Patricia Highsmith Small g - eine Sommeridylle

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Inhaltsangabe zu „Small g - eine Sommeridylle“ von Patricia Highsmith

Im ›Small g‹, einer Zürcher Vorstadtkneipe mit zum Teil schwuler Klientel, kreuzen sich die Wege einsamer Habitués. Eines Tages taucht die junge, aufregend hübsche Luisa auf und bringt die Gefühle völlig unterschiedlicher Männer und Frauen durcheinander: eine Bewährungsprobe und tödliche Bedrohung für die zahlreichen, miteinander verflochtenen Liebesbeziehungen. Patricia Highsmiths letzter Roman.

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  • Ein Sommer in Zürich

    Small g - eine Sommeridylle
    Nespavanje

    Nespavanje

    17. August 2016 um 18:33

    Small g ist der Spitzname einer Kneipe mitten in Zürich, die eigentlich den Namen Jakobs Bierstube trägt. Ein Reiseführer listete die Kneipe als lohnendes Ziel, mit einem kleine g auf, was soviel bedeutete, dass es sich um ein gayfriendly Gaststätte handelte und Homosexuelle, gern gesehene Gäste sind. Zu den Stammgästen gehörte auch Rickie Markwalder, dessen Freund Peter Ritter, nach einem Kinobesuch umgebracht worden ist. Allerdings sind nicht alle Gäste gayfriendly - Renate eine Schneidermeisterin trinkt dort vormittags ihre zweite Tasse Kaffee, meist in Begleitung von Luisa, eines ihrer Lehrmädchen, die wiederum heimlich in Peter verliebt war. Patricia Highsmith war eine allseits bekannte Schriftstellerin, wer kennt nicht - Der talentierte Mr. Ripley oder eben die erst vor kurzem erschienene Verfilmung von - Carol oder Salz und sein Preis? Bisher sind ihre Romane, wie der sprichwörtliche Kelch, an mir vorüber gegangen. Allerdings nicht absichtlich oder bewusst. Auf letzteren Film hat mich ein Kollege hingewiesen, er ist von der Aktrice Cate Blanchett ganz hin und weg, und ja mir hat der Film auch gut gefallen. Deswegen wurde es an der Zeit, mich nicht nur filmisch, sonder auch literarisch Frau Patricia Highsmith zu nähern. So wie auch bei Carson McCullers (Uhr ohne Zeiger) habe ich mir auch hier erlaubt mit dem letzten Roman anzufangen: Also mit dem Roman Small g - Eine Sommeridylle. An dieser Stelle möchte ich den geneigten Leser meiner Rezensionen auf einen Umstand hinweisen, der im Bezug auf den Roman nicht unerheblich ist. Der Diogenes Verlag hat erst im Jahr 2006, die bisher auf Deutsch nur in einer "verkürzten" Übersetzung erschienenen Ausgabe durch die "längere" Ausgabe ersetzt. Meine Rezension bezieht sich auf die alte, verkürzte Ausgabe und nicht die Neuausgabe. Wie oben bereits erwähnt ist es mein erster Roman von Patricia Highsmith, und er hat durchwegs gut gefallen und besticht mit wunderbar herausgearbeiteten Charakteren. Hier sticht, mit ihrer sehr böswilligen Verhalten, Renate, die Chefin von Luisa hervor. Sie ist der typische Antagonist und der eher passive Rickie, wirkt dadurch ein bisschen blass. Allerdings ist das jetzt nicht unbedingt ein Makel. Ich vermute, dass es genauso von der Schriftstellerin gewollt ist. Vergleiche zu anderen Romanen zu ziehen, wiederstrebt mir eigentlich. Es ist wahrscheinlich, dass sich großartige Schriftsteller immer wieder gegenseitig befruchten und beeinflussen. Wie und ob spielt eigentlich keine Rolle und falls es dennoch so ist, sind es meist Mutmaßungen. Mich hat interessanterweise small g - Ein Sommeridyll - ein wenig an - Der große Gatsby - erinnert. Dessen Erzähler Nick Carraway war auch sehr defensiv, ein zurückhaltender Charakter und offensichtlich homosexuell. Bei Gatsby sind es die mondänen Parties, und dort ist es die Gaststätte small g - der zentrale Treffpunkt der Protagonisten. In beiden Romanen gibt es unglückliche Liebesbeziehungen und lose soziale Bindungen . Vielleicht sind die Vergleiche zu weit hergeholt. Fitzgerald hat mir seinem Roman ein typisches Bild der 1920er Jahre gezeichnet, und möglicherweise wird man eines Tages, dasselbe über Patricia Highsmiths Roman und über die homosexuelle Subkultur, Anfang der 1990er Jahre sagen können. Ihre Bücher werden den Weg in mein Bücherregal bestimmt noch öfter finden.

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  • Rezension zu "Small g - eine Sommeridylle" von Patricia Highsmith

    Small g - eine Sommeridylle
    Duffy

    Duffy

    12. December 2011 um 10:42

    Patricia Highsmith ist ein Garant für ungetrübten Lesegenuss. Das hier auf dem Rückentext postulierte Vrmächtnis sei ein "subtiler Roman über Leidenschaft und Lebenslust und, trotz allem, mit einem versöhnlichen Ende". Das ist es leider nicht. Versöhnliches Ende ja, subtil nein. Im Gegenteil, es ist die Beschreibung des Alltags einiger Schwuler und Lesben, deren gemeinsamer Mittelpunkt die Stammkneipe "small g" in Zürich ist. Dort ist auch das Ganze angesiedelt. Und mehr ist da nicht. Auf 420 Seiten passiert mal da ein kleines Malheur, hier ein bisschen Amore, ein wenig Eifersucht, ein paar Klischees, gar eine Schlägerei, ein Treppensturz, ein Depp, eine herrschsüchtige Chefin und, ach, man stellt fest, dass man das Buch ja endlich beiseite legen sollte, weil die ja kaum was machen außer essen und trinken, aber es ist die Highsmith, das verpflichtet, da kommt noch was. Tut es aber nicht und was ist man? Sehr, sehr enttäuscht. Mehr nicht (schon wieder). Nur weil sie so schreibt, wie sie nun mal schreibt und das eben gut kann, zwei Sterne.

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  • Rezension zu "'Small g' eine Sommeridylle" von Patricia Highsmith

    Small g - eine Sommeridylle
    MarlaSinger

    MarlaSinger

    06. November 2009 um 19:28

    Auch mein zweiter Highsmith hat mir von Anfang an gut gefallen. Alles beginnt mal wieder sehr idyllisch: Der homosexuelle Ricky und seine Hündin besuchen jeden Tag ihr Stammlokal, das Nachts in eine Schwulenszenekneipe umgewandelt wird. Als jedoch eine junge Schneiderauszubildende Kotakt zu ihnen und ihren Freunden aufnimmt, die von ihrer Chefin terrorisiert wird, überschlagen sich die Ereignisse... Die scheinbar alltäglichen Banalitäten bilden das Fundament für eine wirklich spannende, realitätsnahe und authentische Erzählung, die sich nach und nach zuspitzt und in ein Ende ganz nach meinem Geschmack führt. Die Selbstzweifel Rickys, die sich jedoch immer noch im Rahmen halten, sind die, die jedem Menschen in seinem Leben plagen, so dass man sich mit ihm identifizieren kann. Der Psychoterror, dem das junge Mädchen ausgesetzt wird, ist auch sicher jedem schon begegnet, wenn auch nur als hilfloser Zuschauer, der einen Freund beschützen will. Highsmith hat es auch wieder geschafft, einen Roman zu schreiben, der nachdenklich und Lust auf weitere ihrer Werke macht.

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  • Rezension zu "'Small g' eine Sommeridylle" von Patricia Highsmith

    Small g - eine Sommeridylle
    Saari

    Saari

    17. July 2008 um 22:55

    Wer hofft, in diesem Roman wie in so vielen anderen von Patricia Highsmith's Werken wieder von Mord, Totschlag oder Betrug zu lesen, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Small g ist Highsmith's letztes Werk, es ist nicht ihr bestes, aber eingefleischten Fans wird es dennoch gefallen. Die Geschichte um eine Kneipe in einem Züricher Viertel und deren vorwiegend homosexuelle Klientel ist wunderbar leicht geschrieben. Der Leser kann sich in die einzelnen Protagonisten, sowohl Männer als auch Frauen, dank der detaillierten Charakterisierung sehr gut einfühlen und die atmosphärische Beschreibung der Parties und freundschaftlichen Begegnungen im "Jakob" macht Lust auf den Sommer und gesellige Runden. Small g ist vor allem ein Plädoyer für mehr Toleranz und Solidarität und genauso sollte es auch verstanden werden.

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  • Rezension zu "'Small g' eine Sommeridylle" von Patricia Highsmith

    Small g - eine Sommeridylle
    eva1982

    eva1982

    22. June 2008 um 13:23

    Unterhaltsam zu lesen. Ähnelt aber sehr Elsies Lebenslust.

  • Rezension zu "Small g - eine Sommeridylle" von Patricia Highsmith

    Small g - eine Sommeridylle
    alma

    alma

    11. July 2007 um 17:26

    hmmm - nach "Found in the street" und "Carol" erwartete ich von PH's letztem Werk natürlich, dass es der abschließende Kracher einer großen Karriere sein würde - naja. Die Geschichte ist nicht weniger gut als ich es von Frau Highsmith gewohnt bin - undurchsichtige Handlungsmuster bei vielschichtigen Gestalten, genaue Charakterzeichnung mit Sinn fürs Detail und die ein oder andere Krude Wendung - das hätte ihr früher gereicht für was Großes. Doch "Small g" reicht da irgendwie nicht ran, zerrt nicht an den Nerven, bleibt zu nett. Zu wenig Pol an den man sich stellen könnte nur um dann zu merken, dass es viel zu kalt ist und sich zu ärgern, wieder auf sie reingefallen zu sein - die Krimihexe Highsmith. Hauptsächlich geht es um den schwulen Ricki der seinen Freund Peter ("Petey" wie lieeeebevoll) verloren hat - Raubmord, vielleicht Antischwules Motiv, vielleicht nicht. Dieser als Mittelpunkt einer bunten Horde um sich gescharter Menschen mit mehr oder weniger tiefen Profilrinnen - allen voran die erst 19Jährige (stark an Elsie aus "Found in the street" erinnernde) eigentliche Hauptfigur machts uns nicht leicht die Geschichte so recht ernst zu nehmen - und wenn ich dann sowas lese: Über das Produkt "'Small g' ist eine Art modernes Märchen, in dem die Figuren selbst erschaffene Phantasien bewohnen, die ihnen helfen zu überleben. Sexuelle Ambiguität triumphiert, aber die Sommeridylle ist nicht von Dauer. Glück ist zerbrechlich. Denn Liebe ist für Highsmith weniger die Begegnung zweier Seelen als vielmehr die Vermischung und Verstrickung unterschiedlicher Phantasien." Andrew Wilson in seiner Highsmith-Biographie frag ich mich, welches Buch der Typ gelesen hat oder ob die Übersetzung wirklich so übel war oder ob ich keine Ahnung hab. Kann alles sein, ist mir aber Wurscht - "Small g" (das kleine g steht für "gay" und klein ist es nur weil auch Heteros in dieses Lokal dürfen) für mich bisher das schwächste Buch der Highsmith. aber es gibt ja noch 18 weitere. desweiteren habe ich mich grad köstlich über diese bei amazon gefundene sehr trefflich Rezension gefreut - hätte ich die mal eher gefunden ich hätte meine net schreiben müssen: "Ich wusste, dass dieses Buch von Patricia Highsmith nicht dasselbe Lob erreicht hatte wie ihre bekanntesten Krimis. Aber ich dachte -- Jahre nach ihrem Tod --, du bist es dieser hervorragenden Autorin schuldig, auch ihr letztes Buch zu lesen. Und nun soll man doch über die Toten nichts Schlechtes sagen! Gleichwohl: Es ist eine Katastrophe! Da sind Leute geschildert, die zwar schwul, bi oder sonst was sind, aber das allein macht sie doch nicht interessant. Im Übrigen bleiben sie blass und die ewige Redundanz der Treffen in der Stammkneipe "Jakob" verleidet dem Leser beim zwanzigsten Mal endültig. Die Probleme und Sorgen des ach so eitlen Misantropen Rickie interessieren wenig. Man erwärmt sich für keine Figur des Romans und fragt sich bloss, wie es der Schöpferin des schillernden Tom Ripley gelungen ist, einen solch eindimensionalen und blassen Hauptdarsteller zu schaffen. Die anspruchslose Handlung und der vielleicht überraschende, aber etwas läppische Märchen-Schluss würden ja noch durchgehen, aber die Sprache! Sie ist im Gegensatz zu früheren Büchern lapidar, banal und völlig spannungslos geworden. Mag das möglicherweise an einer verunglückten Übersetzung liegen? Dennoch lässt sich das Buch sehr schnell lesen und das ist ein, wenn auch der einzige Trost, den es bietet."

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