Patrícia Melo

 3.4 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Der Nachbar, Wer lügt, gewinnt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Patrícia Melo

Patrícia Melo, geboren 1962 im Bundesstaat São Paulo, arbeitet als Drehbuchautorin und Schriftstellerin. 1998 wurde sie mit dem Deutschen Krimi-Preis, 2013 mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Patrícia Melo

Cover des Buches Der Nachbar (ISBN:9783608503876)

Der Nachbar

 (5)
Erschienen am 27.10.2018
Cover des Buches Wer lügt gewinnt (ISBN:9783803126825)

Wer lügt gewinnt

 (4)
Erschienen am 02.05.2012
Cover des Buches Wer lügt, gewinnt (ISBN:9783426637548)

Wer lügt, gewinnt

 (5)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Leichendieb (ISBN:9783453437906)

Leichendieb

 (3)
Erschienen am 10.11.2014

Neue Rezensionen zu Patrícia Melo

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Rezension zu "Der Nachbar" von Patrícia Melo

Zwei Teile, eine Geschichte, ein Davor und Danach
AnjaScvor 3 Monaten

Die Autorin liefert hier ein Buch, das gegliedert in zwei Teile auch unterschiedlicher nicht sein könnte. Es gibt quasi ein DAVOR und ein DANACH.

Im ersten Teil begleiten wir den Biologielehrer, der sich in immer größere Wut hineinsteigert, der von seiner aktuellen Jobsituation getrieben und scheinbar überfordert und gestresst ist. Wie in einem Strudel drehen sich die Ereignisse immer schneller und als dann die Katze verschwindet eskaliert die Gesamtsituation final.

Wie in einem Sog verfolgen wir den immer weiter fortschreitenden Verfall des Protagonisten und bewundern die minutiös dargestellte Situation und die ausgefeilte Sprachwahl von Patricia Melo. Bravo möchte man rufen und vielleicht auch applaudieren.

Dann starten wir mit dem zweiten Teil des Buches und der Blickwinkel verschiebt sich drastisch.
Zwar bleibt der Biologielehrer der Hauptprotagonist, aber jetzt wird mehr der Augenmerk von außen auf ihn gelegt und die innere Zerrissenheit wird hier leider verwässert.
Die Anklage, die Beweisaufnahme, die Befragungen, die Familie, der Prozess alles bekommt hier seinen Platz.

Der zweite Teil des Buches konnte mich nicht so fesseln wie der erste Teil rund um die Eskalation, aber doch ist er gut.


Das Ende des Buches hat mich persönlich etwas ratlos zurück gelassen und ich bin mir nicht sicher ob ich hoffen soll oder nicht.

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Rezension zu "Der Nachbar" von Patrícia Melo

Der Nachbar
twentytwovor einem Jahr

Ein 54-jährigen Biologielehrer, vom Job restlos überfordert und gestresst, empfindet die Geräusche aus der Wohnung seines neuen Nachbarn als absolut unzumutbar. Obwohl er den Nachbar bereits mehrfach zur Rede gestellt hat, ist dieser nicht dazu bereit etwas an seiner Lebensführung zu ändern. Im Gegenteil, der Mann macht sich zusätzlich noch über ihn lustig und provoziert ihn ungerührt weiter. Aber auch das Verhalten der Frau des Lehrers, die von seinen Nöten scheinbar unberührt bleibt, trägt keineswegs zur Verbesserung der Lage bei. Damit verschärft sich die Situation erheblich und es ist absehbar, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es zur Eskalation kommt.

Fazit
Eine sozialkritische Story, die sich als bissig sarkastische Parabel auf die Gesellschaft und ihre Verlogenheit erweist.

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Rezension zu "Der Nachbar" von Patrícia Melo

Als Krimi fehlt es dem Buch an Spannung
Sigismundvor einem Jahr

Vielversprechend schien mir der Klappentext zu Patrícia Melos Kriminalroman „Der Nachbar“. Voller Erwartung begann ich das neue Buch der als „Königin des lateinamerikanischen Krimis“ und „führenden Schriftstellerin des Millenniums in Lateinamerika“ gewürdigten, mir aber bisher unbekannten Brasilianerin zu lesen. Doch trotz des psychologisch spannenden Themas kam bei mir bald Langeweile auf, weshalb ich den nur 160 Seiten langen Roman, erschienen im Oktober bei Klett-Cotta, dann doch abbrach.
Im Krimi geht es um einen ganz normalen Menschen, einen Menschen wie Du und ich. Hauptfigur des Romans ist ein Lehrer, ein Mann des gebildeten Bürgertums, unscheinbar, bieder, verheiratet, seit Jahren friedlich in einem Mietshaus mitten in der Großstadt lebend. Friedlich lebend? Ja, bis jetzt. Denn kürzlich ist ein Mann in die darüberliegende Wohnung eingezogen, der unseren Protagonisten durch seine Alltagsgeräusche bis ins Mark nervt. Wir erleben nun Seite für Seite, wie allmählich Zorn, Wut und schließlich Hass in unserem Lehrer aufsteigen, bis es zum Mord kommt.
Die Absicht der Autorin ist klar: Sie will uns zeigen, wie leicht ein gänzlich unbescholtener, braver und eigentlich friedliebender Mitbürger plötzlich, für Außenstehende völlig unerwartet zum brutalen Mörder werden kann. Sie zeigt uns in ihrem Roman, welche Gewaltbereitschaft sich in jedem Mitmenschen - vielleicht auch in uns selbst? - verbergen kann. Diese Erkenntnis ist allerdings keineswegs neu und eine Binsenweisheit für jeden erfahrenen Kriminalbeamten.
In diesem Wissen lesen sich die ersten Seiten des Romans noch recht interessant. Doch bald kommt Langeweile auf, wenn wir seitenlang lesen müssen, wie minutiös sich unser Lehrer auf die „Lösung“ seines nachbarschaftlichen Problems vorbereitet. „Der Nachbar“ mag vielleicht ein für psychologisch interessanter Roman sein. Aber als Krimi fehlt es dem Buch an Spannung.

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