Patricia Highsmith Salz und sein Preis

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Inhaltsangabe zu „Salz und sein Preis“ von Patricia Highsmith

Die erste deutsche Übersetzung erschien 1990 unter dem Titel 'Carol' im Diogenes Verlag. Eine ganz normale Geschichte, nur daß 1952, als der Kultroman einer lesbischen Liebe in McCarthys Amerika erstmals unter Pseudonym erschien, dort alles als verdächtig galt, was etwas anders war. 'Salz und sein Preis' ist Patricia Highsmiths einziger Roman, der von erfüllter Liebe handelt, die als Glück empfunden wird und nicht als böser Wahn. Nie wieder schreibt die Autorin, die den Roman unter dem Eindruck einer persönlichen Begegnung begann, so sinnlich, so poetisch, so erotisch.

Ein wunderschöner Roman, der mit zwei wunderbaren Frauen eine Liebesgeschichte erzählt, die mit ihrer Sinnlichkeit einen im Herzen berührt.

— Pialalama

Grandios: Mit berührender Subtilität und Eleganz geschrieben, erfährt man von einer besonderen Liebe, die nicht sein darf. LESEN!!!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Klassiker, der endlich die nötige Anerkennung bekommt.

— Hilde1945

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  • Ein wundervoller Roman!

    Salz und sein Preis

    Pialalama

    10. September 2017 um 14:28

    Ich habe den Roman während meines Urlaubs gelesen und ich war dabei soooo unglaublich entspannt. Irgendwie strahlt die Geschichte um Carol & Therese eine besondere Atmosphäre aus. Das war ein Gedanke, der mit ständig durch den Kopf ging: Dieses Buch strahlt etwas, friedliches und entspannendes aus. Der Schreibstil von Patricia Highsmith hat mir also wirklich gut gefallen. Er war sehr sinnlich und zugleich von einer wunderbaren Leichtigkeit. Das macht mir direkt Lust auf noch mehr Romane von Highsmith! Der Charakter von Carol hat mir sehr gefallen. Sie besitzt eine Ehrlichkeit und Leichtigkeit, gleichzeitig auch eine gewisse Strenge in sich, die im Buch wirklich sehr gut rüber kommt. Interessant: Während Therese in Buch an emotionaler Stärke gewinnt, weicht die Gelassenheit von Carol zum Ende des Buches hin immer mehr und ihr Schutzpanzer scheint zu zerspringen.Ein Punkt der mir sehr deutlich aufgefallen ist, war folgender: Eine gleichgeschlechtliche Beziehung war in den 50ern sicherlich nicht gern gesehen und schon gar nicht wenn einer der beiden Personen verheiratet ist und ein Kind hat. Doch in diesem Roman geht es nicht darum, dieses Thema groß und breit zu diskutieren sondern, es wird vielmehr „ignoriert“. Aber nicht auf die negative Art und Weise, sondern auf die Art „Es ist doch egal!“. Die gesellschaftliche Kritik wird nur in sehr wenigen Sätzen angemerkt. Auch als Therese ihren Partner dazu ausfragt, scheint dieser über solche Fragen nicht wütend zu sein, sondern gibt auf eine normale Frage eine normale Antwort. Später, als er über die Beziehung zu Carol erfährt, ist er darüber zwar nicht sehr glücklich, aber mir schien es eher so zu sein, dass er sich über Thereses „Abhängigkeit“ mehr aufregt, als über die Beziehung zu einer anderen Frau. Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass der Roman gar nicht auf die Gesellschaft eingeht, immerhin spielt es am Ende noch eine wichtige Rolle wegen des Sorgerechts. Es ist eher so, dass sich der Leser darüber bewusst ist, wie die Welt damals gedacht hat. Explizite Auseinandersetzungen sind, wie gesagt, jedoch selten im Buch zu finden. Ein wunderschöner Roman, der mit zwei wunderbaren Frauen eine Liebesgeschichte erzählt, die mit ihrer Sinnlichkeit einen im Herzen berührt.

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  • Einer der ersten Liebesromane dieser Art mit glücklichem Ende

    Salz und sein Preis

    Hilde1945

    27. March 2016 um 18:22

    Die junge Therese lernt in einem Kaufhaus die schöne, elegante Carol kennen, eine Dame der Highsociety. Sie selbst ist "nur" Verkäuferin und sucht noch ihren Weg im Leben. Carol zieht sie sofort in ihren Bann, und es gelingt ihr, eine Art Freundschaft zu ihr aufzubauen. Anfangs sehr zurückhaltend, offenbart Carol allmählich ihr wahres Leben - das einer unglücklichen Frau, die sich von ihrem Mann trennen will, der sie aber nicht wirklich gehen lassen will und sie daher immer über das gemeinsame Kind erpresst.  Auf einer Reise durch die Staaten kommen sich Carol und Therese dann auch in intimer Weise näher. Therese ist verliebt. Carol aber zieht sich radikal zurück, als offenkundig wird, dass ihr Mann einen Privatdetektiv engagiert hat, der ihre lesbische Affäre zum Thema der Scheidung machen soll. Das Buch ist ein Klassiker. Ich las es schon vor vielen Jahren und jetzt, da es verfilmt wurde und viel Aufmerksamkeit durch die Medien bekam, nochmal. Vieles wurde mir beim zweiten Lesen noch viel deutlicher bewusst, nämlich die soziale Ungleichheit der beiden Frauen und Carols Dominanz-Gehabe von Anfang an. Patricia Highsmith ist eine absolute Könnerin, was das subtile und auch einmal weniger subtile Vermitteln von gesellschaftlicher Stellung und Selbstbewusstsein betrifft. Für mich ist SALZ UND SEIN PREIS ein Roman, der schon viel früher als Film in die Kinos hätte kommen können.

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  • Oder: "Carol. Roman einer ungewöhnlichen Liebe."

    Salz und sein Preis

    blauerklaus

    Patricia Highsmith gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und daher bin ich froh, dass sich noch einige Bücher von ihr auf meinem SUB befinden. Darunter auch "Salz und sein Preis" oder wie der Titel einer früheren Veröffentlichung "Carol".  Dies ist auch der Titel der Verfilmung aus diesem Jahr. Rooney Mara hat für ihre Darstellung der weiblichen Hauptrolle im Sommer den Preis für die beste Hauptdarstellerin bei den Filmfestspielen in Cannes gewonnen. Regisseur Todd Haynes erhält hierfür die Auszeichnug "Beste Internationale Literaturverfilmung" der Frankfurter Buchmesse. Kinostart in Deutschland ist der 17.12.2015. Da ich das Buch bisher nicht kannte, wollte ich es vor dem Film unbedingt noch lesen.  Der von Patricia Highsmith 1952 unter dem Pseudonym ClaireMorgan veröffentlichte Roman handelt von der dramatischen Liebesbeziehung zwischen der jungen Bühnenbildnerin Therese Belivet und der älteren, aus wohlhabenden Hause stammenden, Carol Aird.  Die arbeitslose Bühnenbildnerin versucht sich mit einem Job in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses über Wasser zu halten. Sie lebt in einer lockeren Beziehung zu ihrem Freund Richard, der sich jedoch mehr von der Beziehung erwartet. Wahre Liebe scheint Therese nicht für ihn zu empfinden.  Als kurz vor Weihnachten eine Kundin das Kaufhaus betritt, ist es Liebe auf den ersten Blick.  "Ihre Blicke begegneten einander im selben Augenblick; Therese schaute von einem Karton auf, den sie öffnete, und die Frau wandte den Kopf, so daß sie Therese unmittelbar ansah. Sie war groß und blond, elegant und anmutig in dem weiten Pelzmantel, den sie mit einer in die Taille gestemmten Hand offenhielt. Ihre Augen waren grau, farblos, doch so eindringlich wie Licht oder  Feuer, und unter ihrem Bann konnte Therese den Blick nicht abwenden."   (Seite 50/51) Nach der ersten kurzen Begegnung kreisen Therese' Gedanken immerzu um die faszinierende Frau und sie versucht Kontakt zu ihr zu knüpfen, was ihr schließlich auch gelingt. Es dauerte eine Zeit, bis sie zu begreifen beginnt, dass ihre Gefühle von der frisch geschiedenen Carol erwidert werden.  Erschwert wird die Beziehung dadurch, dass Carol sich in einem Sorgerechtsstreit um die kleine Tochter mit ihrem Ex-Mann befindet. Als die beiden Frauen beschließen, den Problemen  in ihrer Heimatstadt durch eine gemeinsame Autoreise durch Amerika zu entkommen, werden sie von einem Privatdetektiv verfolgt, der von Carols Mann beauftragt wurde um Beweise für diese "unmoralische" Beziehung zu sammeln. In der heutigen Zeit wäre eine solche Beziehung vermutlich ohne größere Probleme möglich, im prüden Amerika der 50er-Jahre war dies jedoch ein Tabubruch.  Die Szene der ersten Begegnung zwischen Carol und Therese geht auf ein eigenes Erlebnis von Patricia Highsmith zurück. Sie jobbte 1948, lange vor ihrem Durchbruch als Schriftstellerin, in der Spielwarenabteilung des Kaufhauses "Bloomingdale" in Manhatten. Dort trifft sie eines Tages auf eine Kundin, die sie dermaßen stark beeindruckt, dass sie noch am selben Abend einen Entwurf zu diesem Roman schreibt. Es sollte die Grundlage für ihren zweiten Roman bilden.  Mit ihrem Erstling "Zwei Fremde im Zug" (1950) war sie, nachdem Alfred Hitchcock die Filmrechte erworben hatte, praktisch über Nacht berühmt geworden. Eine Bekennung ihrer Liebe zu Frauen war zu diesem Zeitpunkt für sie unmöglich, so dass der Roman unter dem Pseudonym Claire Morgan veröffentlicht wurde. Erst 1990 bekannte sich Patricia Highsmith auch offiziell zu diesem Roman.  Auch wenn die "Suspense"-Stimmung, für die Patricia Highsmith so bekannt ist, in diesem Roman nur selten richtig zum Tragen kommt, führt doch die Liebe der beiden Frauen in dem speziellen gesellschaftlichen Umfeld der damaligen Zeit zu einer ganz besonderen Spannung.  Wird es ein Happy End geben oder wird die Geschichte dramatisch enden? Alle Romane der damaligen Zeit, die das Thema gleichgeschlechtliche Liebe behandelten, endeten tragisch, so dass der / die Protagonisten von ihrem "Leiden" kuriert wurden.  Als Highsmith den Roman schrieb erstellte sie zwei alternative Fassungen des Endes.  Wer wissen möchte, wie die Geschichte  ausgeht, sollte dies in dem sehr empfehlenswerten Roman nachlesen. Nicht umsonst galt Claire Morgan lange als Ikone der lesbischen Frauenliteratur.  

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