Pat Barker The Eye in the Door

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Inhaltsangabe zu „The Eye in the Door“ von Pat Barker

Pat Barker hat in ihrem zweiten Roman über den Ersten Weltkrieg die Perspektive erweitert. Die Kriegsfront ist weit entfernt. Zuhause müssen die Männer mit den Erfahrungen auf den Schlachtfeldern, die mit ihrer Männlichkeit kollidieren, fertigwerden: Mannings, ein Offizier aus besseren Kreisen, verheimlicht seine Homosexualität; Billy Prior, ein Offizier aus der Unterschicht, ahnt nur im Normalzustand, daß die Dinge, die sein dunkles Alter ego treibt, furchtbar sein müssen. Mit kühlem Witz und unsentimentaler Einfühlungsgabe beschreibt Pat Barker den Krieg und seine Folgen für Männer und Frauen. Das übergroße Auge, Symbol der allgegenwärtigen Überwachung, hat ein früherer Häftling an die Tür gemalt. Schlimm ist es erst, sagt Beattie, die aufrechte Pazifistin, die in der Zelle sitzt, wenn das Auge in den Kopf gelangt. Prior, der kriegsuntaugliche Offizier, hat es längst im Kopf. Doch das ist nicht alles. Es häufen sich seine Absenzen, und von den Dingen, die sein dunkles Alter ego treibt, ahnt er nur, dass sie furchtbar sein müssen. Ein Doppelleben führen auch die anderen Gestalten des Romans. Mannings, der Offizier aus besseren Kreisen, muss seine Homosexualität verbergen, um so mehr, als im letzten Kriegsjahr in England eine hysterische Hetzjagd gegen alle beginnt, die von der Norm abweichen: Suffragetten, Pazifisten, Sozialisten, Schwule. Sassoon, der Frontkämpfer und Dichter, hält den Krieg für verbrecherisch, will aber die Kameraden nicht im Stich lassen. Und der Psychiater Rivers wird von Prior immer häufiger selbst in die Rolle des Patienten gedrängt. Sie all e haben etwas zu verbergen, auch wenn sie oft selbst nicht wissen, was sie zu verdrängen versuchen. Der zweite Teil der "Regeneration"-Trilogie beschäftigt sich mit dem Schicksal der Daheimgebliebenen. Die unerschrockene Art, wie Pat Barker mit kühlem Understatement, verhaltenem Witz und unsentimentalem Einfühlungsvermögen so komplexe Dinge wie Sexualität, Klassenverhältnisse, Krieg und Politik beschreibt, dürfte in der heutigen Literatur einmalig sein. (Quelle:'Flexibler Einband')
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