Pascale Kramer

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Alle Bücher von Pascale Kramer

Autopsie des Vaters

Autopsie des Vaters

 (1)
Erschienen am 07.08.2017
Die unerbittliche Brutalität des Erwachens

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 (1)
Erschienen am 08.09.2013
Abschied vom Norden

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 (0)
Erschienen am 01.02.2007
Die Lebenden

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 (0)
Erschienen am 08.02.2017

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Rezension zu "Autopsie des Vaters" von Pascale Kramer

Mit einem wunderbaren Gespür für feine „Zwischentöne, des beredeten Schweigens, der non-dits“
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Die in Paris lebende und 2017 mit dem Schweizer Grand Prix Literatur 2017 ausgezeichnete Schweizer Autorin Pascale Kramer erzählt in ihrem neuen Roman „Autopsie des Vaters“ von einer schwierigen Beziehung zwischen einer Tochter und ihrem Vater aus der Perspektive der Tochter. Mit einem wunderbaren Gespür für feine „Zwischentöne, des beredeten Schweigens, der non-dits“ (aus der Preisbegründung) erzählt Ania von ihrer Beziehung zu ihrem Vater, den sie kurz vor dessen Selbstmord noch einmal trifft.

Der Vater, Gabriel, der früher ein engagierter linker Radiojournalist und Intellektueller war, hat seien Tochter allein großgezogen, nachdem seine Frau gestorben war. Überfordert von dieser Aufgabe, wollte Gabriel lange Zeit keine weitere Beziehung eingehen. Seine Tochter wird ihm immer fremder, je erwachsener sie wird. Sie hat sich anders entwickelt, als er hoffte. Sie ist keine Intellektuelle geworden wie er, was ihn enttäuscht.

Als sie sich dann in einen Muslim verliebt und Mutter wird, wird die Distanz zwischen beiden riesengroß. Zumal Gabriel in seinem kleinen Dorf den Mörder eines Migranten verteidigt hat und auch sonst viel rechtes Gedankengut von sich gibt.

Pascal Kramers Roman "Autopsie des Vaters" beginnt mit einem Besuch beim Vater. Die Tochter und der inzwischen 6jährige  Enkel besuchen ihn  nach einer langen Zeit der Distanz  in seinem Haus. Sofort brechen bei Ania alte, schon vergessen geglaubte Verletzungen wieder schmerzhaft auf. Sensibel und ehrlich erinnert sie sich und beschreibt eine eigentlich schon immer misslungene Beziehung
Es soll die letzte Begegnung sein: Am Abend begeht Gabriel Selbstmord. Wohl das Eingeständnis des eigenen Scheiterns. Ob das der Tochter und ihrem Kind weiterhilft, bleibt offen.





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