Patricia Duncker Der Komponist und seine Richterin

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Inhaltsangabe zu „Der Komponist und seine Richterin“ von Patricia Duncker

Auf einer Lichtung im tiefsten Jura stoßen Jäger auf eine Gruppe Toter - neun Erwachsene, sieben Kinder, zu einem Halbkreis angeordnet, im Neujahrsschnee des Jahres 2000. Keine Anzeichen äußerer Gewalt. Ein Bild unheimlichen Friedens. Kommissar André Schweigen erkennt das Muster eines Sektenselbstmords, dener fünf Jahre zuvor untersucht hat, gemeinsam mit der Richterin Dominique Carpentier, die auch jetzt sofort zur Stelle ist. Ein altes Buch, in Leder gebunden undmysteriösem Code geschrieben, bringt sie auf die Spur von Friedrich Grosz, einem berühmten Komponisten und Dirigenten. In diesem charismatischen, unbeugsamen Mann findet die Richterin ihren Widerpart. Ein Kräftemessen beginnt, in dessen Verlauf sich Dominique immer tiefer in die Geheimnisse der Sekte verstrickt und die Grenzen ihrer eigenen moralischen Haltung erschüttert werden. Patricia Duncker hat einen Roman von ungeheurer Sogkraft geschrieben, der uns quer durch Europa führt, die mächtige Bergwelt der Alpen, die Weinberge desLanguedoc, Montpellier, Lübeck, London. Verführerisch, doppelbödig, von großer lite -rarischer Entschiedenheit - Patricia Dunckers vielleicht bester Roman.

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Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

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  • Rezension zu "Der Komponist und seine Richterin" von Patricia Duncker

    Der Komponist und seine Richterin

    Readyforbooks

    19. July 2012 um 20:55

    irgendwoher kannte ich diese Geschichte schon, ich weiß nicht woher oder ist sie einfach nur zu massenhaft? war nicht so mein Fall, es kommt keine Spannung auf und überraschungen gibt es auch keine, was mich wirklich geärgert hat: Mein absolut liebstes Nietzsche Zitat wurde für eine Sekte "ausgeschlachtet" das gefiel mir gar nicht

  • Rezension zu "Der Komponist und seine Richterin" von Patricia Duncker

    Der Komponist und seine Richterin

    Lichtscheue

    31. October 2011 um 07:52

    Eine Richterin mit Charisma, die es gewohnt ist, bewundert zu werden, versucht zwei Gruppenselbstmorde (sogenannte Aufbrüche) aufzuklären bzw. Beweise dafür zu finden, dass es sich in den Fällen nicht einfach um freiwillige Aufbrüche handelt, sondern um eine Sekte mit kriminellen Hintergründen. Anfangs nahm ich an, dass es sich um einen gewöhnlichen Kriminalroman handelt. Krimis gehören nicht zu meinem bevorzugten Genre. Warum ich trotzdem das Buch kaufte? Weil ich hoffte, es sei anders und ich könnte mich irren, was den Krimi anging. Und in der Tat bot dieses Buch viel mehr als das. Vermutlich recht subjektive 4 Sterne habe ich vergeben, weil ich mich für den Kosmos, für die menschlichen Irrungen und die Liebe besonders interessiere. All diese Elemente waren in diesem Roman enthalten und dabei auch in wundervolle Worte gekleidet. Eigentlich gehöre ich nicht zu den Lesern, die bei einem Krimi relativ schnell wissen, wer der Täter ist. Leider muss ich zugeben, dass es mir da an Ehrgeiz mangelt und oftmals nicht die Bohne interessiert, weil das Muster mir irgendwie immer ähnlich scheint. Der Autor legt viele vermeintliche Spuren und letztendlich läuft es dann auf eine Spur, einen Täter hinaus. Die einen Leser durchschauen das früher, die anderen später. Hier ahnte ich gewisse Entwicklungen erstaunlich schnell, ich vermute weil ich sehr mit der Geschichte im Einklang war. Trotzdem war dann das Ende auf gewisse Weise recht überraschend und das Buch folgte insgesamt eben NICHT dem oben beschriebenen Muster. Eine mystische Geschichte mit Krimi-Elementen, so könnte man es vielleicht beschreiben.

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  • Rezension zu "Der Komponist und seine Richterin" von Patricia Duncker

    Der Komponist und seine Richterin

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    06. August 2010 um 10:03

    Am Neujahrstag werden auf einer Lichtung zwischen Frankreich und der Schweiz neun Erwachsene und sieben Kinder tot aufgefunden, die in einem Halbkreis angeordnet liegen. Bis auf eine Frau, die erschossen in der Mitte des Halbkreises liegt, wurden alle vergiftet. Vor Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall in der Schweiz. Alles deutet auf einen ritualisierten Sektenselbstmord hin. Auch damals arbeiteten die Richterin Dominique Carpentier, die den Beinamen „Sektenjägerin“ hat und ihr Kollege, Kommissar André Schweigen, an diesem Fall. Während der Ermittlungen beginnt sich die Richterin in ein Netz vielschichtiger Beziehungen zu verstricken. Ausgerechnet der Hauptverdächtige, ein Komponist und Dirigent, übt eine starke Anziehung und Faszination auf die Richterin aus. Der impulsive Kommissar Schweigen entwickelte bereits in dem ersten gemeinsamen Fall starke Gefühle für die Richterin Carpentier, die seine Sympathien stets mit einer kühlen Distanziertheit erwidert. Dieses Gefühlschaos erschwert die kriminologische Aufklärung immens. Es entstehen subtile Machtspiele und Kämpfe zwischen Anziehung und Abstoßung. Immer weiter geraten die schwer zu durchschauenden Personen in ein Wechselspiel von Faszination und Ablehnung, von Macht und Abhängigkeit. Patricia Duncker hat mit „Der Komponist und seine Richterin“ einen sehr kunstvollen Roman verfasst; die Ähnlichkeit des Titels mit Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ ist sicherlich nicht unbeabsichtigt. Ihre Schilderungen sind sinnliche Inszenierungen, die von den Verführungen des menschlichen Lebens handeln. Rauschende Feste in höheren Gesellschaftsschichten finden sich genauso darin wie sinnliche Beschreibungen von Koch -und Gartenkünsten. Der Erzählstil und die sprachliche Gestaltung sind oft mit wuchtigen Metaphern assoziativ und überbordend „veredelt“. Viele Formulierungen überraschen durch ihre Originalität und detailgenaue Beschreibungen, die im Wechsel der Erzählperspektive erscheinen. Die Charaktere werden durch die präzise und atmosphärisch - dichte Darstellung von Stimmungen und Befindlichkeiten perfekt ausgeleuchtet. Wer zu diesem Buch greift, hält literarisch anspruchsvolle Krimiliteratur in den Händen, die Literatur als Kunst betrachtet und nicht nur als Mittel zur Abbildung einer möglichen Wirklichkeit.

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  • Rezension zu "Der Komponist und seine Richterin" von Patricia Duncker

    Der Komponist und seine Richterin

    Kendra

    06. July 2010 um 15:03

    Das Hörbuch „Der Komponist und seine Richterin“ von Patricia Duncker ist ein etwas langatmiges und leider zu unpersönliches Werk, dass mich leider nicht überzeugen konnte. Weder die Handlung, die durchaus interessant und spannend vom Plot her ist, noch die Figuren konnten bestehen, im Gegenteil, die Charaktere wirkten auf mich etwas steif und hölzern. Für mich waren sie zu sehr geformt, sprich erfunden, um sie als menschlich oder sogar sympathisch darzustellen. Außerdem finde ich dieses Hörbuch, dass sich auf 6 CD´s erstreckt, etwas zäh und schwierig zu lesen, vor allem am Stück. Vielleicht liegt es daran, dass ich es als zu schwierigen Stoff empfand, dass als Hörbuch nicht gerade leicht zu verstehen ist. Hier würde sich durchaus das richtige Buch anbieten, um die komplexen Dinge in seinem eigenen Tempo zu lesen bzw zu verstehen und in sich aufzunehmen. Alles in einem fand ich es persönlich sehr unzugänglich für meine Gehör und Gehirngänge und ich hatte Mühe es fertig zuhören. Dennoch konnte mich das Finale etwas vertrösten, dass ich durchaus gelungen fand. Denn hier fand sich die Spannung wieder, die ich leider vorher etwas vermisst hatte. Deswegen gibt es von mir 3 Punkte!

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  • Rezension zu "Der Komponist und seine Richterin" von Patricia Duncker

    Der Komponist und seine Richterin

    robbinett

    14. May 2010 um 10:51

    Sehr schöne Sprache, interessante Charaktere - allerdings zum Schluss hin etwas wirr und nicht immer nachvollziehbar

  • Rezension zu "Der Komponist und seine Richterin" von Patricia Duncker

    Der Komponist und seine Richterin

    Ailis

    06. May 2010 um 20:58

    Wer zu Dunckers Roman "Der Komponist und seine Richterin" greift, sollte sich nicht zu sehr auf genüssliche Lesestunden freuen, in denen man als Leser ganz in einer Geschichte und ihrem Fortgang aufgeht - das hier ist keine reine Unterhaltungsliteratur. Vielmehr haben wir es hier mit einem Buch zu tun, das Literatur als Kunst betrachtet und nicht als Mittel, Abbild einer möglichen Wirklichkeit zu sein. Und so geht es auch nur nebenbei um die Lösung der Mordfälle, der Fokus des Romans ist eindeutig auf Fragen und Antworten philosophischer Natur gerichtet. Die Richterin in diesem Roman ist Dominique Carpentier. Sie ist Ermittlungsrichterin, das heißt, sie arbeitet der Staatsanwaltschaft zu, und ist bekannt als die "Sektenjägerin". Daher wird sie von Kommissar Schweigen auch hinzugerufen, als am Neujahrstag die Leichen eines Massenselbstmordes in der Nähe eines Chalets in Frankreich im Schnee gefunden werden. Für Carpentier und Schweigen ist dies nicht die erste Begegnung mit dieser Sekte, die sich schlicht "Der Glauben" nennt. Vor einigen Jahren gab es einen ähnlichen Fall in der Schweiz, auf dessen Lösung sie wegen des Kompetenzgerangels mit den Schweizer Kollegen jedoch kaum Einfluss hatten. Nun, wo der kollektive Selbstmord der Sekte in Frankreich stattgefunden hat, setzen die beiden alles daran, dieser Glaubensgemeinschaft auf die Schliche zu kommen. Im Rahmen dieser Ermittlungen lernt die Richterin dann auch den Komponisten Friedrich Grosz kennen, dessen Name immer wieder auftaucht und der einer der geistigen Führer der Sekte zu sein scheint. Dominique, die sich nur von der Vernunft alleine leiten lässt, immer gefasst und kontrolliert ist und alles auf nüchtern analytische Weise zu betrachten pflegt, droht dem Charisma dieses Mannes zu erliegen, der ihre Vorstellungen von Moral, von richtig und falsch, auf die Probe stellt. Sie spürt, dass es immer schwieriger wird, ihre Distanz zu wahren und schlittert tiefer in dieses Konstrukt "Sekte" hinein, als ihr lieb sein kann. Dunckers Sprache wirkt teilweise sperrig und zu schwer für diese Geschichte. Dieser Eindruck wird von den immer wiederkehrenden Wechseln der Erzählperspektive und den französischen Einwürfen noch verstärkt. Die Dialoge sind lediglich weitere Transportmittel für tiefgehend philosophische Gedanken, ein reales Gespräch würde so wahrscheinlich nie ablaufen. Auch die Figuren und ihre Beziehungen zueinander wirken sehr befremdlich, was den Leser dauerhaft auf Distanz hält, er findet sich nirgendwo auch nur in Ansätzen wieder. Dieser Roman ist definitiv sehr gehaltvoll und hintergründig, doch der profane Kriminalfall will nicht so recht in dieses Gefüge passen. Die Vermischung dieser beiden Motive ist in meinen Augen leider nicht gelungen, denn egal, wie man es gewichtet, eins von beiden wird immer darunter leiden und den Leser lässt es ernüchtert und unzufrieden zurück.

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