Der Schneckenforscher

von Patricia Highsmith 
4,1 Sterne bei10 Bewertungen
Der Schneckenforscher
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Amixor33s avatar

Eine Sammelsurium düsterer, kurzweiliger Kurzgeschichten mit viel Atmosphäre

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Inhaltsangabe zu "Der Schneckenforscher"

›Der Schneckenforscher‹ versammelt elf Erzählungen der Vereinsamung und seelischen Aberration, des subtilen bis drastischen Schreckens, der uns aus einem harmlos erscheinenden Alltag entgegentritt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257234237
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:20.12.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2008 bei Universal Music erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Amixor33s avatar
    Amixor33vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Sammelsurium düsterer, kurzweiliger Kurzgeschichten mit viel Atmosphäre
    Patricia Highsmith – Der Schneckenforscher

    Das im Diogenes Verlag erschienene Buch „Der Schneckenforscher“ von Patricia Highsmith ist ein (inklusive Vorwort und Nachwort) nicht ganz 300 Seiten umfassendes Sammelwerk von 11 ihrer Kurzgeschichten.

    Thematisch haben diese Geschichten nicht im Geringsten etwas miteinander zu tun, aber sie vermitteln alle ein recht bedrückendes Gefühl. Überspitze und doch alltägliche Absurditäten, gepaart mit psychologischen Krankheiten, ungewöhnlichen Vorlieben oder unschönen Erlebnissen - allen Geschichten gelingt es überwiegend überzeugend und authentisch zu wirken und in ihrer ganzen Kürze enorm an Atmosphäre zu gewinnen.

    Es sind absolut keine schönen Geschichten, es sind kurzweilige, aber dennoch fesselnde, teils auch nachhaltige Geschichten, es sind verstörende wie auch spannende, es sind kritische und auch nachdenkliche Geschichten, aber auf keinen Fall belehrende Geschichten.

    Sie sind düster ohne an Authentizität zu verlieren, sie sind oft erschreckender weise nicht übersinnlich, trotzdem sind sie nicht normal. Wobei die Definition von Normalität in Anbetracht der Geschichten in der Tat eine interessante Frage wäre.

    Ich werde nicht auf alle Kurzgeschichten jetzt eingehen, ich reiße nur ein paar wenige an. Inhaltlich kann ich nicht sehr in die Tiefe gehen sondern nur mehr einen Überblick verschaffen, sonst müsste ich sie komplett selbst erzählen:

    „Der Schneckenforscher“ behandelt ein sehr komisches Hobby eines Mannes, welcher fasziniert ist vom Leben der Schnecken und dieses über alles stellt. Das ganze nimmt sehr absurde Züge an und das Ende ist ironisch und trotzdem traurig unaufhaltsam.

    „Die Schildkröte“ ist eine ziemlich schockierende Geschichte über ein mehr als gestörtes Mutter-Kind Verhältnis, von Demütigungen und unfairen Machtspielchen. Auch hier ist das Ende heftig, die Geschichte sehr aufwühlend.

    „Auf der Suche nach Soundso Claveringi“ ist mehr oder weniger eine richtige Horrorgeschichte. Die Suche nach einem scheinbaren Fabelwesen gewinnt trotz der bewussten und passenden Gemächlichkeit enorm an Spannung.

    „Die Heldin“ ist ein einziger wahnsinniger Verzweiflungsschrei nach Anerkennung und Bestätigung einer wahrlich verrückten jungen Frau. Die dafür in Gang gesetzten Mittel sind mehr als nur gefährlich und das erstellte Portrait der Frau ist in all seinem Wahnsinn glaubhaft gelungen.

    „Die Barbaren“ ist ein hilfloses Aufbegehren eines alten Mannes gegen Randalierer, welcher sich nichts mehr wünscht als in Ruhe daheim malen zu können. Auch hier eskaliert alles irgendwann und ist nicht mehr aufzuhalten.

    Empfehlenswert sind sie theoretisch für jeden, aber ob jeder damit etwas anfangen kann bezweifle ich stark. Qualitativ sind sie über jede Kritik erhaben, der persönliche Geschmack und der Nutzen davon sind hier eindeutig die zutiefst subjektiven Entscheidungskriterien ob des Gefallens.


    Erschienen auf und für: http://lesumdeinleben.blogspot.de/2012/01/patricia-highsmith-der.html

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    thiefladyXmysteriousKathas avatar
    thiefladyXmysteriousKathavor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Schneckenforscher" von Patricia Highsmith

    Der Schneckenforscher - Erzählungen
    Stories von Patricia Highsmith.
    Patricia Highsmith geht es nicht nur um den Schockeffekt, um das Gefühl der Erleichterung, das sich beim Leser einstellt, wenn er am Ende der Geschichte wieder in seine gefahrlose Wirklichkeit zurückkehrt -- es geht ihr um die Darstellung echter Verzweiflung, sei es über Lärmbelästigung am Sonntag oder über einen brutalen Ehemann. Graham Greene weist in seinem Vorwort treffsicher darauf hin, dass diese Erzählungen nicht in erster Linie Angst hervorrufen, sondern Beklemmung. Dazu bedarf es großer Erbarmungslosigkeit und großer Subtilität -- Eigenschaften, über die Patricia Highsmith reichlich verfügte.

    Inhalt
    In diesem Buch sind verschiedenen Geschichten von Frau Patricia Highsmith enthalten.
    1.Der Schneckenforscher
    2.Vor dem Flug
    3.Die Schildkröte
    4.Als die Flotte im Hafen lag
    5.Auf der Suche nach Soundso Claveringi
    6.Schreie der Liebe
    7.Mrs. Afton
    8.Die Heldin
    9.Die nächste Brücke
    10.Die Barbaren
    11.Der leere Nistkasten
    Die Geschichten sind alle entweder erschreckend oder erstaunlich.

    Cover
    Typisch Diogenes. ich finde es eigentlich nicht schlecht. Allerdings kommt in keiner Geschichte ein Kino vor, daher frage ich mich warum hier eins abgebildet ist.

    Meinung
    Ein seltsames Buch. Ich muss sagen, dass ich ganz ohne Erwartungen an die Geschichten herangegangen bin und meistens wurde ich positiv überrascht. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen nämlich sehr gut gefallen. Ich wusste über Patricia Highsmith so gut wie nichts. Ihr Schreibstil hta mich sehr begeistert. Sie schaft es auf schlichte Weise Spannung und eine grusselige Atmosphäre aufzubauen. Nun zu den einzelnen Geschichten. Die erste Geschichte, der Schneckenforscher, hat mich überwältigt. Ein ganz einfaches Experiment, das völlig schief geht, kann wirklich grausam und ekelhaft sein. Ich fühlte beim lesen beinahe die Schnecken auf mir krieschen, es war furchtbar aber zugleich wundervoll, denn die Geschichte hat mich direkt vom Können von Frau Highsmith überzeugt. Die zweite Geschichte war zwar schön, passte aber gar nicht zu der ersten. Die Schildkröte hat meiner Meinung nach den Schneckenforscher nochmal getopt. Schreie nach Liebe fand ich irgendwie total witzig...auf eine sarkastische Art und weise. Nun fragt man sich, wieso hat sie nur 3 Sterne gegeben? Das liegt daran, dass mich nur die Hälfte der Geschichten begeistert haben. Alle waren schön zu lesen aber nachdenklich haben mich nur ein paar gemacht und gegrusselt habe ich mich auch nur bei wenigen. Dennoch muss ich das Buch loben. Diese Geschichten kann man nicht ganz schnell hintereinander lesen. Ich habe mir auch damit Zeit gelassen. Viel Spaß!

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