Patricia Cabot , Britta Evert Ein Sehnen im Herzen

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Inhaltsangabe zu „Ein Sehnen im Herzen“ von Patricia Cabot

Emma Van Court, aus gutem Londoner Hause, ist kurz nach ihrer Hochzeit verwitwet. Allein lebt sie nun in einem kleinen schottischen Dorf und verdingt sich als Lehrerin. Es erwartet sie zwar eine beachtliche Erbschaft aber nur, wenn sie wieder heiratet. Nur mit Mühe kann sie die zahlreichen Verehrer im Ort abwehren. Da kommt ihr der Cousin ihres verstorbenen Mannes, der Earl of Denham, zur Hilfe und bietet sich als "vorübergehender" Ehemann an. Doch insgeheim hofft er, ihr Herz zu erobern. Denn schon lange quält ihn ein wildes, stürmisches Verlangen nach der reizenden Emma ...

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  • Rezension zu "Ein Sehnen im Herzen" von Patricia Cabot

    Ein Sehnen im Herzen

    luckydaisy

    04. June 2011 um 19:08

    Emma Van Court, aus gutem Londoner Hause, ist kurz nach ihrer Hochzeit verwitwet. Allein lebt sie nun in einem kleinen schottischen Dorf und verdingt sich als Lehrerin. Es erwartet sie zwar eine beachtliche Erbschaft – aber nur, wenn sie wieder heiratet. Nur mit Mühe kann sie die zahlreichen Verehrer im Ort abwehren. Da kommt ihr der Cousin ihres verstorbenen Mannes, der Earl of Denham, zur Hilfe und bietet sich als "vorübergehender" Ehemann an. Doch insgeheim hofft er, ihr Herz zu erobern. Denn schon lange quält ihn ein wildes, stürmisches Verlangen nach der reizenden Emma ... Bei manchen Büchern bin ich mir nicht sicher, ob ich sie lieben oder hassen soll. Es ist schon ein einmaliges Talent einer Autorin, soviel richtig zu machen, und es dann doch irgendwie zu vermasseln. Das Buch hat von mir 3 Sterne bekommen und das hauptsächlich wegen dem wirklich entzückenden Plot. Der Held James Marbury ist ein reicher Adeliger, der nur an sich und sein Vergnügen denkt. Sein Cousin Stuart hingegen ist völlig anders gestrickt: Er fühlt sich sozial und religiös berufen, hat extrem hohe moralische Ansprüche und lebt diese auch. Kein Wunder, daß die Heldin, die 18-jährige Emma von Stuarts hoher Intigrität beeindruckt ist und ihm in jugendlicher Naivität die Hand zum Ehebund reicht. 1 Jahr später ist Emma aus ihren romantischen Mädchenträumen erwacht - Stuart ist tot und sie sitzt fast mittellos mitten in der schottischen Pampa fest und verdingt sich ihren Lebensunterhalt als örtliche Lehrerin. James reist also nach Schottland um seinen verstorbenen Cousin umzubetten und die Witwe nach Hause zu holen. Diese wehrt sich jedoch gegen dieses Vorhaben vehemment und scheint einige dunkle Geheimnisse vor James zu verbergen. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten! Ich muss gestehen, ich habe ein echtes Faible für Helden, die durch die Liebe zueinander eine charakterliche Entwicklung durchmachen und durch die Liebe "geheilt" werden. James als haltloser vergnügungssüchtiger Bonvinant hat hier wirklich Potential gehabt. Leider hat es Patricia Cabot versäumt, uns als Leser die moralischen Abgründe des Helden auch vor Augen zu führen. Emma erinnert sich stets nur positiv an James: Er unterstützt sie bei ihrem sozialen Engagement, hat sie als Teenager in die feine Gesellschaft eingeführt, hat ihr stets zugehört und war so eine Mischung aus Vater und Bruder. Wo ist der böse Rüpel? Liebe Güte, wie kann man so einen feinen Menschen nur als moralisch verwerflich darstellen? Hier konnte ich der Argumentationskette der Autorin beileibe nicht folgen. Nun zur Heldin: Emma ist recht gut geglückt. Sie ist zwar einerseits gnadenlos naiv und gutmütig, aber keineswegs dumm und albern. Zwar rennt sie höchst unbesonnen in ihre 1. Ehe, dies mag man aber ihrer verklärten Mädchenschwärmerei anlasten, nicht ihr selbst. Es blitzen auch die ein oder anderen recht humorigen Momente auf, so daß sich das Buch insgesamt recht gut lesen lässt. Nun aber zur völlig verunglückten Umsetzung: Sowohl James als auch Emma versteigen sich immer wieder in gedankliche Ergüsse, die von der Autorin seitenweise erklärt und erläutert werden müssen, da ansonsten die Leserin vollends verwirrt und hilflos vor der Lektüre sitzen würde. Viele Dinge, die eigentlich auch dem einfältigsten Menschen nach ein paar Kapiteln bekannt sind, werden immer und immer und immer wieder wiederholt. Dies bremst den Lesefluss doch erheblich und wirft böse Schatten auf den an sich wirklich netten Plot. Ein Buch muss nicht mit jeder Menge Handlung vollgestopft sein um mich gut zu unterhalten, es genügt völlig, wenn der Roman es schafft, mich emotional auch nur ansatzweise zu berühren. Aber hier lies mich das Gefühlsleben der beiden Protagonisten beinahe völlig kalt. Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll, und habe mich dann für die goldene Mitte entschieden. Ich denke, daß diese Bewertung dem Roman noch am ehesten gerechtesten wird.

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