Fanatisch

von Patricia Schröder 
4,3 Sterne bei132 Bewertungen
Fanatisch
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Positiv (108):
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Die hier gewählte Thematik könnte nicht aktueller sein. Der Plot ist spannend zu lesen & ich wusste bis zum Ende nicht, wer dahinter steckt.

Kritisch (3):
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Nope. Einfach kein gutes Buch.

Alle 132 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Fanatisch"

Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783649624547
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:380 Seiten
Verlag:Coppenrath
Erscheinungsdatum:05.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Uwes-Leselounges avatar
    Uwes-Leseloungevor einem Monat
    Kurzmeinung: Die hier gewählte Thematik könnte nicht aktueller sein. Der Plot ist spannend zu lesen & ich wusste bis zum Ende nicht, wer dahinter steckt.
    Die hier gewählte Thematik könnte nicht aktueller sein...

    STORYBOARD:
    Als nach sechs Tagen der Ungewissheit die Familien ihre entführten Mädchen plötzlich wieder in die Arme schließen können, sind diese zunächst einmal überglücklich. Alle sechs Jugendlichen tragen einheitliche Kleidung, haben eine genähte Wunde an der Hand und reden weder mit den Eltern, den Freunden oder der Polizei. Da alle Opfer einen ausländischen Hintergrund haben, geht die Polizei davon aus, dass es sich um eine religiöse Tat handelt, jedoch gibt es keine Hinweise auf den oder die Täter. Nara ist eine der Geiseln und trotz oder gerade wegen ihrer Angst, dass ihrem Bruder etwas zustoßen könnte, redet sie kein Wort. Immer wieder stellt sie sich die Frage, warum ausgerechnet sie entführt wurde. Was hat/haben der oder die Täter damit bezwecken wollen. So beginnt sie zu recherchieren und bei ihren Nachforschungen stößt Nara im Internet auf die "sechs biblischen Werke der Barmherzigkeit". Nara wird schnell bewusst, dass der Albtraum für sie und die fünf anderen Mädchen noch nicht zu Ende ist, denn das angekündigte Unheil steht unmittelbar bevor. Um dieses abzuwenden, muss sie sich wohl oder übel in die Gedankenwelt des Täters hineinversetzen. Viel Zeit bleibt ihr dafür nicht mehr.

    MEINUNG:
    Auf Grund der gewählten Thematik von Patricia Schröders neuestem Buch "Fanatisch" aus dem Coppenrath Verlag war ich zugleich neugierig, wie auch ein klein wenig skeptisch. Denn die Reizpunkte der Geschichte sind zum einen Fremdenfeindlichkeit, Hass, religiöse Ansichten aber auch Gewalt gegenüber Ausländern. Daher war ich sehr gespannt, wie und ob es der Autorin gelingen würde, diese Probleme unserer heutigen Gesellschaft zu erzählen.

    Gebannt verfolgte ich die Handlung, die aus der Sicht von Nara, einem in Deutschland geborenen Mädchen, mit türkischen Eltern, erzählt wird. Die Familie hat sich hier ein Leben aufgebaut und obwohl sie ihre Traditionen und Gebräuche pflegen und nicht verleugnen, haben sie sich doch integriert. So ist es wenig verwunderlich, dass zwei Deutsche, Jamie und Charlotte, ihre besten Freunde sind. Als Nara Drohmails bekommt, vertraut sie sich nur Jamie an und dieser rät ihr, darauf nicht zu reagieren. Als sich mehrere Vorfälle ereignen und ihr Bruder ins Blickfeld der Drohungen gerät, bezweifelt Nara, dass dies eine gute Entscheidung war. Notgedrungen geht sie auf das Treffen des Erpressers ein und findet sich wenig später in einem völlig dunklen Raum wieder. Frierend, durstig, hungrig und starr vor Angst liegt sie gefesselt auf einer stinkenden Matratze. Warum war sie blöd, diesem Treffen zuzustimmen und was ist mit Jamie geschehen, der sie begleitet hat?

    Durch die gewählte Ich-Perspektive konnte ich die verschiedenen Gefühlsregungen von Nara sehr gut nachvollziehen. Nara ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich rätselte mit ihr, wer und was hinter den Drohungen und Entführung stecken könnte. Mit zunehmender Dauer ihrer Gefangenschaft, regt sich Trotz und Wut gegenüber ihren Entführern und sie beginnt zu rebellieren.

    Nach und nach erfährt der Leser, dass Nara nicht die Einzige ist, die entführt wurde. Denn ihr Schicksal teilen Tugce, Amy, Lilli, Laura und Corinne ebenso und dank des Fanatismus des Täters oder den Tätern, treffen die Mädchen des Öfteren aufeinander. Hier gefielen mir die unterschiedlichen Gefühle der einzelnen Mädchen sehr gut, da jeder mit einer solchen Situation anders umgeht. Dies hat Patricia Schröder wunderbar dargestellt.

    Tugce mochte ich aus dieser Gruppe noch am ehesten, da sie auch eine etwas größere Rolle innerhalb der Story einnahm und man sie so ein wenig kennenlernt. Tugce ist eine recht taffe und wortgewandte Person, die anpackt und voran geht. Gemeinsam mit Nara versucht sie Licht in die Entführung zu bringen. Die Geschichte lebt durch die Spannung und den Nervenkitzel, dass alle entführten Mädchen beharrlich schweigen und auch untereinander so gut wie keinen Kontakt haben. Ein weiterer Aspekt, der mich neugierig machte war die Tatsache, dass neben der Sichtweise von Nara auch zwei nicht namentlich genannte Personen ihre Gedanken und Gefühle mitteilten. Diese sind jeweils mit ER oder DU betitelt und ich machte mir so meine Gedanken, wer hinter diesen Pseudonymen stecken könnte.

    Das Schweigen der Opfer erschwert natürlich die Arbeit der Polizei, da sie so gut wie keine Hinweise oder gar Tatverdächtige haben. Als sich gewalttätige Übergriffe, verübt durch Jugendliche häufen, stößt Nara auf der Suche nach Antworten im Internet auf die "sechs biblischen Werke der Barmherzigkeit". Der Albtraum scheint kein Ende zu nehmen und als ihr das eigentliche Ziel bewusst wird, muss Nara erkennen, dass sie ihr Schweigen brechen muss, um zu retten, was noch zu retten ist.

    Ich wusste zu keinem Zeitpunkt, wer oder was hinter alldem stecken könnte und so fieberte ich mit Nara mit, ob es ihr gelingen würde, die Tat zu verhindern.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Sehr geschickt und ebenso schonungslos geht Patricia Schröder in "Fanatisch" (Coppenrath Verlag) mit den Themen Ausländerfeindlichkeit, Hass, Religionszugehörigkeit und Integration zu Werke. Ich war sehr neugierig, ob ihr diese schwierige Umsetzung gelingen würde und ich muss sagen, Chapeau!

    Spannend und realitätsnah hat sie hier eine Geschichte geschrieben, die die Missstände, aber auch die Wut und Ignoranz unserer Gesellschaft anprangert. Ein Thema, welches uns alle angeht und in Zeiten von Verfolgung und Vertreibung, sei es aus politischen oder fremdenfeindlichen Gründen, in meinen Augen sehr wichtig sind.

    Und trotzdem findet sich in diesem Buch auch Raum für Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Ich denke, dass wir, egal welcher Glaubensgemeinschaft wir angehören, auf die Menschen zugehen sollten, um so Vorurteile abzubauen.

    4 von 5 Nosinggläser.

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 3 Monaten
    Leider nicht nach meinem Geschmack

    Eigentlich ist der Einstieg in die Geschichte vom Inhalt genau richtig gewählt, man bekommt schon einen kurzen Auszug, von dem, was einen noch erwartet und dennoch begleicht man Nara durch ihren Alltag davor. Allerdings konnte ich mich hier schon weniger drauf einlassen, da mich der „Jugendslang“ der Protagonistin und ihrer Freundin ein wenig beim Lesen gestört hat. Es ist sicherlich nicht verkehrt, mit der Zeit zu gehen und die Sprache authentisch wirken zu lassen, mir war es in diesem Fall aber einfach zu viel und selbst Naras Gedankengänge haben sich in diesem Stil lesen lassen.
    Das ist sicherlich Geschmackssache, ich habe an dieser Stelle aber herausgefunden, dass es eben nicht meins ist.

    Dann bin ich gerade in die Geschichte reingekommen und wirklich interessiert, wie sich die weitere Handlung entwickeln wird, dann kommen immer mal wieder kleine Bemerkungen vor, die mich stutzen lassen. Nara ist Muslime und soll gerade dadurch hier im Kontrast stehen. Eigentlich lebt sie ihre Religion aber gar nicht aus und kann sich somit wunderbar von den terroristischen Vorurteilen distanzieren. Genau, erst einmal schlucken. Ich halte keinerlei von Rassismus, Verallgemeinerungen & Co.. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies hier auch überhaupt nicht so gemeint war, allerdings hat es sich für mich doch schon ein wenig kritisch gelesen, an dieser Stelle hätte ich mir doch ein wenig mehr Aufklärung gewünscht. Es wird zwar mit eingebracht, dass das Christentum natürlich auch nicht nur seine Glanzseiten hat aber mpfh….vielleicht habe ich mich da auch einfach nur zu sehr drauf verbissen.
    Naras Familie wird zwar unglaublich herzlich rübergebracht, engagiert sich in der Flüchtlingshilfe und Fremdenhass wird entgegengewirkt – aber wieso konnten all diese Aspekte nicht mehr beleuchtet und aufgeklärt werden?

    „Mag sein, dass du denkst, es sei kindisch. Aber das Gegenteil ist der Fall. Weinen hilft der Seele, ihre Wunden zu heilen. Also lass die Tränen einfach laufen , und quäle dich nicht mit Fragen, auf die du vielleicht nie eine Antwort bekommen wirst.

    Von der Spannung her fand ich die Ansätze auf jeden Fall nicht verkehrt, dennoch hätte ich mir einfach mehr gewünscht. Mehr Ausführungen, mehr Erklärungen und vor allem mehr Emotionen. Für solch ein traumatisches Erlebnis konnte ich mich leider nicht gut in die Situation hineinversetzen, rein vom Setting und Schreibstil her. Wobei ich der Autorin auf jeden Fall zugestehen muss, dass ich selbst eine Weile im Dunkeln getappt bin und die Zusammenhänge nicht gleich gefunden habe und fieberhaft miträtseln konnte.
    Doch auch, wenn mich das Ende ein wenig überraschen konnte, so hat es sich für mich einfach nicht rund angefühlt. Die Idee hinter dem Ganzen finde ich eigentlich richtig gut, die Handlung sorgt für Spannung, auch wenn in meinen Augen noch Potenzial nach oben war und die Charaktere waren eigentlich abwechslungsreich, nur leider ziemlich oberflächlich gehalten. Inhaltlich wäre es auf jeden Fall auch für ältere Jugendliche zuzuordnen, dafür hat in meinen Augen aber einfach der Tiefgang gefehlt.

    Ich habe mich unendlich schwer getan mit dieser Rezension, weil es wirklich eine kleine Herausforderung ist, das Gelesene zu bewerten. Das ich die untenstehende Kategorie ausgewählt habe, soll keinesfalls heißen, dass es sich hierbei um ein schlechtes Buch handeln würde, es hat lediglich einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Untenstehend findet ihr aber viele begeisterte Stimmen von anderen Lesern, die euch die Geschichte schmackhaft machen können und von einem anderen Blickwinkel aus berichten.

    Uarubama akun kad
    ahibbaka kabil an ara alnur.
    Vielleicht habe ich dich schon geliebt,
    bevor ich das Licht erblickte.

    FAZIT

    So sehr ich mich auch auf Fanatisch gefreut habe, so war ich auch ein wenig enttäuscht. Die Idee ist eigentlich richtig, richtig gut und auch die Handlung hätte unglaublich viel Spannung, Erschrecken und wache Momente mit sich bringen können – nur leider ist bei mir der Funke nicht übergesprungen.
    Wenn euch der Klappentext anspricht, dann greift auf jeden Fall zum Buch und gebt dem ganzen eine Chance, ich bin sicher, dass einige begeistert sein werden.
    Für mich persönlich bleibt es aber eine Geschichte, die noch viel Potenzial hat und der ein wenig die Tiefe und Aufklärung fehlt und vor allem der Wow-Moment, der mich innehalten und noch lange zeit über die Geschichte nachdenken lässt.

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    xxAnonymousxxxs avatar
    xxAnonymousxxxvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Nope. Einfach kein gutes Buch.
    Nicht lesenswert

    Autor: Patricia Schröder 

    Verlag: Coppenrath 

    Genre: Jugendthriller 

    Preis: 17, 95€ 

    Seitenanzahl: 380 Seiten 

    Inhalt: 

    Du bist schuldig. 

    Du musst büßen. 

    Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer professionell versorgten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. 

    Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das angekündigte große Unheil verhindern. 

    – 

    Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen. 

    Mit dieser Nachricht beginnt für Nara ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Wer hat ihr den handgeschriebenen Zettel zugesteckt und bedrängt sie mit weiteren SMS? Warum ist plötzlich der Hund ihres kleinen Bruders spurlos verschwunden? Als die 17-Jährige ihrem Verfolger auf die Spur kommen will, findet sie sich kurze Zeit später in einem Verlies wieder: gefesselt, ohne Licht, die Einsamkeit nur unterbrochen von merkwürdigen Ritualen. Sechs Tage dauert ihre Tortur, dann ist sie frei. Doch der Täter hat sie weiterhin in der Hand: Ein Wort zu ihrer Familie und ihrem kleinen Bruder werden schreckliche Dinge zustoßen! Nara ist verzweifelt. Was will der Entführer nur von ihr und den anderen Geiseln? Gegen welche göttlichen Gesetze soll sie verstoßen haben? Mit der Zeit wird ihr klar, dass sie eine besondere Rolle im Plan ihres Peinigers spielt und nur sie das angekündigte große Unheil verhindern kann. 

    Meine Meinung: 

    Ich werde mich kurz fassen: Das Buch ist furchtbar langweilig und nervtötend, sodass ich es nach knapp 250 Seiten schließlich gezwungenermaßen abgebrochen und in den Schrank zurückgestellt habe. Mal ehrlich, der Klappentext hört sich so vielversprechend und dramatisch an, dabei ist die tatsächlich Geschichte noch nicht halb so spannend. Zunächst wäre da die absolut nervige Hauptprotagonistin, die mich mit jedem ihrer Gedankengänge in den Wahnsinn getrieben hat. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich will die Erzählerin nicht alle zwei Seiten OMG denken hören. Mir ist natürlich bewusst, dass die Gedanken eines Menschen nicht so geordnet und wortgewandt sind, wie ich sie mir als Leserin wünsche, aber das ist doch der Sinn von Büchern: dass sie anders sind. Niemand will in einem Buch einen öden Gedankengang nach dem anderen verfolgen… Die Entführungsstory an sich ist total seltsam. Normalerweise fällt es mir nicht schwer, mich in die Situation des Opfers hineinzuversetzen und mitzufiebern, doch hier? Fehlanzeige. Nara wurde entführt und meine Reaktion sah in etwa folgendermaßen aus: Oh. Passiert. Nein, wirklich, es ist einfach nicht gut und hat mich in keinster Weise überzeugt. Ich habe mich nun wochenlang hindurchgequält und schließlich aufgegeben. Und ich glaube fest daran, dass das eine gute Entscheidung war. 

    Ich vergebe einen von fünf Sternen. 

    Fazit: Nicht lesenswert. Kein Aspekt an diesem Jugendthriller hat mir gefallen.

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    Tintenelfes avatar
    Tintenelfevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gut konstruierter und spannend erzählter Jugendthriller zum Thema religiöser Fanatismus
    Gut konstruierter und spannend erzählter Jugendthriller

    Sechs Tage nach ihrem Verschwinden tauchen sechs Mädchen eines Abends wieder vor der Haustür ihrer Eltern auf. Sie tragen neue Kleidung, haben eine professionell versorgte Wunde an der Hand und sie sprechen kein Wort.
    Alles beginnt mit einer Nachricht, die die siebzehnjährige Nara Tage zuvor erhält „Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen“. Kurz darauf verschwindet der geliebte Hund der aus dem Iran stammenden Familie. Doch es kommt noch schlimmer: Denn bald wird auch Naras kleiner Bruder Sinan bedroht. Nara tut alles, um Schlimmeres zu verhindern, doch weiß sie nicht, wer dieser kranke Fanatiker ist, der offensichtlich hinter ihr her ist. Um es herauszufinden, muss sie durch die Hölle gehen.

    Der Jugendthriller beginnt mit einem Zeitungsausschnitt, in dem über die Rückkehr der sechs Mädchen berichtet wird. Im ersten Teil des Buches wird in einer ausführlichen Rückblende erzählt, was in den Tagen zuvor geschah. Man erfährt auch, was in den sechs Tagen des Verschwindens passierte, so dass man in der Hälfte des Thrillers komplett auf dem Wissensstand der Ich-Erzählerin Nara ist. Im zweiten Teil geht es letztendlich um die Folgen der Entführung und die Überführung der Täter.

    Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen, auch wenn man durch den anfänglichen Zeitungsausschnitt bereits wusste, worauf es hinausläuft. Immer noch im Raum steht ja die Frage, was eigentlich in den sechs Tagen passiert ist und wie es dazu kam. So tat es der Spannung auch keinen Abbruch zu wissen, dass die Mädchen entkommen würden. Auch der zweite Teil konnte mich von der Spannung her überzeugen und die Auflösung war weitestgehend zufriedenstellend. Die Abschnitte, die mit „Du“ und „Er“ übertitelt sind und außerhalb von Naras Erleben spielen, haben mich tatsächlich eher verwirrt als mir bei der Suche nach dem Täter zu helfen.

    Ein wenig fehlte mir der Tiefgang bei den Figuren. Die Eltern von Nara, die fast immer „arabisch“ bezeichnet wird, stammen aus dem Iran. Der Vater ist aktiv in der benachbarten Flüchtlingsunterkunft, die Flüchtlingskrise ist noch immer spürbar. Irritiert hat mich, dass das Essen meist Arabisch war, abgesehen von dem indischen Lassi. Anfangs wies nur das Kosewort „Azizam“ auf die iranische Herkunft hin.
    Von den Figuren außerhalb der Familie erfährt man nicht allzu viel. Auch die fünf anderen Mädchen bleiben sehr blass, was natürlich damit zu erklären ist, dass Nara sie kaum kennen lernen kann.

    Alles in allem hat mich „Fanatisch“ gut unterhalten und war fast durchgängig spannend. Aufgrund der fanatsisch-religiösen Thematik waren Teile des Thrillers sehr konstruiert, da sie einer biblischen angehauchten Logik folgen mussten. Natürlich habe ich schnell das Stichwort gegoogelt und dadurch schon erfahren, was als nächstes kommen muss, da ein Teil des biblischen Bezugs zunächst verschwiegen wird. Gefallen hat mir der Umgang mit dem Thema Religion und Fanatismus, insbesondere da dieser Zusammenhang zur zeit ausschließlich auf den Islam projiziert wird. Schröder arbeitet auch Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen heraus und zeigt auf, wie das geschriebene Wort zu Fehlinterpretationen verführen kann.

    Patricia Schröder schreibt flott und eingängig und ich hatte vor allem Spaß an den Dialogen zwischen Nara und ihrer besten Freundin Charlotte. Der Thriller ist gut durchdacht und spannend geschrieben, so dass ich ihn weiter empfehlen kann. Allerdings sollte man sich an die Altersempfehlung ab mindestens 14 Jahren halten, da religiöse Fanatiker bekanntlich nicht allzu zimperlich in ihren Methoden sind.

    © Tintenhain
    https://tintenhain.de

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ziemlich beängstigend und unheimlich
    Ziemlich beängstigend und unheimlich

    Klappentext

    „Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Ein religiöser Fanatiker hat sie gefangen gehalten und in grausamer Weise die biblischen Sechs Werke der Barmherzigkeit an ihnen erprobt. Nara ist eine der Geiseln, und auch sie spricht nach ihrer Freilassung mit niemandem, weil der Entführer gedroht hat, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde sie ausgewählt? Nach und nach erkennt Nara, dass ihr Albtraum noch nicht vorüber ist, denn sie beobachtet, wie die »Werke« in noch radikalerer Form an anderen Menschen wiederholt werden. Nara muss sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters hineinversetzen, und zwar schnell! Bevor es zu dem großen angekündigten Unheil kommt.“

     

    Gestaltung

    Durch die düsteren Lilatöne gepaart mit helleren Violett-Nuancen hat das Cover etwas magisch-mysteriöses an sich, ja fast schon etwas Fanatisches – passend zum Titel! Ich finde es dabei besonders toll, dass der Schutzumschlag schimmert und glitzert, während der Titel mit Glanzlack draufgedruckt wurde und so besonders hervorsticht. Die Idee das T im Titel in Weiß zu malen und es dabei wie ein Kreuz aussehen zu lassen, finde ich auch super und kreativ, denn es passt zum Buch.

     

    Meine Meinung

    Nachdem ich schon ein paar Bücher von Patricia Schröder gelesen habe, die mich zwar alle gut unterhalten haben, aber gleichzeitig auch nicht umgehauen haben und ihr neuer Thriller aufgrund der Thematik sehr interessant klang, wollte ich mit ihm einen neuen Versuch wagen. Dieses Mal konnte mich die Autorin mit ihrem neusten Werk mehr mitreißen, denn die Stimmung des Buches war mehr als einmal sehr beklemmend und unheimlich. Es hat mir oftmals eine Gänsehaut über die Arme gejagt, da die Geschehnisse wirklich bedrückend und teilweise auch furchterregend waren.

     

    Die Thematik des Buches fand ich dabei gut gewählt, denn es geht um einen religiösen Fanatiker, der grausame Dinge vollführt und nach der Entführung mehrerer Mädchen sogar noch radikalere Wege geht. Protagonistin Nara war eine der Geiseln und sie ist die einzige Chance, den Fanatiker und seine Machenschaften aufzuhalten… Ich musste beim Lesen öfter an die Serie „Ciminal Minds“ denken, die mir beim Schauen auch immer Schauer über den Rücken jagt, denn genau so ging es mir mit „Fanatisch“! Ich habe manchmal ein Auge zugekniffen, weil ich das Gefühl hatte nicht weiterlesen zu können, wobei ich doch gleichzeitig einen inneren Drang verspürt habe, unbedingt auf die Spuren des Fanatikers kommen zu wollen. Das war Nervenkitzel pur!

     

    Ich hatte zunächst Angst, dass sich die Handlung vorhersehbar entwickeln würde, da ich dachte, dass durch Nara als Ich-Erzählerin schnell klar sein würde, wer hinter den Taten steckt. Doch glücklicherweise wird der Leser in der Schwebe gehalten, was den Täter angeht. Ihm werden vielmehr verschiedene mögliche Kandidaten präsentiert, wodurch ich mir nie sicher war, wie nun alles zusammenhängt und wer wirklich hinter allem steckt. So bleibt die Spannung hoch und die Neugierde wird stets angefacht, wodurch ich immer weiter und weiter gelesen habe. Besonders gefallen hat mir auch, dass es immer wieder kürzere Einblicke in die Gedankenwelt des Täters gab (ohne zu verraten, wer dieser ist), wodurch seine für mich nicht nachvollziehbaren Taten genauer beleuchtet wurden. Diese Passagen haben wirklich sehr eindringlich veranschaulicht, wie sehr der Täter dem religiösen Wahn verfallen ist, was ich doch sehr unheimlich fand.

     

    Ich muss aber auch sagen, dass das Buch einige wirklich heftige Szenen enthielt, die nichts für schwache Nerven sind. Dabei dauerte es für mich doch ein wenig, bis die Handlung so wirklich Fahrt aufgenommen hat, aber kaum, dass dies soweit war, war ich gefangen in einem Strudel aus religiösem Wahn, Fanatismus, grausamen Taten und Spannung. Dabei fiel es mir jedoch schwer, mich  mit Nara zu identifizieren. Sie befindet sich in einer für mich unvorstellbaren Situation und da hätte ich gedacht, dass sie mir diese doch etwas näher bringt und mir die Gefühle in ihrer Situation nachvollziehbar macht, aber so ganz ist ihr dies bei mir nicht gelungen. Ich habe mich doch ab und an dabei erwischt, wie ich überlegt habe, wie ich in ihrer Situation gehandelt hätte und konnte dann bei  Nara nicht so ganz anknüpfen. Nichtdestotrotz habe ich bewundert, wie stark sie in der Situation war und wie gut sie mit allem fertig wurde. Gleichzeitig hat dies manchmal auch leise Zweifel in meinem Hinterkopf geweckt, denn ich bin mir nicht sicher, ob man in ihrem Alter angesichts der Schwere der Situation so handeln würde oder kann.

     

    Fazit

    Insgesamt hat mir „Fanatisch“ besser gefallen als die anderen Werke der Autorin, die ich bisher gelesen habe, denn nach einem leicht schwunglosem Start beginnt „Fanatisch“ den Leser immer tiefer in eine Gänsehaut-auslösende Geschichte hineinzuziehen. Mir gefiel dabei sehr, dass die Spannung und Neugierde des Lesers dadurch hochgehalten wird, dass er herausfinden möchte, wer sich hinter dem fanatischen Täter verbirgt. Die Einschübe aus seiner Sicht haben dieses Gefühl dabei noch verstärkt. Aber Achtung: „Fanatisch“ ist nichts für schwache Nerven, denn es geht um religiösen Fanatismus und dabei geschehen einige sehr grausame Taten, die wirklich beängstigend sind.

    4 von 5 Sternen!

     

    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Emmy29s avatar
    Emmy29vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender Jugendthriller, der ein interessantes Thema behandelt!
    Ein spannender Jugendthriller mit einem interessanten Thema!

    Nach sechs Tagen kehren sechs Mädchen mit gleicher Kleidung nach Hause zurück. Alle schweigen und alle haben die gleiche Wunde an ihrer Hand. Es scheint, als hätten religiöse Fanatiker sie einem Ritual unterzogen. Doch eines der sechs Mädchen, Nara, versucht in die Gedankenwelt des Täters einzudringen und ein Unheil zu verhindern...

    Das Cover finde ich gut und passend zur Geschichte. Der Hintergrund ist mal etwas anderes und das weiße Kreuz hebt sich sehr schön ab. Von Patricia Schröder habe ich bislang noch keinen Thriller gelesen, aber von ihren restlichen Jugendbüchern war ich bislang sehr begeistert. 

    Das Buch fängt nicht direkt mit der Entführung an, sondern beschreibt Naras Alltag und ihr Umfeld. Das hat mich anfangs etwas gestört, denn ich wollte eigentlich direkt ins Geschehen geschmissen werden, aber wenn man das Buch gelesen hat, versteht man sehr gut, warum die Autorin solche einen Aufbau gewählt hat. 
    Auch wird die Geschichte in Monaten eingeteilt und es gibt verschiedene Sichten. Meistens wird aus der Sicht von Nara erzählt, aber es gibt auch manche Seiten, auf den "Du" oder "Er" als Überschrift stehen. Man weiß zuerst nicht, wer damit gemeint sein könnte, aber nach und nach hat man gewisse Vermutungen. Auch baut es Spannung sehr gut auf.

    Nara ist ein 17-jähriges Mädchen, welches eigentlich eine typische Jugendliche widerspiegelt und sich auch so verhält. Trotzdem bekommt sie immer wieder Nachrichten und wird schließlich entführt. Ich mochte sie sehr gerne und konnte ihre Handlungen auch sehr gut nachvollziehen. Leider steht nur sie im Fokus, wobei ich die anderen Mädchen gerne näher kennen gelernt hätte. 

    Die Handlung beginnt sehr langsam und nicht so spannungsgeladen, wie ich es mir gewünscht hätte. Man hatte genug Zeit, um sich an die Umgebung zu gewöhnen und ich finde, daran erkennt man auch sehr gut, dass dies ein Jugendthriller ist. Im Hauptteil spürt man aber dann auch die Spannung und man möchte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Erst nach und nach wusste man, worum es hier geht und auch wenn das Ende etwa verwirrend sein kann, mochte ich es sehr gerne, denn es wurde realistisch gehalten. Auch greift es etwas komplexere Themen auf, was mich sehr gefreut hat. 

    Ich denke, es ist ein schöner Einstieg für Leser, die mit Thrillern ein neues Genre betreten möchten. Es ist kein knallhartes und brutales Buch, wobei man auch erkennen kann, dass es ein Jugendthriller ist. Da ich dies wusste, war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. :)

    Fazit: Es ist ein spannender Jugendthriller, der sich umfassend mit dem Thema Religion beschäftigt und auch das Ende konnte mich überzeugen. Ich werde definitiv mehr von dieser Autorin lesen!

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    J
    Julia85vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: In "Fanatisch" von Patricia Schröder verschwinden sechs Frauen für sechs Tage spurlos.
    Spannend, süchtig machend

     In "Fanatisch" von Patricia Schröder verschwinden sechs Frauen für sechs Tage spurlos. Als sie urplötzlich wieder auftauchen, schweigen alle sechs Frauen beharrlich über das, was ihnen geschehen ist.
    Das Buch ist aus Sicht der jungen Nara geschrieben und lässt den Leser aus ihrer Sicht an allen Geschehnissen vor, während und nach des Verschwindens teilhaben.
    Das Buch ist nicht nur absolut spannend, sondern auch absolut toll aufgemacht: das Cover, aber auch die Innenseiten sind sehr speziell und schön gestaltet. Das hat mir persönlich sehr gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist klar, detailliert und regt zum Weiterlesen an. Ich habe das Buch an einem Tag ausgelesen, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht und herauszufinden, wer hinter dem Verschwinden der jungen Frauen steckt. Für das Buch gebe ich eine klare Leseempfehlung. Es macht sich zusätzlich auch einfach toll im Bücherregal!

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    MiHa_LoRes avatar
    MiHa_LoRevor 5 Monaten
    Die Spannung ging leider an mir vorbei

    Nara und fünf andere Mädchen sind nach einem sechstägigen Verschwinden wieder aufgetaucht. Religiöse Fanatiker haben sie eingesperrt und auf grausame Weise Ritualen unterzogen. Was hat das alles zu bedeuten und warum wurden gerade sie auserwählt?
    Als sie zurück sind, schweigen sie, denn ihr Peiniger hat ihnen gedroht, sie und ihre Lieben zu verletzen, wenn sie nicht genau das tun, was ihnen befohlen wird. Nara muss herausfinden, was im Kopf dieses Fanatikers vor sich geht, sonst wird sie ihm nicht entkommen, bevor es zu spät ist ...

    Cover und Titel

    Die einerseits hellen und dunkleren violetten Farbschimmer sehen toll aus. Das weiße Kreuz an Stelle des T hebt sich wunderbar davon ab.

    Protagonisten
    Nara
    lernt man schon einige Wochen vor ihrer Entführung kennen und merkt, wie sie sich fühlt und was ihre Motive und Sorgen sind. So merkt man, dass ihr viel an ihrer Familie liegt und dass sie sich besonders um ihren kleinen Bruder sorgt, den sie nunmal um jeden Preis beschützen möchte. Außerdem erfährt man von ihrer komplizierten Beziehung zu ihrem besten Freund Jaime, da sie nach einigem Hin und Her nicht mehr so sind wie früher. Als sie nun aber unheimliche Nachrichten erhält, teilt sie es nicht mit ihrer seltsamen besten Freundin, sondern wendet sich wieder an Jaime, der nun wieder für sie da ist, wie immer. Jaime lässt sich auch nicht von den Vorurteilen seines Vaters abhalten, mit der jungen Araberin befreundet zu sein.
    Man merkt aber schon, dass die Lage nicht so entspannt ist, denn Nara sieht Jamie nur als Freund, während er das eher anders sieht.

    Handlung und Schreibstil

    Es beginnt mit einem Zeitungsartikel nach dem Wiederauftauchen der Mädchen, und auch durch den Klappentext ahnt man, was geschehen wird. Doch die Handlung beginnt dann einige Wochen vorher und zeigt, wie Nara vorher bedroht wird und wie es zu der Entführung kommt. Auch die sechs Tage erlebt man mit sowie natürlich die Zeit danach. Ich hatte beim Klappentext eher erwartet, dass es hauptsächlich um die Geschehnisse nach der Entführung ginge. Darum kam mir alles davor vielleicht etwas weniger spannend vor, weil die schlimmeren Dinge - die Qualen während der Entführung - ja noch bevorstanden. So kam mir der Rest wohl vergleichsweise harmlos vor, denn ich fand es nicht allzu spannend. Und das, obwohl ich es sonst eigentlich schon gelungen fand. Die fanatischen Handlungen waren durchaus unheimlich und auch recht überzeugend.

    Manche Situationen fand ich sehr komisch aufgelöst und die Entwicklungen oder Reaktionen wirkten teilweise schon fast unnatürlich, aber das hat mir nicht weiter gestört. Etwas enttäuscht hat mich aber das Ende, weil ich zunächst gar nicht ganz verstanden habe, was passiert, und das folgte auch noch auf hohe Erwartungen, sodass ich zum Schluss eher verwirrt als gespannt war.

    Fazit

    Mir hat "Fanatisch" recht gut gefallen, vollkommen überzeugen konnte es mich aber leider nicht, denn die Spannung ging trotz des unheimlichen Fanatismus an mir vorbei.

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    S
    Streiflichtvor 5 Monaten
    Spannend und schockierend

    Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert und in seinen Bann gezogen. Ich hatte gar keine Ahnung, wie es ausgeht bis zum Schluss. Also Spannung pur! Und ich war auch erschrocken, wie weit Menschen gehen, wenn sie an etwas glauben.
    Begeistert hat mich Nara, die trotz aller Angst, Strapazen und Schmerzen etwas Starkes, Unzerbrechliches ausstrahlt. Sie hofft immer auf ein gutes Ende und tut alles dafür, dass es auch gut wird und gut geht. Ihr Leiden und ihre Schmerzen werden ziemlich anschaulich dargestellt und so habe ich sehr mit ihr gelitten, gebangt und gehofft. Ich mochte Nara von der ersten Seite an, eine wunderbare Protagonistin.
    Gut gemacht war, dass es neben dem Zeitungsartikel ganz am Anfang des Buches auch immer wieder Einblicke in die Seele des Täters und des anderen Gefangenen gab. Das war wirklich spannend und gut gemacht. So war auch die Spannung bis zum Ende da und dann kam nochmal ein Schock für mich. Der Schluss war dann wieder etwas versöhnlicher und hat mir sehr gut gefallen.
    Auch wenn ich lange aus dem Jugendalter bin, war dieses Buch sehr spannend und interessant für mich! Ich habe es wirklich gerne gelesen und habe mich gut unterhalten gefühlt. Mein erstes Buch von Patricia Schröder, aber ganz sicher nicht mein letztes!


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    G
    Gisevor 5 Monaten
    Tage der Angst

    Nara wurde entführt, und mit ihr befinden sich fünf weitere Mädchen in ihrem erzwungenen Gefängnis. Sechs Tage lang werden an ihnen die sechs barmherzigen Gaben praktiziert, dann stehen alle sechs plötzlich vor ihrem Haus und dürfen sechs Tage lang nicht reden, jedes der Mädchen in einem Jogginganzug und mit einer Verletzung an der Hand. Nara fällt es schwer, nicht zu reden, denn sowohl ihre Eltern wie auch die Polizei wollen die Entführung aufklären. Doch Nara hat Angst, dass dann ihrem Bruder etwas angetan wird. Eine weitere Aufgabe soll sie noch erledigen, doch die bringt sie und andere Menschen in Gefahr.

    Die Autorin Patricia Schröder entwirft in diesem Roman für Jugendliche ab 14 Jahren ein brandgefährliches Szenario, in dem sich Nara zurechtfinden muss. Immer wieder überlegt sie, ob es sinnvoller ist, Informationen an die Polizei zu geben, damit die Täter gefasst werden, oder ob die Gefahr für ihren Bruder zu groß ist. Aus Naras Sicht wie auch aus der des Täters und eines weiteren Entführten wird die Geschichte aufgerollt, so dass der Leser die Begebenheiten aus drei Perspektiven erfährt. Umso deutlicher wird damit die Gefahrensituation für Nara, und umso spannender wird damit die Erzählung selbst. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, so dass die Geschichte den Leser sehr schnell in seinen Bann zieht und man erst aufatmen kann, wenn man das Buch beendet hat und die Gefahr für Nara endlich vorbei ist. Verblüffend ist die Auflösung, ahnt man doch, wer der Täter sein könnte, doch ist auch wirklich alles so, wie es sich darstellt?

    Von mir eine eindeutige Leseempfehlung für dieses spannende Buch, ein Pageturner für junge Leser, aber auch für Erwachsene, denen es mal nicht so blutig, dafür aber spannend und gleichzeitig überraschend sein sollte.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    PatriciaSchroeders avatar

    DU BIST SCHULDIG, aber du weißt nicht warum?

    Für Terror machen wir oftmals nur den Islam verantwortlich, ich persönlich glaube aber, dass Fanatismus seinen Ursprung in jeder Religion oder Weltanschauung haben kann ... und dass dabei nicht selten auch ganz persönliche Motive eine Rolle spielen.

    Mit FANATISCH habe ich einen Jugenthriller geschrieben, der sich mit genau diesen Themen beschäftigt.

    Im Mittelpunkt meiner Geschichte steht die 17-jährige Nara, die von Unbekannten bedroht, eingekerkert und massiv unter Druck gesetzt wird, weil sie eine Schuld auf sich geladen haben soll, derer sie sich nicht bewusst ist.

    Wenn du mindestens 15 Jahre alt bist, nicht allzu zart besaitet bist und Thriller magst, die ganz bestimmt nicht so enden, wie du es erwartet hättest ... und wenn du darüber hinaus Leserunden magst, in denen viel diskutiert wird, dann bist du in meinem Lostopf herzlich willkommen.

    Der Coppenrath-Verlag stellt für diese Runde insgesamt 20 Bücher zur Verfügung. 5 davon habe ich bereits in einer meiner vorherigen Leserunden verlost.

    Die Bücher sind signiert und auf Wunsch mit einer Widmung versehen.

    Solltest du das Buch bereits besitzen, kannst du gerne auch mit einem eigenen Exemplar an der Runde teilnehmen.

    Herzlich,

    Patricia (Schröder)





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    NaddlDaddls avatar

    Was hat der Entführer vor?


    Nara und fünf weitere Mädchen wurden entführt – und kommen nach sechs Tagen wieder zurück. Was ist in dieser Zeit mit den Geiseln passiert? Und welcher religiöse Hintergrund steckt dahinter?
    Patricia Schröder hat mit "Fanatisch" einen nervenaufreibenden Jugendroman geschrieben, der dir keine Ruhe lassen wird. Bewirb dich jetzt für die Buchverlosung und finde heraus, was es mit der Entführung der sechs Mädchen auf sich hat!

    Mehr zum Buch
    Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern.

    Mehr zur Autorin
    1960 in der Wesermarsch geboren, wohnte viele Jahre in Düsseldorf. Sie studierte Textildesign und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Als ihre Kinder zur Welt kamen, zog sie mit ihrer Familie und einem großen Korb voller Katzen ans Meer zurück. Die Weite und die Ruhe der nordfriesischen Kooglandschaft beflügelten ihre Fantasie und sie fing an zu schreiben. Inzwischen gehört sie zu den erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren und ihre Romane wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Die Nähe zum Meer und ihre Reisen auf die Kanalinseln inspirierten sie zu Elodies und Gordians Geschichte.

    >> Hier geht es direkt zur Leseprobe für den ersten Eindruck

    Gemeinsam mit Coppenrath vergeben wir in dieser Buchverlosung 25 Exemplare von "Fanatisch". 

    Was ihr für dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 25.2. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   

    Wie lange würdet ihr es aushalten zu schweigen?

    Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen!  

    Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!
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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    avajungmanns avatar
    avajungmannvor 3 Monaten
    Es klingt so interessant und ich wollte es mir schon eine Weile lang kaufen...
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