Patricia Kaas Mademoiselle singt den Blues

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Inhaltsangabe zu „Mademoiselle singt den Blues“ von Patricia Kaas

Die Autobiografie der französischen Sängerin Patricia Kaas: zutiefst bewegend, ehrlich und spannend erzählt Patricia Kaas erzählt bewegend von ihrem kometenhaften Aufstieg von der lothringischen Bergarbeitertochter zur international erfolgreichsten französischen Sängerin unserer Zeit. Ihre volle, dunkle Stimme erregt Aufsehen, wenn sie als Kind in Bierzelten singt. Die ehrgeizige, deutsche Mutter meldet sie bei Gesangswettbewerben an. Mit 13 Jahren tritt die Kaas bereits regelmäßig in einem Saarbrücker Nachtclub auf, wo sie entdeckt wird. Damit beginnt eine internationale Karriere mit vielen goldenen Alben und Welttourneen. Doch der Ruhm hat auch Schattenseiten: Das ständige Herumreisen lässt keine feste Partnerschaft zu, und die Liebe der Fans wird zum Albtraum, als ein Stalker bis in ihre Wohnung vordringt. Offen erzählt sie, welche Nöte, Selbstzweifel und Schicksalsschläge ihr glamouröses Leben überschatten, aber auch von dem Halt, den ihr Freunde wie Alain Delon, Jeremy Irons und ihre Familie geben.

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    Mademoiselle singt den Blues
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    10. August 2013 um 11:34

    Die Elke Heidenreich- Edition hat diese wunderschöne Autobiographie der Sängerin Patricia Kaas herausgegeben. Wenn man den Pergament-Schutzumschlag abnimmt, sieht man auf dem Buch die gleissenden Scheinwerfer einer Bühne. Ähnlich liebevoll gestaltet wie die Aufmachung ist auch der Inhalt. Mit der Hilfe von Sophie Blandinieres erzählt Patricia Kaas aus ihrem Leben. Der Schreibstil ist schlicht, meist chronologisch und in der kindlich wirkenden Gegenwartsform; jedoch aufgewertet durch einen gekonnten Hauch von Poesie. Das gefällt mir sehr! Patricia Kaas wächst als Nesthäkchen einer kinderreichen Bergarbeiterfamilie in Lothringen auf. Ähnlich wie Michael Jackson gilt sie schon früh als Wunderkind, singt für die Erwachsenen und hat Auftritte. Im Gegensatz zu Michael Jackson wird sie aber nicht von harter Arbeit zermürbt, sondern ihr Sonderstatus verleiht ihr eine seltsame Art der Entrückung vom normalen Leben. Während der Rest der Familie im Bergmann-Viertel sich mit den Niederungen des Alltags abmüht, erscheint Patricia als geborener Star. Mit ihrem Gesang bekommt sie erst Süssigkeiten, später Geld, dann sogar Reisen, auf die sie ihre Mutter mitnimmt. So findet sich die Bergarbeiter-Frau zum Beispiel in Monaco wieder, dem Ort ihrer Träume, den sie in den Zeitschriften verfolgt und dem Patricia ihren Namen verdankt- ihre Mutter benannte sie nach Gracia Patricia. Die Schule beendet Patricia Kaas nie, erlernt auch keinerlei Beruf. Nicht einmal eine musikalische Ausbildung absolviert sie, verweigert auch den Gesangsunterricht. Während andere Teenager sich ihren Platz in der Welt der Erwachsenen noch erkämpfen müssen, hat die Kaas diesen schon lange. 1985 ermöglicht Depardieu ihr ihre erste Platte und holt sie nach Paris. Mit nur 19 Jahren scheint sie ihre einfache Herkunft weit hinter sich gelassen zu haben. Doch da erkrankt ihre Mutter schwer an Krebs. Zeitgleich mit ihrem kometenhaften Aufstieg erlebt Patricia Kaas nun den Verfall und Todeskampf der Mutter. Diese Gespaltenheit in Gegensätze durchzieht das gesamte Leben der Sängerin. Während sie beruflich von Erfolg zu Erfolg eilt, ist ihr Privatleben immer vom Tod begleitet. Dem Tod der Mutter, dem Tod des Vaters, dem Tod des Bruders, dem Tod ihrer Kinder, die sie abtreibt, dem Tod der Kinder, die sie sich wünscht aber nicht mehr bekommen kann, dem Tod ihres geisteskranken Stalkers. Es ist die Traurigkeit, die sie mit ihrer Stimme ausdrückt. Jetzt in der Mitte ihres Lebens bemerkt sie an sich eine Unfähigkeit zum Glück und hofft auf ein Happy End. Patricia Kaas hat die Stimme einer melancholischen Diva. Und das Leben.

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  • Rezension zu "Mademoiselle singt den Blues" von Patricia Kaas

    Mademoiselle singt den Blues
    mattina

    mattina

    02. August 2012 um 21:22

    Mademoiselle singt nicht nur den Blues sie hat ihn auch gelebt. Und sie hat hat offen und ehrlich von ihrem Leben erzählt, manchmal war es traurig und manchmal witzig zu lesen. Aber es war mal endlich eine Biographie, die ich bis zum Ende gelesen habe und zwischendurch kaum aus der Hand legen konnte.

  • Rezension zu "Mademoiselle singt den Blues" von Patricia Kaas

    Mademoiselle singt den Blues
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. May 2012 um 14:50

    Hinter der Fassade „Ein Künstlerleben. Das erträumte sie sich für mich. „Ich will, dass Du große wirst“, sagte sie zu mir. Und so bin ich unablässig gewachsen“. „Sie“, das ist die Mutter, die stets unterstützte und die seit 23 Jahren nun tot ist. Einen Jahrestag, den Patricia Kaas jedes Jahr begeht. Eine enge Bindung, die gerade zu Anfang der Karriere Kaas enorm antrieb, damit die Mutter noch erleben konnte, dass ihre Tochter es schaffen würde. Aber, und das machen bereits die ersten Sätze dieser atmosphärisch dichten Autobiographie deutlich, ein unablässiges Wachsen, dass seinen Preis hatte und noch fordert von einer Frau, einer Person, die im Eigentlichen nicht laut ist, die im Leben nicht nach außen drängt. All dies geschah nur auf der Bühne und so ist dieses Buch auch ein Schritt in der eigenen, persönlichen Entwicklung der Patricia Kaas. Eine Funktion des Buches, die durchaus hinter den Zeilen präsent und spürbar ist. „Mit Abstand betrachtet habe ich über meine Verhältnisse gelebt. Unfähig zur Wirklichkeit. Ich habe viel gesungen, aber nicht gesprochen. Es ist nicht meine Art, große Worte zu machen“. Eine Art, die ihr auch im Buch erhalten bleibt, denn „große“ Worte macht sie nicht, aber viele leise, persönliche Töne, mit denen sie nun spricht und eben nicht auf der Bühne ihre Kunst präsentiert, sondern sich selbst nachgeht. Von der Kindheit an am „Kohleherd“ über vielfältige Stationen einer erfolgreichen, äußeren Karriere und einer doch auch inneren Entwicklung, wie man am Buch ablesen kann. Im Kapitel, das sie „Lebensstil“ nennt, spricht Kaas von dem Preis, den es sie gekostet hat durchaus auch trotz Kopfschmerzen, Liebeskummer, einer äußerst schmerzhaften Wunde am Fuß oder gar mit einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule gesungen, aufgetreten, getanzt zu haben. Befindlichkeiten innerer und äußerer Natur, die dem Besucher der jeweiligen Konzerte nicht aufgefallen sind. Erst hier nun öffnet Kaas sich für einen „Blick hinter die Fassade“ und fasziniert durchaus auch als Persönlichkeit in ihrer Sensibilität und der Reflektion all der Ereignisse ihrer Karriere. Momente auch tiefer, persönlicher Entscheidungen. Offen spricht Kaas über ihre Abtreibungen im Buch, distanziert in der Emotion und dennoch lassen ihre Worte ahnen, das auch dies ein hoher Preis war, den sie für ihre Karriere, für ihr „so sein“, zahlte. Und auch in anderen privaten Bereichen gilt dies. „Männer sind in mein Leben getreten, aber sie haben selten einen Platz darin behalten“. Wunderbare Formulierungen gelingen Kass im Buch, die hängen bleiben und tief blicken lassen. Patricia Kaas gibt einen Einblick. Einen persönlichen Einblick der leisen Töne und doch der intensiven Art. Eine große Künstlerin einerseits, ein Arbeitstier und ein Mädchen, eine sensible Person auf der anderen Seite, die durchaus sieht und benennen kann, an was es ihr noch mangelt und was der Preis für all den Erfolg war. Das Buch ist eine sehr empfehlenswerte, anrührende und schöne Lektüre.

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