Patricia Holland Moritz

 3.9 Sterne bei 84 Bewertungen
Autorin von Zweisiedler, Die Einsamkeit des Chamäleons und weiteren Büchern.
Autorenbild von Patricia Holland Moritz (©Holmsohn)

Lebenslauf von Patricia Holland Moritz

Patricia Holland Moritz, geboren in Karl-Marx-Stadt, arbeitete als Buchhändlerin in Leipzig, verließ die DDR und heuerte in Paris als Speditionskauffrau an. Nach dem Studium der Nordamerikanistik in Berlin wurde sie Bookerin für verschiedene Bands und ist heute Programmleiterin in einem Berliner Verlagshaus. 
Für ihren Roman Zweisiedler (BoD 2012) erhielt sie das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. Sie ist Co-Autorin der Autobiografie des Leipziger Pfarrers Christian Führer Und wir sind dabei gewesen (Ullstein 2011) und mit Krimis in den Anthologien des Leipziger Verlags edition krimi vertreten. Auf ihren Veranstaltungen las sie bereits mit renommierten Autoren wie Hakan Nesser, Arne Dahl und Ulrich Wickert. 
2014 startete sie die Krimiserie um die Ermittlerin Rebekka Schomberg mit Die Einsamkeit des Chamäleons, worauf Kältetod folgte (beide Gmeiner). Der Krimi aus dem Crystal Meth-Milieu Berlins wurde vom Tip 2015 für die „ausgefallenste Mordmethode" geehrt. 
2018 erschienen Mordzeitlose (Gmeiner) und Ich bin nicht auf der Welt, um glücklich zu sein, die Autobiographie von Frank Schäfer (Schwarzkopf & Schwarzkopf). Für den Roman Der Menschenleser (KLAK) erhielt sie 2017 das Arbeitsstipendium des Mörderische Schwestern e.V. 
Mehr über die Autorin auf ihrer Website: www.patriciahollandmoritz.com

Botschaft an meine Leser

Liebe Freunde, ich bin dankbar für Euer Interesse, es bedeutet mir sehr viel. Ein Buch zu schreiben kostet Lebenszeit, und mir ist das jede Minute davon wert. Euch etwas davon abzugeben, etwas in euch zu bewegen, vielleicht zu verändern, wo es Not tut, ist ein Anspruch, den ich an mich stelle beim Schreiben, auch deshalb ist mir eure Meinung sehr wichtig. Ich hoffe, ihr fühlt euch wohl bei mir. Eure phm

Alle Bücher von Patricia Holland Moritz

Cover des Buches Zweisiedler9783848211517

Zweisiedler

 (27)
Erschienen am 11.10.2012
Cover des Buches Die Einsamkeit des Chamäleons9783839214879

Die Einsamkeit des Chamäleons

 (19)
Erschienen am 05.02.2014
Cover des Buches Mordzeitlose9783839222362

Mordzeitlose

 (19)
Erschienen am 07.03.2018
Cover des Buches Kältetod9783839217689

Kältetod

 (11)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Der Menschenleser9783948156008

Der Menschenleser

 (8)
Erschienen am 01.03.2019

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Neue Rezensionen zu Patricia Holland Moritz

Neu

Rezension zu "Der Menschenleser" von Patricia Holland Moritz

Atmosphärische Dichte
Nele33vor einem Jahr

Der Roman "Der Menschenleser" von Patricia Holland Moritz beschäftigt sich mit den Knabenmorden in Eberswalde und NRW in den 60-iger und 70-iger Jahren.

Das Cover ist grau und trist und spiegelt die Atmosphäre dieser Jahre und die Thematik des Buches wieder.
Der Schreibtil ist klar und knapp und beschränkt sich auf das
Wesentliche.

Die Autorin hat äußerst umfangreich recherchiert um dem Leser die Ermittlungsarbeit im Sozialismus näher zu bringen.
Alles, auch der Mord an Kindern wird dem System untergeordnet.

In Eberswalde verschwinden zwei Jungen und werden später ermordet aufgefunden. Schnell wird in den üblichen Kreisen(Trinker, psychisch Kranke und Pädophilen) nach dem Täter gesucht. Schnell geraten auch die Sowjet-Soldaten ins Visier der Ermittlungsarbeiten.
Die Ermittler Krauskopf und Schimmelpfennig werden sehr reglementiert in ihrer Arbeit.

Semper der ehemalige Professor von Krauskopf und fast schon ein Freund, ist Forensiker an der Charitie und arbeitet schon lange an der Erstellung von Täterprofilen. Als nach Monaten der Ermittlungen kein Vorankommen ist, wird der Ermittlungsstab massiv verkleinert, da die Leute an anderen Stellen im Land gebraucht werden( Jubiläum etc.)
Durch einen Trick erreichen Semper und Krauskopf eine Zusammenarbeit. Semper ist mit seinem Täterprofil auf der richtigen Spur, da geschieht der nächste Mord.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da die Gedanken des wohl ersten Profilers Deutschlands sehr detailliert und ausführlich beschrieben werden. Ebenso dicht wird  das Verhältnis von Krauskopf und Semper durchleuchtet, mit allen Spannungen die es auch zwischen den Beiden gibt.

Interessant waren in diesem Zusammenhang auch noch die orginal Interviews mit Jürgen Bartsch, der kurz vorher in NRW für die Jungen Morde verantwortlich war.

Ich vergebe für dieses authentische Buch gerne die volle Sternenanzahl.






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Rezension zu "Der Menschenleser" von Patricia Holland Moritz

Atmosphärisch und packend
nellschevor einem Jahr

Ende der 1960er Jahre erschüttern Kindermorde ganz Deutschland. Im Westen treibt der pädosexuelle Serienmörder Jürgen Bartsch sein Unwesen, während im Osten drei grausame Morde begangen werden. Schnell breitet sich Panik aus und die Suche nach dem Täter, auch unter der sowjetischen Besatzungsmacht, beginnt. Die Ermittler der Kriminalpolizei stehen erheblich unter Druck. Der Forensiker Paul Semper will die Ermittler unterstützen und entwickelt neue Ansätze in der Täteranalyse.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, insbesondere weil es auf wahren Begebenheiten beruht.
Der Schreibstil ließ sich gut und flüssig lesen. Die Beschreibungen sowohl der Personen als auch der Geschehnisse waren detailliert und bildhaft, so dass ich alles gut vor Augen hatte. Auch die Atmosphäre wurde sehr gut geschaffen und ich war praktisch mittendrin in der damaligen DDR.
Die Story fand ich sehr spannend, gerade aufgrund der wahren Hintergründe. Sowas wirkt nochmal ganz anders auf mich, als nur reine Fiktion.
Die Geschichte wurde aus mehreren Perspektiven und in kurzen Kapiteln erzählt. So bekam ich sehr gute Einblicke in die Ermittlungsarbeit, aber auch in die Gedanken und Überlegungen von Paul Semper zur Täteranalyse. Beides fand ich sehr interessant. Dann waren noch die Verhörprotokolle von Jürgen Bartsch eingeschoben, die mir gut gefiel und die ich dank der kursiven Schrift gut trennen konnte. Aber auch die Passagen aus Sicht des Täters waren super interessant, denn sie zeigten seine erschreckenden Gedanken.
Die Spannung war durchgängig in gutem Maße vorhanden und ich war gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und wie sie ausgeht. Ich hatte so manches Mal eine Gänsehaut.
Mich hat diese Geschichte gepackt und komplett überzeugt.

Ein atmosphärischer Roman, der mich mitreißen konnte. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Der Menschenleser" von Patricia Holland Moritz

Spannende Ost West Geschichte der 60er
Kermelvor einem Jahr

Der Menschenleser von Patricia Holland Moritz ist mir mit seinem tollen schwarz weiß Cover sofort ins Auge gesprungen! Das Thema ist sehr spannend, den Älteren unter uns sind die Eberswalder Knabenmorde vielleicht sogar noch im Gedächtnis. Ich selbst bin erst Mitte der 70er in Berlin geboren und wusste noch nichts davon, habe aber von den ersten Seiten an sofort voller Spannung gelesen. Im ostdeutschen Eberswalde werden zwei kleine Jungen tot aufgefunden, während in Westdeutschland- genauer in Nordrhein-Westfalen der pädofile Serienmörder Jürgen Bartsch sein Unwesen treibt. Die zwei Ebenswalder Kommissare tappen erst im Dunkeln und bekommen einen Berliner Gerichtsmediziner zur Seite. Dieser Fall richtet sich nach einer wahren Begebenheit und belegt durch originale Ausschnitte der Befragungsprotokolle machte das ganze für mich zu einem besonderen Lesevergnügen. Wir erfahren viel über den Ablauf der Ermittlungen früher in der DDR und die ersten Anfänge des Profilings. Außerdem fand ich interessant zu lesen wie die Arbeit der Kriminologen vom System der Anpassung erschwert wurde. Ein großartiger Roman, dem ich die volle Punktzahl gebe.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Der Menschenleserundefined
Die Handlung beruht auf dem wahren Fall der "Eberswalder Knabenmorde".

Deutschland Ende der 1960er Jahre. Kindermorde erschüttern West und Ost. Auf der einen Seite der pädosexuelle Serienmörder Jürgen Bartsch in Nordrhein-Westfalen. Auf der anderen drei grausame Morde in der brandenburgischen Kleinstadt Eberswalde. Panik breitet sich aus und Schuldige werden gesucht, auch unter der sowjetischen Besatzungsmacht. Die Ermittler der Kriminalpolizei stehen unter enormem Druck in einem System, das auf Anpassung basiert und am Kompetenzgerangel der Staatsorgane scheitert. Nur der Forensiker Paul Semper, ein kauziger Einzelgänger an der Berliner Charité, versucht in jenem Land, in dem jedes individuelle Leben unter staatliche Obhut gestellt war, neue Ansätze der Täteranalyse und des Verständnisses der menschlichen Abgründe zu entwickeln.

Äußerst lebendig, präzise und authentisch leuchtet Patricia Holland Moritz die Milieus in der (ost)deutschen Provinz unterhalb der öffentlichen Moral aus und zeigt, wie Menschen an den Verhältnissen zerbrechen. Auf historischen Tatsachen und Archivrecherchen beruhend setzt der Roman mit literarischer Freiheit Prof. Dr. Dr. Hans Szewczyk (1923-1994), dem medizinischen Direktor der Nervenklinik an der Charité Berlin, ein Denkmal, der durch seine Arbeit Täterprofile in die Ermittlung einführte und die Voraussetzung für die heutige Prävention und die Technik des Profilings schuf.
60 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Mordzeitloseundefined
Vorsicht! Giftig! Und.... dieser Krimi ist ein Manifest der Langsamkeit, liebe Leserinnen und Leser. Nur wer diesen Weg inmitten der Schnelllebigkeit unserer Zeit mit mir gehen will, sollte sich bewerben.


Die Pflanzen und damit das nachhaltig Gute wie das nachwirkend Böse wachsen stetig und jenseits unseres Bewusstseins, wie es die verzweigte Wurzelwelt in dem Boden unter unseren Füßen tut. 


Ich freue mich auf Euch,

sehr herzlich,
Patricia
In der Rubrik "Im Dialog mit phm" können wir übrigens direkt in den Austausch miteinander gehen.
141 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Kältetodundefined

Die Fortsetzung von "Die Einsamkeit des Chamäleons - Rebekka Schombergs erster Fall" schließt nahtlos an, muss aber zum Verständnis von "Kältetod - Rebekka Schombergs zweiter Fall" nicht gelesen worden sein.

"Kältetod" spielt mit zwei Handlungssträngen: In Berlin wird der Kulturstaatssekretär tot aufgefunden. Die Zeichen stehen auf einen grausam inszenierten Mord und weisen in einen Sumpf aus Politik, Pädophilie und des als "Modedroge"unterschätzten Crystal Meth.

Zeitgleich ist das "Chamäleon" Rebekka Schomberg in Paris auf der Fährte des Serienmörders Mathieu Ceva, dessen Entlassung aus dem Gefängnis sie als ungerechtfertigt empfindet - und mit dem sie eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen hat,

Die Wege der beiden so ungleichen Ermittlungen kreuzen sich, als die Aufklärung des Mordes in Berlin kurz bevorsteht und beide, Rebekka und ihren Geliebten Mark, in Abgründe der Macht blicken lässt.

Eingangskapitel hier: https://patriciahollandmoritz.wordpress.com/2015/06/12/das-chamaleon-ermittelt-wieder-kaltetod-rebekka-schombergs-zweiter-fall-ab-1-juli-im-handel/

 

Videoclip zu Teil 1 "Die Einsamkeit des Chamäleons": https://www.youtube.com/watch?v=SbnDdaXqIsg

 

 

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