Patrice Leconte Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen

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Inhaltsangabe zu „Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen“ von Patrice Leconte

Gérald ist dreißig Jahre alt und von eher unscheinbarem Äußeren. Mit der Zeit hat er sich daran gewöhnt, regelmäßig übersehen zu werden, und weiß die Vorzüge seiner Transparenz zu schätzen. Doch dann verliebt er sich eines Tages in seine schöne Kollegin Victoire. Um ihr Herz zu erobern, will er nun in hellem Glanz erstrahlen: mit einem beeindruckend heldenhaften Schwimmabenteuer! »Eine poetische kleine Geschichte, deren Leichtigkeit verzaubert« Elle

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  • Eine außergewöhnliche bezaubernde Geschichte

    Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen
    BadWolf

    BadWolf

    08. November 2015 um 21:36

    Inhalt Gérald ist um die 30 Jahre alt und arbeitet als Bankangestellter in einer Bank in Frankreich. Zeit seines Lebens wird er von den Leuten um ihn herum kaum wahr genommen. Das war schon immer so. Er scheint regelrecht unsichtbar zu sein. Denn selbst seine Familie zeigt kaum bis gar kein Interesse an ihm. Er ist das fünfte Kind seiner Eltern und wurde viel später als seine Geschwister geboren. Weil er kein Wunschkind war lässt man ihn das auch tagtäglich in Form von Ignoranz spüren. Niemand kümmert sich um ihn und es ist egal wo er sich aufhält, ob oder wann er nach Hause kommt oder welche Wünsche er hat. So passiert es auch eines Tages dass seine Familie nach Argentinien umzieht und Gérald lässt man in ein Internat bringen. Seine Familie sollte er auch nie wieder sehen. So zieht sich das sein bisheriges Leben hin. Überall lässt man ihn stehen oder warten, weil man ihn einfach übersieht. Dabei scheint er vom Typ her gar nicht so unscheinbar. Eher durchschnittlich vom Aussehen mit einer normalen Größe und Figur. An diesen Zustand der Unsichtbarkeit hat er sich geduldig gewöhnt. Er ist ein stiller unscheinbarer und bescheidener Mann der sich nie beschwert oder derart mit unpassendem Benehmen auffällt. Das ihn die Leute kaum bis gar nicht wahr nehmen nutzt er ab und an sogar zu seinem Vorteil. Sachen die er in einem Laden erstehen will, nimmt er einfach so mit ohne das es einem Verkäufer oder einem Wachpersonal wahrnimmt. Selbst als Detektiv hat er kurze Zeit gearbeitet und war sehr erfolgreich mit seinen Aufträgen. Diese Tätigkeit übte er sogar aus als er schon lange in der Bank arbeitete. Es fiel sowieso keinem auf das er Wochenlang nicht in der Bank erschien. Gérald hat sich mehr oder weniger mit diesem Umstand abgefunden, bis zu dem Tag als eine neue Kollegin in der Bank arbeitete. Victoire eroberte sein Herz im Sturm, wusste davon aber natürlich nichts. Nun war guter Rat teuer. Wie sollte er die junge Frau für sich gewinnen? So beschließt er eines Tages durch den Ärmelkanal zu schwimmen um die Aufmerksamkeit von Victoire auf sich zu ziehen. Er besorgt sich Schwimmausrüstung und fährt hinüber nach England. Vorher drapierte er einen Zettel auf dem Schreibtisch der Angebeteten mit der Bitte zum Strand von Calais zu kommen. Dann beginnt sein Abenteuer und die erhoffte Eroberung von Victoire. Meinung Allein vom Titel könnte man denken es handelt sich hierbei um eine schnulzige Liebesgeschichte. Das war auch mein erster Gedanke als ich auf das Buch aufmerksam wurde. Ich hatte aber das Glück eine tolle Rezension zu lesen und habe mir aufgrund dessen dieses Buch gekauft. Bereut habe ich den Kauf nicht. Es ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte. Ein unscheinbarer Mann der aus seiner Unsichtbarkeit ausbrechen möchte wegen der Liebe zu einer Frau. Gut, anfangs war ich recht skeptisch und fand es stellenweise überspitzt wie man im Laufe seines Lebens so dermaßen übersehen werden kann und das sogar von der eigenen Familie. Aber das liegt wohl zum Teil daran dass er einfach unerwünscht war und man ihn das auch jeden Tag spüren ließ. Es ist dann vielleicht auch nicht verwunderlich das er so gelernt hat auch für sein Umfeld kaum existent zu sein. Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt, bzw. Gérald erzählt seine Geschichte. Den klug gewählten Worten haftet ab und an ein trockener Humor an, so dass man hin und wieder schmunzeln muss. Lang ist die Geschichte ebenfalls nicht. Grade einmal 160 Seiten, lesen sich fast in einem durch, denn ich persönlich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und habe es meist überall im gehen und stehen gelesen. Es regt zum Nachdenken an und ist auf seine Art und Weise sogar ein gutes Stück fantasievoll und poetisch. Eine leichte Geschichte des jungen Mannes der seine Erfüllung sucht.

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  • Einmal durch den Ärmelkanal

    Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen
    MaikeHerzpotenzial

    MaikeHerzpotenzial

    23. October 2015 um 16:13

    Einfach mal unsichtbar sein – was für uns während eines stressigen Arbeitstages oder einer anstrengenden Familienfeier durchaus mal eine angenehme Abwechslung wäre, ist für Gérald Alltag. Schon seit er sich zurück erinnern kann, wird er einfach nicht wahrgenommen und übersehen. Selbst seine eigenen Eltern vergessen dauernd, dass es ihn gibt (ein Wunder, dass sie daran gedacht haben, ihm einen Namen zu geben). Nur eine Person scheint ihn immer wieder zu sehen: Victoire, seine Kollegin aus der Bankfiliale. In die ist er Hals über Kopf verliebt und überlegt nun, wie er sie am nachhaltigsten beeindrucken und ihr gleichzeitig seine Liebe gestehen kann. So kommt es zu der Idee, durch den Ärmelkanal zu schwimmen – von England nach Frankreich. Bevor er aufbricht, hinterlässt er auf dem Schreibtisch seiner Angebeteten nur einen Brief, mit der Bitte, sich zu einem bestimmten Zeitpunkt am Strand von Calais einzufinden. Und so startet Gérald Hals über Kopf in etwas, dass das größte Abenteuer seines Lebens werden könnte. Was für ein feines kleines Büchlein! Auf den ersten Blick ist das Buch eigentlich so gar nicht meins, es entspricht zu sehr einer klassischen Liebesgeschichte: unsichtbarer Mann verliebt sich in schöne Frau und will nun unbedingt ihr Herz gewinnen. Aber nach der ersten Seite (wie immer im Buchladen gelesen) hab ich dem Buch doch eine Chance gegeben. Und im Ende war es dann gar keine Liebesgeschichte. Stattdessen berichtet Gérald von seinem Leben. Der Leser begleitet ihn durch verschiedene Stationen seines Lebens während er durch den Ärmelkanal schwimmt. Er erzählt alles sehr trocken und betont humorvoll, dennoch bekommt man beim Lesen einfach Mitleid mit ihm. Denn sein Unsichtbar-sein macht ihm das Leben ziemlich schwer. Denn er ist ziemlich einsam und sehnt sich einfach nach einer anderen Person, die ihn wahrnimmt. Auch darin liegt ein Grund für seine ziemlich verrückte Idee der Durchquerung des Ärmelkanals. Und so beginnt man mit ihm mitzufiebern und zu hoffen, dass er seine Reise heile übersteht. Dennoch sollte man nicht zu viel erwarten, das geben die wenigen Seiten einfach nicht her. Zusätzlich klang alles irgendwann nach Wiederholungen, als hätte der Autor nichts mehr zu sagen gehabt.

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  • Enttäuscht!

    Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen
    lievke14

    lievke14

    12. October 2015 um 10:39

    „Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen“ von Patrice Leconte erzählt von einem jungen Mann, der sein ganzes bisheriges Leben das fünfte Rad am Wagen war. Als fünftes unerwünschtes Kind zur Welt gekommen, lief Gerald in jeder erdenklichen Beziehung neben seiner Familie her….er wurde schlicht übersehen. Als diese dann irgendwann nach Argentinien auswandert, bleibt er zurück in Frankreich und wird auf ein Internat abgeschoben. Auch in seinem späteren Leben ist er unsichtbar. Keiner nimmt Notiz von ihm. Eines Tages verliebt er sich jedoch in eine seiner Kolleginnen. Um diese zu beeindrucken, fasst er einen abenteuerlichen Plan…..er will den Ärmelkanal durchschwimmen. Problem ist nur….er ist kein sonderlich guter Schwimmer…..dennoch wagt er dieses Abenteuer…. Ich habe spontan zu diesem Buch gegriffen, da mir „Heute wegen Glück geschlossen“ sehr gut gefallen hat. Ich habe mir eine ähnliche anrührende Geschichte versprochen. Nun ja, leider war das neue Buch von Patrice Leconte eine größere Enttäuschung. Eines muss ich natürlich einräumen: Der Schreibstil ist wieder recht flüssig und ansprechend. Allerdings konnte mich dieses Mal die Story nicht einnehmen. Gerald wird als äußerst liebenswerter Charakter beschrieben. Um so erschreckender ist es zu sehen, dass er trotz seines überaus sympathischen und einnehmenden Charakters, für seine gesamte Umwelt völlig transparent bleibt. Sowohl im Privat- als auch im Berufsleben steht er immer nur am Rande. Beispiel: Eines Tages wird die Bank, in der Gerald arbeitet, überfallen. Er greift beherzt ein und überwältigt den Räuber. Diese Heldentat wird schlichtweg nicht wahrgenommen. Das und vieles mehr ist für mich absolut unglaubwürdig. Gerald hat mir als Charakter ganz gut gefallen. Seine romantischen Gefühle für Victoire und der unbedingte Wille, ihr Herz durch eine außergewöhnliche Tat zu gewinnen, fand ich irgendwie ziemlich süß. Das konnte aber den Gesamteindruck des Buches nicht wettmachen. Alles in allem war mir die Story einfach viel zu überzogen und fragwürdig. Eine besondere Bedeutung konnte sich mir auch nicht erschließen. Da zu keinem Zeitpunkt eine Erklärung für die konstante Nichtwahrnehmung des Protagonisten gegeben wurde, blieb dieses Phänomen ein einziges Rätsel und erschien im höchsten Maße fadenscheinig.

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  • Was man(n) für die Liebe nicht alles tut....

    Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen
    Miamou

    Miamou

    Gérald ist das, was man das fünfte Kind hinter dem Wagen nennt: Die Familie übersieht und vergisst ihn regelmäßig. Mit der Zeit gewöhnt er sich daran, entdeckt die Vorzüge seiner Unsichtbarkeit. Als er sich jedoch eines Tages Hals über Kopf in seine schöne Kollegin Victoire verliebt, möchte Gérald endlich sichtbar werden. Sein Plan: mit einem kühnen Schwimmabenteuer Victoires Herz zu erobern. Aber die Liebe verleiht nicht nur Flügel, manchmal sorgt sie auch für unsanfte Bauchlandungen. ************************************************************ Ein kleines, aber feines Büchlein hat Patrice Leconte da erschaffen. Es war mein erstes Buch von diesem Autor, wird aber ziemlich sicher nicht mein letztes gewesen sein. Gleich nach den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen des Buches. Der Schreibstil ist sehr spritzig und lebt davon, dass einfach immer alles gleich auf den Punkt gebracht wird. Es kommen dadurch in keinem Moment irgendwelche Längen auf, weil der Autor auf jeden Schnörkel verzichtet. Die Handlung ist mehr oder weniger klassisch. Der unsichtbare Mann verliebt sich in die wunderschönste Frau der Welt. Um ihr Herz zu gewinnen, greift er zu sehr drastischen Maßnahmen und so kommt es, dass Gérald seine Lebensgeschichte erzählt, während er sich von Dover nach Calais bewegt und das schwimmend. Sehr eindrucksvoll werden nebenbei auch seine Ängste, Hoffnungen und Träume beschrieben. Mit Gérald bekommt man sehr schnell Mitleid. Man hat wirklich das Gefühl, dass er einzig und allein vom Leser gesehen wird, bis es zu dem sehr, sehr überraschenden Ende kommt, welches absolut weit weg von dem üblichen Kitsch ist. Da ich mit gar keiner Erwartung in das Buch gegangen bin, war es für mich dann eine sehr positive Überraschung.

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