Patrick Boman Peabody geht in die Knie

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Inhaltsangabe zu „Peabody geht in die Knie“ von Patrick Boman

Ein makabrer Leichenfund sorgt für Unruhe auf dem Basar der Stadt in Hindustan, in der Inspector Peabody seinen Pflichten als Diener des Empires nachgeht: Im Trog des frommen Färbermeisters Sid ul-Cheyr schwimmt der nachtblau eingefärbte Rumpf eines Unbekannten. Schwitzend und fluchend in der Hitze der Gangesebene nimmt der schwergewichtige Inspector seine Ermittlungen auf. Doch bei seinem Versuch, Licht in den Fall zu bringen, stößt er in höchsten Kreisen auf Widerstand. Peabody lässt sich weder von einer korrupten Verwaltung noch von fanatischen Sektierern beirren. Zwischen regelmäßigen Wutanfällen und seinen geliebten scharf gewürzten Mahlzeiten mäandert der unförmige Beamte durch eine Szenerie, in der die Absurdität des Kolonialismus mit Händen zu greifen ist. Mit Unbestechlichkeit, Witz und unvermutet durchbrechender Warmherzigkeit versucht Peabody auf seine Art, im Chaos ein wenig Ordnung zu stiften.

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  • Rezension zu "Peabody geht in die Knie" von Patrick Boman

    Peabody geht in die Knie
    Duffy

    Duffy

    06. August 2012 um 10:34

    Patrick Boman ist schwedisch-französicher Herkunft und in Frankreich zu Hause. Sein Ermittler ist Inspector Peabody, ein dicker, manchmal grober, aber grundehrlicher Mensch. Seine Tätigkeit übt er in Hindustan aus, er ist 60 Jahre alt, wir befinden uns um 1900, ergo ist Peabody Angestellter der britischen Kolonialmacht in Indien. In der Absurdität des Kolonialismus, dem Durcheinander der Kasten, der Not, der Korruption, der Gewalt und der immerwährenden unbarmherzigen Hitze, muss Peabody einige rätselhafte Morde klären. Bezeichnend für seine Arbeit ist seine Sichtweise: Nicht das Recht mit allen Mitteln durchzusetzen, sondern ein wenig Ordnung ins Chaos bringen. So sucht er sich seine Wege, knurrig, mürrisch, aber immer auch wohlwollend. Leidgeprüft macht er einen Job, den nicht jeder machen würde. Mit einer ungewöhnlichen Detailtreue zeichnet der Reisende Boman ein Indien, als wäre er um diese Zeit vor Ort gewesen. Er verzichtet auf den plakativen Umgang mit den Sünden der Kolonialherren, skizziert allerdings mit manchmal scharfer Feder die Differenzen der Kulturen. Obwohl ihm mit dem Inspector Peabody eine symphatische Figur gelungen ist, plätschert die Handlung eher nebenbei dahin. Für einen Krimi fehlt die Spannung, ein gelungenes Porträt der damaligen Zeit mit dem nötigen Schuss Sarkasmus ist es aber allemal.

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