Patricia Radda

 3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autorin von Überbrücken, Nachtschicht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Patricia Radda

Patricia Radda, geb. 1989 in Niederösterreich, schreibt Gedichte, Kurzgeschichten und auch Romane. Nebenbei studiert sie an der Uni Graz Deutsch und Geschichte.

Alle Bücher von Patricia Radda

Überbrücken

Überbrücken

 (2)
Erschienen am 01.03.2011
Nachtschicht

Nachtschicht

 (1)
Erschienen am 04.10.2014
Ein Spaziergang

Ein Spaziergang

 (0)
Erschienen am 17.06.2013
Anna & Alek

Anna & Alek

 (0)
Erschienen am 23.12.2008
Tod

Tod

 (0)
Erschienen am 07.07.2012

Interview mit Patricia Radda

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Geschichten schreibe ich seit ich sieben bin und Gedichte kamen später, so mit acht oder neun. Ich habe mich schon immer damit beschäftigt, denn ohne Schreiben funktioniert bei mir gar nichts. 2001 wurden drei Gedichtbände von mir veröffentlicht - in der Firma meiner Eltern. Also, das erste „richtige“ Buch, bei einem „richtigen“ Verlag wird jetzt veröffentlicht: im März 2011!

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Lange Zeit hielten mich Isabel Allende und John Grisham fest gepackt – und haben mich bestimmt stark beeinflusst. Sehr gerne habe ich auch Jugendbücher gelesen, was ich jetzt auch noch tue, obwohl ich angeblich schon zu alt dafür bin. Aber da oben steht ja: inspiriert und beeindruckt. Ich würde sagen, Cornelia Funke hat mich inspiriert, und Jostein Gaarder und Walter Moers haben mich zum Schreiben gezwungen!

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Woher kommen die Ideen nicht? Das sollte mal jemand herausfinden. Von einem guten Film, einem guten Song, einem guten Buch, einem guten Menschen, einem guten Essen – und natürlich vor allem von einem schlechten Film, oder Buch oder Song oder schrecklichen Menschen.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Im Moment suche ich Leute, die ich so nennen kann. Aber ich denke schon, dass ich im Internet sehr präsent bin.

Wann und was liest Du selbst?

Überall und alles. Im Zug, beim Essen, im Bett. Fach- und Sach- Zeitschriften und Pixi-Bücher und alles dazwischen. Leider studiere ich im Moment Deutsch- das heißt meine Lehrer bestimmen, was ich lese und wie viel Zeit ich dafür habe. Das ist schade und nimmt mir den Spaß am Lesen. Seltsam: Ich habe eigentlich keinen Nerv für lange Liebesschnulzen (nur wenn ich sie schreibe), und außerdem eine fast krankhafte Angst vor Vampiren. Lesen ist für mich ein Aufsaugen von Geschichten, die schon geschrieben wurden.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Patricia Radda

Neu
Atis avatar

Rezension zu "Überbrücken" von Patricia Radda

Rezension zu "Überbrücken" von Patricia Radda
Ativor 6 Jahren

Lesen ist für mich ein Aufsaugen von Geschichten, die schon geschrieben wurden. Der Satz stammt nicht von mir, sondern von der 1989 geborenen Patricia Radda, man kann ihn auf lovelybooks.de in dem mit ihr geführten Interview nachlesen. Allerdings hat Radda formuliert, was ich tagtäglich mache. Das können reale Geschichten sein oder erfundene, real gehaltene oder zusammenfantasierte.

Einen seitenstarken Roman hat die Autorin noch nicht publiziert. 2001 wurden jedoch drei Gedichtbände von Radda in der Firma ihrer Eltern veröffentlicht. Ihre Kurzgeschichten kann man sich bei bookrix herunterladen, den Gedichtband Tod und die Erzählung Anna und Alek gibt es als Kindleversion zu kaufen und die vor mir liegende Erzählung Überbrücken liegt sowohl als Kindleversion als auch als gedrucktes Buch vom Renate Götz Verlag vor. Letzteres habe ich gerade ausgelesen. Dabei wurde mir schnell klar, dass ich künftig nach weiteren Werken der Autorin Ausschau halten werde.

Zugegebenermaßen, ganz neu ist ihre auf 84 Seiten ausgearbeitete Grundidee nicht. Doch welche Idee ist das heute schließlich schon. Radda, die bereits sehr früh (sie war gerade mal 7 oder 8 Jahre alt) mit Schreiben begann, saugt wie gesagt Geschichten in sich auf, die bereits geschrieben wurden. Das inspiriert sie zu neuen Geschichten für jugendliche und erwachsene LeserInnen.

Gleich 18 Autoren fließen inspirativ in Überbrücken ein. Von Aristoteles bis J. R. Ward. Was auf den ersten Blick zugegebenermaßen wie eine wild anmutende Zusammenstellung wirkt, wird von Radda geschickt miteinander verknüpft.

In ihrer Erzählung wird die 18jährige Sofia durch einen Unfall aus dem Leben gerissen. Raddas Hauptfigur liest genau wie ihre Schöpferin sehr gerne und sehr viel, verfasst ihre Gedanken dazu in einem grünen Buch. Viel erlebt hat sie deshalb noch nicht. Wenn man von einem Zungenkuss absieht, ist so einiges an ihr vorbeigegangen. Ihr Tod reißt die Familie auseinander. Der Bruder geht nach England und meldet sich nicht mehr. Ihre Eltern sind mit ihrem eigenen Schmerz beschäftigt, driften auf eine Trennung zu. Sofia kann dies alles miterleben, denn obwohl sie tot ist, ist sie nicht wirklich verschwunden. Verblüffenderweise kann ihre kleine Schwester Clara sie sehen und sogar mit ihr in Kontakt treten. Sogar als das Elternhaus verkauft wird, kommt Clara täglich zurück, denn obwohl Sofia nicht wirklich verschwunden ist, kann sie nicht überall hin. Der neue Besitzer des Hauses lässt Clara gewähren, obwohl ihm bald schon klar wird, dass Claras Schwester tatsächlich etwas sehen muss. Er will ihr sogar glauben, dass Sofia noch da ist.

Obwohl Radda nach eigenem Bekunden eine krankhafte Angst vor Vampiren hat, lassen speziell Andre und Sofia lassen Erinnerungen an Vishous und Jane aufkommen (J. R. Ward-LeserInnen werden sich erinnern). Das schmälert das Lesevergnügen aber nicht.

Denn tatsächlich ist die einfühlsam erzählte Geschichte von Clara und Sofia der Hauptbestandteil der gesamten Erzählung. Das Hauptaugenmerk ist auf die enge Verbindung der beiden Schwestern gerichtet. Eine Verbindung, die über den Tod hinausgeht und Clara hilft, mit dem Verlust und den familiären Folgen fertig zu werden. Alles andere, die sich zart anbahnende Liebesgeschichte, die durch die Verbindung der Schwestern mögliche Tröstung der Eltern oder auch die Klärung des Unfallgeschehens ist pures Beiwerk. Die Zitate aus den Werken anderer Autoren sind dabei schlüssig mit Raddas eigenen Gedanken in die aus der Erzählung entstehenden Situationen verknüpft.

Durch den flüssig zu lesenden, genauso einfach gehaltenen wie frischen und eloquenten Erzählstil der Autorin fliegt man durch die 84 Seiten. Radda schreibt lebendig-anschaulich und plastisch. Obwohl sie sich dabei die nähere Beschreibung der einzelnen Charaktere spart, wirken diese nahezu durchweg sympathisch. Die Tragödie von Sofias Tod enthält eine hoffnungsfrohe Note der Leichtigkeit des Seins. All das zieht einen in und durch die Geschichte. Einziger Kritikpunkt, der jedoch der Erzählung geschuldet ist, ist, dass alle Handlungsfäden um Clara und Sofia herum zu kurz abgehandelt sind.

Fazit:

Die Handlung schreit förmlich nach einer ausführlicheren Ausarbeitung, sprich nach der Verarbeitung in einem Roman. Raddas Überbrücken ist dennoch eine wunderbare, märchenhafte Erzählung, die zum Nachdenken anregt. Eine Geschichte für Jung und Alt. Ich werde das Buch sicherlich nochmals zur Hand nehmen und meinen Bekannten weiterempfehlen und möchte Sofias Geschichte fünf von fünf Punkten geben.

Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Patricia Radda wurde am 14. Juli 1989 in Baden (Österreich) geboren.

Patricia Radda im Netz:

Community-Statistik

in 4 Bibliotheken

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks