Patricia Highsmith

 4.1 Sterne bei 1,096 Bewertungen
Autorin von Der talentierte Mr. Ripley, Ripley Under Ground und weiteren Büchern.
Patricia Highsmith

Lebenslauf von Patricia Highsmith

Patricia Highsmith wurde am 19.01.1921 in Forth Worth/ Texas als Mary Patricia Plangman geboren. Ihre Eltern trennten sich wenige Tage vor ihrer Geburt nach einer 18- monatigen Ehe. Gemeinsam mit ihrer Mutter wuchs sie bei ihren Großeltern auf. Ihre Mutter heiratete erneut, den Grafiker Stanley Highsmith. Obwohl sie nie ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Stiefvater und ihrer Mutter hatte, nahm sie später seinen Nachnamen an. Ihren leiblichen Vater lernte sie mit 12 kennen. Als sie 13 Jahre alt war ging sie gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nach New York. Hier fing sie auch mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und Gedichten an. Nach der Highschool studierte sie am Barnard Mädchen College englische Literatur und Latein. Nebenbei belegte sie Kurse in Zoologie und Griechisch. Sie war Redakteurin bei der Collegezeitschrift und veröffentlichte einige Geschichten. Nachdem sie zunächst einige Gelegenheitsjobs angenommen hatte, fand sie 1943 eine Stelle als Comic-Texterin und Geschichtenentwicklerin. Da sie schon früher gerne zeichnete, lag ihr dieser Beruf sehr nahe! 1948 wechselte sie in die Künstlerakademie Yaddo, hier schrieb sie große Teile ihres ersten Romans "Strangers on a train" der 1951 wurde er von Hitchcock verfilmt. Ihr größter Erfolg wurde das Buch "Der talentierte Mr. Ripley." Das Buch wurde mehrmals verfilmt, und Highsmith schrieb noch weitere Bände. 1963 ging sie nach Europa. Sie blieb nie länger als wenige Monate an einem Ort. Am 4. Februar 1995 starb sie in Locarno in der Schweiz an einem Krebsleiden.

Neue Bücher

Katzengeschichten
Neu erschienen am 25.07.2018 als Hardcover bei Diogenes.

Alle Bücher von Patricia Highsmith

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Patricia HighsmithDer talentierte Mr. Ripley
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Der talentierte Mr. Ripley
Der talentierte Mr. Ripley
 (299)
Erschienen am 27.06.2003
Patricia HighsmithRipley Under Ground
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Ripley Under Ground
Ripley Under Ground
 (66)
Erschienen am 29.08.2003
Patricia HighsmithZwei Fremde im Zug
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Zwei Fremde im Zug
Zwei Fremde im Zug
 (50)
Erschienen am 28.03.2003
Patricia HighsmithCarol
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Carol
Carol
 (38)
Erschienen am 25.05.2015
Patricia HighsmithDer Schrei der Eule
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Der Schrei der Eule
Der Schrei der Eule
 (38)
Erschienen am 17.12.2008
Patricia HighsmithRipley's Game oder Der amerikanische Freund
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Ripley's Game oder Der amerikanische Freund
Ripley's Game oder Der amerikanische Freund
 (39)
Erschienen am 30.07.2004
Patricia HighsmithRipley Under Water
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Ripley Under Water
Ripley Under Water
 (35)
Erschienen am 17.06.2006
Patricia HighsmithElsies Lebenslust
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Elsies Lebenslust
Elsies Lebenslust
 (35)
Erschienen am 17.06.2006

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Neue Rezensionen zu Patricia Highsmith

Neu
Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Der süße Wahn" von Patricia Highsmith

Der süße Wahn
Unzertrennlichvor 2 Monaten

Patricia Highsmith gehört momentan zu meinen liebsten Krimi-Autorinnen, einfach weil ihre Bücher nicht dem typischen Muster entsprechen und nicht die Tat selbst in den Fokus rücken, sondern die Motivation dahinter. In "Der süße Wahn" geht es um eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art, eine Liebe, die hier nämlich kein Happy End zu haben scheint.



David sieht nur eine Frau an seiner Seite: Annabelle. In seiner Vorstellung idealisiert er sie, macht sie zu dem einzigen Menschen, mit der glücklich sein kann. Das sie längst verheiratet ist, ja, dass er seine Chance vertan hat, ignoriert er gekonnt.



Hier muss man allerdings erwähnen, dass auch Annabelle recht zwiegespalten erscheint. Liebt sie ihren Ehemann wirklich? Und möchte sie tatsächlich, dass David auf Abstand geht? Für mich wurde es hier nicht deutlich, denn sie sagt nie klar und deutlich, dass David verschwinden soll. Kein Wunder also, dass dieser sich weiterhin Hoffnungen macht. In dieser Hinsicht konnte ich ihn vollkommen verstehen.



In Effie und Wes hat David noch zwei Freunde, die von Anfang an eigentlich immer für ihn da sind, die ihn vor dem Wahn, in den er sich begibt, beschützen wollen, es aber leider nicht schaffen. Besonders Effies Rolle in dem Ganzen ist furchtbar tragisch, denn es wird deutlich, dass sie mehr für David empfindet. Ironisch ist hier natürlich, dass David damit genau so reagiert wie Annabelle ihm gegenüber. Er stößt Effie nicht von sich, sondern gibt ihr Hoffnungen, obwohl es überhaupt keine Chance auf Glück gibt - für niemanden.



Natürlich gibt es hier auch eine Tat, die David dazu veranlasst ein Netz aus Lügen zu errichten. Leider verliert er sich irgendwann selbst darin, denn die Wahrheit blitzt an einigen Stellen durch. Hier habe ich wirklich mitgefiebert, war mit der Aussichtslosigkeit seiner Situation aber durchaus bewusst. Das Ende war wieder einmal recht typisch für Highsmith und ich habe es genau so erwartet. Dennoch war dieser Krimi durchwegs fesselnd, es ist ihr wieder einmal gelungen, die "Täter"-Sicht glaubhaft herüberzubringen. So glaubhaft, dass ich als Leser moralisch gesehen vermutlich auf der falschen Seite stand ...

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Rezension zu "Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith

Unter der Sonne Italiens
AimeeRossignolvor 2 Monaten

Es ist schon ein paar Jahre her, ich war zarte 16 Jahre alt und und stand vor dem heimischen Bücherregal, als mein Blick auf ein braunes gebundenes Buch fiel, dessen Einband fehlte. Auf dem Rücken stand nur "Der talentierte Mr. Ripley". Ein Titel, der mich gleichermaßen faszinierte und ratlos machte. Hastig zog ich es hervor und begann meine Lektüre an einem dieser leeren Sonntagnachmittage, in denen die schräg stehende Sonne erste deprimierende Schatten des kommenden Schultages auf die Dielen malte. 


Ich wusste nichts über das Buch und kannte auch die Autorin nicht. Und so brach ich mit Tom in New York auf, machte mich auf die Reise nach Italien, fand mit ihm in Mongibello den Millionenerben Dickie Greenleaf und seine illustren Freunde, freundete mich mit ihm an, lernte, ihn zu beneiden, zu fürchten und zu bewundern. 
Ich nahm an diesem Tag das Buch mit in die Badewanne und abends mit ins Bett. 
Um weiterlesen zu können, simulierte ich am nächsten Tag erfolgreich eine Unpässlichkeit und ließ mich von meiner Muter mit Tee und Zwieback füttern, während Toms und Dickies Schicksal seinen Lauf nahm, Tom über Rom und Venedig nach Griechenland flüchtete.

Ich glaube nicht, dass ich mich in diesem zarten Alter einem fiktiven Charakter schon einmal näher gefühlt habe. Und auch wenn mich Tom häufig verstörte, blieb ich dicht an seiner Seite und konnte ihn nicht vergessen. Jahre später erst begriff ich, was für einen Soziopathen ich mir da als Begleiter angelacht habe. 
Patricia Highsmith versteht es, die Grenzen zwischen Normalität und Wahnsinn so eng zu ziehen, dass sie verschwimmen, dass eine in das andere schwappt und man begreift, dass jeder ein bisschen Tom Ripley ist. 

Bewundernswert ist, dass sie einen Charakter schuf, den man trotz all seiner Unzulänglichkeit ein klitzekleines Bisschen (in meinem Fall weit mehr als das) mögen muss, wenn man ehrlich ist. 



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Rezension zu "Tiefe Wasser" von Patricia Highsmith

Stille Wasser sind tief!
Unzertrennlichvor 3 Monaten

Schreibstil


Nachdem ich im vergangenen Monat "Zwei Fremde im Zug" von Patricia Highsmith gelesen hatte und absolut gefesselt von dem Schreibstil der Autorin war, musste ich gleich ein weiteres Buch lesen! 


"Tiefe Wasser" ist dabei wieder einmal ein Krimi, bei dem das "Whydunit", also das große "Warum" hinter einer Tat im Fokus steht. In dieser Geschichte lernen wir Vic kennen, einen Mann, der in der Partnerschaft schon viel aushalten musste und doch immer noch besonnen agiert. Doch wie viel kann ein Mensch wirklich ertragen?


Dabei ist dieser Krimi wieder einmal sehr tiefgründig, was mir einfach mehr liegt als diese typischen neueren Krimis, in denen es nur um das Finden eines Mörders geht. Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Vic geschildert, wir werden mit ihm zusammen also an den Rand den Verzweiflung gebracht. Wird er irgendwann einen Schritt zu weit gehen?


Charaktere


Victor Van Allen


Vic, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, ist ein überaus netter Mensch, der immer ruhig und besonnen wirkt. Dass die Beziehung zu seiner Frau schon lange zerbrochen ist, scheint ihm nicht viel auszumachen. Auch die Tatsache, dass Melinda schon öfters betrogen hat und ihm immer neue Männer vorführt, scheint ihn kalt zu machen.


Das ist allerdings nur die Oberfläche. Wie am Anfang Mrs. Nash so treffend formuliert: "Du kommst mir vor wie einer, der immer alles in sich hineinfrisst, um dann eines Tages ... Eines Tages ..."


Und dieser Tag soll im Laufe dieser Geschichte kommen. Vic ist ein sympathischer Mensch, den ich als Leser am liebsten beschützen wollte. Er ist Verleger, interessiert sich für Schnecken (Von denen er selbst welche hält) und liebt es, intelligente Gespräche zu führen. 


Melinda


Puhh, Melinda ist kleine Rebellin und sie passt leider überhaupt nicht zu Vic, der ihr nicht nur intellektuell überlegen ist, sondern auch von seiner Art viel zu ruhig und ausdauernd für sie ist. Melinda will das Leben genießen und das am liebsten mit immer neuen Männerbekanntschaften.


Melinda zeigt vollkommenes Desinteresse ihrem Mann und leider auch ihrem Kind gegenüber. Sie lebt eigentlich nur für sich und schert sich nicht um die Gefühle ihrer Mitmenschen. Dies fand ich besonders abstoßend an ihr, vor allem, da sie sich einfach nicht von Vic Scheiden lassen wollen. Die beiden klammern sich aneinander, obwohl sie sich damit nur gegenseitig in den Abgrund ziehen.



Meine Meinung


Getreu dem Spruch "Stille Wasser sind tief" erschafft Patricia Highsmith hier einen Protagonisten, der äußerlich vollkommen ruhig und besonnen wirkt. Doch unter der Oberfläche brodelt es schon lange. Dies wird bereits auf den ersten Seiten deutlich, in denen unser Protagonist einem Kontrahenten erzählt, er hätte den letzten Liebhaber seiner Frau ermordet. Ob da nun etwas dran ist, kann der Leser erst einmal schlecht einschätzen, doch ich fand es köstlich, wie viel Angst Vic nur verbal verbreiten konnte.


Vic selbst scheint seine Frau nicht mehr zu lieben - Sie leben schon lange getrennt und teilen nicht einmal mehr das Schlafzimmer miteinander. Bis zu einem gewissen Punkt toleriert Vic die Liebeleien seiner Frau, doch er wünscht sich, dass sie sich "wenigstens einen gescheiten Mann sucht". Alles andere sieht er als Verhöhnung seiner eigenen Person.


"Tiefe Wasser" ist ein sehr tiefgründiger Krimi, der den Leser tief in die Gedankenwelt von Vic entführt. Wird er irgendwann ausbrechen? Und was wird dann geschehen?


Mir tat Vic total leid, denn er ist hier wirklich mit einer Frau gestraft, die ihn immer wieder erniedrigt. Ironischerweise schlüpft Vic hier komplett in die Rolle des Unschuldslamms. Niemand traut ihm eine Tat zu, ist er doch äußerlich die Ruhe in Person. Hier wird wieder klar, dass doch die äußere Erscheinung viel ausmacht, ja, dass es anscheinend doch wichtig ist, wie man nach außen hin wirkt.


Lange kann Vic sein Innerstes aber nicht verbergen und es war hier nur eine Frage der Zeit, bis etwas Schreckliches passiert. Mit jedem neuen Mann, der in Melindas Leben tritt, steigert sich die Spannung bis zu einem recht bitteren Ende!


Fazit


Mein zweiter Krimi von Patricia Highsmith konnte mich auch absolut überzeugen. Eine tiefgründige Charakterstudie eines Mannes, der trotz äußerer Stärke innerlich längst zerbrochen ist! "Tiefe Wasser" hat mich fasziniert und wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein!

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Gespräche aus der Community

Neu
Auf booknerds.de könnt ihr ein schickes Paket gewinnen. Dieses Paket besteht aus:

  • 1 Roman "Die zwei Gesichter des Januars von Patricia Highsmith (tatsächliche Ausgabe kann von der oben abgebildeten abweichen)
  • 2 Kinokarten für die am 29.05.2014 startende, gleichnamige Verfilmung (gültig in allen deutschen Kinos, die diesen Film ausstrahlen)
  • 1 dazugehöriges Filmplakat

Zum Gewinnspiel inklusive Filminfos, Filmtrailer etc. geht es via Klick auf folgenden Link:

http://www.booknerds.de/2014/05/gewinnspiel-die-zwei-gesichter-des-januars-paket-2-kinotickets-1-filmplakat-und-der-gleichnamige-roman/

Das Gewinnspiel hat bereits begonnen und endet am 01.06.2014 um 23:59 Uhr.

danuzzas avatar
Letzter Beitrag von  danuzzavor 4 Jahren
Herzliche Glückwünsche an Marisa!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Patricia Highsmith wurde am 18. Januar 1921 in Fort Worth (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 1,017 Bibliotheken

auf 81 Wunschlisten

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von 21 Lesern gefolgt

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