Patricia McCormick

 3.8 Sterne bei 118 Bewertungen
Autorin von Cut, Verkauft und weiteren Büchern.

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Cut

Cut

 (59)
Erschienen am 01.03.2004
Verkauft

Verkauft

 (50)
Erschienen am 01.11.2009
Der Tiger in meinem Herzen

Der Tiger in meinem Herzen

 (7)
Erschienen am 23.02.2017
Versehrt

Versehrt

 (2)
Erschienen am 12.08.2011
Eine Sache unter Brüdern

Eine Sache unter Brüdern

 (0)
Erschienen am 13.01.2011
Sold

Sold

 (0)
Erschienen am 06.07.2011

Neue Rezensionen zu Patricia McCormick

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CorinaPfs avatar

Rezension zu "Cut" von Patricia McCormick

Für einen Einstieg in dieses Thema
CorinaPfvor 2 Monaten

Inhalt:


In einem psychiatrischen Anstalt für Jugendliche ist Callie 15. Viele der Jugendlichen sind in dieser Einrichtung wegen Essstörungen, doch Callie ist in der Anstalt weil sie sich ritzt. Sie lebt sehr zurückgezogen, hat keine Freunde und redet mit niemanden auch nicht mit den Psychiater.
Callie muss immer wieder an Gruppentherapien teilnehmen und als in ihre Gruppe ein neues Mädchen kommt und diese sich auch ritzt, beginnt für Callie eine neue Erfahrung. 
Das Mädchen schweigt nicht wie Callie sie erzählt ihre Erfahrungen, die sie beim Ritzen macht. Callie fängt Plötzlich zum Reden an. 

Schreibstil:

Das ganze Buch war sehr düster und bedrückend geschrieben.Es war auch sehr lebensecht rübergebracht. Zum Schluss blieben mir zu viele Fragen offen.

Protagonistin:

Callie mochte ich nicht ganz so sehr. Ich verstand einfach nicht warum sie sich ritzt. Das Gefühl und, dass sie glaubt es würde ihr danach besser gehen habe ich alles verstanden, aber ich verstand einfach nicht das wieso.

Das Cover:

Das Cover ist sehr dunkel gehalten und es vermittelt etwas bedrückendes. Das Mädchen sieht sehr dünn meiner Meinung aus und nur allein durch das Cover hätte ich mir das Buch nicht gekauft.

Fazit:

Für den Einstieg in dieses Thema finde ich das Buch sehr gut, aber ich kenne mich etwas mit dem Thema aus, da war es für mich zu wenig Information über autoaggressives  Verhalten. Ich gebe dem Buch 3 Sterne deswegen. 

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RoterEngel94s avatar

Rezension zu "Cut" von Patricia McCormick

Rezension zu Cut
RoterEngel94vor einem Jahr


Inhalt"Bergidylle" - dieser Name klingt falsch in Callies Ohren, falsch für eine psychiatrische Klinik. Genauso falsch, wie die Bezeichnung "Gäste" für die Mädchen, die hier behandelt werden.Callie ist wegen selbstverletzendem Verhalten hier. Und Callie spricht mit niemandem: Nicht mit ihrer Therapeutin und erst recht nicht mit den anderen Mädchen aus ihrer Gruppe. Doch dann kommt Amanda neu hinzu, Amanda, die so unglaublich gerne provoziert...

Meine Meinung:
Ich bin anfangs ziemlich schwer in das Buch eingestiegen. Mir fehlten irgendwie Informationen über Callie, zum Beispiel wie alt sie überhaupt ist. Daher war ich verwundert, dass in ihrer Gruppe so viele verschiedene Krankheiten vorhanden sind. Normalerweise ist man meist unter seines gleichen, da gerade Binge Eater und Magersüchtige Mädchen doch Unterschiede in ihren Ansichten haben. Zumindest kenne ich es so bisher. Aber ich glaube, das ist ein Unterschied zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen.
Die Schreibweise, dass der Leser direkt von Callie (welche in der Ich-Form erzählt) angesprochen wird und man die Rolle der Therapeutin einnimmt, finde ich sehr gelungen und es ist mal was neues.
Ich fand auch viele Formulierungen sehr schön gewählt, so dass man sich als Leser einige Situationen bildlich vorstellen kann, auch wenn man z.B. das Gefühl der Depersonalisierung (was Callie immer wieder als "zur Decke schweben" etc. bezeichnet) nicht kennt.
Was mich störte war, dass Amanda auf dem Klappentext eine sehr große Rolle zugesprochen wird, die sie allerdings in meinen Augen nicht erfüllt.
Außerdem waren die Geschichten der anderen Mädchen sehr dünn.
Auch wenn alles auf einander auf baute, hatte ich doch meine Schwierigkeiten, mir die Probleme zu dem Namen zu merken.


Fazit
Ein interessantes Buch über selbstverletzendes Verhalten. Ich finde es besonders bemerkenswert, dass das Schneiden an sich sehr wenig thematisiert wird und sehr schnell klar wird, dass das nicht die Lösung ist.
Es bringt einem mögliche Ursachen und die Gründe, warum Betroffene so handeln, näher.
Da es für mich an einigen Stellen zu dünn/unklar gewesen ist, gib es 4/5 Sternen, aber dennoch eine Leseempfehlung.

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Betsys avatar

Rezension zu "Der Tiger in meinem Herzen" von Patricia McCormick

Die schaurige Geschichte der Killing Fields in Kambodscha
Betsyvor einem Jahr

„An einem einzigen Tag kann ein Mensch sich daran gewöhnen, Leichen zu sehen.“

Eine Geschichte über den Völkermord in Kambodscha, nach der Machtübernahme der Roten Khmer im Jahre 1975, aus Sicht des damaligen 11jährigen Arn, der überlebt hat und selbst wie so viele andere Opfer, aus Angst Dinge tat, auf die er nicht stolz ist und selbst auch zum Täter wurde. Er zeigt was es heißt zu überleben und auch was es einem abverlangt, aber auch, dass jeder dazu fähig ist zu töten, wenn es die Situation verlangt.

Zu meiner echten Schande muss ich gestehen, dass ich vor diesem Buch so gut wie keine Ahnung hatte was damals in Kambodscha geschehen ist und war deshalb mehr als erschüttert zu lesen was dort passiert ist und das vor gar nicht mal allzu langer Zeit. Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie wenig wir aus der Geschichte lernen, selbst wenn man noch so betroffen ist und der Meinung ist so etwas darf nie wieder passieren, ist es leider ein Fakt, dass es auch heute noch passiert. Ein Buch, das definitiv nicht nur für Jugendliche zum Lesen empfehlenswert ist, da es wohl gerade in der heutigen Zeit gekonnt aufzeigt, was Krieg wirklich bedeutet und wie vor allem Kinder darunter zu leiden haben. Man fühlt sich stellenweise sehr an das Naziregime erinnert, mit den Arbeitslagern, den Exekutionen, den erzwungenen Geständnissen und den Denunziationen.

Was man hier des Weiteren auch gut sieht, ist wie unsinnig das radikale Vorgehen der neuen Machthaber wirkt, besonders weil sie ja das eigene Volk an den Rand des Ruins treiben auf lange Sicht gesehen. Wie so oft ist es schwer nachvollziehbar wie Menschen anderen Menschen so etwas antun können.

„Sie töten alle, die reich oder wichtig waren. Alle mit einer guten Ausbildung. Soldaten, Lehrer, Ärzte und Musiker. Die Armen lassen sie in Ruhe. Die Welt steht Kopf. Auf einmal ist es nicht mehr gut, reich zu sein. Arm zu sein, kann dein Leben retten.“

Man wird gleich zu Beginn in die Geschichte aus Sicht von Arn hineingezogen, der teilweise gar nicht recht weiß was gerade wirklich passiert, aber schnell lernt, das nun alles anders ist.

„Einmal höre ich, wie ein Kind nach seiner Schwester fragt. Die Roten Khmer lachen und sagen, sie würde immer noch auf dem Feld arbeiten, nämlich als Dünger.“

Die Geschichte besteht quasi immer aus recht kurzen Handlungssequenzen, die aufzeigen wie die neue Herrschaft der Roten Khmer sich entwickelt und vor allem wie scheinbar alles zu deinem Tode führen konnte. Leider wirkt der Erzählstil aber dadurch etwas zu sprunghaft und abgehackt, vor allem durch die kurzen Sätze. Es lässt sich so zwar schnell und einfach lesen, aber kaum hat man sich auf die aktuelle Szene eingestellt und ist schockiert darüber was da passiert, geht es auch schon wieder mit der nächsten genauso bedrückenden weiter.

Ansonsten ist es eine Lebensgeschichte vor der man wirklich Respekt haben sollte und aufzeigt wie Angst einen Menschen prägen kann. Arn erlebt mit wie die Menschen um ihn herum verschwinden und nicht mehr wiederkommen, er hungert wie so viele andere, aber weiß sich zu helfen und hilft auch anderen, er sieht wie Kinder vor Erschöpfung sterben und wo sie, wie so viele andere schon vor ihnen letztendlich landen, nämlich in einem Massengrab, den sogenannen Killing Fields.

„Man denkt, man kann sich niemals daran gewöhnen, dass ein Kind stirbt, aber man tut es. Ich denke, ich will auch sterben. Aber ich sterbe nicht. Ich lebe nicht. Und ich bin nicht tot. Ich bin ein lebender Toter.“


Arn erfährt am eigenen Leib wie sehr die Angst den Alltag prägt und wie jeder versucht zu überleben, auch wenn dies heißt selbst zum Mittäter zu werden.

Wer ist gut und wer ist böse? Auch hier zeigt sich, es ist alles andere als leicht so einfache Einteilungen zu machen. Zwar gibt es auch hier welche die als Rote Khmer ihre Machtposition genießen, aber eben auch viele die es selbst nur tun um zu überleben. Man erfährt wie so oft bei einem Machtwechsel wie zuerst die Gegner der neuen Fraktion liquidiert werden und als dann bald niemand mehr übrig ist wie man sich untereinander denunziert und letztendlich niemand mehr sicher ist, denn auch innerhalb der Partei gehört schließlich das Übel ausgemerzt.

Arn hat es überlebt mit viel Glück, Verstand und Ausdauer. Besonders berührend fand ich dann die Zeit als die Roten Khmer von den Vietnamesen vertrieben wurden und wie er nach Amerika kommt. Alles ist neu für ihn und noch immer verfolgen ihn der Krieg und seine eigenen Taten, er hat Angst vor der Wut in seinem Innern und wie leicht er jemanden verletzen könnte, weil er immer noch im Überlebensmodus ist.

Es gibt einen schönen Epilog zum weiteren Lebensverlauf von Arn Chorn-Pond, wie er seine Geschichte erstmals der Welt offenlegte und auch wie er dank Hilfe endlich wieder einen Sinn fand, richtig leben zu wollen. Ein paar Bilder von Arn, sowie eine kleine geschichtliche Zeittafel wären noch nett gewesen bzw. ein wenig mehr historisches Hintergrundwissen zu den Roten Khmer, dann wäre das Buch wirklich perfekt abgerundet gewesen, aber so spricht die Handlung für sich selbst.

Fazit: Eine wirklich unglaubliche Geschichte, die nichtsdestotrotz wahr ist und aufzeigt, was Menschen alles ertragen können, wenn der Wille stark genug ist. Patricia McCormick hat in vielen persönlichen Gesprächen mit Arn und anderen Zeitzeugen, sowie weiterer Recherche versucht, seine Geschichte so unverfälscht wie möglich zu erzählen. Es ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der den puren Horror miterlebt hat und dazu genötigt wird Dinge zu tun, die er tun muss, um zu überleben, wie so viele andere auch. Seine Geschichte zeigt wie schnell ein Freund zum Feind werden kann, was es heißt Angst zu haben, aber auch, dass es dennoch immer Menschen gibt, die selbst in der hoffnungslosesten Stunde etwas Licht in diese finstere Zeit bringen und andere auf ihre Art und Weise beschützen. Das Ganze wird zwar etwas zu abgehackt für meinen Geschmack erzählt, aber dennoch wird man mitgerissen und ist schockiert darüber was in Kambodscha passiert ist. Man erlebt alles aus den Augen von Arn und es bricht einem fast das Herz wie er hier seine Lektionen lernt und wie schwer es ist nach dieser Zeit des Todes und Kampfes wieder in ein normales Leben zurück zu finden, zu sehr war sein Leben vom Hass, Wut und Krieg geprägt. Eine eindrucksvolle Lebensgeschichte, die wieder einmal zeigt, dass es Situationen gibt, in der ein jeder zum Täter werden kann und wie schwer es ist zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Aufwühlend und Schockierend. Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte!

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