Patrick Dennis Darling, ich bin deine Tante Mame!

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Inhaltsangabe zu „Darling, ich bin deine Tante Mame!“ von Patrick Dennis

Eine bezaubernde Reise in das quirlige New York der 30er Jahre

Der kleine Waisenjunge Patrick ist gerade einmal zehn Jahre alt, als er in die Obhut seiner Tante Mame kommt. Mame führt im New York der späten Zwanzigerjahre das schillernde Leben der Boheme – extravagant, aufregend und gar nicht kindgerecht. Dennoch schließt Patrick seine Tante sofort in sein Herz, und auch Mame ist von ihrem Neffen entzückt. Von herkömmlichen Erziehungsmethoden hält sie allerdings nichts – aber ist es nicht ohnehin aufregender, jeden Tag als himmlisches Abenteuer zu begreifen, statt Regeln, Stundenplänen und Konventionen zu folgen?

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  • Rezension zu "Darling, ich bin deine Tante Mame!" von Patrick Dennis

    Darling, ich bin deine Tante Mame!

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    13. September 2012 um 09:42

    [...] " Das ist doch lächerlich! Das weiß doch jedes Kind: Dreißig Tage zählt der September, der April, der Juni und der ... meine Güte!" Für einen Moment herrschte Schweigen. "Ach, mein Darling!", rief sie theatralisch. "Ich bin deine Tante Mame!" Sie schlang ihre Arme um mich und küsste mich, und ich wusste, ich war gut aufgehoben. Seite 27 Inhalt: Als der Vater des 10-jährigen Patrick Dennis stirbt, soll dieser laut dessen Testament nun in die Obhut seiner exzentrischen Tante Mame gegeben werden. Aber Tante Mame ist bei weitem keine übliche Tante, nein. In der glamourösen New Yorker Boheme der zwanziger Jahre hat sie eine ganz besonders angesehene Stellung. Jung, hübsch und extravagant führt sie einen ganz eigenen Lebenswandel und feiert die Feste, wie sie fallen. In Patricks Erziehung stürzt sie sich mit Begeisterung und zeigt ihm auf äußerst unkonventionelle Weise, was im Leben wirklich zählt. Von herkömmlichen Lernmethoden hält Mame so gar nichts und so bekommt Patrick mit seinen 10 Lenzen erst einmal ein Vokabelheft, um seinen Wortschatz aufzubessern, denn Wörter wie Daiquiri, nymphoman oder auch Ödipuskomplex sollte man buchstabieren als auch verstehen können, so Tante Mame. Patrick verbrachte einen Großteil seiner Jugend auf den wildesten Partys, lernte die schillerndsten Persönlichkeiten New Yorks kennen und das Theater schien seine zweite Heimat zu sein. Aber Patrick fühlte sich trotz der vielen haarsträubenden Situationen, die die seine Tante ihn während seiner Jugend (und auch später noch ) immer wieder brachte, unglaublich wohl bei ihr, denn zu jeder Zeit hat sie ihm ein sicheres Zuhause geboten. [...] " Für uns beide war es Liebe, und meine Erlebnisse mit Ihr waren einzigartig." Seite 39 Handlung & Charaktere: Bereits 1955 erschien dieses Buch in der Originalfassung "Auntie Mame - an Irrelevant Escapade" , geschrieben von Edward Everett Tanner III alias Patrick Dennis. Tante Mame wurde in den USA ein wahrer Bestseller, so dass auch ein Theaterstück, ein Musical und auch ein Hollywoodfilm daraus entstand. Patrick Dennis hat mit diesem Roman einen wahrlich zeitlosen Klassiker erschaffen, der heute - 57 Jahre später - noch genau so begeistern kann. Da der Junge in der Geschichte ebenfalls Patrick Dennis heißt, bekommt man das Gefühl vermittelt, eine Biografie zu lesen, eine äußerst faszinierende, wohlgemerkt. Der Roman ist aus Patrick's Sicht in der Ich-Perspektive erzählt und zu jeder Zeit kam es mir vor, als ob ich mit dem mittlerweile Erwachsenen Patrick am Tisch sitze, er ein aufgeschlagenes "Readers Digest" neben sich liegen hat und ich mit einer heißen Tasse Kaffee dabei seinen Schilderungen über sein Leben, sein Aufwachsen mit und neben der außergewöhnlichen Tante Mame lausche. (Welche besondere Bewandtniss dieses Readers Digest hat, auf welches sich Dennis zu jedem Kapitelbeginn bezieht, erfuhr ich später dann übrigens im sehr informativen Nachwort ). Patrick Dennis' Schreibstil und Sprache ist gleichermaßen faszinierend wie seine Schilderungen und Beschreibungen seiner Tante. Locker und spritzig und trotzdem ausreichend elegant der Zeit angepasst. Denn Patrick betritt zum ersten mal Tante Mames Haus in dem glamourösen New York der 20er-Jahre. Äußerst detail - und bilderreich verschafft er uns Eintritt in diese berauschend-glamouröse Welt und ich fühlte mich vollkommen in diese Zeit versetzt. Trotz dieser vielen Details und Beschreibungen kommt aber zu keiner Zeit Langeweile auf. Tante Mames Persönlichkeit faszinierte mich ungemein - eine solch facettenreiche Frau, schillernd, exzentrisch, eigenwillig, einfallsreich, impressionistisch ... Auch ist sie zu jeder Zeit äußerst modern - denn sie liebt es, immer wieder in neue Rollen zu schlüpfen. Einfach eine Art Freigeist, die alles konventionelle Denken ablehnt und für die Freizügigkeit der Begriff aller Dinge ist. Aber sie ist auch sehr eitel und hat auch große Angst vor dem älter werden, und gerade das macht sie sehr menschlich. Und sie kann, wenn es darauf ankommt, die Ärmel hochkrempeln und anpacken, was sie nach der Wirtschaftskrise unter Beweis stellt - aber eben halt auf ihre ganz spezielle Art und Weise. Des Weiteren warten viele bunte und auch zum Teil schillernde Persönlichkeiten auf, die auch Tante Mames Lebensstil unterstreichen, so wie zum Beispiel ihr treuer chinesischer Diener Itu. Patrick Dennis hat es auch nicht versäumt, immer mal wieder politische Diskrepanzen und sozialkritische Aspekte aufzugreifen und sie geschickt zu verarbeiten, ohne den Leser damit zu überfordern. Ein Nachwort von Michael Tanner, der Sohn des verstorbenen Autors, gibt zusätzlich ein wenig Einblick hinter die Kulissendes Pseudonyms Patrick Dennis. Mein persönliches Fazit : Patrick Dennis' exzentrische, chaotische und äußerst liebenswerte Tante Mame war mir über das ganze Buch hinweg unglaublich sympathisch. 399 Seiten absoluter Lesegenuss, den ich unbedingt empfehlen kann. ich habe mich wahrlich bestens unterhalten gefühlt und musste immer wieder aufs herzlichste lachen. Vor allem der detailreiche Schreibstil hat mir so sehr zugesagt, dass ich nun definitiv auch weitere Werke des Autors lesen werde. In Paul Rudnick's Nachwort bin ich auf einen schönes Statement gestoßen, welches ich sehr passend finde und lachen musste: [...] "Seine Titelheldin ist längst zur Symbolfigur geworden: Denn Tante Mame ist Amerikas diabolische Antwort auf Mary Poppins."

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