Patricia Highsmith Zwei Fremde im Zug

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Inhaltsangabe zu „Zwei Fremde im Zug“ von Patricia Highsmith

Zwei Fremde im Zug New York-Texas entdecken und planen das perfekte Alibi für zwei. Aus einem Moment der Unachtsamkeit heraus wird Haines zum Komplizen Brunos, der ihn auf eine schiefe Bahn mitnimmt, auf der es kein Festhalten und keine Moral mehr gibt und auch kein Entrinnen. Ein Roman über gefährlich verschwimmende Identitäten und die Unausweichlichkeit der Schuld. 'Zwei Fremde im Zug' ist Patricia Highsmiths erster veröffentlichter Roman, durch den sie dank Alfred Hitchcocks Verfilmung über Nacht weltberühmt wurde.

Der Wow-Effekt blieb aus. Trotzdem keine schlechte Geschichte.

— Noelli

Der Klassiker über den scheinbar perfekten Mord.

— QueenDebby

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  • Rezension zu "Zwei Fremde im Zug" von Patricia Highsmith

    Zwei Fremde im Zug

    MarlaSinger

    31. December 2009 um 16:12

    Auf meinen vierten Highsmith Roman bin ich gestoßen, weil mich die Inhaltsangabe angesprochen hat. Es geht darin um zwei sehr unterschiedliche Männer, die sich im Zug kennenlernen: Den versoffenen Bruno, der bisher auf Kosten seiner Eltern gelebt und nie gearbeitet hat und der erfolgreiche, ehrgeizige und fleißige Architekt Guy, beide um die Ende 20. Bruno, scheinbar angetrunken und verrückt, schlägt einen Mord über Kreuz vor: Er bringe Guys Exfrau Miriam vor, von der dieser im Verlauf der Fahrt erzählt hat und Guy töte dafür im Gegenzug Brunos Vater. Guy distanziert sich von diesen Plänen. Da er jedoch sein Buch mit seiner Adresse in Brunos Abteil vergessen hat, kann ihn dieser kontaktieren und lässt ihm keine Ruhe mehr. Es geht soweit, dass Bruno Miriam tötet und seinem neugewonnen Freund nachstellt, ihn permanent unter Druck setzt seinen Part einer nicht geschlossenen Abmachung zu erfüllen. Irgendwann gibt Guy nach und tötet Mr.Bruno im Glauben, er hätte jetzt endlich Ruhe. Doch Bruno kontaktiert ihn weiterhin, scheinbar begeistert von Guy und seinem perfekten Leben mit seiner tollen Frau. Die Gefühle Guys werden sehr anschaulich beschrieben, man kann sich richtig in ihn hineinversetzen, wie er mit sich ringt. Es plagen ihn Schuldgefühle und neben seiner Abscheu zu Bruno empfindet er in manchen Augenblicken eine fast brüderliche Zuneigung zu ihm. Man stellt sich auch die Frage, ob es Bruno nur darum geht, dass sein Vater sterben soll oder ob er seinem neuen Freund beweisen möchte, dass jeder in der Lage ist zu töten. Will er nur an Guys Leben teilnehmen oder will er ihn zerstören? Warum lässt er ihn, nachdem dieser seine Schuld erfüllt hat, nicht in Ruhe? Was führt der gewitzte Detektiv im Schilde, der am Mord an seinem alten Freund Mr.Bruno ermittelt im Schilde? Fazit: Wieder einmal ein gelungener Highsmith Roman, der zeigt, dass ein ganz normales Leben in wenigen Minuten zerstört werden kann und das jeder im Prinzip zu allem fähig ist, wenn er unter extremen Druck steht.

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  • Rezension zu "Zwei Fremde im Zug" von Patricia Highsmith

    Zwei Fremde im Zug

    Leserrezension_2009

    31. August 2009 um 10:23

    Die folgende Rezension hat Büchermädchen eingereicht: Es sind ein paar Tage vergangen, in denen ich den Debütroman erst einmal sacken lassen musste/wollte. Wie nun die Worte finden, für einen Eindruck, der sich kaum mit Worten beschreiben lässt!? Hier ein Versuch: Zwei Fremde im Zug New York - Texas. Guy Haines, ein junger, aufsteigender Architekt und Ästhet, lernt den reichen, arbeitslosen Sohn eines Fabrikbesitzers, Charles Bruno, kennen. Bruno, aufdringlich und von einer unmöglichen Idee besessen, verwickelt Haines in ein Gespräch und bietet diesem einen unerhörten Deal an: einen Mord über Kreuz. Er, Bruno, wolle Haines selbstsüchtige Noch-Frau Miriam ermorden, damit Haines für seine neue Freundin Anne frei wäre; als Gegenleistung solle Haines den verhassten Vater Brunos umbringen. Zwei Morde ohne Motiv. Zwei perfekte Verbrechen. Meint Bruno. Haines ist nicht überzeugt davon, entzieht sich Brunos Aufdringlichkeit, gerät aber später auf Grund einer für ihn unerklärlichen Faszination in den Bann Brunos und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Vordergründig handelt es sich bei diesem Debüt um einen Krimi. Beginnt man zu lesen, fällt doch recht schnell auf, dass dieser erste Eindruck nicht ganz korrekt ist. Das erste Indiz: Das Platonbuch, welches Haines im Zug liegen lässt. Viel mehr als um einen gewöhnlichen Krimi handelt es sich hier um einen vielschichtigen psychologischen Roman mit einer intensiven Charakterstudie - Gut (Haines) - Böse (Bruno), in dem die Spannung nicht zu kurz kommt, meiner Meinung nach, aber das ist sicher Geschmacksache, denn jeder definiert Spannung anders. Ganz besonders beeindruckt hat mich die Dichte der vorhandenen Themen: Ästhetik, Ethik, Homosexualität, Alkoholismus. Patricia Highsmith hatte eine außerordentliche Gabe, komplexe innerliche Vorgänge in glasklaren und treffsicheren Worten darzustellen, wie ich es von anderen Schriftstellern in dieser Perfektion nicht kenne. Bemerkenswert, dass Highsmith diesen Roman 29jährig schrieb. Hier ein Ausschnitt, der mir wegen des Bildes besonders gut gefällt: Guy erwachte mit schwerem Kopf und schweißüberströmt. Er setzte sich auf und ließ einen mißtrauischen Blick durch das Zimmer wandern. Glitschige, nasse Geräusche erfüllten es, als würde eine Schlange sich über den zementierten Hof winden und mit ihrem Schuppenpanzer gegen die Mauern klatschen. Mit einemmal erkannte er das Geräusch: Es war Regen, ein sanfter, silbriger Sommerregen. Er ließ sich auf das Kissen zurücksinken und begann leise zu weinen. Er dachte an den Regen, der in schrägen Bahnen fiel und zu fragen schien: Wo ist das junge Leben, das mich braucht? Wo ist die grüne Rebe, Anne, die uns in unserer Jugend die Liebe war?, hatte er letzte Nacht auf das zerknüllte Blatt geschrieben. Der Regen wusste, wo er das junge Leben fand, das ihn brauchte, ihn erwartete. Was in den Hof fiel, war nur Überschuß. Wo ist die grüne Rebe, Anne.... Aus dem hervorragenden Nachwort Paul Ingendaays geht der zeitliche Kontext des Werks im Leben Highsmith hervor. Laut Ingendaay ist "Zwei Fremde im Zug" eine chiffrierte Autobiografie. Bezugnehmend auf Ihre zahlreichen Tage- und Notizbücher lässt sich diese Vermutung belegen. Abschließend bleibt mir noch zu erwähnen, dass ich im Laufe der Geschichte, nach anfänglichem Abscheu, immer mehr in den Bann Brunos (des Bösen) geraten bin. Er ist eine böse Figur, die ich sehr mochte. Lebendig, durchtrieben, aber enorm liebesfähig erscheint er mir tausendmal interessanter als Guy, die eigentliche Hauptfigur des Romas. In einem Tagebuch vermerkt Highsmith: "I love him." ! Bruno ist eine Figur, die trotz ihrer Bösartigkeit nonchalant daher kommt und sich aufdringlich aber dennoch subtil in das Herz des Lesers schleicht.

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  • Rezension zu "Zwei Fremde im Zug" von Patricia Highsmith

    Zwei Fremde im Zug

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2009 um 22:29

    Ein HAMMERBUCH! Rezi folgt noch. ** Es sind ein paar Tage vergangen, in denen ich den Debütroman erst einmal sacken lassen musste/wollte. Wie nun die Worte finden, für einen Eindruck, der sich kaum mit Worten beschreiben lässt!? Hier ein Versuch: ** Zwei Fremde im Zug New York - Texas. Guy Haines, ein junger, aufsteigender Architekt und Ästhet, lernt den reichen, arbeitslosen Sohn eines Fabrikbesitzers, Charles Bruno, kennen. Bruno, aufdringlich und von einer unmöglichen Idee besessen, verwickelt Haines in ein Gespräch und bietet diesem einen unerhörten Deal an: einen Mord über Kreuz. Er, Bruno, wolle Haines selbstsüchtige Noch-Frau Miriam ermorden, damit Haines für seine neue Freundin Anne frei wäre; als Gegenleistung solle Haines den verhassten Vater Brunos umbringen. Zwei Morde ohne Motiv. Zwei perfekte Verbrechen. Meint Bruno. Haines ist nicht überzeugt davon, entzieht sich Brunos Aufdringlichkeit, gerät aber später auf Grund einer für ihn unerklärlichen Faszination in den Bann Brunos und so nehmen die Dinge ihren Lauf. ** Vordergründig handelt es sich bei diesem Debüt um einen Krimi. Beginnt man zu lesen, fällt doch recht schnell auf, dass dieser erste Eindruck nicht ganz korrekt ist. Das erste Indiz: Das Platonbuch, welches Haines im Zug liegen lässt. Viel mehr als um einen gewöhnlichen Krimi handelt es sich hier um einen vielschichtigen psychologischen Roman mit einer intensiven Charakterstudie - Gut (Haines) - Böse (Bruno), in dem die Spannung nicht zu kurz kommt, meiner Meinung nach, aber das ist sicher Geschmacksache, denn jeder definiert Spannung anders. ** Ganz besonders beeindruckt hat mich die Dichte der vorhandenen Themen: Ästhetik, Ethik, Homosexualität, Alkoholismus. Patricia Highsmith hatte eine außerordentliche Gabe, komplexe innerliche Vorgänge in glasklaren und treffsicheren Worten darzustellen, wie ich es von anderen Schriftstellern in dieser Perfektion nicht kenne. Bemerkenswert, dass Highsmith diesen Roman 29jährig schrieb. ** Hier ein Ausschnitt, der mir wegen des Bildes besonders gut gefällt: Guy erwachte mit schwerem Kopf und schweißüberströmt. Er setzte sich auf und ließ einen mißtrauischen Blick durch das Zimmer wandern. Glitschige, nasse Geräusche erfüllten es, als würde eine Schlange sich über den zementierten Hof winden und mit ihrem Schuppenpanzer gegen die Mauern klatschen. Mit einemmal erkannte er das Geräusch: Es war Regen, ein sanfter, silbriger Sommerregen. Er ließ sich auf das Kissen zurücksinken und begann leise zu weinen. Er dachte an den Regen, der in schrägen Bahnen fiel und zu fragen schien: Wo ist das junge Leben, das mich braucht? Wo ist die grüne Rebe, Anne, die uns in unserer Jugend die Liebe war?, hatte er letzte Nacht auf das zerknüllte Blatt geschrieben. Der Regen wusste, wo er das junge Leben fand, das ihn brauchte, ihn erwartete. Was in den Hof fiel, war nur Überschuß. Wo ist die grüne Rebe, Anne.... ** Aus dem hervorragenden Nachwort Paul Ingendaays geht der zeitliche Kontext des Werks im Leben Highsmith hervor. Laut Ingendaay ist "Zwei Fremde im Zug" eine chiffrierte Autobiografie. Bezugnehmend auf Ihre zahlreichen Tage- und Notizbücher lässt sich diese Vermutung belegen. ** Abschließend bleibt mir noch zu erwähnen, dass ich im Laufe der Geschichte, nach anfänglichem Abscheu, immer mehr in den Bann Brunos (des Bösen) geraten bin. Er ist eine böse Figur, die ich sehr mochte. Lebendig, durchtrieben, aber enorm liebesfähig erscheint er mir tausendmal interessanter als Guy, die eigentliche Hauptfigur des Romas. In einem Tagebuch vermerkt Highsmith: "I love him." ! Bruno ist eine Figur, die trotz ihrer Bösartigkeit nonchalant daher kommt und sich aufdringlich aber dennoch subtil in das Herz des Lesers schleicht.

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  • Rezension zu "Zwei Fremde im Zug" von Patricia Highsmith

    Zwei Fremde im Zug

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. September 2008 um 19:21

    laaaaaangatmig - gääähn

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