Patricio Pron

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Alle Bücher von Patricio Pron

Patricio PronDer Geist meiner Väter steigt im Regen auf
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Der Geist meiner Väter steigt im Regen auf
Der Geist meiner Väter steigt im Regen auf
 (5)
Erschienen am 08.03.2013
Patricio PronEl comienzo de la primavera / The Beginning Of Spring
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El comienzo de la primavera / The Beginning Of Spring
Patricio PronMy Father's Ghost is Climbing in the Rain
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My Father's Ghost is Climbing in the Rain
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 (0)
Erschienen am 07.03.2013
Patricio PronEl espiritu de mis padres sique subiendo en la lluvia / The Spirit of My Parents Still Up in the Rain
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El espiritu de mis padres sique subiendo en la lluvia / The Spirit of My Parents Still Up in the Rain
Patricio PronMy Fathers'Ghost Is Climbing in the Rain
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My Fathers'Ghost Is Climbing in the Rain
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 (0)
Erschienen am 11.03.2014

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Rezension zu "Der Geist meiner Väter steigt im Regen auf" von Patricio Pron

Ohne Hintergrundwissen schwer zu verstehen
monerlvor 3 Monaten

Kurzmeinung

Genre: Gegenwartsroman, Familiengeschichte mit autobiografischen Zügen

Handlung: Der Klappentext sagt alles und dieses Mal würde ich sagen, dass die dortigen “Spoiler” wichtig sind, wenn man sich mit der Geschichte Argentiniens gar nicht auskennt. Der Protagonist, der sich quasi von seinem im Sterben liegenden Vater verabschieden soll, stößt im Arbeitszimmer des Elternhauses auf Akten des Vaters, durch die er die Vergangenheit und das Leben und Wirken des ihm unwirklich und unnahbar erscheinenden Vaters näher bringen und maches Rätsel lösen. Dabei bringt der Autor die Militärdiktatur Argentiniens ins Blickfeld, während dieser viele Menschen (politische Gegner und Störenfriede) verschwunden und / oder gefoltert und getötet wurden.

Charaktere: Der Protagonist ist nicht glücklich. Er ist das Produkt seiner Erziehung, seiner Vergangenheit, die er selbst nicht richtig zu fassen bekommt. Er pumpt sich mit Tabletten voll, vernebelt damit seine Erinnerungen und degradiert sich auf diese Art in seiner eigenen Lebensgeschichte zu einer Randfigur. Man mag ihm zurufen, er solle weniger Tabletten nehmen und sein Haupt heben und Verantwortung für sein Leben übernehmen. Die Vergangenheit ist eines, sie aber nicht richtig verarbeiten zu wollen und sich der Passivität zu ergeben ist etwas, das ich sehr schwer akzeptieren kann. Daher haderte ich sehr mit dem jungen Mann.

Spannung: Eine echte Spannung birgt dieser Roman nicht. Es stellt sich die Frage, wie der Protagonist seinen Aufenthalt in Argentinien bewätligen wird und wie er sich von seinem Vater verabschieden kann. Wird dieser Besuch ihn verändern, voranbringen? Was hat es mit diesen Akten auf sich?

Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr schwierig. Er ist sehr distanziert, sodass ich mit dem Protagonisten überhaupt nicht warm werden konnte. Trotz seiner traurigen Kindheit und verkorksten Jugend und dem bisherigen Erwachsenenleben, konnte ich für ihn keine Sympathie aufbringen. Die Geschichte ist durch die verschiedenen Erzählweisen, einmal durch den Protagonisten, dann durch Briefe und Zeitungsausschnitte, durch sehr kurze Kapitel, vielen Aneinanderreihungen von Fakten und Sätzen, sehr schwer zu greifen.

Ende: Das Ende weist eine Überraschung auf, die mir sehr gut gefallen hat. Sie rundete das Buch sehr schön ab und versöhnte mich mit dem schwierigen Schreibstil.

Fazit: Eine Geschichte, die nicht jedem liegen wird. Aufgrund der historischen Begebenheiten sehr interessant, genau deswegen und des Schreibstils wegen aber auch sehr schwer zu lesen. Wer sich für lateinamerikanische Autoren und Argentinien interessiert wird hier einiges lernen und zur weiteren Recherche verführt werden. Vermutlich hat der Autor sehr viele autobiografische Elemente in das Buch einfließen lassen. Diesen Schluss ziehe ich, nachdem ich mich über ihn und Argentinien im Netz erkundigt habe. Wahrscheinlich ist Patricio Pron sogar selbst der Protagonist. Ein gutes Buch, das nicht nebeher gelesen werden und kann und volle Konzentration vom Leser*in fordert. Für Liebhaber*innen von lateinamerikanischer Literatur und ihren Autoren.

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