Zwölf Autoren lassen sich von dem beliebtesten SF-Roman der DDR inspirieren. Einige von ihnen kannten den Roman vorher nicht, haben sich jedoch von der Weltraum-Utopie begeistern und inspirieren lassen. Die Geschichten siedeln zeitlich sowohl vor als auch nach dem eigentlichen Andymon-Roman an. Sie sind hoffnungsvoll, dystopisch, witzig und überraschend. Eine echte Bereicherung!
Patricia Eckermann
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Patricia Eckermann
Wir vom Neptunplatz
Cupida: Mitten ins Herz
Elektro Krause
Die mutige Rebellin
Urban Fantasy: going intersectional
Die Puppenflüsterin (uebersinnlich 4)
Andymonaden
Die Schwarze Träumerin
Neue Rezensionen zu Patricia Eckermann
Der 1. Dezember 1955 lenkte den Fokus der Geschichte auf Rosa Parks, eine Näherin aus Montgomery, Alabama. Nach einem langen Arbeitstag weigerte sie sich, ihren Sitzplatz in einem segregierten Bus für einen Weißen zu räumen.
So weit, so bekannt. Der historische Roman „Die mutige Rebellin“ haucht dieser ikonischen Figur nun Leben ein. Wir lernen die Rosa Parks hinter der auf diesen einen Augenblick reduzierten Legende kennen. Vor allem aber beschreibt der Roman eindringlich die Lebenssituation, der sich Schwarze in dieser Zeit in Alabama ausgesetzt sahen. Es sind unerträgliche Zustände, nicht nur in den Bussen. In Kaufhäusern dürfen Schwarze gerne ihr Geld dalassen, aber Umkleidekabinen sind den Weißen vorbehalten. Auch in Restaurants oder Büchereien wird die Segregation hart durchgesetzt. Vor allem sind es aber Schikanen und willkürliche, folgenlos bleibende Übergriffe, die die schwarze Bevölkerung in Schrecken versetzen.
Ehrlich berichtet der Roman von den herrschenden Zuständen, die Rosa Parks an den Rand des Erträglichen und zum aktiven Handeln bringen: „Irgendwann aber sind alle Lektionen gelernt.“ In Geschichtsbüchern wird es so dargestellt, als habe Rosa damit den Bus-Boykott in Montgomery losgetreten, doch der Roman enthüllt, welche jahrelangen und minutiösen Vorbereitungen und Diskussionen diesem vorausgegangen waren. Und noch viel deutlicher wird, welche beinahe unmenschlichen Anstrengungen die Menschen auf sich genommen haben, um diesen umzusetzen. Besonders bemerkenswert fand ich auch die Rolle und die nicht zu unterschätzende Macht der Medien.
Historische Romane sind naturgemäß erzählerisch gefällig, und so wird natürlich auch regelmäßig detailverliebt geschildert, nach welcher Mode die Damen sich kleiden, zumal Rosa ja Näherin war. Dennoch wird für meinen Geschmack nichts unnötig romantisiert, sondern ungeschönt und eindringlich geschildert. Manches ist schwer zu ertragen, die ständige Gefahrenlage deutlich spürbar. Auch die Machtspiele der Organisationen im Hintergrund werden ehrlich in den Fokus genommen, für mich persönlich jedoch zu detailliert. Die Namensflut der Akteure war stellenweise nur noch schwer zu durchschauen. Ich persönlich hätte nicht jede einzelne Begegnung von Rosa auf ihren späteren Reisen haarklein geschildert gebraucht.
Insgesamt aber ein spannender historischer Roman mit wichtigem Thema.
Ich halte es wie im Roman und verwende den Begriff „Schwarze“ nicht als Beschreibung der Hautfarbe, sondern als soziale Kategorie, gegründet auf der gemeinsamen Rassismuserfahrung.
Ich mag die Reihe "Bedeutende Frauen, die die Welt verändern" sehr gern, überhaupt lese ich super gern Romanbiografien.
In diesem speziellen Buch geht es um Rosa Parks und ihren Kampf gegen Unterdrückung und für Bürgerrechte schwarzer Menschen. Das rassistische System macht es ihr nicht leicht, legt ihr immer wieder Steine in den Weg, die sie aber mutig und unnachgiebig wegräumt und nicht aufgibt. Der 1. Dezember 1955 wird ein Tag sein, der in die Geschichte eingeht, aber das wusste Rosa damals noch nicht. Sie weigerte sich nämlich damals, ihren Platz im Bus einem Weißen zu überlassen. Aber diese Weigerung hatte es in sich und hat die Bewegung ausgelöslt, mit einer Revolution begonnen.
Wir steigen in die Handlung im Bus ein, das ist aber erst der Sommer des Jahres, die Vorgeschichte vom in die Geschichte eingegangenen Montgomery Busboykott, sozusagen. Auf Seite 146 lesen wir dann vom 1. Dezember - von DER Busfahrt, von der Verhaftung weiterführend und der Tatsache, dass sie wieder auf freiem Fuß ist. Die Geschichte ist in der erzählenden Schreibweise geschrieben.
Super spannend und intensiv zu lesen, super lebendig, als wäre man dabei und perfekt recherchiert von den beiden Autoren - hat mir vom Lesen bezüglich des literarischen Stils und vom Inhalt sehr viel gegeben. Kurzweilig spannend und lehrreich. Prima
#patriciaeckermann
#JamesA.sullivan
#heidizengerling
#piperverlag
#RosaParks
#diemutigerebellin
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
79 Bibliotheken
7 Merkzettel
2 Leser*innen
















