Rezension zu "Der Ruf des Herzens: Ein historischer Liebesroman im Frankreich des 18. Jahrhunderts" von Patricia Carlyle
LauranasLeselebenDer Ruf des Herzens hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Patricia Carlyle versteht es hervorragend, die Leser in die Wirren der französischen Revolution zu führen und dabei die dramatischen Zustände in Paris eindrücklich zu schildern. Man schleicht geradezu mit den Figuren durch die Straßen.
Im Mittelpunkt steht Cathrin, die durch den Tod ihrer Mutter aus ihrem behüteten Leben gerissen wird. In Paris trifft sie nicht nur auf die Gefahren und Versuchungen der großen Stadt, sondern auch auf einen Mann, der ihr Herz auf unvergleichliche Weise berührt. Allerdings ist dieser Mann nicht ihr Verlobter Etienne, wegen dem sie diese gefahrvolle Reise auf sich genommen hat. Aber Christopher Deverell, der sich während der Fahrt nach Paris ihrer angenommen hat, ist im Haus ihres Verlobten kein unbekannter, aber dafür ungern gesehener, Gast. Für Cathrin beginnt eine unglückliche Zeit in Paris und sie muss lernen, zwischen Leidenschaft, drohenden Gefahren und gesellschaftlichen Schranken ihren eigenen Weg zu gehen und für das zu kämpfen, was ihr wirklich wichtig ist.
Besonders beeindruckt hat mich, wie aktiv Cathrin ihre Rolle annimmt. Sie ist keine blasse Heldin, sondern eine Frau voller Mut und Tatkraft. Diese bringen sie allerdings immer wieder in Schwierigkeiten. Dennoch empfand ich sie manchmal als etwas zu naiv, weil sie trotz der vielen Gefahren Paris nicht verlassen will. Doch gerade diese Schwäche macht sie menschlich und sorgt dafür, dass man mit ihr fühlt und sie umso mehr ins Herz schließt.
Am Ende ist es eine wundervolle, abenteuerliche Liebesgeschichte voller Gefühl und Leidenschaft, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ein Roman, der Herz und Seele gleichermaßen anspricht und den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann














