Patricia Highsmith

 4.1 Sterne bei 1.119 Bewertungen
Autorin von Der talentierte Mr. Ripley, Ripley Under Ground und weiteren Büchern.
Patricia Highsmith

Lebenslauf von Patricia Highsmith

Patricia Highsmith wurde am 19.01.1921 in Forth Worth/ Texas als Mary Patricia Plangman geboren. Ihre Eltern trennten sich wenige Tage vor ihrer Geburt nach einer 18- monatigen Ehe. Gemeinsam mit ihrer Mutter wuchs sie bei ihren Großeltern auf. Ihre Mutter heiratete erneut, den Grafiker Stanley Highsmith. Obwohl sie nie ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Stiefvater und ihrer Mutter hatte, nahm sie später seinen Nachnamen an. Ihren leiblichen Vater lernte sie mit 12 kennen. Als sie 13 Jahre alt war ging sie gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nach New York. Hier fing sie auch mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und Gedichten an. Nach der Highschool studierte sie am Barnard Mädchen College englische Literatur und Latein. Nebenbei belegte sie Kurse in Zoologie und Griechisch. Sie war Redakteurin bei der Collegezeitschrift und veröffentlichte einige Geschichten. Nachdem sie zunächst einige Gelegenheitsjobs angenommen hatte, fand sie 1943 eine Stelle als Comic-Texterin und Geschichtenentwicklerin. Da sie schon früher gerne zeichnete, lag ihr dieser Beruf sehr nahe! 1948 wechselte sie in die Künstlerakademie Yaddo, hier schrieb sie große Teile ihres ersten Romans "Strangers on a train" der 1951 wurde er von Hitchcock verfilmt. Ihr größter Erfolg wurde das Buch "Der talentierte Mr. Ripley." Das Buch wurde mehrmals verfilmt, und Highsmith schrieb noch weitere Bände. 1963 ging sie nach Europa. Sie blieb nie länger als wenige Monate an einem Ort. Am 4. Februar 1995 starb sie in Locarno in der Schweiz an einem Krebsleiden.

Alle Bücher von Patricia Highsmith

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Der talentierte Mr. Ripley

Der talentierte Mr. Ripley

 (304)
Erschienen am 27.06.2003
Ripley Under Ground

Ripley Under Ground

 (66)
Erschienen am 29.08.2003
Zwei Fremde im Zug

Zwei Fremde im Zug

 (52)
Erschienen am 28.03.2003
Carol

Carol

 (43)
Erschienen am 25.05.2015
Der Schrei der Eule

Der Schrei der Eule

 (40)
Erschienen am 17.12.2008
Ripley's Game oder Der amerikanische Freund

Ripley's Game oder Der amerikanische Freund

 (39)
Erschienen am 30.07.2004
Ripley Under Water

Ripley Under Water

 (35)
Erschienen am 17.06.2006
Elsies Lebenslust

Elsies Lebenslust

 (35)
Erschienen am 17.06.2006

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Neue Rezensionen zu Patricia Highsmith

Neu

Rezension zu "Carol" von Patricia Highsmith

Ein beeindruckendes Stück Literatur neu aufgelegt ...
engineerwifevor 2 Monaten

Ein gewagtes Unterfangen in Zeiten der frühen 50er Jahre in den USA, an das Patricia Highsmith sich da ran getraut hat. Wenig verwunderlich ist es daher, dass die damals „up and coming“ Autorin – ihr Debütroman „Zwei Fremde in Zug“ war genau zwei Jahre vorher erschienen – das Buch damals erstmal unter dem Pseudonym Claire Morgan veröffentlichte. Immerhin war Homosexualität seinerzeit noch teilweise strafbar und wurde keinesfalls gesellschaftlich akzeptiert sondern als krankhafte Neigung abgetan. Die Autorin behandelt in ihrem Roman jedoch nicht nur die lesbischen Züge, die die junge Therese dank Carols an sich entdeckt und endlich ausleben kann, sondern auch das schon fast krampfhafte Festhalten an der ewigen Jugend, das Carol an den Tag legt. Im Nachhinein betrachtet, kann diese Mischung eigentlich nur tragisch enden.
Ohne viele Schnörkel verpackt Patricia Highsmith diese Zutaten in eine anrührende Geschichte, die mit jeder Seite süchtiger machte. Einen kleinen Stern Abzug gebe ich für die anfänglichen Schwierigkeiten, die ich hatte, mit der Geschichte warm zu werden. Als ich mich jedoch eingelesen hatte, war ich froh, das Buch im Urlaub begonnen zu haben und somit in einem Rutsch auslesen konnte. Ich bewundere die begabte Autorin für ihren Mut, diesem doch recht autobiografischen Roman Leben eingehaucht zu haben. Sie gehört übrigens zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Ihre Krimis voll schwarzem Humor und Sarkasmus spielen in einer eigenen Liga. 

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Rezension zu "The Price of Salt" von Patricia Highsmith

Ein emotionaler Roadtrip mit Patricia Highsmith
BookishBonnievor 3 Monaten

"The Novel of a Love Society Forbids" - so wurde für Patricia Highsmiths wohl biographischstes Werk "Carol" nach der Erstveröffentlichung 1954 geworben.
Tatsächlich steht die Liebe zwischen zwei Frauen im Zentrum des Romans, was zum damaligen Zeitpunkt ohne Zweifel einen Skandal in der amerikanischen Gesellschaft darstellte.
Doch "Carol" ist noch viel mehr als ein Buch, das Aufsehen erregen möchte: Es ist höchst emotional, fesselnd und berührend zugleich.

Die Protagonistin Therese Belivet, eine gelernte Bühnenbildnerin,
arbeitet zu Beginn der Handlung in der Spielzeugabteilung eines großen New Yorker Kaufhauses.
Die Monotonie der stressigen Vorweihnachtszeit nimmt ein einschneidendes Ende, als plötzlich Carol Aird vor ihr steht, auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für ihre Tochter.
Therese ist sofort von der Erscheinung der mysteriösen Frau eingenommen, ohne zu wissen, dass auch Carol sich in ihrem einengenden Alltag als Mutter und Ehefrau gefangen fühlt.
Langsam, aber intensiv entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden Frauen.
Der Fokus im ersten Teil der Geschichte liegt dabei ganz deutlich auf den Empfindungen Thereses, die stetig zwischen der Suche nach einer Mutterfigur, der ihrerseits unerwiderten Zuneigung ihres Freundes Richard und der über allem stehenden Sehnsucht nach Carol schwanken.

Schließlich lädt Carol Therese zu einem Roadtrip gen Westen ein - und mit zunehmender Entfernung von der Ostküste wächst auch die romantische sowie körperliche Anziehungskraft zwischen den Frauen. Obwohl der Leser weiterhin nur einen direkten Zugang zu Thereses Gefühlswelt bekommt, öffnet sich schließlich auch die geheimnisvolle, titelgebende Gestalt Carol mehr und mehr.
Doch das langsam aufblühende Glück der Liebe wird von der Realität eingeholt - in Form eines gnadenlosen Scheidungskrieges, in dem Carols Mann alles daran setzt, seiner Noch-Ehegattin die gemeinsame Tochter wegzunehmen ...

In "Carol" bezieht sich Patricia Highsmith auf eine eigene Begegnung, die sie während eines Aushilfsjobs in einem Kaufhaus machte - nur, dass sie die der Figur Carol entsprechende Frau nie wiedersehen sollte.
Die eigene emotionale Verbundenheit zu der Geschichte wird in jedem einzelnen Satz deutlich: Thereses Gefühle und Sehnsüchte, einschließlich aller Unsicherheiten und Ängste, werden unglaublich
detailliert beschrieben. Trotz alledem bleibt eine gewisse Distanz bestehen, die nochmals die emotionale Zerrissenheit Thereses unterstreicht.
Die Wirkung Carols auf die junge Bühnenbildnerin wird nachvollziehbar, gelingt es Highsmith doch, einen Schleier des Geheimnisvollen um sie zu legen, der sich nur von Zeit zu Zeit lüftet.

Wie bereits angedeutet, war es wohl nicht Patricia Highsmiths vordergründige Absicht, die Probleme einer gleichgeschlechtlichen Liebe in den Fünfzigerjahren zu thematisieren, sondern vielmehr die emotionalen Bewegungen zwischen zwei voneinander angezogenen Personen, unabhängig vom Geschlecht.
Dabei wird die Grenze zwischen innerem und äußerem Raum immer verschwommener und der Leser selbst wird Teil dieser Anziehung, die mal unglaublich intensiv und dann wieder distanziert erlebt wird.
Dieses Wechselbad der Gefühle hält bis zur letzten Silbe an und führt zu einem Ende, das ich persönlich so überhaupt nicht erwartet hätte, gerade weil ich die Empfindungen der Protagonistin so nah miterleben durfte.
So viel darf gesagt sein: Gerade der Schluss hält einiges an Kritik für die zuvor veröffentlichte Literatur über Paare des gleichen Geschlechts bereit ...

Somit ist "Carol" in meinen Augen ein Meisterwerk, das so facettenreich ist, dass wohl jede Person es beim Lesen anders erleben und wahrnehmen wird.
Es erfüllt sowohl den Aspekt der sozialen Kritik, nicht nur hinsichtlich der Problematik von Intoleranz sowie fehlender Akzeptanz, als auch den der individuellen, ganz persönlichen Ebene.

Daher vergebe ich vollkommen verdiente fünf Punkte und empfehle das Buch eigentlich jedem, der bereit ist, die Zwischentöne menschlicher Begegnungen möglichst eingehend zu erleben, auch auf die Gefahr hin, mit eigenen Ängsten und Sehnsüchten konfrontiert zu werden.

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Rezension zu "Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith

Die Verwandlung des Thomas Ripley
TheSaintvor 3 Monaten

1955 sandte die amerikanische Romanautorin Patricia Highsmith (1921-1995) den Helden von fünf ihrer zahlreichen Romane nach Italien, um dort einen mit Leichen gepflasterten Weg zu beschreiten, der 1991 in Fontainbleau in Frankreich sein Ende findet.

Thomas "Tom" Ripley ist ein Frühzwanziger, als ihn der Leser dieses Romans als mehr oder weniger erfolgreichen Trickbetrüger in New York kennenlernt.
Die stets angespannte Finanzlage erfährt eine angenehme Entspannung, als sich der reiche Schiffsbauer Herbert Greenleaf an ihn wendet und ihn bittet, gegen Entlohnung nach Italien zu reisen und seine lose Bekanntschaft mit seinem Sohn Richard "Dickie" Greenleaf zu erneuern und ihn zu überreden, nach Hause in die Staaten zurückzukehren und sich in den elterlichen Betrieb einzuarbeiten.

Im italienischen Mongibello beginnt Tom Ripley mit seiner Mission, die sich zunehmend schwieriger gestaltet, als er Gefallen am sorgenfreien Lebensstil des reichen Dickie zu finden beginnt und wohl auch an Dickie selbst.... Nach einer gewissen Zeit jedoch verblasst Ripley's Faszination und Greenleaf beginnt ihn langsam von seinen Unternehmungen auszunehmen.
Um nicht wieder der Armut anheimzufallen ermordet Ripley den reichen Unternehmersohn und beginnt unter seinem Namen ein neues Leben zu führen...

Dieses neue Leben wird gefährdet, als Dickie Greenleaf's mißtrauischer Freund Freddie Miles auftaucht und Fragen zu stellen beginnt, für die er mit dem Leben bezahlen muss... Doch auch die Freundin Greenleaf's - Marge Sherwood - sorgt für hektische Zeiten in Tom's neuem Dasein.

Patricia Highsmith schafft es, dass der Leser Tom Ripley sympathisch und interessant findet und beschreibt auch die Motivationen der einzelnen Figuren gut nachvollziehbar. Die Handlung des Romans ist aus einem Guß und logisch aufgebaut... wenn auch der Fortgang der Geschichte durch das Katz-und-Maus-Spiel des Protagonisten mit Freddie, Marge und vor allem der Polizei bald an Verve verliert.
Nichtsdestotrotz freut man sich am Ende des Romans auf den nächsten Band!

Derzeit nehmen Pläne, aus den 5 Romanen um Tom Ripley eine TV-Serie zu machen, immer konkretere Formen an.

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Auf booknerds.de könnt ihr ein schickes Paket gewinnen. Dieses Paket besteht aus:

  • 1 Roman "Die zwei Gesichter des Januars von Patricia Highsmith (tatsächliche Ausgabe kann von der oben abgebildeten abweichen)
  • 2 Kinokarten für die am 29.05.2014 startende, gleichnamige Verfilmung (gültig in allen deutschen Kinos, die diesen Film ausstrahlen)
  • 1 dazugehöriges Filmplakat

Zum Gewinnspiel inklusive Filminfos, Filmtrailer etc. geht es via Klick auf folgenden Link:

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Das Gewinnspiel hat bereits begonnen und endet am 01.06.2014 um 23:59 Uhr.

Letzter Beitrag von  danuzzavor 5 Jahren
Herzliche Glückwünsche an Marisa!
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Zusätzliche Informationen

Patricia Highsmith wurde am 18. Januar 1921 in Fort Worth (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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