Patricia Duncker

 4 Sterne bei 129 Bewertungen
Autor von Die Germanistin, Miss Webster und Chérif und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Die Germanistin9783423135023

Die Germanistin

 (59)
Erschienen am 01.09.2007
Cover des Buches Miss Webster und Chérif9783833305054

Miss Webster und Chérif

 (16)
Erschienen am 03.11.2007
Cover des Buches Der tödliche Zwischenraum9783833301278

Der tödliche Zwischenraum

 (15)
Erschienen am 01.11.2004
Cover des Buches Der Komponist und seine Richterin9783827009159

Der Komponist und seine Richterin

 (14)
Erschienen am 01.04.2010
Cover des Buches James Miranda Barry9783833302015

James Miranda Barry

 (13)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Sieben Geschichten von Sex und Tod9783833303951

Sieben Geschichten von Sex und Tod

 (5)
Erschienen am 20.11.2006
Cover des Buches Sophie und die Sibylle9783827012746

Sophie und die Sibylle

 (3)
Erschienen am 04.10.2016
Cover des Buches Der Komponist und seine Richterin9783869740232

Der Komponist und seine Richterin

 (3)
Erschienen am 01.05.2010

Neue Rezensionen zu Patricia Duncker

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Rezension zu "Die Germanistin" von Patricia Duncker

Französisch ohne Übersetzung
Emmervor 10 Monaten

An sich ein schönes und spannendes Buch und ein schöner Schreibstil. Leider gibt es zwischendurch einige Längen. Was aber am meisten stört, dass sind die französischen Sätze. Es gibt in dem Buch keine Übersetzung und so bleiben sie einfach unverstanden stehen und man hätte sie gleich weglassen können.

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Rezension zu "Sophie und die Sibylle" von Patricia Duncker

Spannende Umsetzung
raven1711vor 3 Jahren

Klappentext:
Im September 1872 herrscht helle Aufregung in den Salons der Berliner Gesellschaft: George Eliot, die weltberühmte Schriftstellerin mit dem Männernamen, weilt in der Stadt. Als rätselhafte Erscheinung, als „Sibylle“, wird sie von ihren Zeitgenossen gleichermaßen bewundert und als skandalös empfunden. Ihre Wirkung auf Männer wie auf Frauen ist legendär, dabei ist sie weder jung noch schön. Ihr deutscher Verleger Max Duncker, ein Heißsporn mit Hang zu Spiel und hübschen Frauen, begegnet der Eliot zum ersten Mal. Auch um sich die Rechte am zweiten Teil von Middlemarch zu sichern, ihrem neuesten Roman, setzt er alles daran, die große Dame zu umgarnen. Doch versprochen hat er sich der Gräfin Sophie von Hahn, einer Tochter aus vermögendem Hause. Sie ist glühende Verehrerin der Autorin und möchte sie unbedingt treffen, obwohl das für eine anständige junge Frau nicht statthaft wäre. Max hingegen will eine solche Begegnung nicht nur deshalb verhindern. Aus Verehrung, Verliebtheit, Eifersucht, Begehren und Verfehlung entsteht ein obsessiver Reigen zwischen Autorin und Verleger, Verleger und Leserin, Leserin und Autorin …

Meinung:
Spricht man über viktorianische Autoren, kommt man an dem Namen George Eliot nicht vorbei. Bei diesem "Autor" handelt es sich aber nicht um einen Mann, sondern um eine Frau. Aber das dürfte den meisten Literaturkennern ja bekannt sein ;)
Patricia Duncker nimmt diese Autorin hier als Grundlage für ihren Roman um den Verleger Max Duncker und die Gräfin Sophie von Hahn. Max soll die junge Gräfin heiraten, so hat sein Bruder es mit Sophies Vater vereinbart. Gleichzeitig soll Max aber auch dafür sorgen, dass das neue Werk der berühmten Autorin in ihrem Haus übersetzt und publiziert wird. So muss Max also zum einen der George Eliot, hier immer bezeichnet als "die Sibylle", hinterherreisen und seinen Charme spielen lassen, aber auch immer wieder bei der Familie von Hahn vorstellig werden, um die Verlobung voranzutreiben. Dabei muss er feststellen, dass die junge Sophie keinesfalls eine ruhige, genügsame, brave Ehefrau sein möchte, sondern ihren eigenen Kopf und ihre Vorstellungen hat. Max findet das keineswegs anziehend, andererseits aber zeigt er enorme Besitzansprüche der Braut in Spe gegenüber. Und die Sibylle? Sie bekommt das Treiben natürlich mit und zieht im Hintergrund die Fäden, wobei es lange sich nicht klar abzeichnet, ob sie für oder gegen das Paar ist.
Ich muss gestehen, ich habe ein wenig gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden. Ganz dem großen Vorbild entsprechend ist der Erzählstil dem viktorianischen Zeitalter angelehnt, was zwar wunderbar zur Story passt, dem unbedarften Leser aber etwas Startschwierigkeiten bereitet. Hat man aber einmal in die Erzählweise hineingefunden, entfaltet sich ein gut durchdachter und konzipierter Roman, der durchaus zu fesseln vermag.
Interessant fand ich die Vermengung von realen Figuren und Fiktion. Zwischen der Hauptgeschichte erzählt uns die Autorin in kleinen Kapiteln mehr über die berühmte Autorin. Diese Herangehensweise hat anfangs für ein wenig Verwirrung bei mir gesorgt, ich habe mich aber auch da recht letztendlich schnell hineingefunden. Insgesamt ist die Figurenkonstellation und Entwicklung ganz spannend umgesetzt und der arme Max hat mir manchmal fast leidgetan, wie er so zum Spielball der beiden Damen wurde. Erzählerisch liegt das Hauptaugenmerk aber auf Max und Sophie, die Kapitel haben eine moderate Länge und die Geschichte wurde von Barbara Schaden übersetzt. Ganz besonders gut haben mir aber hier die Schauplatzbeschreibungen gefallen. Patricia Duncker hat es mühelos geschafft, historisch wichtige Orte wie z. B. Berlin zu visualisieren und die damalige Zeit aufleben zu lassen.

Fazit:
Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte einzusteigen. Dann aber war ich drin und hatte einige fesselnde Lesestunden mit Sophie und die Sibylle. Besonders schön ist der Schreibstil, der z. B. Leserherzen von viktorianischen Lektüren höher schlagen lassen dürfte. Die klug konstruierte Geschichte, durchsetzt mit vielen realen Figuren und Fakten hat mir dann doch gut gefallen und ich war froh, dass ich im ersten Teil des Buchs durchgehalten habe.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Berlin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension zu "Sophie und die Sibylle" von Patricia Duncker

Wie ein Kostümfilm
serendipity3012vor 3 Jahren

Wie ein Kostümfilm 

Tatsächlich war gerade zu Beginn meiner Lektüre von Patricia Dunckers neuem Roman „Sophie und die Sibylle“ die Assoziation sehr stark: Ich sah vor meinen Augen einen Kostümfilm ablaufen, rauschende Kleider aus viel Stoff, prunkvolle Salons in verschwenderischer Ausstattung, in der sich Figuren tummelten, getrieben von Zuneigung, Eifersucht oder Misstrauen. Obwohl sich das Bild dann im Laufe der Lektüre ein wenig wandelte, zeigt es doch, dass es der Autorin durchaus gelungen ist, einen viktorianischen (oder wie es an anderer Stelle heißt einen neoviktorianischen) Roman zu schreiben.

Im Titel werden gleich die beiden Frauen genannt, um die sich das Geschehen dreht: Die Sibylle ist in Wirklichkeit die große Schriftstellerin George Eliot, die sich zeitlebens immer wieder neue Namen gab und deren eigentlicher Name im vorliegenden Roman erst gegen Ende überhaupt Erwähnung findet. Sie lebt mit George Henry Lewes zusammen und nennt sich folglich Mrs. Lewes, die beiden sind aber nicht verheiratet. Ein Skandal. Und so verkehren nur diejenigen mit der Schriftstellerin, die es sich entweder leisten können, da ihre gesellschaftliche und finanzielle Stellung ihnen freie Hand lassen oder denen ihr Ruf einfach egal ist. Andererseits wird die Sibylle verehrt und geliebt, ihre Bücher sind Bestseller, sie hat viele Bewunderer, Frauen und Männer gleichermaßen, und die Bewunderung bezieht sich sowohl auf sie selbst, als auch auf ihr Werk.

„Die Dame ist alt. Die Dame ist hässlich. Die Dame hat wunderbare Augen.“ S. 16

Auch der junge Verleger Max, der mit seinem Bruder den Verlag Duncker & Duncker führt, ist fasziniert vom Charme der alten Frau, als er mit ihr zusammenkommt, um die Übersetzungsrechte des zweiten Teils ihres Romans „Middlemarch“ zu erwerben. Heiraten soll Max die junge Sophie von Hahn, die er seit Kindertagen kennt, eine selbstbewusste junge Gräfin, die Mrs. Lewes verehrt und all ihre Bücher gelesen hat und die sie unbedingt kennenlernen will. Natürlich gehört sich das nicht, doch Sophie hat einen Dickkopf und lässt sich nicht so leicht von etwas abbringen, das sie sich vorgenommen hat. Sie versucht, mit der Sibylle Kontakt aufzunehmen, ein Versuch mit unvorhergesehenen Folgen.

„Sophie und die Sibylle“ liest sich als vergnügliche Komödie, die aber auch ernste Seiten zu bieten hat. Von Zeit zu Zeit tritt die Erzählerin der Geschichte hervor, kommentiert das Geschehen, analysiert kurz und treffend ihre Protagonisten, ja, scheint sie selbst wie auf einer Theaterbühne hin- und her zu schieben. Obwohl die Figuren dadurch von Zeit zu Zeit wie von außen gesteuert wirken, obwohl sie immer nur so weit charakterisiert werden, wie es für die Geschichte nötig ist und sie dadurch zuweilen ein wenig eindimensional und stereotyp wirken, liest sich das sehr reizvoll und charmant. Es ist immer ein wenig eine Zurschaustellung von Ursache und Wirkung, es zeigt auf, wie sehr diese Figuren, allen voran die schnell aufbrausende junge Sophie, von ihren Gefühlen übermannt und zu unüberlegten Handlungen gezwungen werden. Und schon sieht man keinen Kostümfilm mehr, sondern eine Komödie im Theater.

Im Nachwort schreibt Patricia Duncker von ihrer Verehrung für die Autorin George Eliot und dem Zufall der Namensgleichung ihrer damaligen Verleger und Duncker selbst, die ihr Ausgangspunkt für die Geschichte war. Duncker hat das Werk George Eliots über viele Jahre wieder und wieder gelesen und ausgiebig studiert und ihr in ihrem Roman ein Denkmal gesetzt.

George Eliot war, das zeigt sich in „Sophie und die Sibylle“ ganz deutlich, eine starke Frau, die sich genommen hat, was sie wollte und sich über die gesellschaftlichen Gepflogenheiten hinweggesetzte. Eine gebildete Frau, die sich mit Kunst und Philosophie auseinandergesetzt hat – auch das Christentum und die aufkommende Bewegung des Atheismus im 19. Jahrhundert sind daher Thema und geben dem Roman so noch eine weitere, gewinnbringende Ebene.

„Sophie und die Sibylle“ ist eine gelungene Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit. Eine Komödie mit tragischen Einsprengseln und eine gelungene Annäherung an George Eliot und die Zeit, in der sie lebte.

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