtet sich in die Einsamkeit seines Hotelzimmers und die Übersetzung eines russischen Textes, der ihn jedoch noch tiefer in die Verzweiflung reißen und düsterste Pläne in ihm erwachen lassen wird. Schritt für Schritt schreiten Leser und Protagonist auf den Abgrund zu. Mercier schafft eine solch beklemmende Atmosphäre, dass die Verzweiflung immer wieder überspringt. Ich konnte die fortschreitende Verstrickung und all die Ängste vor sozialer Ächtung, Enttäuschung und Blamage, aber auch des Verlorenseins gut nachvollziehen. Mercier hat all diese Emotionen sowie das unablässige Rasen der Gedanken sprachlich perfekt zu Papier gebracht. "Perlmanns Schweigen" ist alles andere als leise. Es ist ausdrucksstark, überwältigend und beängstigend. Ein Schweigen - so laut, so verheerend - dass es den Protagonisten zu zerreißen droht.

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  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    detlef_knut

    28. December 2011 um 16:40

    Der weltweit hoch angesehene Sprachwissenschaftler Professor Philipp Perlmann ist beauftragt worden, eine Arbeitskonferenz mit weiteren internationalen Sprachwissenschaftlern in einem ligurischen Küstenort abzuhalten. Es soll eine wissenschaftliche Arbeit erstellt und diskutiert werden. Doch mit dem Eintreffen jeder weiteren Kollegin und jedes weiteren Kollegen fühlt sich Perlmann immer mehr überfordert. Er versteht nicht mehr, warum er überhaupt mit diesem Treffen beauftragt worden ist. Er ist der Meinung, er könne den Kollegen nicht das Wasser reichen, er hätte ihnen und der Welt nichts mehr zu sagen. Grund genug, sich von ihnen abzukapseln und zurückzuziehen. So lässt er sich unter Angabe fadenscheiniger Gründe ein anderes Hotelzimmer weitab von den Kollegen in der obersten Etage geben, nimmt nur ganz selten an den gemeinsamen Mahlzeiten und den Beratungen und Diskussionen teil. Seinen amerikanischen Kollegen sieht er zunehmend als Konkurrenten. Die Arbeit an seinem eigenen wissenschaftlichen Beitrag schiebt er immer weiter hinaus, setzt sich stattdessen in seinem Hotelzimmer an einen wissenschaftlichen Beitrag seines russischen Kollegen, der leider nicht an diesem Arbeitstreffen teilnehmen kann, weil dieser trotz der Öffnung Russlands gen Westen keine Ausreisegenehmigung erhalten hatte. Obwohl Perlmann nicht der russischen Sprache mächtig ist, bemüht er sich um Wörterbücher und beginnt die Übersetzung des Textes, teilweise auch über Umwege in Form der italienischen und englischen Sprache. Seine Versagensangst hat ihn mittlerweile wieder zur Zigarette greifen lassen und im Wettbewerb mit seinem amerikanischen Kollegen nimmt er Kontakt zu einer alten Freundin auf, um seine musikalischen Kenntnisse aufzufrischen und bestätigen zu lassen. Woche um Woche vergeht, seinen wissenschaftlichen Text schiebt er nachwievor, die Übersetzung des russischen Textes bringt er zur Perfektion. Als sich schließlich sein russischer Kollege per Telegramm doch noch zur Konferenz meldet, schmiedet er einen teuflischen Plan. Noch bis vor kurzem hätte Perlmann es nicht für möglich gehalten, solch eine Handlung zu begehen. „Permanns Schweigen“ ist ein packender Roman um die Sinnkrise eines renommierten Mannes in seinen Wechseljahren. Mit detailgenauer Akribie beschreibt Pascal Mercier („Nachtzug nach Lissabon“) die Gedankenwelt dieses Mannes und das Geschehen in dem ligurischen Küstenort. Während der über 600 Seiten der Taschenbuchausgabe meint man, sich selbst im Hotel zu befinden und das Geschehen aus unmittelbarer Nähe zu betrachten. Die gedanklichen Monologe verlieren sich nicht in ihrer Länge, sondern werden immer wieder vom aktuellen Tagesgeschehen im Hotel und um die Wissenschaftlergruppe herum unterbrochen. Dies geschieht in einem ausgewogenen Wechsel, der keine Langeweile zulässt. Die Welt um Perlmann scheint zu einem Mikrokosmos zu werden, er wird zu einem Vertrauten, den man mehr und mehr zu verstehen meint. Obwohl es für viele Leser durchaus andere Möglichkeiten als die geplante Tat zur Lösung von Perlmanns Konflikt geben wird, kann man die Gründe, die ihn dorthin führen, klar und deutlich nachvollziehen. Der Autor komponiert dabei ein „Abenteuer“ nach dem anderen in einer ausgewogenen Reihenfolge, so dass das Geschehen zwangsläufig in eine ausweglose Situation führen muss. Es sind natürlich keine Abenteuer, die ein Westernheld bestreiten würde. Es sind alltägliche Dinge, wie das Klavierspielen, das Lesen einer Weltchronik, die Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen, oder der Nachhilfeunterricht für ein kleines Schulmädchen, die in diesem psychologischen Roman für eine außerordentliche Spannung sorgen. Die Frage, wie Perlmann aus dieser Situation herauskommt, stellt sich immer wieder aufs Neue und facht den Wunsch zum schnellen Weiterlesen erneut an. (c) Detlef Knut, Düsseldorf, 2009

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  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    ninchen1809

    30. December 2010 um 20:59

    Philip Perlmann ist ein anerkannter Professor für Linguistik, der sich in Italien zu einem Treffen mit anderen Sprachwissenschaftlern zusammenfinden soll. Krönung dieser Tagung soll ein Vortag sein. Nur leider hat er „der Welt nichts mehr zu sagen“. Er verliert sich im Übersetzen eines Beitrages eines Russen namens Leskov, der aufgrund einer fehlenden Ausreisegenehmigung nicht zur Tagung erscheinen darf. Als ihm am Ende die Zeit fehlt, etwas Eigenes zu schreiben, entschließt er sich den übersetzten Text als den seinigen auszugeben bzw. vorzutragen. Doch wider Erwarten erscheint Leskov und Perlmann gerät kurz davor einen großen Fehler zu begehen… Allein der Gedanke an die zahllosen Situationen, in denen andere (Kollegen, die Tochter, die Sekretärin, sogar die Hoteldame oder der Kellner) merken könnten, wie es um ihn bestellt ist, bringt Perlmann fast um den Verstand. Perlmann malt sich jede einzelne Konsequenz seines Tuns bis ins kleinste Detail aus. Und der Zufall rettet ihn jedes Mal aus der Misere. Die hervorragende Wortwahl und der schöne Schreibstil sorgen für ein genussreiches Lesen. Die Exkursionen in philosophische Aspekte der Sprache (z. B. die Darstellung von Erlebtem durch das Medium Sprache, die Schwierigkeiten des Dolmetschens und Übersetzens) habe ich genossen. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und absolut realistisch. Die gedanklichen Monologe verlieren sich nicht in ihrer Länge, sondern werden immer wieder vom aktuellen Tagesgeschehen im Hotel und um die Wissenschaftlergruppe herum unterbrochen. Dies geschieht in einem ausgewogenen Wechsel, der keine Langeweile zulässt. Insgesamt ein herausragendes Buch, dass mitreißende Spannung mit höchstem Anspruch und Sprachgewalt vereint: Eine absolute Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    bensch

    17. March 2009 um 02:56

    Wie bereits erwähnt, lebt die handlung weniger durch die äußeren ereignisse, sondern vielmehr durch die inneren spannungen des viel reflektierenden protagonisten, die kunstvoll detailliert berschrieben werden, sodass man sich gut in die rolle hineinversetzen kann. auch das zusammenspiel von determinismus und zufall lässt die handlung in immer wieder neue richtungen entfalten, sodass es schwierig ist als "naiver Leser" die folgen von ereignissen vorauszusehn. gerade dieser punkt motvierte mich wahrscheinlich zum weiterlesen, sodass mich um so mehr das unspektakuläre ende ein wenig enttäuschte. inwiefern eine tragische verkettung von äußeren umständen, das empfinden, denken, die einstellung, sogar den charatakter eines menschen ehrheblich verändern können, wird hier nach meiner meinung stark deutlich. daher hat mir gerade das wechselspiel zwischen beschreibung von äußeren dingen und deren direkte auswirkungen auf den protagonisten sehr gefallen, da sie immer sehr schön nachvollziehbar waren. verschiedene philosophische themen werden meines erachtens zu wenig im vergleich zu "nachtzug nach lissabon" angesprochen.

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  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    tvb

    25. August 2008 um 12:09

    Das ganz eBuch über habe ich gedacht: liest Du das jetzt zu ende oder schmeisst Du es in die Tonne. Total verquaste Psyche des Hauptprotagonisten, aber gerade deshalb auch wieder spannend.

  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    ella

    21. April 2008 um 21:32

    Erinnert mich sehr an Nachtzug nach Lissabon:
    Ein Mann mittleren Alters, der versucht aus seinem Leben auszubrechen. Trotz eines nüchternen, distanzierten Schreibstil kann ein diese Geschicht berühren.

  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    MissSophie

    21. February 2008 um 17:34

    Wer eine Inhaltsangabe des Romans lesen würde, würde nicht glauben, daß das Buch spannend sein kann. Tatsächlich lebt es auch nicht von den äußeren Ereignissen, sondern von den inneren Spannungen, die die Hauptfigur Perlmann erlebt. Wie auch z.B. im "Nachtzug nach Lissabon" geht es um jemanden, der sein bisheriges Leben in Frage stellt und sogar unter ihm leidet. Dies führt Perlmann zu einem verzweifelten Entschluß, der seine Existenz, die entscheidend von dem Ansehen seiner Kollegen abhängt, gefährdet. Dabei wird die Hauptfigur sehr intensiv und nachvollziehbar beschrieben. Ein Buch, das einerseits auf subtile Art spannend ist, und andererseits auch zum Nachdenken anregt.

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  • Rezension zu "Perlmanns Schweigen" von Pascal Mercier

    Perlmanns Schweigen

    Felixvz

    16. April 2007 um 11:50

    Ein bisschen langamtmig, dafür aber auch sehr kunstvoll geschrieben. Pascal Mercier ("Nachtzug nach Lissabon") schafft es, die beklemmende Situation des Wissenschaftlers Perlmann eindrücklich zu vermitteln... Außerdem hat mich das Buch schon zu einigen interessanten (eher philosophischen) Gedanken angeregt!

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