Patricia Duncker Der tödliche Zwischenraum

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Inhaltsangabe zu „Der tödliche Zwischenraum“ von Patricia Duncker

Der achtzehnjährige Toby lebt in einer englischen Kleinstadt, geborgen im Schoß einer ungewöhnlichen Familie, eines kleinen Matriarchats, bestehend aus seiner Mutter Iso, Tante Luce und deren Lebensgefährtin Liberty. In diese Idylle bricht plötzlich mit dem Geliebten der Mutter das männliche Element als existenzielle Ruhestörung ein. Im doppelten Kampf um die Liebe der Mutter und die ihres Geliebten entwickelt sich Toby zum fanatischen Spitzel, der jeden ihrer Schritte überwacht und vor allem alles daran setzt, die wahre Identität Roehms aufzudecken.
Der achtzehnjährige Toby lebt in einer englischen Kleinstadt, geborgen im Schoß einer ungewöhnlichen Familie, eines kleinen Matriarchats, bestehend aus seiner Mutter Iso, Tante Luce und deren Lebensgefährtin Liberty. In diese Idylle bricht plötzlich mit dem Geliebten der Mutter das männliche Element als existenzielle Ruhestörung ein. Im doppelten Kampf um die Liebe der Mutter und die ihres Geliebten entwickelt sich Toby zum fanatischen Spitzel, der jeden ihrer Schritte überwacht und vor allem alles daran setzt, die wahre Identität Roehms aufzudecken.

Nicht so herausragend wie "Die Germanistin", aber unheimlich packend und psychologisch sehr ausgefeilt.

— radieschen

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  • Rezension zu "Der tödliche Zwischenraum" von Patricia Duncker

    Der tödliche Zwischenraum

    secretdanny

    04. October 2007 um 12:51

    Toby ist achtzehn Jahre alt, Einzelgänger und im Schoße einer ungewöhnlichen Familie abseits von London herangewachsen. Außer seiner Mutter Iso, seiner Tante Luce und dessen Lebensgefährtin Liberty pflegt er keine weiteren Kontakte zur Außenwelt und ist zufrieden, wenn alles um ihn herum im Einklang ist. Dass er seinen Vater nie kennen gelernt hat stört ihn nicht weiter, was zusehends tiefe Einschnitte in seiner persönlichen Entwicklung zur Folge hat. Die Art, wie er seine Mutter liebt unterscheidet sich grundlegend von jener Otto-Normalverbraucher-Beziehung. Iso, freischaffende Künstlerin, alleinerziehend und selbst mit einer schweren, fanatisch religiösen Kindheit gestraft erwidert seine Liebe und sonnt sich in der Rolle der Beschützten, wenn ihr Sohn ständig um sie herumscharwenzelt. Doch eines Tages nimmt Toby einen penetranten, an seiner Mutter heftenden Tabakgeruch wahr und wird in seiner Vermutung bestärkt, dass ein Eindringling, ein Ruhestörer dieser idyllischen Beziehung in männlicher Person zwischen ihn und seine Mutter tritt. Ein gewaltiger, breitschultriger und glatzköpfiger Mann namens Roehm, ständig von Rauchschwaden umgeben und auf eine distanzierte Weise fremd und doch unmerklich vertraut betritt plötzlich die Bühne und zieht alles in seinen Bann. Doch wer ist dieser Roehm und wo kommt er her? Warum bricht er den heiligen Bund dieser paradoxen Beziehung zwischen Mutter und Sohn? Kurzerhand entschließt Toby, Nachforschungen anzustellen um Roehms Identität aufzudecken. Was ihm nicht gerade erfolgreich zu gelingen scheint, da dieser sonderbare Mann eher einem Phantom als einem Menschen aus Fleisch und Blut ähnelt, was das Hinterlassen seiner Spuren angeht. Dass Patricia Duncker selbst die Lehre der Literaturwissenschaft und vor allem des Kreativen Schreibens praktiziert, wird nicht nur im Einband erwähnt, sondern spiegelt sich ständig in ihrem sagenhaften Erzählstil wider. Immer wieder wird der Leser vor die Nase gestoßen, was Vermutungen und Vorahnungen anbelangt. Doch wenn man sich von der Flut metaphorisch, genialer Ausschweifungen löst und genauer auf den Plot eingeht, steht fest, dass hier nicht nur eine triviale Geschichte erzählt wird. Vor allem morbide, sexuelle Gegebenheiten, abseits der Norm werden hier beeindruckend verpackt und mögen dem Einen oder Anderen die Sprache verschlagen, während man tief in seinem Innern nach der Erkenntnis und den Zusammenhängen sucht. Was ein gutes Buch ausmacht? Ein nicht vorhersehbares Ende, das einem förmlich den Atem verschlägt und eine Gänsehaut verursacht, während man immer noch damit beschäftigt ist, das Erzählte zu verdauen, obwohl es just in diesem Moment revidiert wird? Ganz genau. "Der tödliche Zwischenraum", bildet neben einer mysteriösen und teils spirituellen Erzählung vor allem psychologische Aspekte tief in die Geschichte mit ein und zerfurcht zum Ende hin die vage Vorstellung der Realität auf beeindruckende Art und Weise, was der Autorin hiermit hoch angerechnet werden sollte. © by Daniel Biester | Literaturreport.com

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