Das Licht in deiner Stimme

von Patricia Koelle 
4,4 Sterne bei78 Bewertungen
Das Licht in deiner Stimme
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Positiv (67):
Christin87s avatar

...wie wenn man die Füße in warmen Sand steckt & den Blick auf dem Meer ruhen lässt - umhüllt von Frieden. So fühlt sich diese Buchreihe an.

Kritisch (2):
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Zu spirituell, zu viele Wunder und Zufälle in einem Buch und zu wenig Spannung - einfach nicht mein Geschmack.

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Inhaltsangabe zu "Das Licht in deiner Stimme"

Tiryn wächst an der Küste Floridas auf. Wenn sie Kummer hat, lauscht sie am liebsten den Geschichten ihres Großvaters Nicholas. Er erzählt von seiner Heimat, dem schmalen Land an der fernen Ostsee. Und er schenkt ihr ein Bernsteinschiff, in dem Erinnerungen geheimnisvoll bewahrt sind. Bald wünscht sich Tiryn nichts sehnlicher, als an die Ostsee zu
reisen. Doch ist es ihre eigene Sehnsucht oder die ihres Großvaters? Und wie wird man sie in Ahrenshoop empfangen, wo Nicholas als Verräter gilt? Das Meer selbst und ein Fremder mit hellen Augen, den sie am Strand trifft, drängen sie zu einer Entscheidung ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596032976
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:24.09.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.09.2015 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Christin87s avatar
    Christin87vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: ...wie wenn man die Füße in warmen Sand steckt & den Blick auf dem Meer ruhen lässt - umhüllt von Frieden. So fühlt sich diese Buchreihe an.
    Bernsteinschiff die 2.

    Wie schon im 1. Teil der Ostseetrilogie, ist dieses Buch wie eine warme Decke auf der kuscheligen Couch. Oder, wie wenn man die Füße in warmen Sand steckt und den Blick auf dem Meer ruhen lässt - umhüllt von Frieden.

    In „Das Licht in deiner Stimme“ erfährt man endlich alles über Nicholas Ronning - Hennys im ersten Band verschollener und von ihr schmerzlich vermisster Verlobter. In warme Gefilde ist er aufgebrochen. Hat sich der Kälte, der politischen Lage und seiner Familie gestohlen und nochmal ganz von vorn angefangen. Und aus diesem Neuanfang entstand irgendwann seine Enkelin Tyrin. Von klein auf hat sie Sehnsucht nach der Heimat Ihres Opas Nick und schafft es nach einer schweren Kindheit nun endlich an ihren Sehnsuchtsort: Ahrenshoop. Und dort treffen wir sie alle wieder. Carly und Myra und Flömer und all die anderen. Manche erscheinen nur als Nebennotiz, weil Sie halt ein größerer Teil in Carlys und Hennys Geschichte waren. Dafür treten andere mehr in den Vordergrund, weil nun Tyrin Mittelpunkt der Handlung ist.

    Ein wenig mehr Mystik umgibt dieses Buch. Bilder im Meer, geheimnisvolle Lichter in Dachböden, Vögel als Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Weil es damit nicht ganz so realitätsnah ist wie Band 1 (Was jetzt irgendwie doof klingt. Ich will damit sagen, ich glaube schon an derart Dinge, aber sie geschehen einem halt nicht alltäglich und sind deshalb nicht so greifbar.), war für mich dieses rundum-in-der-Handlung-versinken-Phänomen manchmal nicht 100 % gegeben. Aber es ist trotzdem eine grandiose Fortsetzung der Reihe und ich freue mich schon auf die Story, die sich hinter dem 3. Bernsteinschiff verbirgt.  

    Kurz erwähnt sei noch, was bereits viele Rezensenten betont haben. Frau Koelle hat einen unglaublichen Wohlfühl-Schreibstil. Sie malt Bilder mit Worten die voller Gefühl sind, ohne dabei im Kitsch zu versinken. Das ist eine seltene Gabe, die Sie da haben.  ♥ ♥ ♥

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    Saskia_Reinholds avatar
    Saskia_Reinholdvor 4 Monaten
    Ostseephantastisch

    In dem zweiten Band wird aus der Sicht

    von Nicholas und Tyrin erzählt. 

    Tyrin ist die Enkelin und sie liebt die Geschichten, die ihr Großvater ihr erzählt und sie möchte gern ihren Traum verwirklichen und einmal an die Ostsee reisen, wo Nicholas früher gelebt hat. Eines Tages geht ihr Traum in Erfüllung und sie reist nach Ahrenshoop und dort werden noch viele Geheimnisse ans Licht kommen, mit denen sie nie im Leben gerechnet hätte. 

    Das Buch ist spannend aufgebaut und lässt sich sehr gut lesen. Das Cover finde ich wieder wunderschön und die Geschichte ist einfach zu wunderschön und lässt einem die Seele dahinbaumeln und sich direkt an die Ostsee zu versetzen. 

     

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    MamaSandras avatar
    MamaSandravor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Mystischer als 1. Teil - zu viele Zufälle, Stimmen aus der Vergangenheit und Bilder im Meer kratzen an der Authentität der Handlung...
    Gute Fortsetzung, die das 2. Bernsteinschiff nach Ahrenshoop zurück führt

    Inhalt:

    Tiryn lebt in Florida, hat aber Sehnsucht nach der Ostsee und dem Ort, in dem ihr Großvater Nicholas aufgewachsen ist. Nicholas ist damals ohne seine Verlobte Henny nach Amerika gereist und konnte sie nie vergessen. Wie ein Geist schwirrte die einstige große Liebe über der Familie und beeinflusste auch das Leben von Tiryns Mutter. Plötzlich kommt ein Geheimnis ans Licht, dass Nicholas´ Erzählungen in ein anderes Licht rücken und Tiryn eröffnet sich plötzlich die lang ersehnte Möglichkeit nach Deutschland zu reisen und dort ihr Glück zu finden. Vielleicht auch die Möglichkeit den Namen ihres Großvaters in Ahrenshoop wieder in ein gutes Licht zu rücken, auch wenn Henny bereits tot ist.

     

    Schreibstil:

    Erzählt wird zum einen die Geschichte von Tiryn, wie sie von früh an Geschichten der Ostsee hörte und in groben Zügen wie ihre Kindheit aussah. Immer wieder werden auch Etappen aus Nicholas Leben erzählt. Wie er Henny und Myra kennen lernte, warum er so furchtbare Angst vor der Kälte und dem Eingesperrtsein bekam, wie es zur Entscheidung seiner Abreise kam und warum er nicht mehr zurück konnte. Die Erzählungen von Nicholas sind leider nicht immer chronologisch, sondern springen mal an den Beginn in Ahrenshoop, dann zur Abreise nach Amerika und wieder zurück an einen Moment mit Henny im Glück. Im 1. Band der Ostsee-Trilogie war noch eine gewisse logische Chronologie vorhanden.

    Ansonsten sind auch hier die Erzählungen wieder sehr detailreich und nachvollziehbar. Die Personen wurden gut beschrieben und im Vergleich zum 1. Band ein paar Charaktere weniger – das macht es etwas überschaubarer. Der Name der Protagonistin ist nicht so geläufig, war aber für mich aufgrund der Unbekanntheit schwierig im Lesefluss – wie spricht man Tiryn denn aus???

     

    Meine Einschätzung:

    Der 1. Teil hat mich sehr neugierig auf die Fortsetzungen gemacht. Allerdings bin ich von diesem Teil nun nicht ganz so begeistert. Es war sehr interessant zu erfahren, warum Nicholas Deutschland damals verlassen hat. Einige Aspekte der Vergangenheit, vom Kennenlernen usw. waren ebenso interessant und ergänzten einiges aus dem 1. Teil.

    Dieses Buch erschien mir aber einfach viel zu mystisch und unrealistisch. Dass man am Strand einen Geist antrifft, der durch Seemannsgarn in Ahrenshoop wohl bekannt ist, finde ich gar nicht so abwegig, wenn man an der See geboren und groß geworden ist. Da gehört so ein alter wandelnder Kapitän sicherlich dazu. Aber Bilder im Meer sehen, Zukunft voraussehen, Hinweis gebende Krähen und dann noch leuchtende Lichter, die vor 150 Jahren gezündet wurden… Das war mir doch zu viel des Guten und einige Hirngespenster zu viel. Schon alleine das Tiryn mit allerhand merkwürdigen Tieren „befreundet“ ist, hätte man auf eines reduzieren können. Ein Waschbär, ein Pelikan UND noch eine Krähe war auch hier übertrieben. Auch die vielen Hinweise, dass Claas an sämtlichen Meeren auftaucht und nun gehäuft zu Menschen spricht, die nicht einmal betrunken sind. All das nahm mir dann doch etwas überhand.

    Der gefundene Stammbaum am Ende war eine tolle Überraschung – schade, dass er nicht auf der letzten Seite dargestellt wurde, damit man auf einen Blick die Verknüpfungen der Familien besser sehen kann.

    Das Zusammentreffen von Carly und Philip Prevo habe ich mir auch schöner vorgestellt. Das fiel in diesem Band völlig hinten runter und wurde eher zu einer Randnotiz, die man sich hätte sparen können.

    Die Hintergrundinformationen über Bernstein sind sehr gut in die Handlung eingeflossen. Abschließend war mir Carly mit ihrer Geschichte einfach sympathischer. Tiryn gefiel mit als Charakter sind besonders gut und alles um sie herum war teils zu weit her geholt.


    Man kann dieses Buch auch unabhängig vom ersten Teil lesen, aber einige Zusammenhänge besser verstehen, wenn man alle liest. Als Reihe durchaus empfehlenswert, denn die einzelnen Geschichten lassen einfach zu viele Fragen offen. Hier frage ich mich nun: Wo ist das 3. Bernsteinschiff? Was ist mit Liv geschehen? Wird Nicholas Tiryn in Ahrenshoop besuchen? Und welcher verrückte Vogel lockt wohl das 3. Schiff das Ahrenshoop bzw. welche mystischen Geschichten können das nun noch toppen? Oder wird der 3. Band wieder etwas realistischer?

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    YvetteHs avatar
    YvetteHvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungene Fortsetzung, die Geschichte wird weitererzählt und es kommen neue Familienmitglieder hinzu!
    Ein Schiff kehrt heim!

    Klappentext:

    Tiryn wächst an der Küste Floridas auf. Wenn sie Kummer hat, lauscht sie am liebsten den Geschichten ihres Großvaters Nicholas. Er erzählt von seiner Heimat, dem schmalen Land an der fernen Ostsee. Und er schenkt ihr ein Bernsteinschiff, in dem Erinnerungen geheimnisvoll bewahrt sind. Bald wünscht sich Tiryn nichts sehnlicher, als an die Ostsee zu reisen. Doch ist es ihre eigene Sehnsucht oder die ihres Großvaters? Und wie wird man sie in Ahrenshoop empfangen, wo Nicholas als Verräter gilt? Das Meer selbst und ein Fremder mit hellen Augen, den sie am Strand trifft, drängen sie zu einer Entscheidung ...

    Meine Meinung:

    Der zweite Teil hat mir noch besser gefallen als der erste.

    Die Autorin nimmt den Leser mit ihrem flüssigen und lockeren Schreibstil sofort wieder in die Geschichte hinein. Man trifft alte Bekannte und neue Generationen kommen hinzu und fügen das Bild zusammen.

    Als Leser lernt man die bekannten Protagonisten immer besser kennen, aber auch die neu hinzugekommenen sind mit Liebe zum Detail ausgearbeitet und man kann sich in sie hineinversetzen und mit ihnen hoffen, bangen, leiden und lieben.

    Die Handlung schließt flüssig an den ersten Teil an (es ist also von Vorteil diesen zu kennen) und wird mit neuen Details erweitert. Sie ist gut nachvollziehbar und auch schlüssig.

    Am Ende war ich wieder gerührt und freue mich jetzt schon auf den Abschluss.

    Mein Fazit:

    Eine ausdrückliche Leseempfehlung für alle Ostseefans, die der Magie des Meeres verfallen möchten.
    Von mir gibt es

    5 Sterne.

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    Engelchen07s avatar
    Engelchen07vor 2 Jahren
    Tiryn und Carly

    "Das Licht in deiner Stimme" ist der zweite Teil der Ostseetriologie von Patricia Koelle.
    Mir hat bei diesem Buch besonders gut gefallen, dass wir hier die "andere" Version der Geschichte vom ersten Band "Das Meer in deinem Namen" gelesen haben.
    Im ersten Band ist Henny die Hauptfigur der Vergangenheit die von ihrem damaligen Verloben Nicholas sitzengelassen wurde.
    In diesem Band lernen wir nun die Geschichte von Nicholas kennen. Er lebt zwischenzeitlich in Florida und ist verwitwet. Seine Frau ist gestorben, mit seiner Tochter hat er kaum Kontakt. Sie hat ihrem Vater immer übel genommen, dass er nie diese "Henny" aus Deutschland loslassen konnte. Tiryn die Enkelin von Nicholas lebt in Florida nur mit einem Traum: Sie will unbedingt an die Ostsee reisen um die Orte von denen ihr Opa Nicholas vorschwärmt und ihr viele viele Geschichten erzählt hat, kennenlernen.
    Tiryn reist an die Ostsee und lernt die Vergangenheit von Nicholas kennen. Als sie dort ankommt trifft sie ganz unverhofft auf Carly. Carly begrüßt sie sehr freundlich bis sie sich als Enkelin von Nicholas vorstellt, danach gibt sich Carly eher reserviert.
    Doch Carly besinnt sich und gibt Tiryn eine Chance denn Tiryn kann schließlich nichts für die Taten von Nicholas.
    Wie beim ersten Teil hat einen das Buch sofort in den Bann gezogen. Ich konnte es kaum aus den Händen legen.

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    Reess avatar
    Reesvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider hat mich dieser zweite Band nicht gepackt und kann mich nicht überzeugen.
    Das Licht in deiner Stimme

    "Das Meer in deinem Namen",  war ja schon leicht mystisch angehaucht, aber es war dort gut eingefügt und hat mich nicht gestört. In diesem zweiten Band jedoch geht es für mich eindeutig zu weit. Tyrin die Enkelin , hat oft Visionen und Bilder, die sie im Meer sieht , Stimmen die sie hört und es geschehen viele übernatürliche und seltsame Dinge. Diese übersinnlichen Geschehnisse machen die Geschichte für mich unrealistisch und unglaubwürdig.
    Es ist voraussehbar und zu konstruiert und es fehlt auch an Spannung . Leider hat mich dieser Band nun gar nicht überzeugt und den Dritten werde ich mir auch ersparen.
    Darum diesmal nur 3 von 5 Sterne!

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    Svenjas_BookChallengess avatar
    Svenjas_BookChallengesvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zu spirituell, zu viele Wunder und Zufälle in einem Buch und zu wenig Spannung - einfach nicht mein Geschmack.
    Für mich zu viel Esoterik und zu wenig Spannung

    Es ist nun schon fast genau ein Jahr her, dass ich Das Meer in deinem Namen - den Auftakt zu Patricia Koelles Ostsee-Trilogie gelesen habe und ehrlich gesagt waren die Erinnerungen nicht mehr besonders frisch. Entsprechend schwer fiel es mir, in die Geschichte von Das Licht in deiner Stimme hineinzufinden. Insgesamt fand ich den Anfang aber auch besonders schleppend und zäh. 

    Zunächst lernen wir Tiryn kennen, eine junge Frau (übrigens exakt in meinem Alter), die an einem wunderschönen Flecken Erde aufwächst und deren Heimat die Küsten Floridas sind. Koelle zeichnet ein traumhaftes Bild von diesem Ort und man hat sofort das Gefühl, dort zu sein. Umso weniger verständlich war es für mich, dass Tiryn, die eigentlich mit Haut und Haaren dorthin passt (so habe ich es zumindest empfunden), sich mit der Zeit immer unwohler fühlt und sich geradezu nach der Ostsee verzehrt. Vielleicht liegt es daran, dass man das, was in der Nähe liegt, nicht zu schätzen weiß, aber ich für meinen Teil hätte Florida um nichts in der Welt verlassen wollen.

    Weitaus problematischer waren aber die zahlreichen Figuren mit überwiegend indianischen Namen, die ich irgendwann alle nicht mehr auseinander halten konnte und die in meiner Vorstellung so zu einem einzigen Einheitsbrei verschwammen. Auch war mir die Geschichte von Beginn an zu esoterisch: Mit all den Bildern im Meer (Visionen), dem Sprechen mit Tieren, den unzähligen Wundern, die sich durch das gesamte Buch ziehen, den Vorzeichen und den Geistern konnte ich einfach nichts anfangen. Eine Andeutung hier und da, ein leichtes Abschweifen ins Fantastische - das hätte mir vollkommen genügt. Aber so konnte ich angesichts des Überhand nehmenden Aberglaubens und der Figuren, die ohne jeden Zweifel sofort an all das glauben, nur noch die Augen verdrehen. Das ist leider so gar nicht mein Fall.

    Über beinahe 250 Seiten erstreckt sich Koelles gigantische Einleitung, in der ein Vorzeichen nach dem anderen Tiryn den Weg weist - hier wird nicht mehr mit dem Zaunspfahl gewinkt, sondern gleich mit dem ganzen Zaun und dem dazugehörigen Garten noch dazu. Doch immer wieder zweifelt Tiryn und man möchte sie einfach packen und direkt eigenhändig in den Flieger setzen. Das war schier einfach nicht mehr auszuhalten, ich habe schlichtweg die Reise herbeisehnt, denn irgendwann hat selbst der unaufmerksamste Leser verstanden: Tiryn gehört an die Ostsee!!!

    Doch auch, als Tiryn endlich in Ahrenshoop eintraf, konnte mich die Geschichte nicht packen. Ein Wunder jagte auch hier das nächste, ein Zufall nach dem anderen ereignete sich und das Spirituelle war ebenso präsent wie im ersten Teil des Romans. Zweifel von Seiten der Einwohner werden blitzschnell zerstreut, Probleme lösen sich in Windeseile von selbst und alles ist von Anfang an eigentlich nur wunderbar, großartig und super. Carly (sie kennt man ja noch aus dem ersten Band) und Tiryn werden sofort beste Freundinnen, leben zusammen, arbeiten zusammen und man fragt sich immer wieder: Passiert denn hier auch noch was? Irgendwann war es tatsächlich soweit, doch sobald einmal Spannung aufkommt, lässt Koelle sie sofort wieder fallen und die Geschichte plätschert wie gehabt seicht vor sich hin.

    Wie schon im ersten Teil der Ostsee-Trilogie gibt es auch hier wieder einige Geheimnisse, die gelüftet werden wollen, doch auch hier verschenkt Patricia Koelle meiner Meinung nach jede Menge Potenzial. Jeder kleine Hinweis führt sofort zum nächsten und am Ende hat man ein großes, verschachteltes Rätsel ohne Lösung. Zwar wird (zugegeben wider Erwarten) auf den letzten Seiten noch einiges enthüllt, aber nach all den Spuren, die sich im Sand verloren, nach all den Zufällen, Wundern und Geister-Begegnungen hatte ich dafür einfach keinen Nerv mehr - es kam zu spät. Das Interesse hatte ich leider schon lange vorher verloren.

    Auch die Charaktere sind leider lange nicht so gut ausgearbeitet und lebendig wie in Das Meer in deinem Namen. Genau wie Carly ist Tiryn ein herzlicher, begeisterungsfähiger Mensch, der in Ahrenshoop sofort aufblüht und schnell alle in seinen Bann zieht. Wie Carly findet auch Tiryn hier ihre Bestimmung, hat natürlich sofort Erfolg und alles ist prima. Die Geschichte wiederholt sich - in etwas anderen Farben und gespickt mit wesentlich mehr Esoterik, aber sie wiederholt sich. Das hat mich im Großen und Ganzen ziemlich enttäuscht. Auch die gelegentlich eingeschobenen Rückblenden auf Nicholas' Leben konnten den Plot nicht retten. Zwar konnte man seine Beweggründe nun eher nachvollziehen, aber dann doch auch irgendwie wieder nicht (Bilder im Meer? Visionen, die ihm sagten, er solle das Land verlassen?). Mir war das alles zu fade und zu unglaubwürdig. Insgesamt ist Das Licht in deiner Stimme für meinen Geschmack zu viel Friede-Freude-Eierkuchen, zu viel Glück und Zufall auf einen Haufen und damit einfach nicht mehr authentisch und glaubwürdig. Irgendwie ein unglücklicher Mix aus Realität und Fantasy, der bei mir gar nicht ankam.

    Zu Ende gelesen habe ich den zweiten Teil der Ostsee-Trilogie aber trotzdem und das hat mehrere Gründe. Zum Einen gelingt es Koelle auch in diesem Band wieder, eine stimmungsvolle, traumhafte Urlaubs-Atmosphäre heraufzubeschwören (wobei mir der Teil in Florida um einiges besser gefallen hat als der an der Ostsee). Einfach wundervolle Orte, an die man sich während des Lesens träumt. Zum Anderen sind die Charaktere zwar nicht besonders authentisch, dafür aber sehr liebenswert - man schließt sie sofort ins Herz. Und dann wären da natürlich wieder Koelles angenehmer, sommerlich frischer Erzählstil, die wundervollen Rezepte zwischen den Kapiteln und das wieder einmal sensationelle Nachwort, in dem die Figuren auf die Autorin treffen - ein Kniff, den ich nach wie vor bewundere und einfach großartig finde.
    Mein Fazit:

    Der zweite Teil von Patricia Koelles Ostsee-Trilogie ist angenehm leichte Sommer- und die perfekte Strandlektüre. Die Geschichte hat ihre Momente, hat mich aber insgesamt leider ziemlich enttäuscht: Zu viele Wiederholungen, eindeutig zu viel Esoterik und Spirtismus, zu viel Friede-Freude-Eierkuchen für meinen Geschmack. Trotzdem bin ich irgendwie doch gespannt auf den dritten Teil. Ob ich ihn lesen werde, weiß ich aber noch nicht.

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    Schaefche85s avatar
    Schaefche85vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gelungene Fortsetzung, die einen weiter in das Geheimnis rund um Henny, Nicholas, Myra und die drei Bernsteinschiffe hineinzieht.
    gelungene Fortsetzung

    Tiryn ist eine junge Frau Mitte 20, die in Florida aufgewachsen ist, durch ihren Opa Nicholas, der aus Deutschland stammt, aber auch die Geschichten von der rauen Ostsee kennt. So sehr Tiryn ihre Heimat mag, so sehr spürt sie auch, dass ihre wahre Heimat an der Ostsee liegt. Um das herauszufinden, fliegt sie schließlich nach Deutschland, wo sie erst mal nett aufgenommen wird - bis sie erzählt, wer ihr Großvater ist. Nicholas gilt in seiner Heimat jedoch als Verräter, weil er damals seine Verlobte Henny einfach verlassen hat. Tiryn will wissen, was hinter der Geschichte steckt - und immerhin gibt es einige Menschen in Ahrenshoop, die ihr eine Chance geben, weil sie nichts für die Fehler ihres Großvaters kann. Doch ob Ahrenshoop wirklich ihre Heimat ist, kann nur Tiryn feststellen...

    Nachdem ich "Das Meer in deinem Namen" verschlungen habe, musste ich auch die Fortsetzung lesen. Und auch diese hat mich nicht enttäuscht: Sie liest sich so flüssig wie der erste Teil. Da der Zugang diesmal aus Tiryns/Nicholas Perspektive geschieht, setzt sich langsam ein Mosaik zusammen, was damals mit Henny, Nicholas und Myra passiert ist. Die Teile aus Myras Perspektive sind zwar noch sehr unvollständig, aber ich vermute, da kommt im dritten Band noch einiges.

    Allerdings muss ich feststellen, dass dieser Band gegen Ende leider ein paar Längen hatte. Natürlich ist es schön, Tiryn über die Insel zu folgen und dabei die Insel aus ihrer Wahrnehmung beschrieben zu bekommen, aber gegen Ende gibt es hier so einige Doppelungen, bei denen ich mich beim querlesen ertappt habe. Am Anfang war es genau die detaillierte Beschreibung der ihr vollkommen neuen Eindrücke, die das Lesevergnügen noch erhöht haben, aber gegen Ende des Buches war es dann einfach nichts neues mehr, sondern hat irgendwie das Ende, das ich an einem Punkt als rund empfunden habe, noch weiter hinausgezögert.

    Tiryn ist eine Protagonistin, die ich beim ersten Kennenlernen durchaus unterschätzt habe. Sie ist klug, mutig, selbstständig, kämpferisch und weiß, was sie will. So hat sie auch ihr Ziel, einmal im Leben (am liebsten noch vor ihrem 25. Geburtstag) nach Ahrenshoop zu kommen und die Heimat ihres Großvaters kennenzulernen - allerdings fehlt ihr dafür das Geld. Trotzdem hält sie an ihrem Traum fest und durch eine Fügung kommt sie schließlich nach Deutschland. Dort angekommen schafft sie es, sich den dortigen Gegebenheiten - inklusive der Feindseligkeit, die ihr von manchen Seiten entgegenschlägt - zu stellen und ihnen die Stirn zu bieten. Dabei hat sie mich mit ihrer Schlagfertigkeit an manchen Stellen auch durchaus überrascht.

    Die anderen Personen in Ahrenshoop sind zum Großteil "alte Bekannte", bei denen ich mich gefreut habe, zu sehen, wie es ihnen inzwischen geht. Vor allem aus Florida kamen auch noch einige neue Gesichter hinzu und vor allem war es spannend, Nicholas näher kennenzulernen und mit ihm, Henny und Myra eine Zeitreise bis zurück in ihre Kindheit zu unternehmen.

    Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die darauf hoffen lässt, dass das Ende der Trilogie mindestens genauso gut wird.

    Reihenfolge:

    1. Das Meer in deinem Namen

    2. Das Licht in deiner Stimme

    3. Der Horizont in deinen Augen (ab 23.06.2016)

    Kommentare: 4
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    Naburas avatar
    Naburavor 2 Jahren
    Im zweiten Teil der Trilogie warten neue Charaktere und alte Geheimnisse

    Tiryn lebt an der Küste Floridas und arbeitet dort in der Boutique eines Hotels. Sie fühlt sich wohl dort, aber nicht heimisch, denn sie sehnt sich nach einem ganz anderen Meer. Seit Jahren erzählt Tiryns Großvater Nicholas ihr vom Dorf Ahrenshoop an der Ostsee, wo er aufgewachsen ist. Tiryn ist fasziniert von dem Bernsteinschiff, das er von dort mitgebracht hat und in dem sie die Gesichter seines Großvaters und seiner ehemaligen Verlobten Henny sieht, die ihn verlassen hat. Die Frage, wie man Erinnerungen im Bernstein speichert, lässt sie nicht los. Doch auch im Meer sieht Tiryn Bilder. Sie erzählen eine andere Version der Vergangenheit als Nicholas. Warum hat er Ahrenshoop wirklich verlassen? Ein Geständnis, ein sonderbarer Fund und ein Unfall wirbeln Tiryns Leben durcheinander. Sie muss sich entscheiden, ob sie an Nicholas Stelle nach Ahrenshoop zurückkehren wird. Doch wie würden die Bewohner auf sie reagieren, wenn sie herausfinden, wessen Enkelin sie ist?

    Nachdem mich der erste Teil der Ostsee-Trilogie, „Das Meer in deinem Namen“, begeistern konnte, habe ich mich riesig darauf gefreut, weiterzulesen und neue Geheimnisse zu lüften. Von der Ostsee geht es in diesem zweiten Band an die Küste Floridas, wo der Leser Tiryn, die Enkelin von Nicholas, kennenlernt. Ich freute mich, eine neue Protagonistin und ein neues Meer kennenzulernen. Gleichzeitig war ihr neugierig darauf, mehr über Nicholas Weggang aus Ahrenshoop zu erfahren und wie es ihm seither ergangen ist.

    Tiryn ist mir gleich sympathisch geworden. Ihre Familie liegt ihr sehr am Herzen. Ihr Großvater mit seinen Geschichten war für sie schon immer ein sicherer Hafen, während ihre Mutter Lara unter starken Stimmungsschwankungen und einer Alkoholsucht leidet. Als halbe Choctaw ist sie zudem tier- und naturverbunden und akzeptiert ihre Gabe, im Meer Bilder der Vergangenheit zu sehen. Auf dieses mystische Element muss man sich als Leser einlassen, um die Erzählung in vollen Zügen zu genießen zu können. Tiryns fehlendes Vermögen und die Verantwortung, die sie für Lara empfindet, halten sie schon lange davon ab, sich ihren Traum eines Besuchs der Ostsee zu erfüllen. Doch nicht nur ihre Gedanken wandern immer wieder dorthin, auch verschiedene Ereignisse scheinen anzudeuten, dass es an der Zeit ist, sich auf den Weg zu machen. Wird sie den Schritt endlich wagen?

    Tiryns Erlebnisse werden immer wieder von Rückblenden unterbrochen, in denen der Leser mehr über Nicholas‘ Vergangenheit erfährt. Viele Fragen, die beim Lesen des ersten Teils aufkommen, werden nun beantwortet. Wirkte Nicholas im ersten Band der Reihe wie ein Bösewicht, der alles ohne Erklärung zurückgelassen hat, begann ich allmählich, seine Motive zu verstehen. Mir hat es sehr gut gefallen, ihn besser kennenzulernen und auch einige neue Dinge über Henny und Myra zu erfahren.

    Ich konnte Tiryns Reise nach Ahrenshoop kaum erwarten, die für mich von Beginn an außer Frage stand. Die Autorin lässt sich damit jedoch Zeit und bereitet sorgfältig die Umstände vor, die Tiryn endlich über ihren Schatten springen und ins Flugzeug steigen lassen. In Ahrenshoop trifft man viele aus dem ersten Teil bekannte Charaktere wieder und es war für mich wie eine Rückkehr in den Lieblings-Urlaubsort. Der Fokus liegt weiterhin auf Tiryn, ihrer Faszination für Bernstein und ihrer Zukunftsplanung. Gleichzeitig erfährt man aber auch, wie es für die anderen Charaktere wie Carly weitergeht. Die Ereignisse konnten mich erneut fesseln und die schöne Atmosphäre ließ mich ganz in die Geschichte eintauchen. Auch wenn viele Geheimnisse gelüftet wurden ist zum Schluss noch eine entscheidende Frage offen, weshalb ich mich schon jetzt sehr auf den letzten Teil „Der Horizont in deinen Augen“ freue, der im Juni erscheint.

    Mit „Das Licht in deiner Stímme“ ließ Patricia Koelle erneut Urlaubsstimmung bei mir aufkommen. Die neue Protagonistin Tiryn fand ich gleich sympathisch und die Frage, ob sie ihre Zukunftspläne verwirklichen kann, ließ mich neugierig weiterlesen. Gleichzeitig werden auch einige Geheimnisse rund um Nicholas Vergangenheit gelüftet, welche offene Fragen aus dem ersten Teil beantworten. Wer Geschichten rund um Familie, Freundschaft, das Meer und Geheimnisse mag, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wirklich gelungene Fortsetzung der Ostseereihe!
    Fantastisches Buch!


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