Patrice Kindl Anna in der Wand

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Inhaltsangabe zu „Anna in der Wand“ von Patrice Kindl

"Ich heiße Anna, bin vierzehn Jahre alt und sehr schüchtern. Das ist aber auch wirklich alles, was es zu erzählen gibt." Anna ist so schüchtern, dass sie am liebsten unsichtbar sein möchte. Diese Eigenart hat sie von ihrem Vater geerbt, der eines Tages irgendwo zwischen den dreißig Kilometer langen Bücherregalen der Nationalbibliothek verloren ging und den sie - anders als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern Kirsty und Andrea - schmerzlich vermisst. Insgeheim stellt sie sich vor, dass er eine verborgene Existenz hinter Bücherwänden führt und beginnt sein vermeintlich verstecktes Leben nachzuspielen, indem sie sich heimlich in den Wänden ihres viktorianischen Elternhauses Geheimgänge anlegt. Als sich Annas Schuleintritt nicht länger aufschieben lässt, ist sie darüber so verängstigt, dass sie buchstäblich ganz in den Wänden des alten Hauses verschwindet. Und hier, i n ihrem dunklen Versteck, tun sich wunderbare Dinge. Unsichtbar und von ihrer Familie fast vergessen, nimmt Anna dennoch regen Anteil am Leben ihrer Schwestern, die sie durch Gucklöcher in den Wänden beobachtet und belauscht. Doch dann entdeckt sie eines Tages in einer Mauerritze einen Liebesbrief, der mit "Liebe A." beginnt und Anna gehörig durcheinander bringt. Während ihr Körper sich verändert und sie erst langsam erkennt, dass sie nicht die Einzige ist, der es so geht, erwachen in ihr völlig neue Gefühle: Sie ist verliebt. Doch wer ist dieser geheimnisvolle "F.", der sie so gut zu kennen scheint und dessen wunderbare Briefe sie ermutigen ihren Kokon abzustreifen, um wieder aktiv am Leben teilzuhaben?

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  • "Anna in der Wand" von Patrice Kindl

    Anna in der Wand

    Jacynthe

    19. January 2017 um 11:40

    Inhalt Anna war schon immer ein unscheinbares und schüchternes Kind. Der Ausblick darauf, in die Schule gehen zu müssen, ist der absolute Horror für sie und so zieht sich das junge Mädchen Stück für Stück in seine eigene Welt zurück, die es sich zwischen den Mauern des alten Hauses ihrer Familie und einer selbst gezimmerten zweiten Wand geschaffen hat. Von dort aus beobachtet Anna ihre Schwestern und ihre Mutter, näht Kleider für sie oder nimmt Reparaturen am Haus vor. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben, bis sie sich unglücklich verliebt und zudem ein möglicher Umzug ihre kleine heile Welt bedroht. Doch wird sie über ihren Schatten springen können? Meine Meinung Anna in der Wand stand schon lange auf der Liste der Bücher, die ich unbedingt einmal selbst im Regal stehen haben will. Bei einer größeren Rebuy-Bestellung Ende letzten Jahres kam es nun endlich an die Reihe und ich war sehr gespannt, ob es mir so gut gefallen würde wie beim ersten Lesen vor vielen, vielen Jahren. Und das hat es! Es ist die Geschichte eines schüchternen Mädchens, das sich vor der Welt versteckt, bis die äußeren Umstände es dazu zwingen, über seinen Schatten zu springen. Doch zunächst hat sie so große Angst vor den Menschen außerhalb des Hauses, dass sie sich im wahrsten Sinne in die Wände zurückzieht. Ich fand es faszinierend, wie Anna sich eine eigene kleine Welt erschafft, indem sie Zwischenwände hochzieht und diese genauso gestaltet wie die Wände, die nun verborgen sind. Niemand aus ihrer Familie, bestehend aus der Mutter und zwei Schwestern, merkt, dass die Räume des riesigen Hauses, das sie bewohnen, geschrumpft sind. Ich glaube, dass jeder zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben mal von solch einem Refugium träumt und sich wünscht, der Welt entfliehen zu können, und somit steht Anna ein Stück weit für uns alle. Doch Kindl hat Anna nicht nur diese eine, auf den ersten Blick eher schwache Seite gegeben, sondern ihren Charakter sehr differenziert ausgestaltet. Denn Anna näht ausgefallene und raffinierte Kleider für ihre Mutter und ihre Schwestern und ist zudem handwerklich äußerst begabt, sodass die Reparaturen, die das alte Haus von Zeit zu Zeit erforderlich macht, gerne ihr übertragen werden. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihr überhaupt, ihre eigene kleine Welt zu erschaffen und macht den Roman zusätzlich zu einem Stück gendertauglicher Kinder- und Jugendliteratur. Kindl ist es außerdem sehr gut gelungen, die zunehmende Zwiegespaltenheit Annas darzustellen. Die Angst vor der Welt verflüchtigt sich in der Pubertät zwar nicht, doch Anna zeigt immer mehr Interesse an der Außenwelt, vor allem, als sie Briefe von einem Jungen in den Wänden findet. Es beginnt ein reger Briefkontakt, der zwar in einer herben Enttäuschung endet, für Anna jedoch auch die Tür zurück ins Leben aufstößt. Es ist jedoch nicht nur der Junge, der positiv auf Anna einwirkt, sondern auch ihre kleine Schwester Kirsty, deren direkte und unvoreingenommene Art ich sehr mochte und der es mit Leichtigkeit gelingt, Anna aus der Reserve zu locken. Ein Maskenball wird schließlich zu einem wichtigen Schlüsselereignis, was ich sehr gut gewählt finde. Wer versteckt sich nicht gerne hinter einer Maske, wenn er unsicher ist? Natürlich darf man bei diesem Roman nicht alles wörtlich nehmen. Das wird schnell deutlich, als die Familienmitglieder sich öfters aus Versehen auf Anna setzen, weil sie so unscheinbar ist, dass sie beinahe unsichtbar ist. Stattdessen ist vieles metaphorisch und als ein Versuch zu verstehen, die teils widersprüchlichen Gefühle von Heranwachsenden zu verbildlichen. Der Klappentext verheißt sogar, dass es noch einen Schritt weiter gehen könnte, doch diese Implikation finde ich für einen Klappentext erstens nicht passend und zweitens konnte ich davon nichts im Text selbst wiederfinden, obwohl man sicherlich dahingehend interpretieren könnte. Aber macht euch am besten selbst ein Bild! Mir hat es großen Spaß gemacht, das Buch erneut zu lesen, jetzt, da ich mich dank meines Studiums näher mit Psychologie und damit auch mit verschiedenen Entwicklungsstufen beschäftigt habe und somit einiges anders deuten konnte. Doch schon als Kind hat mich das Buch fasziniert, denn ich konnte Anna gut verstehen und habe mich gerne mit ihr in ihrem Refugium verkrochen. Dieses Buch landet auf jeden Fall jetzt auf der Liste der Bücher, die ich meinen eventuellen späteren Kindern zum Lesen geben möchte. Ich vergebe 5 von 5 Wolken.

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  • Buchverlosung zu "Anna in der Wand" von Patrice Kindl

    Anna in der Wand

    Haveny

    Hey :D

    Anlässlich meines zweiten Bloggeburtstags, möchte ich euch die Chance geben dieses Buch oder eines von neun anderen zu gewinnen.
    Ihr seid neugierig geworden?
    Dann schaut doch einmal hier vorbei:
    http://buecherhimmel.blogspot.de/2014/09/2-jahre-buecherhimmel-gewinnspiel.html#more

    Liebe Grüße
    LaLeLu26

    • 6

    hermine

    27. September 2014 um 17:10
  • Rezension zu "Anna in der Wand" von Patrice Kindl

    Anna in der Wand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. October 2012 um 23:08

    Bei Tauschinteresse einfach melden ;-)

  • Rezension zu "Anna in der Wand" von Patrice Kindl

    Anna in der Wand

    Abraxandria

    07. August 2012 um 15:16

    Anna ist schüchtern, so schüchtern, dass sie nicht mehr das Haus verläßt. Sie ist sogar so schüchtern, dass sie sich vor ihrer Familie in der Wand versteckt. Doch dann bekommt sie eines Tages Liebesbriefe und ihre Welt gerät ins schwanken. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und seine Spuren bei mir hinterlassen. Es ist kein Buch, das man nach dem Lesen so einfach weglegen kann. Es beschäftigt einen noch einige Zeit später. Das spricht für mich dafür, dass dies ein ganz besonderes Buch ist. Die Geschichte von Anna hat psychologischen Tiefgang, ist teils amüsant, teils makaber, und dabei immer spannend zu lesen. Manchmal war ich einfach nur entsetzt und erschrocken über dieses Mädchen und darüber, wie weit man gehen kann. Das Buch ist auch wiederum witzig geschrieben. Und irgendwie fand ich Anna auch cool. “Anna in der Wand” ist eine absurde und fantasievolle Geschichte über das Gefühlsleben eines heranwachsenden Mädchen. Es ist keine leichte Lektüre, sondern eine anspruchsvolle. Einige Passagen mußte ich doppelt lesen, um sie zu verstehen. Manchmal war die Handlung mir zu erdrückend und anstrengend. Aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe, denn dieses Buch belohnt einen fürs Lesen. Anna erzählt dem Leser ihre Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht einer 14-Jährigen. Besonders gefallen hat mir, dass sie den Leser mitunter direkt anspricht. Anna ist ein sehr schüchternes Mädchen. Ihre Angst vor Fremden macht sie ohnmächtig. Sie möchte am liebsten von den anderen übersehen werden und nicht auffallen. Als sie drei Jahre alt war, verschwand ihr Vater, der auch sehr schüchtern war. Hier besteht eine Paralle zu Anna, denn ihr Vater verschwand in den Bücherregalen der Kongressbibliothek. Nun lebt Anna mit ihren beiden Schwestern und ihrer Mutter allein in einem großen alten Haus. Andrea, ihr ältere Schwester ist ständig gemein zu ihr. Ihre Mutter übersieht sie oft. Nur ihre jüngere Schwester Kirsty hält zu ihr. Anna beneidet die Gegenstände um sie herum, weil diese keine Gefühle haben. Sie fühlt sich mit Gegenständen wohler als mit Menschen, weil diese sie nicht aus der Ruhe bringen. Es wird für Anna dramatisch, als sie sieben Jahre alt ist und in die Schule soll. Da flüchtet sie in ein von ihr selbstgebautes, geheimes Zimmer hinter der Wand und verschwindet darin für die nächsten Jahre. Aus dem geheimen Zimmer wird eine Parallel-Welt quer durch das alte viktorianische Haus mit seinen 22 Zimmern, denn Anna baut an. Hier fühlt sich sie geschützt wie eine Schnecke, stark und sicher. Niemand kann ihr etwas tun, niemand weiß, wo sie ist. Das Haus gibt ihr das, was sie sich von Menschen wünscht. Es hält sie fest im Arm und beurteilt sie nicht. Wie sie sich ihr Zimmer einrichtet, klingt gemütlich. Beinahe beneide ich sie um ihrer Höhle. Ganze sieben Jahre versteckt sie sich in dieser Welt hinter der Wand. Anfangs beobachtet sie noch ihre Familie durch Gucklöchern, doch mit den Jahren kapselt sie sich immer mehr ab und verwahrlost. Sie kommt in die Pubertät, die sie aber nicht begreift und hält sich für krank. Währenddessen bringt Andrea Leben ins Haus. Ständig hängen Gruppen von Jugendlichen dort herum. Andrea ist genau das Gegenteil von Anna, selbstbewußt, laut und beliebt. Die Familie vergißt ihre verlorene Tochter mit der Zeit und fragt sich, ob diese nicht nur eine Einbildung war. Der Wendepunkt kommt, als Anna eines Tages in ihrer Wand einen Liebesbrief entdeckt. Ihre Scheinwelt beginnt zu bröckeln und sie fängt langsam an, sich wieder der Aussenwelt zu stellen. Der anonyme F. ist schüchtern und pessimistisch wie sie. In ihn findet sie einen Seelenverwandten. Sie lernt die Liebe und ihr Leid kennen, Euphorie, Enttäuschung, Eifersucht, Wut und was so alles dazu gehört. Das alles ist neu für sie. Und es bringt Veränderungen mit sich. Soweit zur Handlung. Das alles passiert bis Kapitel 6 (von 18). Ab diesem Kapitel wird die Story knisternd spannend. Ab Kapitel 10 konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand lesen, bis ich es durch hatte. Ich wollte unbedingt wissen, was aus den beiden wird, ob sie eine Chance haben, sich zu begegnen. Mit dem Auftauchen F.s wird aus der surrealen Geschichte eine ganz reale. Ab hier liest sich das Buch wie eine gewöhnliche Jugendlektüre. Es ist faszinierend zu verfolgen, wie Anna sich entwickelt, wie sie sich verändert, wie sie ausbricht. Was die Charaktere dieser Geschichte angeht, mit Anna bin ich schnell warm geworden. Kirsty mochte ich sofort. Andrea blieb mir unsympathisch und bei der Mutter fragte ich mich, warum sie sich nicht mehr um Anna kümmert. Meine Gefühle F. gegenüber sind etwas gemischt. Seine Wutausbrüche kann ich nicht ganz tolerieren. Ansonsten ist er ganz süß. Das Cover ist so geheimnisvoll wie die Geschichte. Das passt gut. Ich finde, dieses Buch wäre auch eine gute Lektüre für den Deutsch- oder auch Englischunterricht. Es läßt sich vielseitig interpretieren und mit anderen Büchern, wie zum Beispiel “Der Fänger im Roggen” von J. D. Salinger oder “Der Zementgarten” von Ian McEwan diskutieren. Das zentrale Thema bei “Anna in der Wand” dreht sich darum, wie sich ein Kind entwickelt, wenn es komplett von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Es geht desweiteren um Themen wie Story of Initiation, Pubertät, Gefühle, Angst, Familie, erste Liebe, Isolation, Pessimismus, Individualität und Kommunikation. Insgesamt betrachtet kann ich nur wiederholen, was ich anfangs schon schrieb, ich bin stark beeindruckt von diesem Buch! Es hat mich ebenfalls neugierig auf weitere Werke der Autorin gemacht. Fazit: Ein tiefgehendes, gehaltvolles, gutes Buch, dem es gelingt, den Leser in den Bann zu ziehen und ihn zu schockieren. Eine spannende und faszinierende Pubertätsgeschichte, die hier und da ins Surreale eintaucht.

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  • Rezension zu "Anna in der Wand" von Patrice Kindl

    Anna in der Wand

    buchprinzessin

    05. April 2012 um 15:14

    Ein Buch, das mir zwar irgendwie gefallen hat, aber das ich leider auch etwas seltsam fand.
    Ich bin daher froh, dass ich es nicht gekauft, sondern von meiner Schwester ausgeliehen habe ;)
    A und F haben mich irgendwann einfach genervt und ich war ziemlich froh, als es vorbei war...

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