Patricia Highsmith Der Schrei der Eule

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Inhaltsangabe zu „Der Schrei der Eule“ von Patricia Highsmith

Ein Mann beobachtet nach Büroschluß ein junges Mädchen beim Kochen. Er stellt sich ins schützende Dunkel und schaut. Indem er ein einziges Mal zu nah ans Haus herantritt, wird er entdeckt und in dieses scheinbar idyllische Leben, das er nur aus der Entfernung sehen wollte, unentrinnbar hineingesogen. Ein Roman über die Unmöglichkeit der Liebe, vermeintliche und echte Verrücktheit und die Unvermeidbarkeit des Bösen.

Ein Buch, das von der Atmosphäre lebt und nicht von Spannung.

— Fleur91
Fleur91

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  • Typisch Highsmith!

    Der Schrei der Eule
    bettina_hofbauer

    bettina_hofbauer

    10. September 2014 um 08:48

    Mit "Der talentierte Mr. Ripley" hat damals alles angefangen. Da habe ich mich in Patricia Highsmith "verliebt". Seitdem kann ich an keinem Buch von ihr vorbei gehen, ohne es zu kaufen. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. "Der Schrei der Eule" ist mal wieder eine Meisterleistung. Highsmith taucht tief und schonungslos in die menschliche Psyche ein. Sie seziert die Beziehungen aller Protagonisten bis ins Kleinste, aber ohne dabei abzudriften oder langweilig zu werden. Die junge Jenny verliebt sich mit Haut und Haaren in den älteren Robert, den sie zufällig kennenlernt, als er um ihr Haus schleicht. Bis zum persönlichen Kennenlernen fühlte er sich von ihr angezogen. Doch dann musste er plötzlich feststellen, dass eine Beziehung zwischen ihnen nicht möglich ist. Er hat sich in etwas verlaufen, das er irrtümlicherweise mit Gefühlen und Anziehungskraft verwechselt hatte. Jenny's Verlobter verkraftet die Trennung von Jenny nicht und versucht alles, um Roberts Leben von Grund auf zu zerstören. Angefangen von einem Komplott mit seiner Exfrau bis zu mehreren versuchten Mordanschlägen. Spannung und Dramatik - ein absolut lesenswertes Buch!

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  • Der Schrei der Eule

    Der Schrei der Eule
    Fleur91

    Fleur91

    06. September 2014 um 21:50

    Die Thematik des Buches hat mich angesprochen und daher wollte ich es unbedingt lesen. Es geht um einen Mann, der eine Frau bei der Hausarbeit beobachtet. Eines Tages entdeckt sie ihn, aber anstatt die Polizei zu rufen, bittet sie ihn hinein. Nach und nach dreht die Frau den Spieß um. Ihr Freund ist von dem neuen Konkurrenten allerdings alles andere als begeistert. Die Geschichte klingt im ersten Moment recht spannend, aber im Grunde entwickelt sich alles recht langsam. Das Buch lebt viel mehr von der Atmosphäre und den Charakteren, als von der Spannung. Und das ist auch genau das, was mich bei der Stange gehalten hat. Es hat mich einfach interessiert, wie es mit den Leuten weitergeht. Zum Ende hin fand ich es aber dann doch recht langatmig und zäh. Ich war froh, als ich es dann endlich durch hatte. Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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  • Rezension zu "Der Schrei der Eule" von Patricia Highsmith

    Der Schrei der Eule
    MarlaSinger

    MarlaSinger

    17. January 2010 um 16:04

    Im Zentrum dieser Erzählung steht der depressive und sanftmütige Graphiker Robert, der seit einiger Zeit eine junge Frau durch ihr Küchenfenster beobachtet. Doch dieses Beobachten hat keine sexuelle Motivation; er erfreut sich schlichtweg daran, eine scheinbar glückliche, junge Frau bei der Verrichtung ihrer Alltagsroutine zuzuschauen, was auf ihn tröstlich wirkt. Doch eines Tages wird er von ihr erwischt, doch statt die Polizei zu rufen und ihn wegen seiner voyoristischen Tätigkeit zu bestrafen, interessiert sie sich für ihn. Die beiden treffen sich immer öfter und sie verliebt sich ihn; verlässt sogar ihren Verlobten Greg. Robert erwidert ihre Gefühle jedoch nicht. Die Eifersucht und der Rachedurst des verschmähten Verlobten führt schließlich zu tragischen Ereignissen. Die Passivität Roberts führt bringt ihm immer neue Schicksalsschläge. Er, der eigentlich bewusst kaum Beziehungen zu anderen Menschen sucht, wird durch Jennys Verliebtheit in die Rolle eines Partners hineingedrängt. Seine Handlungsunfähigkeit lässt ihn auch seit geraumer Zeit die Beleidigungen seiner Exfrau Nicky, eine durch und durch bösartigen Frau, ertragen. Man denkt zwischendurch immer wieder, man müsse ihn helfen und hat Mitleid, weil er für seine Mitmenschen immer der Schuldige ist, dabei ist er nur Opfer unglücklicher Verkettungen. Für Jenny symbolisiert er letztendlich den Tod, was sie ihm in ihrem Abschiedsbrief mitteilt und auch der Leser kann nach einigen Ereignissen kaum noch daran zweifeln. Das Buch ist sehr traurig geschrieben. Highsmith schafft es mal wieder aus scheinbaren Alltagsbanalitäten Alptraumsituationen zu erschaffen, die gar nicht so abwegig oder gar zu konstruiert erscheinen. Ihre Hauptcharaktere wirken authentisch und vielschichtig. Die Story ist trotz ihres Anspruchs schnell durchgelesen, das Ende sicherlich nicht gut verdaulich, wie in ihren sonstigen Erzählungen. Auch dieses mal hat sie es geschafft einen Roman zu schreiben, der einen nachhaltig zum Nachdenken anregt.

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