Patricia Highsmith Ediths Tagebuch

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Inhaltsangabe zu „Ediths Tagebuch“ von Patricia Highsmith

Eine Mutter notiert in ihrem Tagebuch, was sie bewegt: Ihr Ehemann trägt sie auf Händen, Sohn Cliffie brilliert an der Elite-Universität Princeton; die Mädchen und die Firmen reißen sich um ihn. Edith selbst macht Karriere als Journalistin. Das ist die Welt, die sie gerne hätte. Doch was Edith Howland in ihrem Tagebuch notiert, sind Tagträume, ist eine Wunschwelt...

zwischen Traum und Wirklichkeit

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  • zwischen Traum und Wirklichkeit

    Ediths Tagebuch

    Minje

    22. June 2015 um 20:46

    Das Buch "Ediths Tagebuch" von Patricia Highsmith erschien 1978 im Diogenes Verlag. Ein Jahr vorher erschien es unter dem Titel Edith´s Diary. Der Roman spielt in Pennsylvania in der Zeit von 1955 bis ca. 1965. Edith zieht mit ihrem Ehemann Brett und ihrem Sohn Cliff um, von einer Wohnung in ein Haus.Cliff ist schon als Kind auffällig. Er versucht vor dem Umzug die Katze seiner Mutter zu ersticken und zu Weihnachten springt er in den eiskalten Delaware. Später als Erwachsener macht er, da er nie eine Ausbildung genossen hat, Gelegenheitsjobs. Er bleibt trotz seines Alters bei seiner Mutter wohnen. Edith pflegt den Onkel ihres Ehemanns, obwohl Brett ausgezogen ist wegen einer Scheidung. Sie kann sich mit dem Wunsch, George solle umziehen in ein Altenheim, nicht durchsetzen. Eines Tages sorgt Cliff durch eine Medikamentenüberdosierung für Georges Tod. Edith kümmert sich trotz des Verdachts nicht um George, geht erst Stunden später zu George, da ist er schon tot. Cliff verteidigt sie vor dem zuständigen Arzt sowie vor ihrem Mann Brett. Edith kommt mit ihrem Leben mehr und mehr nicht zurecht. Sie schreibt Tagebuch. Und das besondere: Sie schreibt Unwahrheiten in ihr Tagebuch, die sie für wahr hält. Sie beschreibt Cliffs Leben als erfolgreicher Student, lässt ihn im Ausland arbeiten. Schreibt über seine Frau und seine zwei Kinder....(hat er alles gar nicht). Als Cliff im wahren Leben einmal ein Mädchen mit nach Hause bringt, ist sie distanziert und desinteressiert. Immer mehr vermischt sich Traum und Realität. So strickt sie zwei Pullover für die kleinen Kinder (die es nicht gibt). An einem anderen Tag bekommen sie in Ediths Welt Besuch von Cliff und seiner Frau und den Kindern, also ist alles festlich gedeckt und es gibt was besonderes zu essen. Brett schickt des öfteren Psychiater in ihr Haus, um sie zu einer Therapie zu bewegen. Eines Tages möchte sie eine Skulptur die Treppe herunter tragen (damit der Psychiater nicht ihr Arbeitszimmer betritt). Hierbei fällt sie unglücklich und ist tot. Cliff gehört nun das Haus. Thema: Umgang mit Lebenskrisen/ Enttäuschungen Cliff, der Sohn: Erschreckend finde ich in dem Buch, wie Cliff sich über seinen gebrechlichen Onkel äußert und ihm letzten Endes eine Überdosis verabreicht. Die ganze Szene mit dem Onkel und seinem Tod erinnert an den Beginn des Buches. Zuerst wird auf seine Gefühlswelt eingegangen "Er kannte keine echte Zuneigung- für nichts und niemanden." Dann wird die Ablehnung, der er gegenüber der Katze hat, geschildert. Diese versucht er dann im Bett zu ersticken (als kleiner Junge!!!). "Cliffies Gesicht war, wie immer in solchen Fällen, völlig ausdruckslos, nichtssagend und gelassen, als ob er sagen wollte, "Was habe ich denn getan?" " Interessant ist die Heiligabendszene am Beginn des Buches im vierten Kapitel: Die Familie ist bereist umgezogen. Die Familie hat Besuch und Cliff haut ab. Er springt dann in den eiskalten Delaware. Interessant wird es, als der gerettete Cliff nach Hause kommt: ""aber er war wie in Trance...Cliff hatte das Gefühl, er sei verwandelt, nicht mehr der gleiche Junge, ihm wuchsen jetzt Flügel, er hatte ungeahnte Kräft. Er war im siebten Himmel." Edith, die Mutter: Erschreckend , das seine Mutter die Abwertungen bzgl George (Onkle) hinnimmt, es nicht schafft, erzieherisch auf Cliff einzugehen. Diese Gleichgültigkeit zeigt sich auch in anderen Situationen: Cliffie hat nichts gelernt, steht auf wann er will, trinkt viel Alkohol, etc.....und die Mutter wirkt nicht auf ihn ein. Er ist halt so und sie erzieht ihn nicht. Wozu auch? (Ist es nicht eigentlich ihre Aufgabe????) Brett, der Vater: Der Vater selber ist leider genau so überfordert wie Cliffies Mutter. Er macht sich das einfach und nimmt sich eine neue Frau, somit ist er (aus seiner Sicht) Frau und Sohn "los". Seinen Onkel ist er somit auch "losgeworden", seine Frau kümmert sich ja so prima um ihn. Ob ihr das gut tut? Anstatt ihr zu helfen, das der alte Mann in ein Pflegeheim kommt, lässt er seine Frau im Stich. Am Ende des Buches (nach dem Tod seines Onkels.....wieso denn nicht schon vorher???) setzt er sie gewaltig unter Druck und schickt immer wieder Psychiater in ihr Haus. Edith ist doch nicht erst seit ein paar Tagen auffällig, das hat sich doch über Jahre hingezogen. Aber gut genug, um seinen Onkel bis zum Tod zu pflegen, ist sie.....Ob sie Besuche durch Psychiater möchte, wird sie gar nicht mehr gefragt.....Gegen ihren Willen werden Räume des Hauses betreten (Arbeitszimmer!!!) und Edith muss sich durchsetzen. Ihre Privatsphäre wird nicht gewahrt. Alle drei Personen, Vater, Mutter, Kind einfach erschütternd, eine kranke Familie, jeder auf seine Weise. Die Tagebucheinträge lockern lesetechnisch das ganze etwas auf. Für denjenigen, der sich intensiv mit negativen Charakteren auseinandersetzen mag, könnte das Buch etwas sein. Fazit: ich möchte das Buch nicht nochmal lesen, es ist zu viel Negatives im Buch enthalten, und keine Person, die ich positiv finden kann.

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  • Ein Buch mit vielen Facetten

    Ediths Tagebuch

    Alice-33

    15. May 2015 um 23:50

    In diesem Buch werden viele Themen berührt: politische, gesellschaftliche, familiäre Probleme, Freundschaft, Aufrichtigkeit, Erziehung, the american way of life... Edith, die alles Schlimme, das ihr widerfährt oder angetan wird, äußerlich scheinbar gelassen und ohne Gegenwehr hinnimmt, schafft sich in ihrem Tagebuch eine fiktive, freundliche Gegenwelt. Niemand findet ihren Langmut seltsam. Erst als sie anfängt  in Zeitungsartikeln gegen die amerikanische Gesellschaft anzuschreiben und den Vietnamkrieg für ein  Verbrechen erklärt, bringen ihr der Ex-Ehemann und ihre Freunde die "Psychiater ihres Vertrauens"  ins Haus. Die subtilen Schrecken , so unaufgeregt sie berichtet werden, hielten mich tagelang in ihrem Bann. Eine aufwühlende Geschichte. Patrizia Highsmith's beste?

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  • Rezension zu "Ediths Tagebuch" von Patricia Highsmith

    Ediths Tagebuch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. May 2009 um 16:29

    Mir hat dieses Buch gut gefallen. Der Reiz kommt daher, dass der Leser immer wieder in die Fantasiewelt bzw. Wunschwelt hineingezogen wird und beständig erlebt, wie sehr sich das Leben Ediths verändert und immer irrealer wird. Es ist ein eher leises Buch; die Spannung ergibt sich auch aus der Faszination des Miterlebens des Tagebuchschreibens, der Wunschwelt und der Wirklichkeit. Ich meine, sehr viel zwischen den Zeilen lesen zu können, insbesondere auch, was den Sohn Ediths betrifft. Auffällig ist eine leicht bedrückende Atmosphäre, etwas depressiv, ausgehend vom Erleben Ediths. Wer mal etwas anderes lesen möche: Nur zu! Einfach mal ausprobieren!

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  • Rezension zu "Ediths Tagebuch" von Patricia Highsmith

    Ediths Tagebuch

    Dolittle

    25. January 2007 um 19:03

    Von allen Büchern, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, fand ich dieses am trostlosesten, einfach im Stil,
    langweilig in der Handlung, der erwartete Clou kam auch nicht zum Schluss, ein Buch zum Vergessen. Schade, denn Mr. Ripley ist so unterhaltsam zu lesen und die Erwartungshaltung beim Kauf einer Patricia Highsmith ist entsprechend hoch!

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