Patrick Brosi Der Blogger

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Der Blogger“ von Patrick Brosi

Ein Ruderer verschwindet spurlos aus seinem Boot. Der Vermisste ist der weltweit bekannte Enthüllungsblogger René Berger, der die Pharmaindustrie durch geleakte Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat. Wurde er aus dem Weg geschafft? Und was geschah mit der jungen Journalistin Marie Sommer, die dem öffentlichkeitsscheuen Blogger auf der Spur war? Ein intensiver, spannungsgeladener Thriller über die Unmöglichkeit, das richtige Leben im falschen zu führen.

Das Buch ist für jeden absolut lesenswert, der auf Struktur und Organisation steht.

— CaptainBooks

Konnte mich leider nicht begeistern!

— Janosch79

Spannend, unterhaltsam und informativ

— lila-luna

Realitätsnaher Krimi, brisantes Thema - aber mir fehlte es eindeutig an Spannung.

— Lissy77

Für mich der Krimi des Jahres 2015

— haberland86

Ich muss zugeben, Krimis sind einfach nichts für mich. Ein Krimi-Leser wird das Buch evtl. mögen. Zu wenig Spannung für meinen Geschmack.

— kleinesohr

Spannender, beklemmender Krimi mit viel Realitätsnähe und einem unerwartetem Ende, das Angst macht.

— krimielse

Hochspannender brisanter Krimi über die Machenschaften der Pharmariesen mit clever konstruiertem Krimiplot.

— SalanderLisbeth

Top! In 3 Tagen gelesen. Wollte immer wissen, wie es weitergeht. Spannung pur.

— MaiPie80

Spannender Krimi mit einem immer aktuellen Thema, dass leider sehr realitätsnah ist.

— Lotta22

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    Der Blogger

    trollchen

    08. July 2017 um 08:00

    Der BloggerHerausgeber ist Emons Verlag (17. September 2015) und hat 480 Seiten.Kurzinhalt: Ein Ruderer verschwindet spurlos aus seinem Boot. Der Vermisste ist der weltweit bekannte Enthüllungsblogger René Berger, der die Pharmaindustrie durch geleakte Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat. Wurde er aus dem Weg geschafft? Und was geschah mit der jungen Journalistin Marie Sommer, die dem öffentlichkeitsscheuen Blogger auf der Spur war? Ein intensiver, spannungsgeladener Thriller über die Unmöglichkeit, das richtige Leben im falschen zu führen.Meine Meinung: Es war ein gutes Buch, an manchen Stellen ein wenig langatmig, aber nicht schlecht. Man hätte noch ein bissel mehr rausholen können, denn manchmal waren mir die Protagonisten doch ein wenig zu simpel gestrickt. Denn gerade heutzutage, wo die Blogger sich immer inkognito überall bewegen, dann tut dieser Blogger sich so zwanglos gegenüber der Presse? Schon ein wenig zu naiv, meiner Meinung nach. Und dadurch hätte man auch ein paar Seiten sparen können. An sich ein gutes Thema, was sich auch immer lohnt, aber ein wenig mehr Spannung hätte es schon sein können. Erst habe ich die zwei Zeitebenen, in denen das Buch spielt, gar nicht so richtig wahrgenommen, aber dann hat es mir die Vergangenheit erklärt, auch wenn man da nicht so viele Details gelesen hat. Am besten fand ich den Ermittler, der sehr eigenbrötlerisch und auch sehr krank war. Der hatte schon komische Züge an sich. Mein Fazit: ich vergebe 5 Sterne, ich hab den Krimi mit Thrillerbeteiligung sehr gern gelesen und bin wieder ein wenig weiser im Umgang mit den Internet geworden.

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  • Ein Pharma-Thriller der Extraklasse!

    Remexan - Der Mann ohne Schlaf

    Janosch79

    Einen vielschichtigen und packenden Thriller hat Thomas Kowa hier verfasst. Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Inhalt: Der Pharmakonzern GENEKNOV bringt mit „Remexan“ ein Medikament auf den Markt, das den täglichen Schlafbedarf auf eine einzige Stunde verkürzt. Inmitten einer sich unter dem Diktat der Effizienz rasant verändernden Welt versucht Kommissar Erik Lindberg, den brutalen Mord an einem ehemaligen GENEKNOV-CEO aufzuklären. Der Boss des Pharmakonzerns wurde wie ein Versuchstier mit offenem Schädel und applizierten Elektroden aufgefunden wurde. Waren es militante Tierschützer im Kampf gegen Tierversuche? Auch der Mord an einer Prostituierten landet auf Lindbergs Schreibtisch, und als er herausfindet, dass sie an einer Remexan-Studie teilgenommen hat, scheinen beide Fälle miteinander verbunden zu sein. Verzweifelt über seine im Koma liegende Freundin und vom Bundespolizeichef unter Druck gesetzt, beginnt Lindberg selbst Remexan zu nehmen. Bald erkennt er, dass wichtige Forschungsergebnisse über das Medikament geheim gehalten werden. Autor Thomas Kowa merkt man von Beginn des Buches an, dass er weiß, wovon er schreibt. Seine genauen Kenntnisse zur Pharmaindustrie sind beeindruckend und gehören zu den Vorzügen dieses Thrillers. Somit kommt das Gesamtwerk mehr als realistisch rüber. Sprachlich schafft es der Autor von Seite zu Seite die Spannung kontinuierlich bis zum Höhepunkt zu steigern. Bei solch einem komplexen Thema keine leichte Aufgabe. Der Sprachstil regt gleichzeitig zum intensiven Lesen an, das man zu keiner Zeit bereut. Zwar hatte ich während des Lesens immer leise Vorahnungen auf den Täter, doch Thomas Kowa schafft es durch geschickte Wendungen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Erik Lindberg, der Hauptprotagonist dieses Falls, muss bis zur Aufklärung einige tiefe Täler durchschreiten und wirkt auf mich glaubwürdig. Auch die weiteren Figuren haben mir in ihrer Zeichnung sehr gut gefallen. Insgesamt hat Thomas Kowa einen interessanten und packenden Thriller verfasst, der im Spannungsfeld der Pharmaindustrie angesiedelt, und aktueller denn je ist. Von meiner Seite gibt es eine klare Empfehlung für Liebhaber vielschichtiger Thriller.

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    • 3
  • Wenn das Lektorat nicht funktioniert!

    Der Blogger

    Janosch79

    Auf den ersten Blick ein spannender und vielschichtiger Krimi, aber auf den zweiten.... Inhalt: Ein Ruderer verschwindet spurlos aus seinem Boot. Der Vermisste ist der weltweit bekannte Enthüllungsblogger René Berger, der die Pharmaindustrie durch geleakte Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat. Wurde er aus dem Weg geschafft? Und was geschah mit der jungen Journalistin Marie Sommer, die dem öffentlichkeitsscheuen Blogger auf der Spur war? Ein intensiver, spannungsgeladener Thriller über die Unmöglichkeit, das richtige Leben im falschen zu führen. Das Buch ist in jedem Fall spannend und abwechslungsreich gemacht. Die vielen positiven Kritiken sind mehr als nachvollziehbar, doch bei aller Euphorie gibt es klare Minuspunkte. Sprachlich konnte mich das Buch überhaupt nicht begeistern. Bei den verschiedenen Handlungssträngen fehlte einfach ein Schreibstil, der mich als Leser sofort mitreißt. Leider wurde ich in diesem Werk enttäuscht.Weitaus schlimmer fand ich das Lektorat zu diesem Krimi. Bereits beim eigentlich hervorragenden französischen Thriller "Schwarzer Schmetterling" von Bernard Minier trübte ein mehr als schlechtes Lektorat meinen Lese-Genuss. Wenn man weiß, dass der Autor Patrick Brosi aus dem süddeutschen Raum kommt, dann sollte man seine Sprache so "übersetzen", dass es auch für jeden Leser verständlich ist. Sonst ist das Vergnügen für den Leser nicht wirklich gegeben. Vom Thema und von der Idee her, kann ich das Buch empfehlen. Von der Sprache und dem vorgenommenen Lektorat leider nicht.

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    • 6

    Mira20

    17. May 2016 um 22:06
  • Krimi des Jahres 2015

    Der Blogger

    haberland86

    08. April 2016 um 21:39

    Dieser Krimi hatte mich bereits von der ersten Seite an gepackt. Ich fand die Story interessant, die Handlung actionreich und den Schreibstil des Autors großartig.Patrick Brosi gelang es nahezu perfekt seinen Schreibstil den jeweiligen Situationen anzupassen. Kurze Sätze, um Spannung zu erzeugen und ausführlichere (Landschafts)Beschreibungen, um die richtige Atmosphäre aufzubauen.Nur wenige Schriftstellern schafften es, mir ein ununterbrochenes Kopfkino zu bereiten. Er war definitv einer davon. Bei der Lektüre des Romans hatte ich über weite Strecken das Gefühl im Kino zu sitzen und einen Film anzuschauen, so deutlich sah ich alles vor meinem inneren Auge.Weitere Highlights waren die außergewöhnlichen Ideen des Autors, wie etwa einer Katze einen USB-Stick mit wichtigen Informationen um den Hals zu binden oder Informationen in einer kleinen Buddha-Statue zu verstecken, sowie eine Vielzahl unerwarteter Wendungen in der Geschichte, sodass auch der Leser irgendwann nicht mehr wusste, wem Marie vertrauen kann und wem nicht.Besonders gut gefiel mir auch, wie der Kommissar nach einem Schlaganfall keine äußerlichen Reaktionen mehr zeigte, aber dennoch ganz genau mitbekam, was um ihn herum geschah.Dafür sagt mir das Ende des Romans weniger zu, das mir ein wenig zu vage blieb. Hier hätte ich mir etwas mehr Klarheit über das Schicksal und den Verbleib der Protagonisten erhofft. Aber das ist Geschmacksache.

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  • Geschickt gesponnen

    Der Blogger

    lila-luna

    06. April 2016 um 15:34

    Aus vielen losen Fäden spinnt Patrick Brosi seinen Krimi, in dem es um die undurchsichtigen Machenschaften der Pharmaindustrie geht. "Die Umsätze der Pharmaindustrie liegen zurzeit bei über einer Billion Dollar im Jahr. Das sind tausend Milliarden. Eine Million Millionen." Da wird vielleicht der eine oder andere brutale Mord in Kauf genommen. Nach dem Vorbild von Enthüllungsblogger Julian Assange versucht auch "Der Blogger" René Berger ungeheure Hintergründe aufzudecken. Lange ist es um ihn ruhig geworden, er scheint untergetaucht. Der Chefredakteur der Berliner-Post einer online-Zeitung setzt Marie Sommer auf Berger an, sie soll ihn aufspüren und dem Blogger Informationen und Quellen entlocken. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Simon haben sie Wochen Zeit im Schwarzwald Berger zu kontaktieren und geraten in einen Strudel aus Manipulationen und Abhöraffäre. Ein Mann wird vermisst. Er hat am Titisee ein Ruderboot gemietet, fährt auf die Mitte des Sees und verschwindet spurlos. Selbstmord? Der stark übergewichtige Kommissar Andreas Nagel soll den Fall klären. Und so gibt es noch einige andere lose Fäden, die Autor Patrick Brosi geschickt zu einer spannenden Geschichte verwebt, einer Mischung aus Krimi, Spionagethriller und sozialen Dramen. Sprachlich hapert die Geschichte gelegentlich am süddeutschen Idiom, das den Lektoren wohl durchgegangen ist und einigen etwas übertrieben schwülstigen Satzpassagen. Davon abgesehen wird man allmählich in eine sich immer verdichtendere Story hineingezogen, bei der auch das ständige Hin und Her hüpfen im Zeitstrang nicht mehr allzu störend wirkt. Nebenbei erfährt der Leser einiges über das "Wirken" der Pharmaindustrie und wie könnte es da anders sein, einiges über Medikamente, Tests, Zulassungen, Nebenwirkungen und Konkurrenzkampf.  Selbstverständlich schlucken auch die Protagonisten die eine oder andere Pille, mit Nebenwirkungen.

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  • Manipulation

    Der Blogger

    walli007

    02. February 2016 um 20:25

    Ein junger Mann steigt am Titisee in ein Ruderboot, fährt auf den See und verschwindet spurlos. Etwas später wird seine Leiche am Ufer angespült. Es wird festgestellt, dass er eine hohe Konzentration von Antidepressiva im Blut hat. Sein Verhalten beim Leihen des Bootes und weitere Hinweise deuten auf einen Selbstmord hin. Es stellt sich heraus, dass der Tote ein bekannter Blogger war, der neue brisante Enthüllungen angekündigt hatte. Ein Insider schien ihn mit Informationen verfolgt zu haben. Kommissar Nagel, immer gegen sein Übergewicht kämpfend, nimmt die Ermittlungen auf. Er hat ein komisches Gefühl, dass er nicht recht in Worte fassen kann und das ihn am Ball bleiben lässt. Von zwei Seiten nähert kann man sich hier dem Kern der Sache nähern. Zum einen ist man am Puls der Ereignisse durch die Augen einer jungen Internet-Journalistin erfährt man von den Vorgängen, die schließlich am See geendet haben. Zum anderen kann man den Ermittlungen des Kommissars folgen, die einsetzen als der Blogger verschwindet. Gerade durch diese sich mit jedem Kapitel abwechselnden Blickwinkel baut sich eine besondere Spannung auf, die wahre Sogwirkung entfaltet. Die verschlungene Handlung fesselt. Wer manipuliert hier wen oder manipuliert etwa jeder jeden? Steckt hinter allem ein perfider Plan oder geschehen Dinge auch zufällig? Wie hinterhältig die Strippenzieher sein können, man mag es kaum glauben. Und doch kann man die Möglichkeit nicht für völlig unglaubwürdig halten. Ein Roman der einen fordert und mit dem man klarkommen muss. Einige der unschönen Ereignisse, die sich vor den kritischen Augen der Leser entblättern, können eine echte Gänsehaut verursachen, gerade wenn die Phantasie beginnt vom Ausgangspunkt aus noch etwas weiter zu spinnen. Schöne neue Welt kann man da nur sagen. Ein ausgesprochen packender Thriller, der wenig Hoffnung auf Besserung oder auch ein Ende der Manipulation macht.

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  • Der Krimi des Jahres 2015

    Der Blogger

    haberland86

    30. January 2016 um 14:52

    Dieser Krimi hatte mich bereits von der ersten Seite an gepackt. Ich fand die Story interessant, die Handlung actionreich und den Schreibstil des Autors großartig. Patrick Brosi gelang es nahezu perfekt seinen Schreibstil den jeweiligen Situationen anzupassen. Kurze Sätze, um Spannung zu erzeugen und ausführlichere (Landschafts)Beschreibungen, um die richtige Atmosphäre aufzubauen. Nur wenige Schriftstellern schafften es, mir ein ununterbrochenes Kopfkino zu bereiten. Er war definitv einer davon. Bei der Lektüre des Romans hatte ich über weite Strecken das Gefühl im Kino zu sitzen und einen Film anzuschauen, so deutlich sah ich alles vor meinem inneren Auge. Weitere Highlights waren die außergewöhnlichen Ideen des Autors, wie etwa einer Katze einen USB-Stick mit wichtigen Informationen um den Hals zu binden oder Informationen in einer kleinen Buddha-Statue zu verstecken, sowie eine Vielzahl unerwarteter Wendungen in der Geschichte, sodass auch der Leser irgendwann nicht mehr wusste, wem Marie vertrauen kann und wem nicht. Besonders gut gefiel mir auch, wie der Kommissar nach einem Schlaganfall keine äußerlichen Reaktionen mehr zeigte, aber dennoch ganz genau mitbekam, was um ihn herum geschah. Dafür sagt mir das Ende des Romans weniger zu, das mir ein wenig zu vage blieb. Hier hätte ich mir etwas mehr Klarheit über das Schicksal und den Verbleib der Protagonisten erhofft. Aber das ist Geschmacksache. Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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  • Eine solide Leistung

    Der Blogger

    Jeanne_Darc

    24. January 2016 um 17:47

    Erschreckend realistisch, hier könnte auch ein Fünkchen Wahrheit dran sein. Ein Enthüllungsblogger verschwindet spurlos und was hat die Pharmazie-Industrie damit zu tun? Eckdaten zum Buch: Erscheinungsdatum:17.09.2015 Verlag : Emons Verlag ISBN: 9783954516766 Flexibler Einband 480 Seiten Sprache: Deutsch Art: Einteiler Genre: Krimi Autor: Patrick Brosi wurde 1987 in Backnag bei Stuttgart geboren. Nach dem Abitur und Zivildienst studierte er Geschichte und Informatik in Tübingen und Freiburg. Er lebt und arbeitet in Freiburg. Klappentext: Ein Ruderer verschwindet spurlos aus seinem Boot. Der Vermisste ist der weltweit bekannte Enthüllungsblogger René Berger, der die Pharmaindustrie durch geleakte Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat. Wurde er aus dem Weg geschafft? Und was geschah mit der jungen Journalistin Marie Sommer, die dem öffentlichkeitsscheuen Blogger auf der Spur war? Ein intensiver, spannungsgeladener Thriller über die Unmöglichkeit, das richtige Leben im falschen zu führen. Cover: Das Cover ist eher schlicht in weiß gehalten, wobei der Titel quer über die ganze Vorderseite ragt und man ihn so gut erkennen kann auch wenn man bloß am Regal vorbei geht. Schreibstil: Der Schreibstil von Patrick Brosi ist angenehm zu lesen und man gerät nicht ins Stocken. Etwas Spannungsgeladener könnte der Kriminalroman dennoch sein, den diese ging mir schon ein bisschen ab beziehungsweise war mich noch etwas zu schwach, ansonsten fand ich den Schreibstil solide. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, immerhin kann bei mir ein Buch nie spannend genug sein. Die Hauptprotagonisten wurden sehr schön herausgearbeitet, wobei die Nebenhandelnden eher blass blieben und eher Statisten ähnelten. Meinung: So was bleibt? Auf jeden Fall bleibt ein positiver Eindruck vom Autor Patrick Brosi und man möchte auf jeden Fall mehr von ihm lesen. Was bleibt ansonsten? Das Gefühl, dass vielleicht doch etwas mehr Wahrheit hinter dem Buch stecken mag, als man zuvor gedacht hat, auch wenn es nur ein klitzkleines Fünkchen ist. Ich würde mir wünschen, dass Patrick Brosi in seinem nächsten Buch die Nebenprotas noch stärker mit einbindet und die Spannung die er gleich in den ersten paar Seiten so gekonnt aufbaut auch noch etwas besser mit nimmt in das erste Drittel des Buches, dass mir etwas zu erklärungslastig war. ,,Solange die Milliarden flossen, waren ein paar hundert Tote aus Sicht der Pharmakonzerne vertretbar, der Kapitalismus funktionierte auch ohne sie." - Seite 176 Besonder hervorheben möchte ich noch, dass ich beeindruckt bin, wie der Autor es geschafft hat diese komplexe Themenwahl in einen Roman zu verpacken ohne dabei den roten Faden aus den Augen zu verlieren innerhalb der zahlreichen Wendungen. Fazit: Ein solider Kriminalroman mit einer interessanten Thematik rund um einen Enthüllungsblogger und einer "Verschwörung", der vollen durch die realistische Schilderung überzeugt. Cover: 0,8 von 1 Stern Schreibstil: 0,8 von 1 Stern Protagonisten: 0,8 von 1 Stern Thematik/Umsetzung:1,6 von 2 Sternen Gesamteindruck: 4 von 5 möglichen Sternen

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  • Hochbrisanter und spannender Krimi mit unerwartetem Ende

    Der Blogger

    krimielse

    Dem Autor Patrick Brosi ist mit seinem Buch "Der Blogger" ein unglaublich komplexer, authentischer und realitätsnaher, intelligenter und spannender Kriminalfall mit für mich unerwartetem Ende gelungen. Ein besonderer Reiz des Romanes besteht für darin, dass die Geschichte zum Schluss des Buches zwar für den Leser nach einigen überraschenden Wendungen durchschaubar ist, jedoch einiges offen bleibt und nicht zum klassischen Krimi-Ende führt. Der Enthüllungsblogger René Berger ist aus einem Ruderboot auf dem Titisee im Schwarzwald verschwunden, wohin er sich nach einer hochbrisanten Enthüllungsstory über einen Schweizer Pharmariesen, die weltweit Aufmerksamkeit erregte, zurückgezogen hatte. Die junge Journalistin Marie Sommer, die den Blogger für eine Berliner online-Zeitung aufgespürt und interviewt hatte, ist ebenfalls verschwunden. Es war der Auftrag, der sie zu Erfolg und Berühmtheit führen sollte, nachdem ihr Germanistik-Studium durch eine verpatzte Hausarbeit vorzeitig beendet war und ihr Freund sie betrogen hatte. Begleitet in der Schwarzwald wurde Marie von Simon, einem Nerd aus der Technikredaktion des online-Blattes, der ebenfalls unauffindbar ist. Kommissar Nagel von der Freiburger Kripo, ein einzelgängerischer und schrulliger Ermittler versucht Licht in die Angelegenheit zu bringen, indem er sich nicht seinem dynamischem Vorgesetzten beugt und auf eigene Faust Nachforschungen anstellt. Das Buch ist in zwei verschiedene Zeitebenen aufgebaut, die sich im Laufe der Geschichte aneinander annähern. Der Strang in der Vergangenheit erzählt die Ereignisse vor dem Verschwinden des Bloggers René Berger aus dem Ruderboot, der zweite Strang beginnt mit den Ermittlungen unmittelbar nach dem Verschwinden von René Berger und verfolgt die Ereignisse danach. Sehr geschickt werden vom Autor zusätzlich verschiedene Handlungsstränge aufgestellt und in den einzelnen Zeitsträngen verfolgt. Das gibt der Geschichte viel Tempo und Spannung, zumal nicht alle Handlungen geradlinig nachvollzogen werden können und unerwartete Wendungen und Zusammenführen eingebaut sind. Zu keinem Zeitpunkt entsteht trotz der vielen Verwicklungen beim Lesen Verwirrung, was vom Stil her eine grandiose Leistung ist. Die Charaktere sind mit vielen Hintergrundinformationen sehr gut nachvollziehbar und teils liebevoll gezeichnet. Ein Sympathieträger ist eindeutig der skurrile, schrullige, eigenbrötlerische und mit Kreislaufproblemen und Übergewicht kämpfende Ermittler Andreas Nagel. Er bevorzugt chaotische Papierhaufen statt Ordner und Mappen, bastelt sich aus Joghurtbechern Kaffeefilter, versucht aus Liebe zu seiner Frau Irene abzunehmen und gräbt vor allem dort, wo andere sich zufrieden mit einer offensichtlichen und angebotenen Lösung schon abgewendet haben. Ein weiterer Reiz des Buches besteht darin, dass es sich um einen Regionalkrimi aus dem Dreiländereck Deutschland - Schweiz - Frankreich handelt und bekannte Örtlichkeiten des Südschwarzwaldes mit Blick auf die Eigenheiten der Gegend in die Handlung einbezogen werden. Dass der Autor dabei einen kritisch-augenzwinkernden Blick auf deutsche Spießigkeit und die Vorgaukelung einer heilen vor-Alpinen Urlaubswelt wirft hat mir gut gefallen. Fazit: Das Buch bekommt von mit 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber spannender, aktueller, realitätsnaher und kluger Krimis mit Thrillerelementen.

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    • 3
  • Verschwörungen am Titisee oder die Macht der Pharmaindustrie

    Der Blogger

    SalanderLisbeth

    In dem 2. Kriminal-Roman des Freiburger Autors Patrik Brosi geht es um den Enthüllungs-Blogger René Berger, der in der Vergangenheit die Pharmaindustrie durch Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat und seit einiger Zeit verschwunden ist. Die junge aufstrebende Online-Journalistin Marie Sommer wird darauf angesetzt. Mit ihrem nerdigen Kollegen Simon verfolgt sie eine Spur am Titisee im Schwarzwald und begibt sich dabei in große Gefahr. Die Story wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt und zieht daraus einen großen Teil ihrer Spannung. Entweder steht die Journalistin Marie Sommer im Vordergrund oder der Kommissar Andreas Nagel, der ca. einen Monat später das Verschwinden des Bloggers aufklären muss. Als Leser muss man konzentriert am Ball bleiben, da viele Handlungsstränge im späteren Verlauf zusammen geführt werden und einen Sinn ergeben. Der Autor spielt mit dem Wechsel der verschiedenen Perspektiven und treibt so schnell und eindringlich durch das ganze Szenario. Dabei gelingt es ihm vortrefflich, den Leser durch immer wieder neue Erkenntnisse in eine andere Richtung zu lenken. Die letzte Wendung zum Schluss muss einem nicht unbedingt gefallen, mir war sie etwas zu abstrus und abgedreht aber auf jeden Fall sehr überraschend. Eigentlich habe ich mit deutschen Krimis so meine Schwierigkeiten, aber in dem vorliegendem Fall fand der Klappentext mein Interesse und das sachlich cool gestylte Cover sprach mich an. Die vielen positiven Bewertungen kann ich nur bestätigen. Dieses Buch hat mich mit ihrer hochbrisanten Thematik sehr gefesselt. Brosi schafft es, ein durchaus komplexes Thema intelligent und rasant zu einem guten, außergewöhnlichem Krimi zu verpacken. Mit fundiertem Wissen verschafft er dem Leser einen Einblick in die Machtspiele der Pharmariesen. Der Autor hat authentische Charaktere erschaffen, die absolut nachvollziehbar reagieren, z.B. Marie, die nach privaten Rückschlägen eine Möglichkeit sieht, sich zu profilieren. Und mit dem eigenbrötlerischen Kommissar Andreas Nagel, der lieber alleine arbeitet, fast schon autistische Züge aufweist, hat er einen absoluten Sympathieträger in Szene gesetzt. Kauzige Kommissare sind zwar nichts neues, aber der mit seinem Übergewicht und Diabetes kämpfende Nagel, agiert absolut lebensecht. Patrick Brosi sagt selbst in einem Interview, es würde ihn erschüttern, wenn das in der Realität so stattfinden würde, aber ihm ist ein clever gestrickter, hochspannender Krimi fernab vom Mainstream gelungen. Von mir eine absolute Leseempfehlung. .

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    • 2
  • Spannender Krimi mit einer realistischen Thematik

    Der Blogger

    Lotta22

    Der Enthüllungsblogger Réne Berger verschwindet spurlos. Er war schon längere Zeit untergetaucht. Zuvor hatte er für große Enthüllungen in der Pharmaindustrie gesorgt.  Marie wird darauf angesetzt, mehr über Berger zu erfahren und sich ihm anzunähern. Hat sie etwas über ihn herausgefunden? Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven zu zwei unterschiedlichen Zeiten erzählt. Anfangs ist es etwas schwer alle Personen, Orte richtig zuzuordnen. Doch Brosi schafft es die Perspektiven spannungsgeladen zu wechseln und sein Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Spannend verfolgt man so, wie sich die beiden Zeiten aneinander annähern. Man immer mehr über die Pharmaindustrie erfährt und wir haben in der Leserunde festgestellt, dass es an einigen Stellen vielleicht ein wenig Überzogen ist, aber zum Großteil leider wirklich vorstellbar.  Insgesamt hat mich das Buch gefesselt und gerade die Thematik ist immer wieder hochbrisant. Gestern (7.12.15) gab es in der 1live Clubbing Lesung, nochmal Ausschnitte zu hören und ich war sofort wieder in der Geschichte, auch wenn es wirklich schon etwas her ist, dass ich das Buch beendet habe. Ich bewerte so mit 4,5 Sternen und spreche ganz klar eine Leseempfehlung aus!

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    • 2
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    Der Blogger

    Meteorit

    Rezension ,,Der Blogger" von Patrick Brosi Der Blogger ist der zweite veröffentlichte Kriminalroman des deutschen Autors Patrick Brosi. Das Buch ist mit 480 Seiten am 17 September 2015 im emons Verlag erschienen. Inhalt: Ein Ruderer verschwindet spurlos aus seinem Boot. Der Vermisste ist der weltweit bekannte Enthüllungsblogger René Berger, der die Pharmaindustrie durch geleakte Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat. Wurde er aus dem Weg geschafft? Und was geschah mit der jungen Journalistin Marie Sommer, die dem öffentlichkeitsscheuen Blogger auf der Spur war? Ein intensiver, spannungsgeladener Thriller über die Unmöglichkeit, das richtige Leben im falschen zu führen. (Klappentext) Cover: Das Cover fängt die Blicke. Der schwarze Titel bildet mit dem weißen Hintergrund einen guten Kontrast und fällt auf, auch wenn man weiter entfernt steht. Mir gefällt es. Komisch finde ich nur immer wieder, dass dies ein Kriminalroman ist, auf der Rückseite aber wieder von Thriller die Rede ist. Aber gut, da gibt es ja Überschneidungen. Charaktere: Die Journalistin Marie ist eine sympathische junge Frau, die ihren Freund beim Fremdgehen ertappt und somit den Vertrag annimmt, einen bestimmten Blogger zu finden und über ihn zu bloggen. Dass auch in ihrem Leben nicht alles gut läuft, erscheint menschlich und ästethisch. Der Ermittler Andreas Nagel ist auch ein voller Sympathieträger, hat zwar eine eigensinnige Art, macht aber weitgehend alles richtig. Es ist spannend sein Geschehen und seine Ermittlungen zu verfolgen. Der Blogger bleibt wiederum lange etwas unscheinbar. Man weiß nicht, was mit ihm ist, zudem scheint er noch depressiv zu sein. Lange habe ich bei ihm nicht die richtigen Schlüsse gezogen und man täuscht sich gewaltig, gerade am Ende. Die Mischung von sympathischen und bösen Personen gefällt mir gut und erfüllt somit jegliche meiner Erwartungen an eine Personenkonstellation. Meine Meinung: Ich muss ganz klar sagen, dass mich am Anfang das Thema gelockt hat. In der Pharmaindustrie läuft sicherlich nicht alles rein, auch werden Medikamente vom Markt abgehalten, die vielen Menschen helfen könnten. An einem gesunden Menschen profitiert die Industrie ja nicht, wieso auch einen wirksames Medikament herausbringen, das alle heilt? Somit ist mit diesem Thema ein spannender Konflikt vorprogrammiert, der auch in diesem Buch gut ausgearbeitet wird. ,,Nagel knipste die Nachttischlampe an und hielt die Batterie ins Licht. In ihrem Innern, direkt hinter den drei Löchern, schimmerte Elektronik. Eine Wanze. Es musste eine Wanze sein. Versteckt in einer Batterie..." S.117 Viele Zeitsprünge prägen das Buch, was mir aber außerordentlich gut gefallen hat. Der Autor benutzt auch eine Fülle von Schauplätzen. So landen wir in Basel, Berlin und lernen außerdem den Titisee kennen. An dem Schreibstil gibt es ebenso wenig zu bemäkeln. Patrick Brosi schafft es ein durchaus komplexes Thema intelligent und rasant zu einem guten Krimi zu verpacken. ,,Solange die Milliarden flossen, waren ein paar hundert Tote aus Sicht der Pharmakonzerne vertretbar, der Kapitalismus funktionierte auch ohne sie." S.176 Außerdem gibt es viele Wendungen im Buch, wobei ich sagen muss, dass mir die letzte Wendung nicht so gut gefallen hat. Es ging mir ein wenig schnell zum Schluss und mit soeinem Ende hätte ich wirklich nicht gerechnet. Das ist wohl auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch. ,,Der Markt für Psychopharmaka ist gigantisch. Burn-out und Depression sind Modekrankheiten, die Diagnosen nehmen seit Jahren zu, das wissen wir alle. Und damit auch der Absatzmarkt für die Pharmaunternehmen. Eine Goldgrube..." S.80 Fazit: Dieser außergewöhnliche Krimi überzeugt mit seiner komplexen Themenwahl, mit der geschickten Verknüpfung der Handlungsstränge und durch seine Umsetzung. Kritisieren möchte ich jedoch das Ende, was mir nicht so gut gefallen hat, weshalb ich auch hier einen Stern abziehen möchte. Nichtsdestotrotz möchte ich das Buch gerne weiterempfehlen, denn sonst hat mir alles gut gefallen.

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    • 9

    Janosch79

    04. December 2015 um 11:17
  • So könnte es wirklich laufen ...

    Der Blogger

    passionelibro

    03. December 2015 um 16:24

    Um den Enthüllungsblogger Rene Berger, spezialisiert auf die Pharmaindustrie, ist es ruhig geworden und so wird die junge Journalistin Marie auf ihn gesetzt, um herauszufinden, was da läuft. Da Marie erst erfahren hat, dass sie von der Uni geflogen ist und dann noch ihren Freund mit einer anderen Frau im Bett erwischte, ist sie ganz gewillt, von Berlin in den tiefen Schwarzwald zu gehen, um dort die letzten Spuren von Rene aufzunehmen. Es entwickelt sich eine komplexe Handlung zwischen Deutschland und der Schweiz, Pharmakolossen, Journalisten und Polizisten, auch blutige Morde, die sehr detailgetreu beschrieben werden, füllen dieses Buch von fast 500 Seiten. Der Autor wechselt von Kapitel zu Kapitel sowohl die Erzählerperspektive als auch die Zeit, sodass der Leser immer zu 100% da sein muss, um den verschiedenen Handlungssträngen, Personen und Geschehnissen zu folgen. Dabei hat mir als Leser etwas der Überblick gefehlt und die Charaktere konnten mich auch nicht immer ganz überzeugen.

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  • Enthüllungen

    Der Blogger

    ChrischiD

    22. November 2015 um 18:52

    Als Enthüllungsblogger René Berger sich für eine Weile aus der virtuellen Welt zurückzieht, wird die junge Journalistin Marie darauf angesetzt ihn ausfindig zu machen und über ihn und seine Arbeit zu berichten. Es scheint als sei er einer großen Sache auf der Spur, die die Pharmaindustrie erschüttern wird. Wird es Marie wirklich gelingen ihn ausfindig zu machen und zur Mitarbeit zu bewegen? Kommissar Nagel sieht sich derweil einer Wasserleiche gegenüber, deren Identifizierung alles andere als einfach ist. Außerdem scheint es sich nicht um einen Selbstmord zu handeln, wie zunächst angenommen... Von Beginn an spielt der Autor mit verschiedenen Perspektiven und ihrem Wechsel. Entweder steht die Journalistin Marie oder Kommissar Nagel im Vordergrund und somit auch das jeweilige Umfeld. Zudem wird anfangs immer das vorherrschende Datum angegeben, damit man die Ereignisse in die richtige Reihenfolge bringt, was ansonsten wahrlich nicht leicht ist, da sie um ein paar Tage zeitversetzt geschehen. Schon allein dadurch muss man konzentriert und aufmerksam lesen, um die Verwirrung nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. Recht bald hat man sich einen ersten Überblick erschafft, wobei man ebenso schnell sicher ist, dass hier nicht alles so ist wie es scheint. Es werden sich noch diverse Einschätzungen und Vermutungen einstellen, die das Gesamtbild komplett auf den Kopf stellen. Doch bis es soweit ist muss man erst einmal durchhalten, denn das erste Drittel ist langwierig und zäh. Sicherlich muss der Leser wichtige Informationen erhalten, um überhaupt zu verstehen mit wem er es zu tun hat. Aber man kann Situationen auch kaputt reden und das geschieht hier leider einige Male, wodurch es immer schwieriger wird am Ball zu bleiben, ohne das Buch einfach zur Seite zu legen. Hat man sich überwunden und nicht vorzeitig aufgegeben, so wird man belohnt. Denn endlich schafft es die lang ersehnte Spannung auszubrechen und den Leser mitzureißen. Überraschende Wendungen wohin man schaut und zahlreiche Möglichkeiten selbst an den Ermittlungen teilzuhaben. Plötzlich vergeht die Zeit wie im Flug und man kann sich kaum noch vorstellen, dass der Einstieg so mühselig war. So manches Ereignis mag sich durchaus schon länger abgezeichnet haben, doch selbst in einem solchen Fall ergeben sich doch wieder Kleinigkeiten, die man so nicht vorhergesehen hat. Perfekt wäre es gewesen, wenn die Atmosphäre, die nach dem ersten Drittel aufkam, bereits zu Beginn bestanden hätte, so aber ergibt sich leider ein Minuspunkt in der Gesamtwertung.

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