Patricia McCormick Versehrt

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Inhaltsangabe zu „Versehrt“ von Patricia McCormick

Bonbonpapier am Stacheldraht Als Matt aufwacht, liegt er im Lazarett. Schädel-Hirn-Trauma nach einem Granatenangriff, sagen die Ärzte. Er selbst kann sich nicht erinnern. Er kann nur mit Mühe seine Beine bewegen, das Sprechen fällt ihm schwer, die einfachsten Wörter fallen ihm nicht mehr ein. Nur ein Bild hat er immer wieder vor Augen: Ali – der irakische Junge, mit dem er sich angefreundet hat –, wie er von den Füßen gerissen wird, erst mit einem Ausdruck von Glück, dann von Entsetzen im Gesicht. Was ist geschehen? Ein Buch über den Krieg im Irak, erschütternd und spannend wie ein Krimi.

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  • Rezension zu "Versehrt" von Patricia McCormick

    Versehrt
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    09. December 2011 um 10:04

    KLAPPENTEXT: Als Matt aufwacht, liegt er im Lazarett. Schädel-Hirn-Trauma nach einem Granatenangriff, sagen die Ärzte. Er selbst kann sich nicht erinnern. Er kann nur mit Mühe seine Beine bewegen, das Sprechen fällt ihm schwer, die einfachsten Wörter fallen ihm nicht mehr ein. Nur ein Bild hat er immer wieder vor Augen: Ali – der irakische Junge, mit dem er sich angefreundet hat – und wie er von den Füßen gerissen wird, erst mit einem Ausdruck von Glück, dann von Entsetzen im Gesicht. Was ist geschehen? ZUR AUTORIN: Patricia McCormick lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in New York. Sie hat bereits mehrere Jugendbücher geschrieben. Ihr Roman „Verkauft“ war für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. EIGENE MEINUNG: Fighting for peace is like fucking for virginess – ein bekannter Spruch von Kriegsgegnern, der in seiner schockierenden Banalität so treffend ist für die Geschichte in Patricia McCormicks Roman „Versehrt“. „Wir sind hier, um den Menschen zu helfen“, das ist der Leitspruch mit dem Matt und die anderen Soldaten eigentlich in den Krieg gezogen sind. Natürlich wollen sie auch ein bisschen Ruhm erlangen und einen guten Eindruck machen, wenn sie wieder nach Hause kommen. Davon, dass sie andere erschießen müssen und selbst erschossen werden können war zwar die Rede, dass es dann so traumatisierend ist, wenn man es wirklich tun muss, damit hat wohl kaum einer gerechnet. Im Krieg wird keine Rücksicht genommen und es ist auch nicht so einfach zu helfen. Nichts und niemand kann die Jungs darauf vorbereiten, was sie im Krieg erwartet, wie es ist Menschen sterben zu sehen und wie schwer es ist fernab von der Familie zu sein, wenn man nicht weiß, ob man sie jemals wieder sieht. Wem will man überhaupt helfen? Eigentlich den Unschuldigen, die nichts für den Krieg können. Doch wer ist schuldig und wer nicht? Ist man schuldig, wenn man die ausspioniert, die einem freundlich gesinnt sind, nur um zu überleben? Auch wenn die dafür drauf gehen? Fragen mit denen sich Matt und seine Einheit auseinandersetzen müssen. Mit denen sie täglich konfrontiert werden in ihrem Kampf für Frieden. Und hineingezogen werden in diese Kämpfe alle. Jeder kann zum Opfer, aber auch zum Täter werden, ob er will oder nicht. Und jeder, der sich im Umfeld des Krieges befindet wird mit hineingezogen. Kinder, Mütter, alte Menschen. Grausamkeiten, die wir uns in unserem behüteten Umfeld kaum vorstellen können. Ich finde es ausgesprochen gut, dass die Autorin für ihre Geschichte den Irak Krieg gewählt hat, denn wie Matts Vorgesetzter haben viele die Meinung, dass „denen das Leben nicht so wichtig ist wie uns“, da sie im Namen ihrer Religion Selbstmord begehen. Eine Aussage, die, wie ich finde, sehr gewagt ist, da wir kaum Hintergrundwissen dazu haben. Natürlich ist es nicht richtig sich selbst in die Luft zu sprengen, denn sehr viele Unschuldige lassen dafür ihr Leben und egal für was oder wen sie kämpfen, haben sie nicht das Recht über das Leben Anderer zu entscheiden. Ob Soldaten, die aus Angst um ihr eigenes Leben oder aus Fanatismus, Kinder oder alte Menschen umbringen, weil sie glauben, dass alle über einen Kamm zu scheren sind, töten legaler betreiben, sei jedoch mal sehr kritisch dahin gestellt. Ganz eindringlich, unverschnörkelt und brutal erzählt Patricia McCormick eine kurze Passage des Krieges, die so authentisch wirkt, dass ich mich vermutlich auch auf den Boden schmeißen würde, hätte es hinter mir geknallt. Ich hatte das Gefühl mich mitten im Kriegsgeschehen zu befinden, was sehr bedrückend und beängstigend war. Mir ist in keinem Moment der Gedanke gekommen, dass es sich um fiktive Figuren oder eine fiktive Geschichte handelt, so echt und lebensnah ist der Roman. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und hartnäckig in meinem Kopf bleibt mit einer Geschichte, die so viele Fragen und Diskussionsbedarf aufwirft. Vor allem ist „Versehrt“ ein Buch, dass sehr viele Emotionen aufwirft. Während des Lesens hatte ich durchgängig Gänsehaut. Lange nachdem ich das Buch zugeklappt habe, kamen mir noch Tränen und ich war mehr als traurig. Ich kann gar nicht richtig beschreiben, wie sehr mich dieses Buch bedrückt und trotzdem bin ich sehr sehr froh es gelesen zu haben. Ich kann „Versehrt“ nur weiter empfehlen, denn auch wenn es ein Tropfen auf den heißen Stein ist, kann man gar nicht genug Menschen dazu aufrütteln, über Kriege und Gewalt nachzudenken und vielleicht sogar ein kleine wenig dagegen zu tun, und sei es nur durch Aufklärung, wie Patricia McCormick es getan hat. FAZIT: „Versehrt“ ist ein Buch, das mich sehr sehr bewegt und emotional berührt hat. Mit Tränen in den Augen habe ich den Buchdeckel geschlossen und Matt, seine Kameraden und der kleine Ali werden für immer in meinem Gedächtnis bleiben.

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  • Rezension zu "Versehrt" von Patricia McCormick

    Versehrt
    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    23. October 2011 um 23:46

    Der 18-jährige Matt wird in einem Krankenhaus wach. Wie er dort hingekommen ist weiß er nicht, seine Erinnerungen sind verschwommen, die Diagnose des Arztes lautet: Schädel-Hirn-Trauma... Matt ist Soldat und befindet sich mitten im Irakkrieg. Von seinem Freund Justin erfährt er, dass er bei einer gemeinsamen Patrouille in einen Schußwechsel geriet, bei dem er verletzt wurde und ein kleiner Junge ums Leben kam. An den Jungen kann Matt sich erinnern, er lungerte immer bei den Soldaten rum, in der Hoffnung, etwas Brauchbares geschenkt zu bekommen und Matt hat sich mit ihm angefreundet. Bruchstückhaft kehren seine Erinnerungen zurück, doch sie werfen auch neue Fragen auf. Was haben Justin und er in der Gasse gesucht, warum haben sie sich getrennt und trifft ihn die Schuld am Tod des kleinen Jungen? Justin schweigt sich dazu aus und auch seine Vorgesetzten verraten ihm keine Einzelheiten. Erst als Matt das Krankenhaus verlassen darf, diesmal mit Charlene an seiner Seite im gleichen Viertel patrouilliert und es erneut zu einem tragischen Zwischenfall kommt, fügen sich seine Erinnerungsfetzen zusammen... Patricia McCormick erzählt Matts Geschichte kurz und knapp und sie geht wirklich unter die Haut. Sie lässt Matt selbst berichten, so sind wir als Leser unmittelbar dabei, wenn er versucht dem Geschehenen auf den Grund zu gehen, nicht mehr weiß, wem er glauben und vertrauen kann. Und wir spüren seine Angst und sein Unverständnis, denn schließlich kam er in den Irak um zu helfen und nicht, um Menschen umzubringen. Eindringlich, bewegend und lange nachhallend. Bitte lesen!

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